UMBRUCH - Bildarchiv

Umbruch-Bilderbögen zu einzelnen Ereignissen

Zu aktuellen und historischen Anlässen aller Art publiziert das UMBRUCH-Bildarchiv aus der aktuellen Produktion und aus den Archivbeständen Fotozusammenstellungen, ergänzt durch Hintergrundinformationen und Querverweise zum jeweiligen Gegenstand. Die folgende Zusammenstellung listet alle veröffentlichten Seiten in chronologischer Reihenfolge auf mit Ausnahme des aktuellen Jahres. Die zeitnah produzierten Blätter setzen im Sommer 1999 ein.

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2013

4. Januar, Berlin
In der Nacht vom 30.12. zum 31.12.2012 wurde das Mitglied der kenianischen Gemeinde Jimmy C. Opfer eines rassistischen Übergriffs.Rund 100 Menschen kamen zu spontanen Solidaritätskundgebung am 04. Januar vor die Diskothek Q.Dorf. Eine Bilderseite
7. Januar, Dessau
An der diesjährigen Gedenkdemonstration für Oury Jalloh in Dessau nahmen rund 500 Menschen teil. Auf Transparenten und in Sprechchören forderten die TeilnehmerInnen eine Anklage wegen Mord und die lückenlose Aufklärung des Feuertodes. Eine Bilderseite
12. Januar, Magdeburg
Straßenfeste, Blockaden, Infostände und spontane Aktionen - am 12. Januar 2013 hieß es in Magdeburg: "kein Fußbreit den Faschisten". 12.000 Menschen stellten sich dem geplanten "Trauermarsch" der „Initiative gegen das Vergessen" entgegen, dessen Route von der Polizei bis zuletzt geheimgehalten wurde. Eine Bilderseite
19. Januar, Berlin
Trotz klirrender Kälte demonstrierten laut Veranstalter 25.000 TeilnehmerInnen am Samstag gegen Massentierhaltung, den Einsatz giftiger Pestizide und die negativen Auswüchse der Agrarindustrie. Unter dem Motto "Wir haben es satt" hatte ein Bündnis aus 35 Organisationen anläßlich der "Grünen Woche" zum Protestmarsch aufgerufen. Eine Bilderseite
26. Januar, Berlin - Paris
Rund 800 Menschen beteiligten sich am 26.1. an einem Trauer- und Protestmarsch in Berlin für die am 9. Januar in Paris ermordeten kurdischen Politikerinnen Sakine Cansiz, Fidan Dogan und Leyla Saylemez. Eine Bilderseite
2. Februar, Berlin
"No Justice, No Peace, wir kaufen Euren Kiez." Unter massivem Polizeiaufgebot zogen über 300 Eigentumsextremisten am 2. Februar 2013 durch Friedrichshain und Mitte. Anlass war der zweite Jahrestag der Räumung der Liebigstraße 14. Eine Bilderseite
12. Februar, Berlin
Gut ein Dutzend Menschen versammelten sich am 12.2. vor dem Brandenburger Tor und protestierten laut gegen zunehmende sexuelle Übergriffe in Ägypten. Eine Bilderseite
13. Februar, Dresden
Dresden stellt sich quer. Der sogenannte Trauermarsch, der über mehr als ein ganzes Jahrzehnt hinweg zu einem der größten, regelmäßigen Naziveranstaltung Europas avancierte, wird jährlich kürzer und kleiner. 200 Nazis, die am 13.2.2013 wieder in Dresden aufmarschieren wollten, wurden bereits nach 300 Metern von Sitzblockaden gestoppt. Eine Bilderseite
14. Februar, Berlin
Mehrere hundert Polizisten, gesperrte Straßen und U-Bahn, Hubschrauber, Polizistengruppen vor etlichen Hauseingängen, brutale Räumung der Sitzblockaden, Festnahmen, mehrere Verletzte durch Pfefferspray – Berliner Politik und Polizei beantworten Mieter_innenproteste mit einem Ausnahmezustand in Kreuzberg. Die Zwangsräumung der Familie Ali Gülbol in der Lausitzer Straße 8 in Kreuzberg wurde von starken Protesten begleitet, an denen sich 800-1000 Menschen beteiligten. Eine Bilderseite
27. Februar, Berlin
Am Mittwoch, den 27.2. sollte die schwerbehinderte 67-jährige Rosemarie F. aus ihrer Wohnung in der Aroser Allee 92 in Berlin-Reinickendorf zwangsgeräumt werden. Eine Bilderseite
3. März, Berlin
Die denkmalgeschützte East Side Gallery im Bezirk Berlin-Friedrichshain ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Berlins. Am frühen Morgen des ersten März 2013 will ein Investor eine zwanzig Meter breite Lücke in die ehemalige DDR-Binnenmauer reißen lassen, um einen Zugang zu schaffen für sein Bauprojekt am Spreeufer. Das stößt auf spontane Proteste. Eine Bilderseite
3. März, Berlin
Die denkmalgeschützte East Side Gallery im Bezirk Berlin-Friedrichshain ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Berlins. Am frühen Morgen des ersten März 2013 will ein Investor eine zwanzig Meter breite Lücke in die ehemalige DDR-Binnenmauer reißen lassen, um einen Zugang zu schaffen für sein Bauprojekt am Spreeufer. Das stößt auf spontane Proteste. Eine Bilderseite
4. März, Berlin
Patras Bwansi, ein prominenter Asylbewerber, der zu den Organisator*innen der Flüchtlingcamps am Oranienplatz in Berlin und im Passauer Klostergarten gehört, soll trotz Duldung in seine Heimat Uganda abgeschoben werden. Aus diesem Anlass gab es am 4. März eine Kundgebung vor der Bayerischen Vertretung in Berlin und eine Demonstration gegen Kriminalisierung der Flüchtlinge. Eine Bilderseite
9. März, Berlin
Mehrere hundert japanische und deutsche Atomkraftgegner_innen zogen am zweiten Jahrestag des Reaktorunglücks in Fukushima durch Berlins Mitte, um an die Folgen der Katastrophe zu erinnern. Sie gedachten der Opfer und forderten einen sofortigen, weltweiten Ausstieg aus der Nutzung der Atomkraft. Eine Bilderseite
16. März, Berlin
Am 16. März 2013 demonstrierten in Berlin mehrere hundert Menschen anlässlich des 2. Jahrestages der syrischen Revolution gegen das Terror-Regime von Baschar Hafiz al-Assad. Dem syrischen Präsidenten werden Menschenrechtsverletzungen, Folter und Massaker an der eigenen Bevölkerung vorgeworfen. Eine Bilderseite
16. März, Berlin
Seit fast einem Jahr halten Mieterprotest-AktivistInnen und Gentrifizierungs-GegnerInnen einen Teil des Kottbusser Tors in Berlin-Kreuzberg besetzt. Zu den Aktivitäten des Bündnisses "Kotti & Co", das von zahlreichen anderen AnwohnerInnen-Initiativen unterstützt wird, gehören auch die sogenannnten Lärmdemos, auf denen ebenso lautstark wie engagiert auf akute Probleme wie Wohnungsnot, Mietsteigerungen und Zwangsräumungen aufmerksam gemacht wird. Lärmdemo am 16. März 2013. Eine Bilderseite
23. März, Berlin
In New York, in Schanghai, in Barcelona und zum zweiten Mal fand jetzt auch in Berlin die "Korrika" statt. Die zweieinhalb Kilometer lange Strecke zwischen Ostbahnhof und Schlesischem Tor war Schauplatz des solidarischen Staffellaufes für die baskische Sprache. Eine Bilderseite
23. März, Wien - Österreich
Der Flüchtlingsprotest in Deutschland steht nicht alleine da. Seit Monaten tragen auch Flüchtlinge in Holland und in Österreich ihre Empörung auf die Straße. Mit einem Marsch von Traiskirchen nach Wien begannen am 24. November 2012 Flüchtlinge in Österreich eine Protestbewegung gegen ihre prekären Lebensbedingungen in den Asyllagern. Sie organisierten ein Camp, eine Kirchenbesetzung, einen Hungerstreik und zahlreiche Demonstrationen. Ein Fotorückblick
23. März, Berlin
Zum ersten Jahrestag der Flüchtlingsproteste demonstrierten am 23. März 2013 mehrere tausend Menschen in Berlin gegen menschenunwürdige Lebensbedingungen von Flüchtlingen, restriktive Gesetze und gegen alltäglichen Rassismus in Deutschland. Eine Bilderseite
13. April, München
Anlässlich des für den 17. April geplanten Prozessauftaktes gegen Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Unterstützer der rechten Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) demonstrierten am 13. April bis zu 10.000 Menschen in München. Zentrale Forderungen waren: rückhaltlose Aufklärung der Verbrechen des NSU, Aufdeckung dessen Umfeldes sowie die Auflösung des Verfassungsschutzes. Eine Bilderseite
12. und 14. April, Berlin
Am 11. April 2013 verstarb die schwerkranke 67-jährige Rosemarie Fliess, zwei Tage nachdem sie aus ihrer Wohnung zwangsgeräumt worden war. Am 12. und 14. April fanden in Reinickendorf und in Kreuzberg spontane Trauer- und Gedenkdemonstrationen für Rosemarie Fliess statt. Zwei Fotoberichte
20. April, Berlin
Zum internationalen Aktionstag von "La Via Campesina" gab es auch in diesem Jahr ein Fest im Kreuzberger Gemeinschaftsgarten „Ton, Steine, Gärten“; wie immer eine gute Gelegenheit zum Austausch von Saatgut und jungen Pflanzen, zur gegenseitigen Information und zur weiteren Vernetzung. Eine Bilderseite
28. April, Berlin
Die Weisestrasse 47 in Neukölln steht seit Jahren fast komplett leer, nur im Hinterhaus sind noch zwei Wohnungen mit Ofenheizung und Außenklo vermietet. Im letzten Jahr wurde sie am 28. April kurzzeitig besetzt, ein Jahr später startete dort eine kleine, aber fetzige Demo gegen Ausgrenzung und Verdrängung. Eine Bilderseite
30. April, Berlin
Mehrere tausend Menschen demonstrierten am 30. April 2013 gegen Neonazis und rechte Umtriebe in Berlin-Schöneweide. Eine Bilderseite
30. April, Berlin
"Take back the city - Nimm, was dir zusteht". Zum zweiten Mal führte die Walpurgisnachtsdemo in diesem Jahr durch die Weddinger Kieze und fand viel Beachtung. Eine Bilderseite
1. Mai, Berlin
Proteste von Tausenden gegen den Aufmarsch der NPD in Schöneweide, eine nicht-angemeldete Mietkampf&Stoppt-die-Verdrängung-Demo durchs MyFest (immer wieder ein Lichtblick: diese Demo) und die revolutionäre 1. Mai-Demonstration mit mehr als 15.000 Teilnehmer_innen – jede Menge Bewegung und doch ein selten ruhiger 1. Mai 2013 in Berlin. Eine Bilderseite
4. Mai, Berlin
Am 4. Mai 2013 demonstrierten rund 100 Menschen mit Handicap und ihre BegleiterInnen für Barrierefreiheit, gesellschaftliche Teilhabe und Chancengleichheit. Eine Bilderseite
8. Mai, Demmin
Über 500 Menschen haben sich am 8. Mai knapp 250 Neonazis in den Weg gestellt. Mit einem historischen Stadtrundgang und zwei Sitzblockaden sowie einem Friedensfest am Hafen äußerten sie ihren Protest und versuchten den Neonaziaufmarsch zu behindern. Eine Bilderseite
8. Mai, Berlin
Am 8. Mai 2013 demonstrierten gut ein Dutzend Menschen mit einem symbolischen Spatenstich gegen die Verlängerung der A100 von Berlin-Neukölln zum Treptower Park. Startpunkt der Demonstration war das unter Baumbesetzung bekannt gewordene Protestcamp von Robin Wood an der Neuköllnischen Allee / Ecke Grenzallee. Eine Bilderseite
25. Mai, Berlin
Am 25. Mai 2013 demonstrierte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) unter dem Motto "Auch Mensch. Polizei im Spannungsfeld" für den weiteren Einsatz von Pfefferspray. Anlass war die Forderung der SPD, die Bedingungen für den Einsatz von Pfefferspray deutlich zu verschärfen. Die Kundgebung fand vor dem Estrel Congress Center statt, in dem die Berliner SPD am Samstag ihren Landesparteitag abhielt. Ein gutes Dutzend Gegendemonstrant_innen würdigte die Veranstaltung mit großzügigem Applaus und spöttischen Bemerkungen. Eine Bilderseite
25. Mai, Berlin
20 Jahre nach der de fakto Abschaffung des Grundrechts auf Asyl und dem Mordanschlag von Solingen demonstrierten am 25. Mai 2013 in Berlin mehr als 1.000 Menschen gegen Rassismus und die deutsche Asylpolitik. Auf Transparenten und in Sprechchören forderten sie die Abschaffung der Residenzpflicht, Stopp aller Abschiebungen sowie die Schließung der Flüchtlingslager. In Solidarität mit den aktuellen Flüchtlingsprotesten zog die reichlich durchnässte, aber kämpferische Demonstration von Berlin Mitte zum Refugee Protest Camp am Oranienplatz in Kreuzberg. Eine Bilderseite
30. Mai bis 1. Juni, Frankfurt/Main
Vom 30. Mai bis 1. Juni 2013 fanden zum zweiten Mal antikapitalistische Blockupy-Aktionstage in der Bankenmetropole Frankfurt statt. Tausende Menschen kamen nach Frankfurt, um gegen die Diktatur der Banken und Konzerne zu protestieren.Die genehmigte Großdemonstration am Samstag, die mitten durch die Frankfurter Bankenmeile führen sollte, wurde von der Polizei massiv angegriffen und über Stunden eingekesselt. Eine wahrhaft kurze Demo, doch trotz der Repression bestimmte eine Welle der Solidarität und vielfältiger Proteste die Tage in Frankfurt. Eine Bilderseite
4. Juni, Berlin
Im Rahmen eines Praktikums war Leo Lagodka zwei Wochen lang zu Besuch im Umbruch Bildarchiv. In dieser Zeit machte er sich auf die Spuren einer ehemaligen Eisfabrik in der Köpenicker Straße am Spreeufer. Hier sein Foto-Portrait über eine Ruine, die einen Besuch wert ist. Eine Bilderseite
13.-16. Juni, Berlin
Vom 13.6.-16. Juni 2013 veranstaltete die „KARAWANE für die Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen“ und "The Voice Refugee Forum" ein Internationales Tribunal gegen die Bundesrepublik Deutschland. Rund 500 Flüchtlinge kamen, um Anklage zu erheben gegen die deutsche Beteiligung bei der Abschottung Europas, gegen die deutsche Abschiebepraxis und gegen das brutale Vorgehen von „Frontex“, das Tausende von Toten an den europäischen Außengrenzen zur Folge hat. Eine Bilderseite
17. Juni, Berlin
Am frühen Morgen des 17. Juni 2013 fand rund um das Bundesinnenministerium eine ungewöhnliche Veranstaltung statt: Mehr als 100 MusikerInnen des Chors und Orchesters "Lebenslaute" blockierten mit gleichzeitig stattfindenden Konzerten die Zugänge zu dem Verwaltungsgebäude. Die Mitarbeiter_innen des Bundesinnenministeriums konnten nur nach etlichen Umwegen und verspätet zu ihrer Arbeit gelangen. Eine Bilderseite
31. Juli, Berlin
„Reclaim your City“ ist keine Gruppe sondern ein Aufruf. Ein Aufruf mitzumischen in der Stadt, sich gestalterisch in das Stadtbild einzubringen. Die gleichnamige Website dokumentiert mit tausenden Fotos aus Berlin, einigen Städte-Specials, Tutorials und Interviews die Entwicklung der Streetart seit dem ersten großen Frühling 2003. Diese Fotospecials dokumentieren einen Ausschnitt der Aktivitäten der letzten Jahre.
13. August, Berlin
Das Berliner Künstlerduo Various & Gould rief zu einer ersten Berliner Prozession, um moderne Heilige, die "Holy Helpers" anzurufen. Es sind vier Figuren, die durch die Straßen getragen werden, die bisher im veralteten Heiligenkatalog fehlen: Santa Pharma, Santa Data, Sankt Abuso und Sankt Gentrifizian. Mal eine andere Demo, angeführt von einem Priester in buntem Gewand, der die Gemeinde des "Phonk" segnet. Eine Bilderseite
19. und 20. August, Berlin
Wieder einmal werden Flüchtlinge statt in Wohnungen in einer zentralen Notunterkunft in einer ihnen feindlich gesinnten Umgebung untergebracht. Am 19. August wurden die ersten Geflüchteten in ihre neue Unterkunft in der Carola-Neher-Straße in Berlin-Hellersdorf verlegt. AnwohnerInnen pöbeln, ein Häuflein rechtsextremer NPD- und Pro-Deutschland- AnhängerInnen nutzt die Gelegenheit, Aufsehen durch provokante Kundgebungen zu erheischen. Viele hundert Menschen stellen sich ihnen entgegen und drücken ihre Solidarität mit den Flüchtlingen aus. Die Ankunft der Flüchtlinge in Hellersdorf und die Proteste gegen die NPD-Kundgebung am Alice-Salomon-Platz. Zwei Bilderseiten
21. und 22. August, Berlin
Sieben Mitglieder von Pro Deutschland touren an zwei Tagen quer durch Berlin und demonstrieren gegen die Aufnahme von Flüchtlingen. Wohin sie auch kommen, die Gegendemonstrant_innen sind deutlich mehr und lauter. Eine Bilderseite
25. August, Berlin
Etwa 70 Anhänger der rechtspopulistischen Partei "Alternative für Deutschland" standen am Sonntag, den 25. August überraschend am Schlesischen Tor, um dagegen zu demonstrieren, dass ihre Wahlplakate in Kreuzberg abgenommen wurden. Die Blauhemden marschierten mit Bollerwagen über die Skalitzer Straße zum Kottbusser Tor. Nachdem ein Plakat aufgehängt wurde, gab es Beifall – und Buhrufe. Eine Bilderseite
30. August, Berlin
Am 30. August 1983 stürzte sich Cemal Kemal Altun aus Angst vor der Auslieferung an die türkische Militärdiktatur aus dem Fenster des Berliner Verwaltungsgerichts. Sein Tod hat sich in das kollektive Gedächtnis der kritischen Öffentlichkeit eingebrannt. Zum Gedenken an Kemal Altun fand am 30. August 2013 eine Kundgebung am Gedenkstein in der Hardenbergstraße 21 statt. Einige Bilder der Veranstaltung und ein Rückblick auf die Spontandemonstration am 30. August 1983 zum Kammergericht und die Beerdigung Kemal Altuns am 4.9.1983. Eine Bilderseite
1. September, Berlin
Am 1. September 2013 feierte die ursprünglich aus England kommende Initiative "Pinksstinks" am Brandenburger Tor ihren ersten Geburtstag. Gemeinsam mit einigen hundert Teilnehmer_innen freuten sich die Macher_innen über den gelungenen Abschluß einer Petition gegen sexuelle Verfügbarkeit in der Außenwerbung. Eine Bilderseite
11. September, Berlin
Erneut tourte eine Handvoll NPD-Funktionäre mit Kundgebungen gegen Flüchtlinge und Überfremdung durch Marzahn-Hellersdorf, unter ihnen Ex-Parteichef Udo Voigt und der NPD-Vorsitzende Sebastian Schmidtke. Mit Ausnahme der lautstarken Gegendemonstrant_innen, die in deutlicher Überzahl präsent waren, herrschte bei allen Kundgebungsorten tote Hose. Eine Bilderseite
17. September, Berlin
Patras Bwansi, der zu den Organisator*innen der Flüchtlingcamps am Oranienplatz in Berlin und im Passauer Klostergarten gehört, soll trotz Duldung in seine Heimat Uganda abgeschoben werden. Unterstützer_innen begleiteten Patras zu einer Anhörung und hielten vor dem Landesamt eine Protestkundgebung ab. Eine Bilderseite
27. September, Berlin
Der 34-jährige Rapper Pavlos Fyssas (MC Killah P) wurde am 18. September 2013 in Griechenland von einem Mitglied der Neonazipartei Chrysi-Avgi („Goldene Morgenröte“) ermordet. In Gedenken an Pavlos Fyssas und aus Solidarität mit den griechischen Antifaschist_innen demonstrierten am 27. September zeitweise bis zu 1.000 Menschen in einer kurzfristig organisierten Demonstration durch Kreuzberg und Neukölln. Eine Bilderseite
28. September, Berlin
"Wem gehört Berlin?" - Aktionsdemo im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages, initiert vom Bündnis "Keine Rendite mit der Miete, die Stadt gehört allen!". Die Demo hatte zum Ziel, möglichst viele Inis, Projekte, Mieter_innen, politische Gruppen in ihrem gemeinsamen Kampf gegen Verwertungsinteressen stärker zu vernetzen und zu vereinen, rund 2.000 Menschen beteiligten sich in Berlin. Eine Bilderseite
3. Oktober,Stuttgart
Am „Tag der deutschen Einheit“ fanden neben der zentralen Einheitsfeier auch verschiedene Proteste statt: Das Bündnis „Kein Grund zum Feiern“ organisierte anlässlich der zentralen Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit in Stuttgart eine antinationale Demonstration, an der sich 300 Menschen beteiligten. 500 Teilnehmer_innen beteiligten sich an einer antikapitalistischen Demo gegen die "Deutschlandfeier" unter dem Motto "Ihre Einheit heißt Krise, Krieg und Armut!" Eine Bilderseite
9. und 10.. Oktober, Berlin
Rund 1.000 Menschen demonstrierten am 3. Oktober 2013 in Berlin-Hellersdorf gegen Rassismus und in Solidarität mit den Flüchtlingen, die seit Mitte August dort in einer ehemaligen Schule untergebracht sind. Die Demo startete am Cecilienplatz und führte durch das Wohngebiet in unmittelbarer Nähe der neuen Notunterkunft. Zwei Bilderseiten
12. Oktober, Berlin
Im Oktober 2013 beginnen in der spanischen Hauptstadt Madrid erneut monatelange Massenprozesse gegen linke baskische AktivistInnen, weil sie angeblich Mitglied in den verbotenen Linksparteien Batasuna, Herri Batasuna oder Euskal Herritarrok gewesen sein sollen. In Solidarität mit den Betroffenen fand am 12. Oktober in Berlin eine Kundgebung am Brandenburger Tor statt unter dem Motto: "Massenprozesse, Verhaftungen & Sonderjustiz stoppen! Für eine politische Lösung des Konflikts im Baskenland!" Eine Bilderseite
13. Oktober, Berlin
Während in Bukarest Tausende auf die Straße gehen, demonstriert eine quirlige Gruppe von Menschen jeden Sonntag am Brandenburger Tor gegen die korrupte Goldindustrie in Rumänien. In der transsylanischen Mine Rosia Montana wird bereits seit 2000 Jahren Gold abgebaut, bald könnte sie aber zur giftigsten Mine Europas werden. Eine Bilderseite
16. Oktober, Berlin
In Solidarität mit den Lampedusa-Geflüchteten in Hamburg fand am 16.10. eine Spontandemo durch Kreuzberg mit 1000 Teilnehmern statt. Im sechsten Tag in Folge demonstrieren täglich 1000 Menschen in Hamburg für das Bleiberecht der Gruppe. Nun schließt sich Berlin dem Protest an, denn auch hier ist Lampedusa. Eine Bilderseite
23. Oktober, Berlin
Gegen einen eskalierenden Einsatz der Polizei demonstrierten am Mittwoch Abend über 1.000 Menschen spontan durch Kreuzberg zum Platz der Luftbrücke. Bei einer friedlichen Lampedusa-Protestdemo, die am Mittwoch Nachmittag vom Oranienplatz gestartet war, hatte die Polizei mehrere Teilnehmer festgenommen. Eine Bilderseite
26. Oktober, Berlin
Am Samstag, den 26. Oktober 2013 wollten Rechte und Neonazis erneut gegen die Flüchtlingsunterkunft in Hellersdorf demonstrieren. Mehrere hundert Menschen verhinderten dies mit Blockaden. Eine Bilderseite
2. November, Hamburg
Mehr als 10.000 Menschen demonstrierten am Samstag durch Hamburgs Innenstadt und forderten ein Aufenthaltsrecht für die Gruppe "Lampedusa in Hamburg". Es war der vorläufige Höhepunkt monatelanger Solidaritätsaktionen für die rund 300 westafrikanischen Flüchtlinge, die die Bombardements der Nato in Libyen vor drei Jahren überlebt haben und nach Lampedusa über das Mittelmeer geflüchtet waren. "Krieg, Flucht, Entrechtung - genug ist genug! Aufenthalt nach Paragraf 23" und "We are here to stay!" stand auf den Transparenten, die die Lampedusa-Flüchtlinge an der Spitze der Demo mitführten. Eine Bilderseite
9. November, Berlin
500 Menschen kamen am 9. November 2013 zu einer Gedenkkundgebung gegen Antisemitismus und Rassismus am Mahnmal Levetzowstraße in Moabit. Anlass waren die Gewalttaten gegenüber jüdischen Mitbürgern während der Reichspogromnacht am 9. November 1938. Vor 75 Jahren organisierte das nationalsozialistische Regime gezielt landesweite Angriffe auf Juden. Dabei wurden während der Novemberpogrome hunderte Menschen ermordet, weit über tausend Geschäfte, Synagogen, Friedhöfe und Wohnungen zerstört. Eine Bilderseite
16. November, Berlin
Tausende versammelten sich am 16. November 2013 am Alexanderplatz, um 20 Jahre nach dem Verbot für die Legalisierung der kurdischen PKK zu demonstrieren. Die PKK kämpft seit 1984 für einen eigenen Kurdenstaat – In Deutschland ist sie als terroristische Vereinigung eingestuft und seit 1993 illegal. Eine Bilderseite
23. November, Berlin
Rund 6.000 Menschen, deutlich mehr als in vergangenen Jahren, beteiligten sich an der diesjährigen Silvio-Meier Demonstration. Erstmalig führte die Route durch die seit April 2013 nach ihm benannte Straße. Am 21.11.1992 wurde der Antifaschist und Hausbesetzer Silvio Meier auf dem U-Bahnhof Samariter Str. von Neonazis ermordet. Seitdem findet jedes Jahr eine Gedenkdemonstration statt. Eine Bilderseite
24., 25., und 27. November, Berlin
Nachdem am Wochenende zuvor Flüchtlinge und hunderte UnterstützerInnen die Auflösung des Camps am Oranienplatz verhindert hatten, stellte sich Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann auf einer BVV-Sitzung gegen Drohungen von Innensenator Henkel (CDU), der eine Räumung des Camps bis spätestens 16. Dezember forderte. 250 Flüchtlinge und SympatisantInnen demonstrierten am 27. November zum Bezirksamt Kreuzberg und eroberten sich den BVV-Sitzungssaal. Auf Transparenten und in Sprechchören forderten sie den Erhalt des Camps. Turbulenzen rund um den Oranienplatz. Drei Fotoserien
30. November, Berlin
Rund 16 000 Menschen nahmen am 30.November 2013 an einer bundesweiten Demonstration in Berlin teil unter dem Motto: "Energiewende retten- Sonne und Wind statt Fracking, Kohle und Atom!" Aufgerufen hatte ein Bündnis aus Umweltschutzorganisationen und Bürgerinitiativen. Im Anschluss an die Demonstration umrundeten die Teilnehmer_innen das Kanzleramt. Eine Bilderseite
15. Dezember, Berlin
"Oranienplatz bleibt. Henkel muss gehen!" In einem lebhaften Demozug zogen am Sonntag, den 15. 12. 2013 rund 1.500 Menschen vom Flüchtlingscamp am Oranienplatz zum Amtssitz von Innensenator Henkel (CDU) nach Mitte. Der hatte eine Räumung des Camps für den kommenden Januar angedroht, falls der Bezirk die Zelte nicht bis zum 16. Dezember abbaut. Eine Bilderseite

vor 1999

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19. Juli 1979
Sandinistische Revolution in Nicaragua (erstellt Juli 1999)
15. Juli 1987
Brandanschlag der Revolutionären Viren auf die "Zentrale Sozialhilfestelle für Asylbewerber" in Berlin (Wedding).
9. November 1989
Der Fall der Berliner Mauer (erstellt November 1999).
6. Mai 1993 Trauerzug für einen bei innerparteilichen Auseinandersetzungen getöteten Aktivisten der Dev Sol.
März 1997 Wandmalerei (erstellt April 2000).
März 1998
Castortransporte: Tag X4 in Ahaus (erstellt November 1999).

1999

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7. bis 15. August
Grenzcamp '99 in Zittau
13. bis 23. August
Aktionscamp für eine gentechnik-freie Landwirtschaft in Schönfeld bei Berlin.
5. September
Straßenschlacht zwischen Friedrichshain und Kreuzberg auf der Oberbaumbrücke in Kreuzberg.
13. Oktober
Hungerstreikende Flüchtlinge protestieren gegen Asylbewerberleistungsgesetz.
15. Oktober
Protestaktion gegen Abschiebung auf dem Flughafen Schönefeld im Rahmen des Internationalen Aktionstag gegen die Festung Europa.
13. November
Stunkparade gegen die Atompolitik der rot-grünen Regierung.

2000

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9./ 15. Januar
Luxemburg-Liebknecht-Demonstration
15. Januar 2000
Knast-Demonstrationen in Düsseldorf und Wuppertal
5. Februar 2000
Bundesweite Demonstration für Mumia Abu-Jamal in Berlin
26. Februar 2000
Unterstützungsfest für Axel, Harald und Sabine in Berlin
12. März 2000
Aktionen gegen NPD-Aufmarsch in Berlin
22. März
Protestaktion von Asylsuchenden bei der berliner Sozialsenatorin
1. Mai
Karawanekongress und Demonstration zum 1. Mai in Jena
30. Mai
Zweite Durchsuchung des Mehringhofs im Zusammenhang mit den RZ-Verfahren
22. Juni
Verleihung des "blutigen Kugelschreibers" an das Sozialamt Mitte
01. Juli
Shut down deportation airport Aktionstag gegen den Flughafen Schönefeld, dem zweitgrößten Abschiebeflughafen Deutschlands.
29. Juli
Tanzen gegen BVG-Preise. Fünfte "reclaim the streets"-Party in Berlin
29. Juli bis 6. August Forst in Brandenburg
3. Antirassistisches Grenzcamp in Forst
19. August, Hohenschönhausen
Neulich am Stadtrand. Videoclip: Sprengung eines Fabrikgebäudes.
26.-28 September, Prag
Go to Prag 2000. IWF/Weltbank-Tagung. Bilder und Streaming-Video vom IWF-Kongress 1988 in Berlin zur Einstimmung.
3. Oktober Hannover
"Kampf der Apartheid durch das Residenzpflichtgesetz!" Demonstration, 13 Uhr, Hbf Hannover. Telefoninterview mit Cornelius Yufanyi, der wg. Verletzung der Residenzpflicht von Haft bedroht ist.
7. Oktober, Berlin-Köpenick
Demonstration gegen NPD-Bundeszentrale .
12. Oktober Worbis bei Göttigen
Residenzpflicht: Prozess gegen Cornelius Yufanyi
14. Oktober, Leipzig
Demonstration in Leipzig: Save the resistance! Gegen Überwachungsgesellschaft und Sicherheitswahn .
7. November, Berlin
Demonstration von Neonazis gegen NPD-Verbot.
9. November, Berlin
Der Aufstand der Anständigen.
9. November, Berlin
Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht in Berlin Moabit.
25. November, Schwerin
Streaming-Video über eine "Demonstration für die Freilassung von Akubuo Chukwudi" in Schwerin
25. November, Berlin
Streaming-Video über den "Aufmarsch der NPD" in Berlin
09. Dezember, Berlin
Demonstration zum Tag der Menschenrechte in Berlin "Black out?"
21. Dezember, Bielefeld
Streaming-Video über den "Prozess wegen Farbbeutelwurf" auf Aussenminister Fischer in Bielefeld, Teil I (vor dem Prozess)
21. Dezember, Bielefeld
Streaming-Video über den "Prozess wegen Farbbeutelwurf" auf Aussenminister Fischer in Bielefeld, Teil II (nach dem Prozess)

2001

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14. Januar, Berlin
Bilderseite über das "Gedenken an Rosa & Karl"
14. Januar, Greifswald
Bilderseite über eine Anti-NPD-Demonstration in Greifswald
20. Januar, Berlin
Die Stadt sind wir alle! Streaming Video über einen Umzug der Wagenburgen durch Berlin
27. Januar, Berlin
Entschädigung für die ehemaligen ZwangsarbeiterInnen! Bilderseite über eine Demonstration durch Berlin-Mitte
27. Januar, Oakland/USA
Nadie es illegal. La Lucha es mundial. Bilderseite über eine Demonstration in Oakland/USA
10. Februar, Münster
Antirassistische Demonstration in Münster: "Weg mit den rassistischen Sondergesetzen - Uneingeschränktes Bleiberecht für Flüchtlinge"
März, Berlin/Wendland
Streaming Video über den bevorstehenden "Castortransport"
03. März, Rathenow
Ein Jahr Flüchtlingsinitiative Rathenow. Bilder von der Demonstration gegen die Residenzpflicht
08. März, Dannenberg/Wendland
Castor-Verladekran von Greenpeace kurzzeitig besetzt
10. März, Saarbrücken
Eurocity-Zug von AtomkraftgegnerInnen blockiert
17. März, Berlin
reclaim the city - Party in Berlin
18. März, Berlin
Politische Gefangene Demo in Berlin
24.-29. März, Wendland
Der Castor kam zu spät. Eine Bilderseite über die X-Tage im Wendland. Demnächst gibt's Videos...
01. Mai, Berlin
Die seltsame Taktik des Innensenator Werthebach, die alljährlichen 1. Mai-Krawalle zu vermeiden. Eine Bilderseite.
11. Mai, Berlin
Einkaufsaktion "Bargeld statt Chipkarten für Flüchtlinge" beim Extra-Markt in Berlin-Schöneberg. Eine Bilderseite.
17.-19. Mai, Berlin
Karawane der Flüchtlinge mobilisiert zu Aktionstagen für die Abschaffung der Residenzpflicht.
16. Juni, Mahlow
Sterndemonstration mit Noel Martin durch Mahlow
14. Juli, Neubrandenburg
Demonstration gegen NPD-Aufmarsch in Neubrandenburg
20. Juli bis 23. Juli, Genua/Italien
Eine Bildernachlese zum G8-Gipfel in Genua
27. Juli bis 5. August, Frankfurt/Main
Bilderseite vom Grenzcamp 2001
20. August, Berlin
Bilderseite zu einer Theateraktion im Rahmen des Global Action Day in Berlin
08. September, Aschaffenburg
Bilderseite zu einer Solidaätsdemonstration für Mareame N'deye Sarr
22. September, Berlin
Bilderseite und ein Streaming-Video zur Anti-Kriegsdemonstration in Berlin
25. September, Berlin
Bilderseite und ein Streaming-Video zur einer "Stop-Schily"-Bootsfahrt von Flüchtlingen
29. September, Berlin
Bilderseite über eine bundesweite Demonstration gegen Abschiebungen und gegen den Schily-Zuwanderungsentwurf
03. Oktober, Berlin
Bilderseite über eine Neonazidemonstration in Berlin
08. Oktober, Berlin
Streaming-Video über eine Antikriegs-SchülerInnendemonstration
13. Oktober, Berlin
Antikriegs-Großkundgebung mit anschließender Demonstration. Eine Bilderseite
07. November, Berlin
Kunstaktion von Flüchtlingen anläßlich der Verabschiebung des Schily-Gesetzes
10. November, Berlin
Antikriegsdemonstration in Berlin. Protest gegen WTO-Gipfel.
10. Dezember, Berlin
Protestkundgebung vor dem Bundesinnenministerium
15. Dezember, Berlin
Demo gegen Krieg & Sozialabbau. Eine Bilderseite.
15. Dezember, Berlin
Soziales Zentrum für Berlin. Verdihaus besetzt und gleich geräumt. Ein Streaming-Video
15. Dezember, Berlin-Hennigsdorf
Aktion gegen Wertgutscheine für Flüchtlinge. Ein Streaming-Video
19. Dezember, Berlin
Zwei Jahre Untersuchungshaft sind zwei Jahre zuviel. Kundgebung für die Angeklagten im RZ-Verfahren. Musikalische Grüsse per Video

2002

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16. Januar, Berlin
"Kadterschmiede" räumungsbedroht. Wohnprojekt Rigaer Str. 94 Eine Bilderseite
26. Januar, Berlin
"Tatortbesichtigung" - Ein antimilitarischer Konvoi durch Berlin und Potsdam 94 Eine Bilderseite
26. Januar, Warschau
Mercedes spendet Limousinen. Solidaritätsaktion für ZwangsarbeiterInnen in Warschau Eine Bilderseite
2. Februar, Berlin
Antifaschistische Aktionswoche 2002: antifaschistische/antirassistische Demonstration vom Naziladen "Harakiri" zum Alexanderplatz zur Firma "Sodexho"). Eine Bilderseite.
3-10. Februar, Deutschlandweit
Kommune-Info-Tour 2002. Gemeinsam leben, kollektiv arbeiten, politisch handeln - der Utopie dicht auf den Fersen..? Eine Bilderseite
14. Februar, Jena/Gera
Etwa 70 Menschen demonstrieren in Jena gegen die Zwangsverlegung von Constance Etchu, Flüchtling aus Kamerun, nach Gera. Ein Interview mit Constance Etchu.
7. März, Berlin
Presseerklärung des Flüchtlingsrates Berlin zu menschenunwürdiger Behandlung im Abschiebegewahrsam Köpenick. Drei Real-Audiointerviews.
22. März, Gera
Demonstration für ein selbstbestimmtes Jugendzentrum für Gera. Video über eine Haus-Besetzung in Gera.
12.-14. April Jena
Bundesweites Vorbereitungstreffen zum Grenzcamp 2002, das dieses Jahr in Jena bei Thüringen stattfinden soll
Ein Videogespräch mit Flüchtlingen über ihre Eindrücke vom letzten Camp 2001 in Frankfurt.
14. April Berlin
Symbolische Pfändung des Reichstages. Kundgebung zur Entschädigung der griechischen Opfer des Nationalsozialismus. Eine Bilderseite.
14. April Hamburg
Senfo Tonkam in Hamburg verhaftet. Bericht über die erneute Inhaftierung eines Flüchtlingsaktivisten als späte Folge einer willkürlichen Polizeikontrolle.
17. April Gera
Am 22. März fand in Gera eine kurze Besetzungsaktion stand. Jetzt erhielten wir ein kurzes Video und aktuelle Informationen.
19. April Prenzlau
Antirassistischer Aktionstag in Prenzlau. Umtauschaktion von Wertgutscheinen für Flüchtlinge, Residenzpflichttheater und Konzert mit "Brothers Keepers". Eine Bilderseite und ein Musik-Videoclip.
1. Mai Berlin
Eine Bilderseite und ein Video über den 1. Mai 2002 in Berlin.
11. Mai Berlin
Im bunten Spetakel zieht der Kinderkarneval durch Berlin-Kreuzberg. Eine Bilderseite.
19. Mai Berlin
Karneval der Kulturen. Eine Karawane mit 4200 AkteurInnen aus 80 Ländern zog an Pfingsten durch Berlin. Eine Bilderseite.
22. Mai Berlin
Bushtrommeln - Eine Bilderseite über den Bushbesuch in Berlin.
09. Juni Berlin
Pergamonmuseum besetzt Ein Bildbericht.
10. Juni Berlin
Eine Bilderseite über eine Demonstration von Roma für ihr Bleiberecht.
28.-30. Juni Berlin
Alternativer Christopher Street Day in Kreuzberg. Eine Bilderseite
1. Juli Frankfurt/Oder
Auswertungsveranstaltung des antirassistischen Wettbewerbs Aktion Analyse. Jugendliche berichten, was es an Rassismus und Rechtsradikalismus in ihren Städten gibt und was sie dagegen tun. Die Videos des Wettbewerbs
5. Juli Berlin
Rote Karte für Sozialsenatorin Knake-Werner. Ein antirassistischer Aktionstag gegen die Flüchtlingspolitik der rot-roten Regierung. Eine Bilderseite
12.-19. Juli Jena
Das fünfte antirassistische Grenzcamp fand diesmal in Jena in Thüringen statt Ein Mobilisierungsvideo und Eine Bilderseite
18. Juli Jena
Lothar Späth - Aufsteh'n - Abschiebung! Eine Aktion während des Grenzcamps in Jena Ein Video
24. August Rostock-Lichtenhagen
Anläßlich des 10. Jahrestages der Pogrome in Rostock-Lichtenhagen rufen antifaschistische Gruppen zur Demonstration auf. Unsere Bilderseite erinnert an die Vorfälle vom 22.-26. August 1992.
16. September Berlin
Zwischen Vertretern der jugoslawischen Regierung und Innenminister Schily wird ein Zusatzabkommen unterzeichnet, das die schnellere Abschiebung von 50 000 Ausreisepflichtigen aus Serbien (ohne Kosovo) und Montenegro ermöglichen soll. Etwa 150 Roma aus Nordrhein-Westfalen protestieren vor dem Bundesinnenministerium in Berlin. Eine Bilderseite
17.-21.September Berlin
Die Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen ist für einige Tage in Berlin. Am 17.9. wurde sie mit Musik und Reden vor der "Zentralen Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber" in der Motardstr. 101 in Berlin-Siemensstadt (U-Bhf. Paulsternstrasse) empfangen. Eine Bilderseite
21.September Berlin
Etwa 1500 Menschen aus verschiedenen Ländern begleiteten am Sa, den 21.9. die Karawane für die Rechte der Flüchtlinge auf ihrer Abschlussdemonstration in Berlin. Eine Bilderseite und Videos mit Impressionen, Kommentaren und Eindrücken.
4. Oktober Fürth in Bayern
"Ausreisezentren - Ein neuer Baustein in der Abschreckungspolitik". Eine Bilderseite über das neue Abschiebelager (Ausreisezentrum) im bayrischen Fürth und ein Bericht über die Bedeutung der "Ausreisezentren".
10. Oktober Berlin
Spotlight auf die IOM. "Auszugsparty" vor dem Berliner Büro. Zum Auftakt des internationalen noborder-Aktionstags feierten heute Vormittag etwa 70 Personen vor der Inselstraße 12 in Berlin den Auszug der IOM (Internationale Organisation für Migration) aus ihrem dortigen Büro. Eine Bilderseite
6.-13. Oktober, KZ-Gedenkstätte Ravensbrück
Jugendkultur meets politische Bildung. Eine Graffity-Woche von Jugendlichen aus Berlin-Schöneberg und Bernau in der Gedenkstätte Ravensbrück. Eine Bilderseite
26. Oktober Berlin
Am 26. Oktober finden weltweit Aktionen und Demos gegen den geplanten Irak-Krieg statt, auch in Berlin. Eine Bilderseite
6.-10. November Florenz/Italien
Aufbruchstimmung in Italien. Vier Bilderseiten zum Europäischen Sozialforum in Florenz
14. November Bernau
Nachbereitung der 1. Bernauer Skatejam Eine Bilderseite
18. November Berlin
Roma-Protest gegen drohende Abschiebungen. Eine Bilderseite zu einer Besetzung des PDS-Büros in Berlin und einer Kundgebung und Demonstration am 15.11 zur Senatsinnenverwaltung
5. Dezember Berlin
Demonstration gegen Hartz-Pläne und Sozialabbau in Berlin Eine Bilderseite
19./20. Dezember Berlin
Der Investor kommt. Tage des sozialen (Un)gehorsams Eine Bilderseite und ein Video

2003

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12. Januar Berlin
Ehrung und Demonstration für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht Eine Bilderseite
26. Januar Jena
Gewaltätige Polizeikontrolle in Jena. Ein Telefoninterview mit Cornelius Yufanyi
1. Februar Berlin
"Geschichte wird gemacht" Protestbewegung und Stadtsanierung in Kreuzberg SO 36. Eine Ausstellung auch mit Umbruch-Bildern von den Anfängen des 1. Mai in Kreuzberg 1987 -1992. Eine Bilderseite
15. Februar Berlin und europaweit
Am 15. Februar 2003 findet in allen europäischen Hauptstädten ein Europaweiter Aktionstag gegen den Krieg statt. Umbruch-Bilder zur Berliner Demonstration der 500.000 gegen den Irak-Krieg
18. März Berlin
Waffeninspektion bei Rüstungsproduzenten. Um sichtbar zu machen, wo und wer auf dieser Welt tatsächlich Waffen herstellt und verkauft, wurde bei den Berliner Büros der Firmen BMW-Rolls-Royce GmbH und Lockheed Martin eine Waffeninspektion durchgeführt. Eine Bilderseite.
20. März Berlin
Rund 50000 Berliner Schüler und Schülerinnen streikten und demonstrierten am Tag nach dem militärischen Angriff auf den Irak. Ein Kurzvideo.
29. März Geltow bei Potsdam
Kundgebung und Sitzblockade beim Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Geltow bei Potsdam aus Protest gegen Beteiligung am Irakkrieg. Eine Bilderseite.
1. April Berlin
Mit vielen Parolen, witzigen Schildern und Transparenten begrüßten etwa 250 Menschen am 1. April das Inkrafttreten der Hartz-Gesetze mit einer Jubeldemonstration vom Arbeitsamt Wedding zur Personal Service Agentur (PSA) Randstad. Eine Bilderseite.
1. Mai Berlin
Protest gegen NPD-Aufmarsch am 1. Mai 2003 und Impressionen von den 1. Mai-Demonstrationen in Kreuzberg und Mitte. Eine Bilderseite.
8. Juni, Hohen Brendten/Mittenwald
Graffiti gegen Traditionspflege. Aus Protest gegen eine Gedenkfeier von Wehrmachtsveteranen demonstrierten AntifaschistInnen und Unbekannte besprühten ein Ehrenmal der Gebirgsjäger. Eine Bilderseite.
11. Juni, Berlin
Erfolgreicher Protest gegen Lohnbetrug bei der Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM). Eine Bilderseite.
24. Juni, Berlin
Buchtip: Am 24. Juni erscheint ein epochaler 400-Seiten starker Band "Autonome in Bewegung" zur autonomen Geschichte seit 1980. Eine Bildervorschau.
28. Juni, Berlin
25-jähriges Jubiläum des Christopher-Street Day CSD in Kreuzberg. Eine Bilderseite
31. Juli bis 10. August, Köln
Mit einem massiven Polizeieinsatz endete das diesjährige Grenzcamp, das diesmal vom 31. Juli bis 10. August in Köln stattfand. Eine Bilderseite.
8.-10. August, Friesack
Zum vierten Mal fand auf der Freilichtbühne in Friesack das antifaschistische Frierock-Festival statt. Eine Bilderseite und ein Video
28. August, Potsdam
Fax-Kampagne gegen die geplante Abschiebung des togolesischen Asylbewerbers Orabi Mamavi. Eine Bilderseite
30. August, Berlin
Zweiter bundesweiter Aktionstag gegen Abschiebung. Gedenken an Cemal Kemal Altun.. Eine Bilderseite
11.-14. September, Fürth
Trotz Kälte und Regen gestalteten sich etwa 400 TeilnehmerInnen ein lautstarkes und phantasievolles Protestcamp gegen das Ausreisezentrum in Fürth. Eine Bilderseite und ein erstes Resümee der OrganisatorInnen.
19. September, Berlin
Demonstration für einen sofortigen Abschiebestopp nach Togo und die DR Kongo Eine Bilderseite
24. September, Berlin
LIVIN `N CONCRETE - Leben im Beton, Streetstylejam in Hohenschönhausen und Premiere des 17-minütigen Films: "Episoden aus Hohenschönhausen".
18. Oktober, Berlin
"Freiheit für Daniel, Marco und Carsten! Weg mit dem Paragraf 129a/b". Demonstration am 18. Oktober 2003 in Berlin. Eine Bilderseite.
24. Oktober, Berlin
Kundgebung gegen Lohnbetrug auf einer Baustelle der WBM in Mitte. Eine Bilderseite.
25. Oktober, Magdeburg
Etwa 2500 TeilnehmerInnen demonstrieren durch die Magdeburger Innenstadt. Freiheit für Carsten, Daniel und Marco! Weg mit dem Paragraphen 129a. Eine Bilderseite.
15. November, Paris
Im Rahmen des Europäischen Sozial Forum kamen 100000 Menschen zu der Abschlussdemonstration nach Paris. Eine bunte, vielfältige Demonstration der europäischen Linken. Eine Bildernachlese.
19.-21. November, Jena
"Stoppt alle Abschiebungen! Stoppt staatliche Repression! Menschenrecht ist kein Privileg!" Demonstration anläßlich der Innenministerkonferenz in Jena. Eine Bilderseite.
22. November, Berlin
Zum elften Mal jährt sich am 21. November 2003 der Todestag von Silvio Meier. Eine Bilderseite über die Gedenkdemonstration, die in diesem Jahr unter dem Motto „Keine Kneipen für Nazis – Antifa heißt Angriff!“ stand.
4. Dezember/September, Polen
Auf einer Bildungsreise besuchten Jugendliche Vernichtungsstätten in Chelmno/Lodz und sprachen mit Überlebenden des jüdischen Ghettos. Eine Bilderseite.
5. und 6. Dezember, Berlin
Schüler- und Studentenprotest gegen Bildungs- und Sozialabbau. Eine Bilderseite und ein Video: Zeichen setzen.
6. Dezember, Berlin-Rudow
Am 6.12. marschierten etwa 170 Berliner Nazis durch Neukölln und Treptow. Zu den Gegenkundgebungen kamen an die 1000 Menschen. Immer wieder wurde versucht, den Aufmarsch der Nazis zu blockieren. Eine Bilderseite.
6./7. Dezember, Berlin
Mit leicht veränderter Besetzung spielt Revolte Springen ihr zweistündiges Musiktheater "Freiheit Satt" im RAW-Tempel und geht danach auf Tour. Zum Reinhören eine Kostprobe der neuen CD.
13. Dezember, Frankfurt, Leipzig, Berlin
Studentenprotest: "Für eine Umverteilung von Oben nach Unten". Am 13. Dezember 2003 demonstrieren rund 60.000 Menschen zeitgleich in Berlin, Leipzig und Frankfurt/Main gegen Bildungs- und Sozialabbau. Bilder und Videos von der Berliner Demonstration.
19. Dezember, Berlin
Fortgesetzter Lohnbetrug auf der WBM-Baustelle Rathauspassagen am Alexanderplatz. Eine Bilderseite


2004

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10. Januar, Berlin
Mehrere Hundert Neonazis aus dem Spektrum der freien Kameradschaften demonstrieren unter massivem Schutz der Polizei und begleitet von Protesten durch Berlin/Lichtenberg. Anlaß war ein Urteil des Berliner Kammergerichts gegen eine bekannte Neonazi-Band wegen Volksverhetzung und Bildung einer kriminellen Vereinigung.
Eine Bilderseite
16.-21. Januar, Mumbai, Indien
"Eine andere Welt ist möglich". Über 100.000 Menschen trafen sich beim Weltsozialforum (WSF) in Mumbai,
Indien. Sie diskutierten über die Folgen der neoliberalen Globalisierung, Diskriminierung, und Krieg, feierten, demonstrierten und bastelten an neuen Netzwerken. Eine Bilderseite
13. Februar, Rheinsberg
Drei Mal wurde auf den Imbiss des Kurden Mehmet Cimendag ein Brandanschlag verübt. In Rheinsberg sagten sich eine Reihe von Leuten, dass es jetzt reicht und organisierten eine Demonstration gegen Rassismus und rechte Gewalt. Eine Bilderseite
1. März, Wendland-Gorleben
Castor - ein subjektiver Rückblick auf den Widerstand." Unter diesem Titel erscheint am 1. März '04 eine Broschüre über den letzten Castortransport im November 2003 ins Zwischenlager Gorleben. 92 Seiten Seiten stark mit vielen Fotos. Eine Bildervorschau.
3. April, europaweit,
Am 3.4.2004 beteiligten sich bundesweit mehr als 500.000 Menschen am Europäischen Aktionstag gegen Sozialabbau. In Berlin zogen 250.000 Menschen in einem Sternmarsch zum Brandenburger Tor. Eine Bilderseite.
8. April, Berlin
"Neues Leben im alten Schlachthof". 200 Menschen besetzen das Gelände eines alten Schlachthofs und errichten eine Wagenburg. Das seit Jahren leerstehende Grundstück mit drei riesigen Hallen soll zum selbstverwalteten Treffpunkt für verschiedene soziale, kulturelle und politische Gruppen werden. Doch daraus wird nichts - gegen 16.15 räumt die Polizei. Eine Bilderseite
14. April, Berlin
"Alles für alle und zwar umsonst!" Mit einem Festbankett auf dem Hermannplatz beginnen "Mai-Steine", Aktionstage anläßlich des 1. Mai in Berlin. Eine Bilderseite.
17. April, Berlin
Maisteine - part 2. "BVG und Senat die Zähne zeigen!" Gegen die faktische Ausgrenzung von Arbeitslosen und SozialhilfeempfängerInnen vom öffentlichen Nahverkehr demonstrierten am 17. April mehrere hundert Menschen vom Breitscheidplatz zum Hauptgebäude der BVG. Eine Bilderseite.
24. April, Berlin
Im Weddinger 'Afrikanischen Viertel' in Berlin findet ein weitgehend unbemerkter Mai-Stein statt, ein Antikolonialer Spaziergang zur Kleingartensiedlung 'Dauerkolonie Togo e.V.' - Denksteine gegen koloniale Straßennamen. Eine Bilderseite.
27. April, Berlin
Gegen die Diktatur in Togo und die deutsche Abschiebepolitik demonstrierten am Dienstag, den 27. April 2004 (Togoischer Unabhängigkeitstag) etwa 100 Menschen zum Auswärtigen Amt in Berlin. Aktueller Hintergrund ist die voranschreitende Verfolgung der Opposition im 37. Jahr der Diktatur unter General Gnassigbe Eyadema. Eine Bilderseite.
1. Mai, Berlin
Zu einer bundesweiten Großdemonstration in Berlin hatten die NPD und faschistische "Freie Kameradschaften" aufgerufen. Rund 2300 Nazis fanden sich ab 10 Uhr am Bahnhof Lichtenberg ein und wollten von dort durch die Bezirke Lichtenberg und Friedrichshain marschieren. Doch dazu kam es nicht. An verschiedenen Stellen blockierten zahlreiche AntifaschistInnen über Stunden die vorgesehene Demoroute entlang der Frankfurter Allee. Fotos und ein Video.
Zeitgleich zu den Blockaden der NPD-Demo fand die "revolutionäre 1. Mai-Demo" ab 16 Uhr vom Potsdamer Platz statt. Einige Fotos.
24. Mai, Berlin
Pass auf Yuppie, hier brennt die Luft" - Die Yorckstraße 59 hat einen neuen Hausbesitzer bekommen, der gleich mal die Miete verdoppeln möchte. Das finden die HausbewohnerInnen nicht so toll und mobilisierten für eine Kundgebung vor dem Bürogebäude des Verwalters. Eine Bilderseite
28.-31. Mai, Berlin
Über Pfingsten findet wieder der "Karneval der Kulturen" in Berlin statt. Fast eine Million BesucherInner drängelten sich auf den Straßen Kreuzbergs, um dabei zu sein. Eine Bilderseite.
5. Juni, Berlin
Das sechste Mal "Kulturschock-Festival" umsonst und draußen mit vielen Bands auf zwei Bühnen, Soundsystems, Food & Drinks, Filmzelt, Infostände, Feuershow, Streetart Hüpfeburg und mehr für kleine Leute. Ein Musikvideo und eine Bildergalerie über ein fantastisches Festival.
6. Juni, Berlin
Als vorläufiger Höhepunkt der Kampagne "Endlich weg damit!" findet eine bundesweite Demonstration mit über 2000 TeilnehmerInnen gegen die NPD-Zentrale und den Abschiebeknast Grünau statt. Eine Bilderseite
19.-22. Juni, Berlin
Hungerstreik gegen die Abschiebepraxis und die Verfolgung der togoischen und kamerunischen Exilopposition durch den deutschen Staat. Eine Bilderseite
25.-26. Juni, Berlin
Am 25. und 26. Juni fand das 5. Fußballturnier der Antifaschistischen Fußballfan Initiative mit 24 Teams in Berlin- Friedrichshain statt. Let`s kick racism out of football! Eine Bilderseite.
16. August, Berlin
Was in Magdeburg begann, hat sich inzwischen auf die ganze Bundesrepublik ausgeweitet. In 90 Städten, vor allem in Ostdeutschland, gehen rund 90.000 DemonstrantInnen gegen Hartz IV auf die Straße. Auch in Berlin gab es die erste große Montags-Demonstration mit etwa 20.000 TeilnehmerInnen. Eine Bilderseite.
27. August, Berlin
Das weltgrößte Beratungsunternehmen feiert in Berlin sein Firmenjubiläum. Mit einem riesigen Festessen beglückte McKinsey und Company 5000 geladene Gäste aus aller Welt und nimmt selbst den Dom und den Palast der Republik dafür in Beschlag. Unter dem Motto "McKinsey in die Hummersuppe spucken" sammelten sich das Berliner Sozialbündnis um gegen die dekadent anmutende "Geburtstagsfete" zu protestieren. Eine Bilderseite
29. August, Berlin
Eins, zwei, drei - Gemüseschlacht auf der Oberbaumbrücke. Alljährlich ist die Oberbaumbrücke Schauplatz für eine gut organisierte Straßenschlacht zwischen Friedrichshain und Kreuzberg. Mit dabei u.a. die Friedrichshainer Wasserarmeefraktion (WAF), die ehemalige KPD-RZ und viel faules Obst, Gemüse, Schaumgummikeulen und Wasserbomben. Eine Bilderseite
1. September, Berlin
Die Anti-Lager-Action-Tour gegen Abschiebung und Ausgrenzung besucht Berlin. Eine Bilderseite von der Demonstration vom Alexanderplatz zur SPD-Zentrale
4. September, Berlin
Bei der Fête de la Soupe, Berlins erstem Suppenfestival, gibt es unter dem Motto "Kuck mal über deinen Tellerrand" einen Tag lang kostenlos Suppe satt. Eine Bilderseite
11. September, Hamburg
Yorck 59 goes Hamburg. Demonstration zum Wohnhaus von Marc Walter, dem neuen Eigentümer der Yorckstr. 59. Eine Bilderseite
25. September, Berlin
Unter dem Motto "Weg damit! Berlin bleibt deutsch!" will die NPD am 25.9. demonstrieren. Die Demo wird jedoch verboten. Eine Bilderseite über die Proteste
27. September, Berlin
Seit zwei Monaten gehen jeden Montag zehntausende in rund 200 Städten gegen Hartz IV auf die Straße, seit 16. August auch in Berlin. Ihre Gründe und ihre Forderungen stellen sie recht unkonventionell auf selbstgemalten Schildern dar. Jochen Gester hat die bisherigen Demos in Berlin fotografisch begleitet. Die Dokumentation seiner Fotos und Eindrücke.
30. September, Berlin
Am letzten Tag ihres Mietvertrages gehen die BewohnerInnen der Yorckstraße 59 erneut auf die Strasse. Eine Bilderseite
2. Oktober, Berlin
Zentrale Demonstration aller Initiativen gegen Hartz IV in Berlin mit rund 50.000 TeilnehmerInnen. Eine Bilderseite
11. Oktober, Berlin
Rund 80 AktivistInnen statten der Zentrale der Arbeiterwohlfahrt (AWO) einen Besuch ab und verlangen, dass die AWO auf die Vergabe von Ein-Euro-Jobs verzichtet. Die BesetzerInnen trugen rote Pullis und weiße Masken und werden "die Überflüssigen" genannt. Der Vorsitzende der AWO zeigte sich wenig gesprächsbereit und läßt räumen. Eine Bilderseite
1. November, Berlin/Vietnam
Seit über 30 Jahren macht der Siebdrucker, Fotograf und Reiseschriftsteller Otto Göpfert (71) in Indien, Südostasien und Lateinamerika beeindruckende und zeitlose Portraits von Menschen in Alltagssituationen. 100 bisher unveröffentlichte Fotos einer Reise 1998 durch Vietnam. Eine Bildergalerie.
7.-9. November, La Hague - Wendland
Nachdenken, Trauer und Wut über den Tod des 21-jährigen Sébastien Briat begleiteten die diesjährigen Proteste gegen den Castorzug von La Hague nach Gorleben. Eine Bilderseite.
11.-15. November, Berlin
100 Jahre nach dem Völkermord deutscher Kolonialtruppen im damaligen Deutsch-Südwest-Afrika, dem heutigen Namibia, und 120 Jahre nach der Berliner "Kongo-Konferenz" zur Aufteilung des afrikanischen Kontinents fand Mitte November die Anticolonial Africa Conference Berlin 2004 statt. Eine Bilderseite
19. November, Berlin
Kundgebung für den Erhalt des Wohnprojektes Yorckstraße 59 statt. Eine Bilderseite
20. November, Schwerin
Demonstration für gesichertes und dauerhaftes Bleiberecht für Akubuo Chukwudi, der seit über 10 Jahren für die Menschenrechte von Flüchtlingen kämpft. Eine Bilderseite und ein Videointerview mit Akubuo Chukwudi
22. November, Berlin/Südchina
Seit über 30 Jahren macht der Siebdrucker, Fotograf und Reiseschriftsteller Otto Göpfert (71) in Indien, Südostasien und Lateinamerika beeindruckende und zeitlose Portraits von Menschen in Alltagssituationen. Bildern aus Südchina von der Insel Hainan.

2005

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3. Januar, Berlin
Am ersten Arbeitstag im neuen Jahr gab es in rund 80 Städten Protestaktionen, Blockaden und Besetzungen von Arbeitsagenturen. In Berlin blockierten rund 500 Hartz-GegnerInnen die Arbeitsagentur in der Müllerstraße im Wedding. Eine Bilderseite
5. Februar, Berlin
Yorck 59 bleibt. "Kreuzberger Chaoten besuchen Charlottenburger Vermieter". Unter diesem Motto führte am 5. Februar '05 eine Demonstration mit etwa 500 TeilnehmerInnen bei strahlendem Sonnenschein und klirrender Kälte zu den Geschäftssitzen von Marc Walter, Mommsenstr. 9, und Gregor Marweld, Kantstr.134. Eine Bilderseite.
5. März, Berlin
Ein breites Bündnis aus Parteien, Frauen- und MigrantInnenorganisationen sowie Antigewaltprojekten rief für Samstag, den 5. März 2005 zu einer Demonstration unter dem Motto "NEIN zu Gewalt an Frauen" auf. Anlass war der Mord an der 23-jährigen Hatun Sürücü die vor 4 Wochen auf offener Straße mutmaßlich von ihren Brüdern erschossen wurde. Eine Bilderseite
17./18. März, Berlin
Am Do, den 17. März besetzten rund 100 Freunde und BewohnerInnen der Yorckstraße 59 und der Wagenburg "Schwarzer Kanal" das Rathaus Kreuzberg/Friedrichshain in Berlin. Von Innensentor Körting forderten sie einen Räumungsstop für die Yorck 59 und andere gefährdete Projekte. UnterstützerInnen seilten sich vom Dach des Bezirksamtes ab und brachten ein 60 qm großes Transparent an: "Räumung ist keine Privatsache - her mit der politischen Lösung! Yorck59 bleibt!" Eine Bilderseite.
26. März, Berlin
Am Samstag, den 26. März '05 demonstrierten etwa 600 - 1000 Menschen durch Friedrichshain und Kreuzberg für den Erhalt und die Erkämpfung von Freiräumen, gegen Kontrolle und Überwachung. Ein Anlaß war auch die aktuelle Räumungsbedrohung der Yorckstraße 59 und die Gefährdung anderer Projekte wie dem "Schwarzen Kanal" und der "Offenen Uni Berlin". Eine Bilderseite.
28. März, Berlin
"Walter geht - Yorck 59 bleibt!" - Eine halbe Stunde zierte die Siegessäule ein 30 Meter langes Unterstützungs-Transparent für die Yorck 59. Bilder.
2. April, europaweit
"Freedom of Movement - Right to stay!" lautet das Motto des zweiten europäischen Aktionstages, der beim letzten Europäischen Sozialforum im September 2004 in London beschlossen wurde. In Deutschland demonstrierten rund 200 Menschen, vorwiegend Flüchtlinge, zur Ausländerbehörde in Senftenberg und zum zwölf Kilometer entfernten Internierungslager in Bahnsdorf (Landkreis Oberspreewald-Lausitz in Brandenburg). Einige private Sicherheitskräfte, die versuchten, die Tore des Lagers geschlossen zu halten, hatten nicht die geringste Chance, als immer mehr Anti-Lager-AktivistInnen vorwärtsstürmten....und die ganze Demonstration einschliesslich des Lautsprecherwagens konnte auf das Gelände. Eine Bilderseite
6. April, Nigeria und Ambazonia
Durch Afrika, die Kamera in der Hand. Im Aufgang des 21. Jahrhunderts wird die Geschichte Afrikas mit so vielen Gigabytes negativer Information erzählt, so daß die Schönheit des Kontinents und die alltäglichen Verbesserungen in den ständigen Tsunamis negativer Berichterstattung untergehen.
Ein Indymediaaktivist läuft durch die Straßen, die Kamera in der Hand und sendet uns Bilder. Der erste Aufenthalt ist in Lagos, der Wirtschaftshauptstadt von Nigeria und einer der größten Städte der Welt. Weiter geht's nach Mamfe in Ambazonia (ehemals Britisch-Kamerun) Eine Bilderseite
23. April, Frankfurt/Oder
Hausbesetzung in Frankfurt/Oder. Einen ausgesprochen guten Geschmack bewies eine Gruppe von rund 40 linken Jugendlichen, die am Sonnabend in der Wieckestraße in Frankfurt/Oder (Brandenburg) eine Villa besetzten. Das Haus liegt keine 500 Meter von der deutsch-polnischen Grenze entfernt an der Ecke zur Rosa-Luxemburg-Straße und soll als "Soziales Zentrum" genutzt werden. Eine Bilderseite
28. April, Berlin
Arantxa Aldunzin Gorriti, 42 Jahre, besuchte für drei Wochen das Umbruch Bildarchiv, um hier ein Praktikum zu machen. Während dieser Zeit dokumentierte sie die Aktivitäten des kurdischen Frauenvereins "Dest-Dan" ("die Hand reichen") und begleitete fotografisch die Kurdin Sibel T., die aufgrund politischer Verfolgung in der Türkei nach Deutschland kam, um hier ein neues Leben zu beginnen. Die Ergebnisse ihrer Fotorecherche seht ihr hier. Bilderseite Frauenverein "Dest-Dan" und Sibel T. - eine kurdische Frau in Berlin
1. Mai, Berlin
In diesem Jahr wurde die traditionelle revolutionäre 1. Mai-Demonstration von den AnmelderInnen abgesagt, weil die gewünschte Demonstrationroute durch die Oranienstraße und den Kiez nicht genehmigt wurde. Hintergrund war auch, das sich das autonome und antifaschistische 1. Mai-Spektrum an verschiedenen Events beteiligen wollte. Rund 4000 Menschen blockierten in Leipzig massiv eine Demonstration von rund 1000 Neonazis, in Hamburg beteiligten sich zahlreiche BerlinerInnen an der "Euro-Mayday-Demonstration". In Berlin zogen am Nachmittag rund 500 Menschen aus Solidarität mit der von Räumung bedrohten Yorck 59 von dort in den Waldekiez. Eine Bilderseite
8. Mai, Berlin
Als die faschistische Wehrmacht am 8. Mai 1945 - vor 60 Jahren - kapitulieren musste, war dies für all jene Menschen, deren Länder von den Deutschen besetzt und mit unvorstellbarem Terror überzogen worden waren, ein Tag der Freude und der Befreiung. Annähernd 10000 antifaschistische DemonstratInnen zogen am 8. Mai 2005, dem 60. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus, vom Bertold Brecht Platz zum Alexanderplatz, um den für Nachmittags angesetzten Aufmarsch von rund 2000 Neofaschisten zu verhindern. Eine Bilderseite
13.-15. Mai, Berlin
Karneval bei 14°. Eine farbenfrohe und laute Karawane zog am Pfingstsonntag unbeirrt von Regen und Kälte durch die Straßen der Stadtteile Neukölln und Kreuzberg. 4.500 Akteure aus rund 80 Ländern präsentierten sich zum 10mal beim Karneval der Kulturen in vielfältigen musikalischen und tänzerischen Formen hunderttausenden Zuschauern. Eine Bilderseite
14. Mai, Berlin
Demonstration durch Kreuzberg gegen die drohende Räumung der Yorckstraße 59. Eine Bilderseite
17.-19. Mai 2001/2005, Berlin
Im Mai 2001 war der Schlossplatz in Berlin-Mitte drei Tage lang ungewöhnliches Domizil für Flüchtlinge und UnterstützerInnen - umgeben von Bühne, Volksküche und Infoständen entstand eine kleine Zeltstadt mitten auf der sonst von Touristen belebten Flaniermeile "Unter den Linden". Flüchtlinge, die sonst zumeist in abgelegenen Heimen leben müssen, konnten sich Schritt für Schritt den Platz erobern und die Residenzpflicht praktisch unterlaufen. Anläßlich des vierten Jahrestages des Events gibt es jetzt die Wanderausstellung "Freedom of Movement" mit 120 Bildern von Omer Fadl, Mylene Teixeira und Christian Sommerfeldt über die Aktionstage zu sehen. Zur Fotoausstellung.
23. Mai, Berlin
Während sich Bürger, Politiker und Anti-Graffiti-Spezialisten zusammentun, um "Schmierfinken" den Garaus zu machen, bleiben Street Art, Graffiti, und Stencils eine vielbeliebte, kreative Widerstandsform gegen die "Ruhe, Sauberkeit und Ordnung"-Gesellschaft. Eine Foto-Kollektion aus drei Jahren Streetart
25. Mai, Ambazonia, french-Cameroon
Seit dem 27. April 2005 sind Studenten in Buea (Ambazonien in französisch Kamerun) im Streik. Am 28. April wollten paramilitärische Polizeikräfte den Streik niederschlagen und erschossen dabei zwei Studenten. Heute, am 25. Mai wurde während eines Sitzstreikes wiederum ein Student getötet und sechs weitere schwer verletzt. Die Polizeikräfte setzte dabei Waffen ein, die sie laut Kamerunischem Gesetz eigentlich nicht verwenden darf. Bilder und ein Bericht über die Ereignisse (englisch)
30. Mai, Berlin
Am Montag den 30 Mai haben UnterstützerInnen des Projekts Yorck59 erneut das Kreuzberger Rathaus besetzt, um auf die Dringlichkeit einer politischen Lösung und die Verhinderung der für den 6.6. angekündigten Räumung hinzuweisen. Bilder und ein Bericht
6. Juni, Berlin
Am 6. Juni 2005 morgens um 4.30 Uhr begann die Räumung der Yorckstr. 59 in Berlin und dauerte über sieben Stunden an. Im Laufe des Tages gab es in mehreren Städten Solidaritätsaktionen, in Berlin gab es spontane Straßenblockaden, am Abend eine Demonstration mit rund 2500 Menschen und eine kurzfristige Hausbesetzung in der Oranienstraße 40. Die Räumung des Hauses bedeutet kein Ende des Hausprojektes Yorck59, so die Stimmung auf dem Plenum nach der Räumung: "Wir sitzen nicht auf der Straße. Wir sind jetzt in Bewegung!" Eine Bilderseite
9. Juni, Berlin
Demonstration von der S-Bahnstation Berlin-Spindlersfeld zum Abschiebeknast Grünau. Etwa 150 bis 200 Menschen demonstrierten gegen die Bedingungen im Lager, gegen die Abschiebepraxis und zeichneten sich solidarisch mit den verbliebenen Hungerstreikenden. Eine Bilderseite
11. Juni, Berlin
Seit Sa, den 11.6.'05 15.59 Uhr halten die ehemaligen BewohnerInnen und UnterstützerInnen der Yorck59 das Haus Bethanien am Mariannenplatz (Berlin-Kreuzberg) besetzt. Das Haus soll zwischenzeitlich als Ersatzstandort dienen, bis entschieden ist, ob sie dort bleiben können oder ein anderes Ersatzobjekt für das Hausprojekt Yorck59 bezugsfertig ist. Eine Bilderseite
10.-12. Juni, Berlin-Kreuzberg
Zum zweiten Mal verwandelten Straßentheaterkünstler- und Gruppen aus aller Welt für drei Tage den Mariannenplatz in Kreuzberg und die Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg in offene Theaterschauplätze. "Berlin lacht" Eine Bilderseite
12. Juni, Brandenburg
Eine Bustour zu Genmaisfeldern in Brandenburg des Barnimer Aktionsbündnis gegen Gentechnik. Video
15. Juli, Berlin - Indien
Dreiteiliger Foto- und Reisebericht Otto Göpferts mit jeweils rund 100 Bildern: Farbimpressionen aus Indien - 1991 bis 1993. Teil 1 der Bildgalerie. Teil 2 und Teil 3
31. Juli, Hohenstein in Brandenburg
In aller Öffentlichkeit und doch fast unbemerkt von ihr hat auf deutschen Feldern der kommerzielle Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen begonnen.... Die Aktion "Gendreck weg" rief auf zu einer "Freiwilligen Feldbefreiung" am 31. Juli. Eine Bilderseite
9. September, Slowakei
Am 1. Mai 2004 wurde ein Teil unserer osteuropäischen Nachbarländer in die Europäische Union aufgenommen. Zu Europäern sind somit auch die Roma geworden, die in einigen der neuen Partnerländer - Ungarn, der tschechischen Republik und in der Slowakei - einen hohen Bevölkerungsanteil bilden. Marco del Pra besuchte die Roma im Herbst 2004 in der Slowakei (Svinia, Kosice und Bystrany). Foto- und Reisebericht: Roma in der Slowakei
9. September, Berlin
"Stopp Abschiebungen!". Am Freitag, den 9. September 2005 demonstrierten Flüchtlingsorganisationen und antirassistische Initiativen vor den Berliner Parteizentralen. Die rund 100 TeilnehmerInnen wendeten sich gegen entwürdigende Lebensumstände für Flüchtlinge in Deutschland und forderten von den politischen Parteien Stopp rassistischer Sondergesetze und Abschiebungen. Eine Bilderseite
16. September, Berlin
In einer massiven Polizeiaktion wurden Ende August sieben Wohnungen und Büroräume von Antifaschisten durchsucht, weil im Internet zur Zerstörung von Naziplakaten aufgerufen worden war. Rund 180 Gruppen, Organisationen und Personen riefen deshalb für den 16. September im Rahmen einer Anti-Nazi-Gala zur öffentlichen Nazimüll - Entsorgung auf. Eine Bilderseite
22. September, Berlin - Katmandu
Seit über 30 Jahren macht der Siebdrucker, Fotograf und Reiseschriftsteller Otto Göpfert (71) in Indien, Südostasien und Lateinamerika beeindruckende und zeitlose Portraits von Menschen in Alltagssituationen. Hier sein Fotobericht über eine Reise nach Katmandu in Nepal.
24./25. September, von Bramsche/Niedersachsen nach Mecklenburg
Rund 300 Menschen beteiligten sich im Rahmen von antirassistischen Aktionstagen in Mecklenburg-Vorpommern an Kundgebungen vor den Flüchtlingslagern Horst bei Boizenburg und Schwerin-Görries sowie an der Abschlussdemonstration in Schwerin. Eine Bilderseite
17. Oktober, Berlin
Solidarität mit den Flüchtlingen in Ceuta und Mellila. Auch in Berlin wurde gegen die Abschiebungen afrikanischer Flüchtlinge aus Spanien und Marokko demonstriert. Etwa 150 Menschen versammelten sich am 17. Oktober 2005 an der Spanischen Botschaft in Tiergarten zu einer Kundgebung. Eine Bilderseite
27.-30. Oktober, Berlin
Los días de Muertos. Das Mexikanische Totenfest in Berlin. Das ist keine Trauerveranstaltung, sondern ein farbenprächtiges Volksfest zu Ehren aller Verstorbenen: Nach altmexikanischem Glauben kommen am 1. und 2. November die Toten zu Besuch aus dem Jenseits und feiern gemeinsam mit den Lebenden ein fröhliches Wiedersehen mit Musik, Tanz und gutem Essen. Eine Bilderseite
2. und 7. November, Berlin
Hausprojekt NewYorck59 im Bethanien räumungsbedroht! Nach der gewaltsamen Räumung am 6.6. droht den 60 BewohnerInnen und zahlreichen Initiativen des Projektes eine abermalige polizeiliche Räumung. Am 2. November und am 7. November gab es deshalb Anti-Räumungs-Demos quer durch Kreuzberg und zur Parteizentrale der PDS/Die Linke in Mitte. Eine Bilderseite
10. November, Berlin
Rund 150 TeilnehmerInnen kamen zu einer Demonstration gegen die Kriminalisierung des antirassistischen Kampfes und für die Selbstorganisierung von MigrantInnen und Flüchtlingen. Eine Bilderseite
12. November, Göttingen
Wegen Verstoßes gegen die Residenzpflicht droht Cornelius Yufanyi, Flüchtling aus Kamerun, die Inhaftierung. Rund 150 Menschen demonstrierten am Sa, den 12. November '05 in Göttingen für das Recht auf Bewegungsfreiheit und aus Solidarität mit Cornelius Yufanyi. Video
14. November 1990, Berlin
Vor 15 Jahren wurde die Mainzer Straße in Berlin geräumt. "Berlin gelingts" lautete 1990 der Wahlkampfslogan der SPD. Ob damit die Räumungspolitik des damaligen rotgrünen Senats gemeint war oder die Verteidigung der BesetzerInnen in der Mainzer Straße blieb zunächst unklar. Über mehrere Tage gab es für rund 4000 Polizisten angesichts meterhoher Barrikaden und Straßenkämpfen kein Durchkommen trotz Tränengas, Blendschockgranaten, Wasserwerfern und Räumpanzern. Am morgen des 14. Novembers 1990 gelang es der SPD dann tatsächlich, die zwölf Häuser in der Mainzer Straße in Friedrichshain räumen zu lassen. Die rot-grüne Koalition war damit am Ende, der Häuserkampf dagegen noch lange nicht. Ein Fotorückblick.
19. November, Wendland
Am 19. November 2005 startete zum wiederholten Mal ein Transport mit 12 hochradioaktiven Castorbehältern aus der französischen Wiederaufbearbeitungsanlage La Hague ins Zwischenlager Gorleben. Auch in diesem Jahr brachten tausende Menschen ihren Protest mit vielfältigen Aktionen zum Ausdruck. Eine Bilderseite
17. Dezember, Indien/Berlin
Am 17. Dezember 2004 protestierten in New Delhi Bauern gegen die Agrarpolitik der indischen Regierung. Ihr Motto: "Rettet den Boden- Rettet eure Selbstachtung". Eine ihrer zentralen Forderungen war die Erhöhung des Preises für Baumwolle und Zuckerrohr. Gleichzeitig war der Protest Auftakt einer langen Kette von Protestaktionen in verschiedenen Regionen Indiens, gegen die Konferenz der Welthandelsorganisation (WTO), die dieses Jahr vom 13.-18. Dezember 2oo5 in Hongkong stattfand. Eine Bilderseite

2006

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9. und 19. Januar, Schwerin - Berlin
Der Regierungsgegner u. Flüchtlingsaktivist Alassane Moussbaou befindet sich seit dem 2. Dezember im Abschiebehaft. Die selbe Gefahr droht mehreren hundert Flüchtlingen, die aus dem SPD-PDS geführten Mecklenburg-Vorpommern nach Togo abgeschoben werden sollen. Am 9. Januar fand eine Kundgebung in Schwerin statt, Auftakt einer Reihe von Protest gegen geplante Massenabschiebungen.. Eine Bilderseite
22. Januar, La Paz, Bolivien
Am 18. Dezember 2005 wurde Evo Morales mit 54 Prozent der Stimmen zum ersten indigenen Präsidenten des Andenstaats gewählt. In seiner Antrittsrede sagte er der Diskriminierung der Indios und der wachsenden Armut den Kampf an. Morales will dem Land u.a. eine neue Verfassung geben und die reichen Gasvorkommen in Bolivien verstaatlichen. Zehntausende Indios feierten die Amtseinführung von Evo Morales am 22. Januar in La Paz. Eine Bilderseite
26. Januar, Berlin/Dessau
Am 7. Januar 2005 starb Oury Jalloh gefesselt an Händen und Füßen in einer Dessauer Polizeizelle.Während immer noch niemand für den Tod Oury Jallohs verantwortlich gemacht wurde, setzen staatliche Behörden Mouctar Bah, einen Freund Ourys, unter Druck. Wegen dem Vorwurf, er würde in seinem Laden Drogendealer dulden, soll sein Telecafé zum 7. Februar 2006 geschlossen werden. Ein Video-Interview mit Mouctar Bah über die Arbeit der Initiative "Oury Jalloh" und das Vorgehen staatlicher Behörden ihm gegenüber.
28. Januar, Schwerin/Togo
In einer Nacht- und Nebelaktion wurde Alassane Moussbaou am 31. Januar nach Togo abgeschoben. Während einer Kundgebung am Samstag, den 28. Januar vorm Abschiebeknast in Bützow gab es nur noch Sichtkontakt mit Alassane. Eine Bilderseite
2. Februar, Berlin
Mit einer Kundgebung vor der ägyptischen Botschaft in Berlin protestierten am 2. Februar '06 rund 50 Menschen gegen ein Massaker an sudanesischen Flüchtlingen am 30. Dezember 2005 in Kairo. An diesem Tag lagerte eine Gruppe von 3500 sudanesischen Flüchtlingen friedlich vor dem Büro des UNHCR in Kairo. Sie forderten die Behandlung von Flüchtlingen nach internationalen Konventionen, als die Demonstration brutal von 4000 Polizisten zerschlagen wurde. Eine ägyptische Spezialeinheit zur Aufstandsbekämpfung verletzte Hunderte von Menschen. Nach Angaben ägyptischer Behörden starben 27 Menschen, Augenzeugen berichten hingegen von mindestens 76 Toten. Fotobericht
6. Februar, Buenas Aires, Argentinien
Auftakt einer Fotoreihe zur Mobilisierung gegen den G8-Gipfel im Frühsommer 2007 in Heiligendamm bei Rostock. In Buenos Aires, der Hauptstadt von Argentinien, überleben mehr als 1000 Menschen von dem, was andere "Müll" nennen. Jeden Abend steigen Mütter, Väter, Töchter und Söhne, sogar Großmütter und Großväter in den "Cartonero"-Zug. Der fährt sie in die Federal Hauptstadt, das Epizentrum der argentinischen Konsumgesellschaft. Ein Fotobericht.
6./7. Februar, Berlin/Schwerin
Anlässlich des Jahrestages des Todes von Gnassingbé Eyadema versammelten sich am 6. Februar 2006 etwa hundert togolesische Flüchtlinge vor der Botschaft ihres Landes in Berlin. Die Aktion der Internationalen Kampagne gegen die Diktatur in Togo richtete sich gegen die Fortführung der Eyadema-Diktatur durch dessen Sohn Fauré. Anschließend zog die Gruppe zum Auswärtigen Amt, um dort gegen die Kollaboration der Bundesrepublik mit dem westafrikanischen Terror-Regime zu protestieren.Ein Fotobericht.
13. Februar, Potosí, Bolivien
Tausende von Arbeitern aus Kooperativen bauen in den alten staatlichen Minen von Potosí das Erz ab. Die Arbeitsbedingungen sind unmenschlich: unbegrenzte Arbeitsstunden am Tag, Akkordlohn, der Kilopreis für die Mineralien ist sehr niedrig, es fehlt an entsprechender Ausrüstung (Werkzeuge, Sauerstoff, usw.) Eigentlich könnten die Minenarbeiter im wertvollen Herzen der Berge auf einem würdevollen Niveau leben. Ein Fotobericht.
23. Februar, Venezuela/Berlin
Seit 1998 regiert eine linke Koalition unter Chávez und seinem Wahlbündnis in Venezuela. 1999 wurde die "Bolivarianische Revolution" ausgerufen, viele soziale Projekte und Programme initiiert, die Gestaltungsmöglichkeiten der Bevölkerung verbessert. Anita Röder und Moritz Hanses- Ketteler und die Delegation "Solidaridad y Paz" besuchten im Jahr 2005 Venezuela. Ein Fotobericht.
1. März, Buenos Aires, Argentinien
Das Stadtviertel Nr. 20 oder auch "Villa Lugano" genannt, ist eines von vielen in Buenos Aires. Mittellose Familien und MigrantInnen aus den unterschiedlichsten Ländern konstruieren ihre einfachsten Häuser auf öffentlichen Grundstücken oder auch kleinere Häuser oder einzelne Zimmer in den engen Labyrinthen des Viertels. Die Unfähigkeit des Staates und das mangelnde Interesse, sich dieser sozialen Problematik anzunehmen, verursachte diese Armutsspirale, die endlos scheint. Ein Fotobericht.
8. März, Berlin
Queer leben auf dem Wagenplatz "Schwarzer Kanal". Seit 15 Jahren gibt es den Wagenplatz "Schwarzer Kanal" am Spreeufer in Berlin, jetzt droht die Räumung. Das Transgender Frauen-Lesben-Projekt wehrt sich mit zahlreichen Aktionen und hofft auf Unterstützung. Eine Fotoseite mit Informationen Bildern vom Wagenplatz.
10. März, Almería-Spanien
Fotoreihe zum G8-Gipfel. In der südspanischen Provinz Almería werden unter einem riesigen Meer aus Plastik rund 3 Millionen Tonnen Treibhausgemüse für den europäischen Markt produziert. Lisa Bolyos und Marco del Pra' besuchten 2003 und 2005 unabhängig voneinander die Region Almería. Ihre Erlebnisse und Eindrücke dokumentieren sie in dieser gemeinsamen Bildgalerie
1. April, Dessau
Am 7. Januar 2005 verbrannte Oury Jalloh, Flüchtling aus Sierra Leone, an Händen und Füßen mit Handschellen gefesselt in einer Dessauer Polizeizelle. 15 Monate nach dem Tod Oury Jallohs sind die verantwortlichen Polizeibeamten noch immer im Dienst. Unter dem Motto "Break the Silence" demonstrierten rund tausend Menschen am ersten April 2006 in Dessau, um Gerechtigkeit und Aufklärung im Falle des 22 jährigen Oury Jalloh zu fordern. Eine Bilderseite.
18. April, Buenos Aires, Argentinien
Rund 3000 Personen, sog. Piqueteros, versammeln sich rund um den Platz des Obelisco in Buenos Aires, Argentinien. Sie wollen in den Straßen von Buenos Aires ihre prekäre Situation zeigen, die durch die Regierung Néstor Kirchner (Präsident) seit 1 ½ Jahren ignoriert wird. Eine Bilderseite von Olmo Calvo Rodríguez
22. April, Potsdam/Berlin
Bundesweit demonstrierten Flüchtlingsorganisationen und antirassistische Initiativen am 22.4. für Bleiberecht und Bewegungsfreiheit. Der Aktionstag zielte auf die Innenministerkonferenz am 4. und 5. Mai in Garmisch-Partenkirchen, auf der über Bleiberechtsregelungen für Flüchtlinge verhandelt wird. In Potsdam zogen rund 400 Menschen vom Hauptbahnhof zur Glienicker Brücke. Eine Mauer, die sie symbolisch für die Residenzpflicht errichteten, hielt nicht lange. Eine Bilderseite.
1. Mai, Berlin
Den diesjährigen 1. Mai verbrachten viele Berliner Antifaschisten auswärts, um sich neonazistischen Aufmärschen in Leipzig und Rostock entgegenzustellen. Nichtsdestotrotz beteiligten sich auch in diesem Jahr in Berlin Tausende an gleich mehreren revolutionären 1. Mai-Demos. Fotos vom 1. Mai 2006 in Berlin.
10. Mai, Griechenland, Fotoreihe G8
Wahrscheinlich wissen die meisten, dass die Apfelsinen, die in Deutschland zu kaufen sind, hauptsächlich aus südlichen Ländern, wie z.B. Griechenland importiert werden. Aber leider ist es sehr wenigen bekannt, unter welchen Bedingungen Apfelsinen hergestellt werden. Eine Fotoreportage von fotofraxia Athen über die Situation der Plantagenarbeiter in Griechenland.
3. Juni, Berlin, 13 Uhr Alexanderplatz/Liebknechtstraße
Bundesweite Großdemo gegen Massenentlassungen, Sozialabbau, innere Aufrüstung und Krieg.
Das Beispiel der Bewegung für den Kündigungsschutz in Frankreich zeigt uns, dass Erfolge gegen die neoliberalen Angriffe möglich sind, wenn breite gesellschaftliche Verankerung und kämpferisch-entschlossenes Vorgehen zusammenkommen. Trotz strömenden Regen kamen rund 15.000 Menschen zur Bündnisdemo gegen Sozialraub und Hartz IV am 3. Juni in Berlin. Eine Fotoseite.
2.-5. Juni, Berlin
Bei strahlendem Sonnenschein fand an Pfingsten in Berlin zum elften Mal der Karneval der Kulturen mit hunderttausenden ZuschauerInnen statt. Der Höhepunkt des viertägigen Festes war der farbenfrohe und laute Umzug, der am Sonntag durch Berlin-Kreuzberg zog. Die Karawane startete an der Hasenheide am Hermannplatz, weiter ging es über den Südstern, Gneisenaustrasse bis zur Yorckstrasse. Eine Fotogalerie.
6. Juni, Berlin, 18.00 Uhr, ab Rathaus Kreuzberg, Yorckstr. 4.
Vor einem Jahr, am 6. Juni 2005, wurde das Hausprojekt Yorck59 geräumt, die ehemaligen BewohnerInnen sind weiterhin in Bewegung. Mit einer Demo zogen sie am Jahrestag, gemeinsam mit anderen Initiativen und gefährdeten Projekten, durch Kreuzberg und zur noch immer leerstehenden Yorck59. Eine Bilderseite.
27. Juni, Kashipur - Indien
Neue Folge der Fotoreihe G8. In verschiedenen Ecken dieser Welt haben indigene Gemeinschaften hunderte von Generationen lang ein freies und friedliches Leben geführt, ohne sich selbst und ihre Umwelt zu zerstören, ein Leben als Teil der Natur. Jetzt kämpfen sie um das, was von dieser Lebensweise übrig ist, gegen die sog. Einkehr der Zivilisation zu verteidigen. Seit 13 Jahren wehren sich Adivasis im ostindischen Kashipur gegen ein Bergbauprojekt des Großkonzern UAIL. Eine Bildergalerie über Alltag und Widerstand der Adivasis in Kashipur.
4. Juli, Ecuador/Berlin
"Avispa - die Wespe." Gonzalo Hugo Mendoza, Jahrgang 1934, ist einer der bekanntesten und wohl auch schärfsten ecuadorianischen Karikaturisten. Für den Kurzfilm "La vuelta al sueño en 80 pesadillas" (etwa: die Umrundung eines Traumes in 80 Alpträumen) malte Mendoza die eindrucksvolle Bildergeschichte eines ecuadorianischen Migranten, dessen Traum von Flucht in die "Freiheit" ein jähes Ende findet. Bildergalerie und Video
26. Juni/6. Juli, Rathenow/Eisenhüttenstadt/Berlin
Ausländerbehörde Rathenow in der Kritik. Ohne richterlichen Beschluß veranlaßt ein Beamter Abschiebehaft für den togolesischen Flüchtling Abdoul-Marouf Issa-Gobitaka. Aufgrund einer psychischen Erkrankung sowie einer chronischen Hepatitis C ist die Abschiebehaft für diesen eine besondere Quälerei. In einem Audio-Interview mit Umbruch Bildarchiv begründet Rechtsanwalt Ulrich Klinggräff, warum er die Fax-Anordnung des Rathenower Sachbearbeiters Wolf für "absolut rechtswidrig" hält. Audiointerview und weitere Informationen.
14. Juli, San Sebastian, Baskenland
700 Basken und Baskinnen sind in Spanien und Frankreich in Gefangenschaft. Sie erleiden Sonderbedingungen, die unter dem Begriff "Antiterror Politik" laufen. Ihre Situation wird zunehmend schlechter, zwanzig Gefangene sind bereits aufgrund der harten Haftbedingungen gestorben. Mit Fotos der Inhaftierten und der Forderung: "Menschenwürdige Bedingungen für baskische Gefangene" versammeln sich jeden Freitag in San Sebastian Angehörige und Freunde zu einer Demonstration durch die Innenstadt. Ein Bildbericht
25. Juli, Kambodscha
Neue Folge der Fotoreihe G8. Beate Friede und Michael Krüger besuchten im Herbst 2005 Kambodscha, eines der ärmsten Länder der Welt. Sie brachten sehr unterschiedliche Eindrücke mit zurück nach Deutschland. Auf der einen Seite: touristische Attraktionen wie Kulturdenkmäler, jahrtausendalte Tempel, Urwald und zauberhafte Landschaften - auf der anderen Seite Menschen, die in zusammengezimmerten Hütten auf der Mülldeponie leben. Diese zahlen dort mehr Geld für Miete als im Zentrum der Stadt Phnom Penh. Begründung: Auf der Müllkippe hätten 'sie direkten Zugang zu Rohstoffen'. Ein Fotoreisebericht.
27. Juli, Berlin
Mit einem Kinoclip will die Kampagne gegen Zwangsumzüge betroffenen Alg2-EmpfängerInnen Mut machen und Solidarität organisieren. Wer vom Jobcenter zum Auszug aus seiner Wohnung gezwungen wird, kann sich in Berlin an die kostenlose Notruftelefonnummer 0800 27 27 27 8 wenden. Ein Trailer, der seit August in Berliner Kinos zu sehen ist, will solidarischere Gegenwehr mobilisieren. Kinoclip und Bericht
4.-13. August, Anti-G8-Camp rund um Heiligendamm
Rund 500 Menschen beteiligten sich am Anti-G8-Camp 2006 im Ort Steinhagen in Mecklenburg-Vorpommern. Das 10tägige Camp, das am 4. August startete, diente dem Austausch und der Vorbereitung der Proteste gegen den G8-Gipfel im kommenden Jahr in Heiligendamm. Neben zahlreichen Workshops, Diskussionen und Veranstaltungen erkundeten die CamperInnen die Gegend rund um Heiligendamm, organisierten Kundgebungen und Demonstrationen, z. B. eine antirassistische Demonstration am 8. August in Rostock. Eine Bilderseite
28. August, Guatemala
Seit über 30 Jahren macht der Siebdrucker, Fotograf und Reiseschriftsteller Otto Göpfert (72) in Indien, Südostasien und Lateinamerika beeindruckende und zeitlose Portraits von Menschen in Alltagssituationen. Eine sechsteilige Diaserie über Guatemala aus den Jahren 1980 und 1996.
13. September, Berlin
"Was tun gegen den Raubbau in der Bildung? Gegen Büchergeld und Studiengebühren, gegen Lehrermangel und Schulschließungen, gegen fehlende Studien- und Ausbildungsplätze? Die Antwort heißt: STREIK!" Rund 7000 SchülerInnen folgten diesem Aufruf eines Aktionsbündnisses "Bildungsblockaden einreißen" und demonstrierten am 13. September 2006 lautstark und mit zahlreichen Transparenten vom Roten Rathaus durch Berlin Mitte. Eine Bilderseite
23. September, Hoyerswerda
Unter den Titeln "Kein Kiez für Nazis" und "Monotonie stinkt - Vielfalt statt Einfalt" rief die Bürgerinitiative gegen Rechts vom Straßenmusiker bis zur Rockband, von der Kitagruppe bis zum Jongleur dazu auf, Courage zu zeigen und sich bei der Kiezpararde durch Friedrichshain gegen rechtsextremes Gedankengut am 23. September 2006 zu beteiligen. Rund 2000-3000 AntifaschistInnen waren beim Umzug dabei. Ein Bildbericht
23. September, 23.9. - 15.00 Uhr Frankfurter Tor
Anlässlich des 15. Jahrestages rassistischer Pogrome in Hoyerswerda findet dort am 23. September 2006 eine antirassistische Demonstration statt. Im Jahr 1991 kam es im sächsischen Hoyerswerda zu den ersten Pogromen der Nachkriegszeit. Die Welle der Ausschreitungen begann mit dem Überfall einer Gruppe Neonazis auf vietnamesische Straßenhändler und eskalierte in mehrtägigen Angriffen auf Wohnheime von Vertragsarbeitern und Flüchtlingen. Bilder von der Demonstration am 29. September 1991 in Hoyerswerda
26. September, Indien - Narmadatal
Seit nunmehr 20 Jahren kämpfen AnwohnerInnen des Narmadatals in Zentralindien gegen die Errichtung von Großstaudämmen und um die Anerkennung ihrer traditionellen Bodenrechte. Eine Bilderseite.
7. Oktober, internationaler Aktionstag
Anläßlich des Jahrestages der Erstürmung der spanischen Exklaven Ceuta und Melilla von hunderten von Flüchtlingen gingen in einem internationalen Aktionstag tausende Menschen gegen das europäische Migrationsregime auf die Straße. Ein Fotorückblick auf die Ereignisse im Jahr 2005 in Melilla.
21. Oktober, Berlin
Am 21.10.06 veranstalten Neonazis in Berlin einen Aufmarsch vor der Haftanstalt in Berlin-Tegel. Dort sitzt der Sänger der Nazi-Band "Landser" Michael Regener. Der wegen "Volksverhetzung" und "Bildung einer kriminellen Vereinigung" verurteilte Regener gilt innerhalb der Neonazi-Bewegung als Kultfigur, die Musik von "Landser" ist nicht nur in der Nazi-Szene verbreitet. Diesem Treiben wollten sich mehrere hundert Antifaschisten entgegenstellen, was leider nur begrenzt gelang. Ein Bericht.
21. Oktober, Berlin
Rund 220 000 Menschen demonstrierten bundesweit gegen Sozialabbau. In Berlin versammelten sich rund 80000 Menschen vor dem Brandenburger Tor. Der DGB hatte sich das Motto "Das geht besser! Aber nicht allein!" ausgesucht, soziale Initiativen und Bündnisse setzten ein "Das geht nur ganz anders" dagegen. In Berlin beteiligten sich mindestens 7000 Menschen an einer Bündnis-Demonstration vom Alexanderplatz. Eine Fotoseite.
24. Oktober, Griechenland, Kykladen
Seit über 30 Jahren macht der Siebdrucker, Fotograf und Reiseschriftsteller Otto Göpfert (72) in Indien, Südostasien und Lateinamerika beeindruckende und zeitlose Portraits von Menschen in Alltagssituationen. Eine zweiteilige Reihe über die Kykladen in Griechenland: "Menschen von den Inseln". Zur Bildgalerie
4. November, Berlin, 14 Uhr Breitscheidplatz/Zoo
Solidarität mit der Bevölkerung in Oaxaca! Was im Mai als Arbeitskampf von Lehrer und Lehrerinnen für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen begonnen hatte, hat sich inzwischen zu einer Revolte entwickelt, die den gesamten Bundesstaat Oaxaca erfasst. Seit dem 27. Oktober versuchen Truppen der mexikanischen Bundespolizei, Proteste in der Bevölkerung der Touristenstadt Oaxaca gewaltsam niederzuschlagen. Bilder einer Solidaritätsdemonstration in Berlin.
8. November, Berlin/Houston
Justice for Janitors. Solidaritätsaktion in Berlin. Etwa 50 Leute nahmen an einem lautstarken Rundgang für in Houston/Texas streikenden Reinigungskräfte teil. Sie besuchten am Pariser Platz das Gebäude der DZ-Bank und das Regent-Hotel am Gendarmenmarkt sowie die Berliner Niederlassung des Houstoner Immobilienriesen Hines, dem u.a. die beiden genannten Häuser in Berlin gehören. Beteiligt waren GewerkschafterInnen und soziale AktivistInnen aus Berlin, Australien, den USA und England. Seit dem 23. Oktober streiken mehrere Tausend GebäudereinigerInnen in Houston für bessere Löhne und eine Krankenversicherung. Bilder und ein Video.
10. November, Frankreich/Wendland
Am Abend des 10. November startete der zehnte Transport mit zwölf Castor-Behältern aus dem französischen La Hague Richtung Zwischenlager Gorleben. Auch dieses Mal - im dreißigsten Widerstandsjahr im Wendland - verlief der Castortransport alles andere als routinemäßig. Eine Fotoseite.
18. November, Halbe
Rund 10.000 Menschen demonstrierten am 18. November 2006 in Brandenburg gegen Neonazi-Aufmärsche. Allein auf Deutschlands größtem Soldatenfriedhof in Halbe südlich von Berlin versammelten sich nach Angaben der Veranstalter mehr als 8.000 Teilnehmer zu einem "Tag der Demokraten". Dieser richtete sich gegen ein ursprünglich in Halbe anlässlich des Volkstrauertages geplantes "Heldengedenken" von Neonazis. Eine Bilderseite.
25. November, Berlin
Am 25. November fand in Berlin eine antifaschistische Gedenkdemonstration statt unter dem Motto "Wir sind gekommen um zu bleiben. Für eine alternative Jugendkultur". Über 1000 Menschen beteiligten sich an der Demonstration für den vor vierzehn Jahren auf dem U-Bahnhof Samariterstraße ermordeten Antifaschisten Silvio Meier. Eine Bilderseite.

2007

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7. Januar, Demonstrationen in Dessau und Berlin
Vor zwei Jahren verbrannte Oury Jalloh, Flüchtling aus Sierra Leone, an Händen und Füßen gefesselt in der Polizeiwache in Dessau. Zum Gedenken an Oury Jalloh gingen am 2. Todestag in Dessau und Berlin mehrere hundert Menschen auf die Straße. Eine Bilderseite und Videos.
14. Januar, Berlin
Am 14. Januar 2007 fand in Berlin die alljährliche Demonstration in Gedenken an die 1919 von reaktionären Freikorps ermordeten KPD-Revolutionäre Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg statt. Eine Bilderseite
20.-25. Januar, Nairobi, Kenia
Mehr als 60000 TeilnehmerInnen registrierten sich beim Weltsozialforum (WSF) in Nairobi, Kenia. Zum siebten Mal fand das WSF parallel zum Weltwirtschaftsforum in Davos (WEF) statt. Eine Bilderseite.
8. Februar, Berlin
Das "Deutsche Atomforum e.V.", der Lobbyverein der Atomwirtschaft, hielt am 8. Februar im Hotel Maritim an der Friedrichstrasse seine alljährliche Wintertagung ab. VertreterInnen aus Atomindustrie und Politik kungelten gemeinsam für eine atomare Zukunft. Dagegen gab es eine Demo mit Start an der Vattenfall-Zentrale. Eine Bilderseite.
27. Februar, Gießen/Hamburg
Am 7. Januar 2007 wurde der kurdische Künstler Engin Celik in der Nähe von Gießen von Polizisten festgenommen und in die JVA Gießen gebracht. Ihm wurde mitgeteilt, dass sein Asylverfahren negativ entschieden sei und man ihn in die Türkei abschieben werde. Aus Protest trat Engin am 15. Januar in einen Hungerstreik. Draußen begann eine massive Solidaritätskampagne. Nach 30 Tagen Hungerstreik wurde er am 13. Februar endlich aus der Haft entlassen. Doch er ist noch immer von Abschiebung bedroht. Eine Bilderseite.
9. März, Berlin
Proteste gegen Rente mit 67. Rund dreitausend Menschen kamen am 9. März 2007 zur Kundgebung der Gewerkschaftsjugend in Berlin, um gegen die Rente mit 67 zu demonstrieren – am Tag als der Bundestag über den entsprechenden, umstrittenen Gesetzentwurf abstimmte. Eine Bilderseite.
3.-11. März, G8-Infotour quer durch Österreich und Deutschland
Ausgerüstet mit zwei Fotoausstellungen, zwei Tonnen Orangen, Veranstaltungen und Infomaterial zog Anfang März eine 9köpfige Aktionsgruppe quer durch Österreich und Deutschland und erreichte am 11. März als letzte Station ihrer Tour Berlin. Ihr Ziel: auf die miserablen Arbeitsbedingungen in der "industriellen Landwirtschaft" aufmerksam zu machen und gegen den G8-Gipfel im Juni 2007 in Heiligendamm zu mobilisieren. Eine Diashow mit Musik von der Tour und die Fotogalerien der Ausstellung.
16. März, Berlin 1971 - 2007
Georg von Rauchhaus. Selbstorganisation in besetzten Häusern - Wie alles anfing. Nach einem Teach-in und einem Konzert mit Ton Steine Scherben am 8. Dezember 1971 in der Technischen Universität Berlin zum Tode Georg von Rauchs machten sich die TeilnehmerInnen auf den Weg Richtung Kreuzberg und besetzten das seit 1970 leerstehende Schwesternwohnheim des Bethanien-Krankenhauses. Eine neue Ära - Leben in selbstorganisierten Häusern - hatte mit dem Georg von Rauchhaus ihren Anfang gefunden. Eine Bilderseite.
25. März, Berlin
Am 24. und 25. März fanden sich die 27 Staats- und Regierungschefs der EU zu einem EU-Gipfel in Berlin ein, um den 50. Jahrestag der Gründung der damaligen EWG durch die Unterzeichnung der sog. Römischen Verträge zu feiern. Dies sollte ein erklärter Höhepunkt der deutschen Präsidentschaft sein, die das mit der Lissabon-Strategie definierte Ziel hat, die EU zum konkurrenzfähigsten und stärksten Wirtschaftsraum der Welt zu machen. "Nein zum Europa des Kapitals! Stoppt die Militarisierung der EU!" setzten rund 2.500 DemonstrantInnen dagegen. Fotobericht über die Demonstration.
27.-30. März, 9.00 Uhr Landgericht Dessau
Am 27. März wurde am Landgericht Dessau der Prozess gegen die Polizeibeamten Andreas S. und Hans-Ulrich M. eröffnet. Ihnen wird "Körperverletzung mit Todesfolge" bzw. die "fahrlässige Tötung" des Asylbewerbers Oury Jalloh vorgeworfen, der am 7. Januar 2005 an Händen und Füßen gefesselt in einer Polizeizelle verbrannte. Eine Fotoseite vom ersten Prozeßtag
17. April, Berlin
In dem Netzwerk Via Campesina haben sich weltweit über 200 Millionen (Klein-)BäuerInnen, Landlose und Indigene Gemeinschaften organisiert, um für freien Zugang zu Land, gegen Vertreibung und auch gegen die neoliberale Agrar- und Freihandelspolitik der G8 zu kämpfen. Am 17. April veranstalteten sie einen internationalen Aktionstag. In Berlin gab es dazu eine kleine aber bunte Demo zum Agrar- und zum Entwicklungsministerium. Eine Bilderseite
24. April, Berlin
Für den 24. April 2007 rief die Schülerinitiative „Bildungsblockaden einreißen!“ zum wiederholten Male zum Schulstreik auf gegen einschneidende Kürzungen im Bildungssektor. Rund 3500-4000 Menschen liefen lautstark und voller Energie durch die Straßen. Eine Fotoseite.
27. April, Burma (Myanmar) Südostasien
Leben und Widerstand in einem totalitären Regime. Nicht viele werden jemals von Burma bzw. Myanmar in Südostasien gehört haben. Jährlich reisen mehrere Millionen Touristen nach Thailand und nur ein paar Hunderttausend besuchen dagegen das Nachbarland Burma. Thailands Militärdiktatur ist gerade ein paar Monate alt, in Burma putschte das Militär bereits 1962 und gilt somit als die weltweit am längsten herrschende Diktatur. Einem Rucksacktouristen, der das Land besucht, eröffnet sich eine einmalige buddhistische Kultur mit freundlich lächelnde Menschen. Aber die Realität des totalitären Regimes bleibt hinter dieser Kulisse versteckt. Eine Fotoreportage von Nicholas Ganz.
27. April, Indien, Narmadaregion
Längs des Narmadaflusses in Indien und seiner Seitenarme sollen 30 große Staudämme errichtet werden. Dabei müssen allein durch den Sardar Sarovar Staudamm in Gujarat ca. 320.000 Menschen umgesiedelt werden. Die soziale Bewegung Narmada Bachao Andolan kämpft seit über 20 Jahren gegen diese Großprojekte. Ein Radiobeitrag.
1. Mai, Berlin
Angesichts des bevorstehenden G8-Gipfels in Heiligendamm beteiligten sich an diesem 1. Mai 2007 in Berlin deutlich mehr Menschen sowohl an der Mayday Parade als auch an der revolutionären 1. Mai-Demonstration. Eine Fotoseite über den Kreuzberger 1. Mai 2007.
5. Mai, Berlin
Noch vor kurzem feierte die Köpi, subkulturelles Hausprojekt in Berlin, ihren 17. Geburtstag. Am 8. Mai wird das Haus und das anliegende Grundstück zum zweiten Mal auf einer Versteigerung zum Verkauf angeboten. Unter dem Motto: „Ihr habt die ganze Stadt verkauft - Köpi ist und bleibt Risikokapital!“ demonstrierten am 5. Mai 2007 rund 2000 Menschen vom Breitscheidplatz zur Hauptfiliale der Commerzbank am U-Bhf Bülowstraße. Eine Bilderseite
9. Mai, Berlin
Mit Sprechchören "Wir sind alle 129a" und "Ihr seid selber 129a" reagierten allein in Berlin über 4000 Menschen auf einer Spontandemonstration gegen die massive Durchsuchungsaktion des BKA am gleichen Tage. Die federführende Bundesanwaltschaft hatte angesichts des bevorstehenden G8-Gipfels schweres Geschütz aufgefahren. 900 Polizeibeamte durchsuchten bundesweit 40 linke Projekte, Wohnungen und Arbeitsplätze, u.a. auch das Umbruch Bildarchiv.. Begründung: 18 namentlich Beschuldigte hätten eine terroristische Vereinigung gegründet. Als Beleg dafür sollte vor allem ein Buch herhalten, das seit 2004 mittlerweile in der 3. Auflage verkauft wird: "Autonome in Bewegung". Stellungnahme vom Umbruch Bildarchiv
19. Mai, Karlsruhe
Jetzt erst recht – Repression und Kriminalisierung des Anti G8 Protests entgegentreten. Mehrere hundert Menschen demonstrierten am 19. Mai 2007 in Karlsruhe gegen die 129a-Razzia der Bundesanwaltschaft bei 40 linken Projekten, Wohnungen und Arbeitsplätzen. Eine Bilderseite.
19. Mai, Neuburg
Eine bundesweite Karawanetour 2007 nach Heiligendamm startete am 19. Mai in Neuburg an der Donau (Bayern). Zwei Wochen lang finden an 16 Stationen Aktionen statt, die die Situation von Flüchtlingen und MigrantInnen thematisieren. Die Tour endet in Rostock um sich an den Anti-G8 Protesten zu beteiligen. Eine Bilderseite von den ersten Tagen der Karawane.
22. Mai, Berlin Kreuzberg
"Die fabelhafte Welt des Widerstands" gibt es jetzt auf einer Brandwand in Kreuzberg und nicht nur dort: Als unterstützende Struktur für den G8-Widerstand wird der Berliner Bezirk Kreuzberg vom 21. Mai bis zum 16. Juni 2007 umgestaltet zu: – einem Raum ohne Mauern und Grenzen, der sich gezielt an Nicht-AktivistInnen richtet. Das Ganze nennt sich "Convergence Space". Was das ist, erfahrt ihr in dieser Bilderseite.
26. Mai, Karawanetour 2007, Bramsche-Hesepe
Am 26. Mai demonstrierte die Karawane vorm Abschiebelager Bramsche-Hesepe, das in den letzten Jahren immer wieder die Schlagzeilen geriet. Erklärtes Ziel dieser Einrichtung ist es, die BewohnerInnen zur so genannten "freiwilligen Ausreise" (Unwort des Jahres 2006) zu drängen. Betroffen sind in erster Linie Flüchtlinge, deren Asylanträge bereits abgelehnt wurden und deren Abschiebung lediglich deshalb ausgesetzt ist, weil keine Passersatzpapiere vorliegen. Eine Bilderseite.
1. Juni, Berlin
Zeitgleich zur Innenministerkonferenz Ende Mai - Anfang Juni 2007 in Berlin wird im Bundestag über die Verschärfung des Zuwanderungsgesetzes entschieden. Statt einer effektiven Bleiberechtsregelung enthält der Gesetzentwurf zahllose Verschärfungen. Zahlreiche Gruppen riefen deshalb zu Aktionstagen auf. Zum Abschluß der Innenministerkonferenz fand am 1. Juni eine Kundgebung am Alex statt mit anschließender Demonstration zum Brandenburger Tor. Eine Bilderseite.
6.-8. Juni, G8 Gipfel in Heiligendamm
Vom 6. bis zum 8. Juni trafen sich die Staats- und Regierungschefs der acht wirtschaftlich und militärisch führenden Staaten des Nordens in Heiligendamm. Wie schon oft zuvor sprachen die Mächtigen der Erde von Hunger- und Armutsbekämpfung, posten mit großzügigen Gesten und vagen Versprechungen und stehen unverändert für eine neoliberale Politik, die weltweit zu mehr Hunger, Ausgrenzung und wachsender Ungleichheit führt. Die Berichterstattung über den Protest der Zehntausenden Gipfel-GegnerInnen widmete sich nach den militanten Auseinandersetzungen auf der Großdemonstration in Rostock zunächst fast ausschließlich den Autonomen. Einige andere Eindrücke des kreativen, militanten, internationalen und bunten Widerstandes gegen den G8-Gipfel seht ihr hier. Fotobericht: Gesichter des Widerstands
1.-8. Juni, BLOCK G8 - United Colours of Resistance - Fotoreview Teil 2
G8 Heiligendamm. Mehr als 10.000 G8-GegnerInnen setzen sich über alle gerichtlichen Verbote hinweg, "fließen" mit der "5-Finger-Taktik" durch hochgerüstete Polizeieinheiten hindurch, um zu den anvisierten Blockadepunkten zu gelangen. Eine Fotoreview der bewegten Tage - Teil 2
14. Juni, Berlin
Rund 200 Menschen zogen am 14. Juni 2007 vom Bundesinnenministerium zum Berliner Hauptbahnhof, um gegen die an diesem Tag verabschiedeten Verschärfungen des Zuwanderungsgesetzes zu demonstrieren. Statt einer Bleiberechtsregelung wurden im Bundestag zahllose Verschärfungen beschlossen: die Erschwerung des Familiennachzugs und der Einbürgerung für junge MigrantInnen, Sanktionen bei Nichtteilnahme an Integrationskursen, verminderter Leistungsbezug auf vier Jahre für nicht anerkannte Flüchtlinge, verschärfte Ausweisung und vieles mehr. Eine Bilderseite.
16. Juni, Berlin und anderswo
Seit dem Verkauf der Köpi, subkulturelles Zentrum in der Köpenicker Straße 137 in Berlin, ist die Zukunft des Hausprojektes ungewiss. Bereits am 5. Mai 2007 waren rund 2000 Menschen unter dem Motto: "Köpi ist und bleibt Risikokapital!“ zur Hauptfiliale der Gläubigerbank Commerzbank am U-Bhf Bülowstraße demonstriert. Am 16. Juni 2007 gingen noch mehr Menschen aus Solidarität mit der Köpi auf die Straße. Eine Bilderseite.
23. Juni, Berlin
Transgenialer CSD 2007. 10 Jahre für das Dagegensein. "Tragt die Wut mit uns auf die Straße. Lasst uns lieben, lachen, kämpfen für queere Solidarität auf dem Transgenialen CSD und überhaupt!" Eine Bilderseite.
23. Juni, Dessau
Am 23. Juni 2007 demonstrierten in Dessau rund 200 Menschen in Gedenken an Oury Jalloh und Dominique Koumadio, der in Dortmund von einem Polizisten erschossen wurde. Anlass für die erneute Demonstration war die wenig voranbringende Entwicklung des Prozesses um den Tod des Flüchtlings Oury Jalloh aus Sierra Leone/Guinea sowie Angriffe auf Aktivisten der Gedenkinitiative. Eine Bilderseite.
28. Juni - 1. Juli, Lärtz bei Neustrelitz
Fusion 2007. "Alljährlich entsteht Ende Juni in Mecklenburg, auf einem ehemaligen russischen Militärflugplatz, das größte Ferienlager der Republik. Vier Tage Ferienkommunismus ist das Motto der Fusion. Der Name ist Programm, und so erstreckt es sich von Musik unterschiedlichster Spielarten über Theater / Performance und Kino bis hin zu Installation, Interaktion und Kommunikation." Anlässlich eines Schulpraktikums bei Umbruch Bildarchiv besuchte Mirko Rachor die Fusion brachte Fotos mit nach Berlin. Eine Bilderseite.
30. Juni/7. Juli, Rostock
Nach der Eröffnung eines rechten Szeneladens "East Cost Corner" im Rostocker Linken- und Studentenviertel "KTV" (Kröpeliner Tor Vorstadt) kommt die Hansestadt nicht zur Ruhe. Am Samstag, den 30. Juni 2007 demonstrierten Neonazis in einem Ring um das Stadtviertel. Daraufhin wurden Einwohner und Gegendemonstranten in der Stadt von der Polizei mit Wasserwerfern und Pferden eingekesselt. Die RostockerInnen liessen sich diesen Aufmarsch nicht gefallen lassen und organisierten prompt ein Fest mit Band, Grill und Straßenkünstlern. Eine Bilderseite.
5. Juli, Berlin
Während noch laufender Gespräche mit Vertretern des "Aktionsbündnis Bäume am Landwehrkanal" ließ der WSA-Chef Brockelmann unter dem Schutz massiver Polizeikräfte an verschiedenen Stellen des Berliner Landwehrkanals 22 Abholzungen gesunder Bäume durchführen. Eine Bilderseite.
7. Juli, Rostock
Nazis versuchen erneut in Rostock Präsenz zu zeigen. Statt erwarteter 500 Teilnehmer kamen zu ihrem Aufmarsch nur etwa 300 Demonstranten, demgegenüber folgten zwischen 800 und 1.000 Menschen dem Aufruf zu einer antifaschistischen Demonstration. Der Zug der Rechten durch die Stadt wurde von lautstarken Protesten begleitet. Eine Bilderseite.
24. Juli, Berlin
"So war's vor 25 Jahren in Berlin (West). Da gab es die Hausbesetzerbewegung, viele Punks in SO 36 (Kreuzberg), da kam der US-Präsident Ronald Reagen nach Berlin, was starkes Unbehagen bei vielen Menschen auslöste, da kam Innensenator Lummer (CDU) zu einer Veranstaltung im Rathaus des Bezirks Schöneberg und wurde ziemlich laut und heftig begrüsst, da gab es noch Ton Steine Scherben-Konzerte mit Rio Reiser und viele Strassenfeste und ich war als fotografierender Zeitgenosse des öfteren mittendrin." Eine Bilderseite von Manfred Kraft.
18. August, Berlin
Rund 3.000 Menschen demonstrierten im zehnten Jahr der Fuckparade ab Frankfurter Tor durch Friedrichshain und Kreuzberg.Thema waren diesmal auch die § 129a-Durchsuchungen im Vorfeld des G8 und die gefährdete Situation diverser kultureller und sozialer Projekte. Eine Bilderseite.
22. August - 26. August 1992, Pogrome in Rostock-Lichtenhagen
Fast eine ganze Woche lang griffen mehrere hundert junge Rechtsradikale die Flüchtlingsunterkunft und ein von vietnamesischen VertragsarbeiterInnen bewohntes Haus im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen an. Unterstützt wurde der Mob von über tausend ganz normalen Deutschen, die Polizei griff kaum ein. Am Wochenende darauf gab es eine bundesweite antifaschistische Demonstration in Rostock gegen dieses Pogrom. Ein Fotorückblick.
31. August, Mexiko 2005
Auf der Suche nach einem besseren Leben versuchen bis zu 5.000 Menschen Tag für Tag illegal in die USA zu gelangen, die Wenigsten von Ihnen sind erfolgreich. Der lange Weg zur Grenze führt quer durch Mexiko, meist als blinder Passagier auf einem Güterzug, der „La bestia“ – die Bestie genannt wird. Erika Harzer erzählt die Geschichte der 27jährigen Alicia aus Honduras, die stellvertretend ist für viele Schicksale, die sich täglich auf der ruta mortal (der mörderischen Route) in den reichen Norden zutragen und jäh zu Ende sein können. Eine Bilderseite.
1. September, Gorleben 2007 und Rückblick auf 1982
Demonstration im Wendland als Startschuss für eine gemeinsame Endlagerkampagne, die auf die Entsorgungsmisere aufmerksam machen soll. Auf einem großen Transparent fassten die Endlagerstandorte zusammen: "Gorleben und Schacht Konrad - so "sicher" wie die absaufenden und einstürzenden Endlager Asse und Morsleben". Im Anschluss an die Demo gab es einen "Generations Move" - eine Party für die über 30jährige Widerstandsbewegung in Gorleben. Eine Bilderseite und ein Rückblick
13. September, Alava, Baskenland
Salinen bilden eine einzigartige Landschaft in "Salinas de Añana" im baskischen Alava. Arantxa Aldunzin Gorriti besuchte im Rahmen eines Praktikums bei Umbruch den durch traditionelle Salzgewinnung reich gewordenen Ort im Norden der iberischen Halbinsel. Das Salz der Erde - ein Fotobericht.
15. September, Berlin
In Berlin nahmen 10.000 Menschen an einer Demonstration gegen die Verlängerung des Afghanistaneinsatzes der Bundeswehr teil. Diese wurde von 170 Organisationen, Initiativen und Parteien organisiert. Obwohl die Mehrheit der Bevölkerung gegen die Verlängerung des Afghanistaneinsatzes der Bundeswehr ist, will die Bundesregierung sich über diese Meinung hinwegsetzen. Eine Bilderseite.
19. September, Mexiko 2005-2007
Jeden Tag versuchen tausende Menschen aus den krisengeschüttelten Ländern Mittelamerikas in die USA zu gelangen. Filmemacher Uli Stelzner fuhr mit einer kleinen Digitalkamera in die Grenzregion Mexiko/USA, wo sich für MigrantInnen bereits zu Beginn ihrer Reise der Amerikanische Traum in einen mexikanischen Alptraum verwandelt. "Asalto al sueno" (Angriff auf den Traum). Eine Filmvorschau und ein Erfahrungsbericht.
22. September, Berlin
BürgerrechtlerInnen riefen bundesweit zur Teilnahme an einer Demonstration gegen die ausufernde Überwachung durch Wirtschaft und Staat auf. Am Samstag, den 22. September 2007 kamen tausende nach Berlin. "Freiheit statt Angst - Stoppt den Überwachungswahn!" - eine Bilderseite.
27. September, Berlin
Die EU und ihre Mitgliedsstaaten verhandeln derzeit mit den AKP-Staaten (frühere Kolonien in Afrika, der Karibik und dem Pazifik) über so genannte Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (Economic Partnership Agreements, EPAs). "Partnerschaftlich" sind diese allerdings nicht wirklich. Mit einem Patentmonster und einer Dampfwalze beteiligten sich daher auch einige BerlinerInnen am Stop-EPAs-Aktionstag am 27. 9. 2007: "Afrika nicht überrollen!" - eine Bilderseite.
13. Oktober, Berlin
In vielen Städten gibt es sie noch, auch wenn kaum jemand sie wahrnimmt: die "Montagsdemo". Das bundesweit vernetzte Bündnis mobilisierte mehrere tausend Menschen zu einer gemeinsamen Herbstdemonstration am 13. Oktober 2007 gegen Agenda 2010, Hartz IV und für Mindestlöhne nach Berlin. eine Bilderseite.
3. November, Berlin
"Las Primas" bedeutet besonders nahe und gute Freundinnen. Am 3. November 2007 eröffnete in Kreuzberg ein neuer Laden, der sich so nennt. Hier einige Impressionen von der Einweihungsparty, eine lange Nacht mit Live-Musik: Salitre Flamenco, Mariachis, Son Cubano und eine "Oriental Dance Performance" von Dragking Fatma Souad als Osman von Habsbourg. Fotos und ein Video
4. November, Berlin
Am Samstag, den 4. November fand in Berlin Köpenick die Auftaktdemonstration zur antirassistischen de-fence Kampagne statt. Etwa 200 Menschen zogen vom S-Bahnhof Spindlerfeld zum Abschiebeknast Grünau, um laut und kraftvoll gegen die Inhaftierung von Menschen ohne Papiere in Abschiebeknästen und deren Abschiebung zu demonstrieren. Eine Bilderseite.
6. November, Berlin
Am Freitag, den 9. November 2007 beschloss der Bundestag eine massive Ausweitung der Telekommunikationsüberwachung. Ab 2008 haben die Sicherheitsbehörden nunmehr die rechtliche Handhabe, jederzeit nachzuvollziehen, wer mit wem per Telefon, Handy oder E-Mail Kontakt hat, wo der Nutzer des Handys sich befindet und wer auf welche Weise das Internet nutzt. Aus Protest gegen diesen Frontalangriff auf bürgerliche Grundrechte gingen am 6. November in über 40 Städten tausende auf die Straße. In Berlin gab es eine Kundgebung gegenüber vom Reichstag. Eine Bilderseite.
9. November, Myanmar 1997 & 2002
Neue Fotogalerien von Otto Göpfert. Die Fotos aus Myanmar (Birma) entstanden 1997 und 2002, lange bevor das Land durch die blutige Niederschlagung der Proteste buddhistischer Mönche (wieder einmal) in die Schlagzeilen geriet. Die Momentaufnahmen geben einen Einblick in den buddhistischen Glaubensalltag sowie das alltägliche Leben der Menschen. Zu den Fotoserien
17. November, Rostock
Am Samstag, dem 17.11.07 fand in Rostock eine Antirepressionsdemo unter dem Motto "Gegen Justizwillkür und Überwachungsstaat" mit mehr als 500 TeilnehmerInnen statt. Es ging um die aktuellen und noch kommenden G8-Prozesse, die gesetzlichen Verschärfungen und den § 129 a. Auch ein Bezug zur gleichzeitig stattfindenden Demo in Genua wurde gesetzt. Eine Bilderseite.
19. November, Berlin, 17 Uhr, Hauptbahnhof
In diesen Wochen kämpfen die in der GDL organisierten Beschäftigten der Bahn für höhere Löhne und einen eigenen Tarifvertrag. Dabei stehen die KollegInnen nicht nur beim Bahnmanagement und diesem nahestehenden PolitikerInnen und Medien unter Beschuss. Zu ihrer Unterstützung demonstrierten am Montag, den 19. November 2007 rund 200 Menschen vom Hauptbahnhof zum DB-Tower am Potsdamer Platz. Eine Bilderseite.
24. November, Berlin
Am 21. November 2007 jährt sich zum fünfzehnten Mal der Todestag von Silvio Meier. Silvio lebte als Hausbesetzer in Friedrichshain und wurde 1992 von Neonazis erstochen. Seitdem findet in Friedrichshain jedes Jahr eine antifaschistische Demonstration zur Erinnerung an Silvio statt. Eine Bilderseite und ein Videointerview mit Silvio vom Sommer 1992
8. Dezember, Berlin, 18 Uhr, Rosenthaler Platz
Zahlreiche Hausprojekte, Wagenplätze, autonome Jugendclubs in Berlin verschwinden langsam oder sind von Räumung bedroht. "Für autonome Freiräume und Selbstorganisation, gegen Herrschaft und Kapitalismus!" demonstrierten deshalb am 8. Dezember 2007 rund 2000 Menschen durch Berlin-Mitte. Eine Bilderseite.
15. Dezember, Hamburg
Rund 3000 Menschen beteiligten sich am 15. Dezember 2007 in Hamburg an einer bundesweiten Demonstration gegen Repression und Überwachungsstaat, für die Abschaffung des § 129a und für die Einstellung aller laufenden Verfahren. "Out of Control". Eine Bilderseite.

2008

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5. Januar, Abschiebegefängnis in Berlin-Köpenick
Am Samstag, den 5. Januar 2008 zogen rund 200 Menschen durch Berlin-Köpenick zum Abschiebegefängnis in der Grünauer Straße. Anlass war der Tod eines 28-jährigen Gefangenen aus Tunesien, der am Neujahrsmorgen nach offiziellen Angaben an den Folgen eines Suizidversuchs verstarb. Eine Bilderseite
7. Januar, Dessau
Auch am 3. Jahrestag des Todes von Oury Jalloh gab es eine Gedenkdemonstration in Dessau. Oury Jalloh, ehemaliger Flüchtling aus Sierra Leone, verbrannte am 7.1.2005, gefesselt an Händen und Füßen in einer Zelle des Dessauer Polizeireviers. Die genauen Umstände seines Todes im Polizeirevier in der Wolfgangstraße sind bis heute ungeklärt, ein Ende des Gerichtsverfahrens gegen zwei Polizisten ist nicht in Sicht. Eine Bilderseite
13. Januar, Berlin
Wie jedes Jahr gedachten Zehntausende Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, die 1919 von reaktionären Freikorps-Soldaten mit Billigung der SPD-Führung ermordet wurden. Eine Bilderseite.
26. Januar, Berlin
Unter dem Motto: "Stoppt den Krieg in Kurdistan" demonstrierten am Samstag, den 26.1.08 rund 300 Menschen durch Neukölln und Kreuzberg. Anlass waren die fortgesetzten Angriffe der türkischen Armee und Luftwaffe auf Dörfer und Stellungen von PKK-Kämpfern im kurdisch dominierten Nordirak. Mit Transparenten protestierten die TeilnehmerInnen gegen das "Kriegsbündnis Türkei-USA". Einige Bilder .
29. Januar, Berlin
Am Dienstag, den 29.01.08 trafen sich im Berliner Congreß Center am Alexanderplatz 1600 Politiker, Polizeichefs und Sicherheitsexperten aus über 60 Ländern. Anlässlich ihres 11. Europäischen Polizeikongresses gab es auch eine Demonstration. Eine Bilderseite.
18. Februar, Esslingen
Ein Zug fährt durch Deutschland zur Erinnerung an das Schicksal abertausender Menschen, die zwischen 1942 und 1945 in Konzentrationslager deportiert wurden. Die Ausstellung in diesem "Zug der Erinnerung" basiert auf einer Wanderausstellung über ca. 11.000 aus Frankreich deportierte Kinder, die in Frankreich an zahlreichen Bahnhöfen gezeigt wurde. Eine Bilderseite.
22. Februar, Berlin
In Berlin organisiert sich Widerstand gegen einen rechten Szeneladen der bei Neonazis beliebten Marke „Thor Steinar“. Nachdem er bereits viermal mit Farbeiern bedacht und auch entglast wurde, zog am 22. 2. eine Demonstration mit rund 500 TeilnehmerInnen in Richtung des Ladens in der Rosa-Luxemburg-Straße 18. Eine Bilderseite.
23. Februar, Berlin
Jedes Jahr versuchen Neonazis, Gedenkveranstaltungen für Horst Wessel durchzuführen meist rund um Wessels Grabstätte, dem Friedhof der St. Nicolai-Gemeinde (Mitte/Prenzlauer Berg) und am Krankenhaus Friedrichshain (Landsberger Allee 49), wo Wessel verstarb. Dieses Jahr war kein Platz für Neonazis am Friedhof St.-Nicolai, weil sich 100-150 Antifaschisten dort zu einer Kundgebung trafen. Einige Bilder.
8. März, Berlin
Seit dem 1. Dezember 2007 sitzt die Antifaschistin Andrea im Knast. Sie hatte den Haftantritt für eine mehrmonatige Haftstrafe verweigert, weshalb LKA-Beamte sie am 1. Dezember während der Proteste gegen einen Naziaufmarsch in Berlin-Rudow verhafteten. An diesem 8. März gab es deshalb eine gemischte Demo zum Internationalen Frauentag. Aus Solidarität mit Andrea und mit allen politischen und sozialen Gefangenen ging es zum Frauenknast Pankow. einige Bilder.
15. März, Berlin
Rund 250 Menschen demonstrierten am Samstag, den 15. März 2008 durch Kreuzberg, um ein Zeichen der Solidarität zum Internationalen Tag der politischen Gefangenen zu setzen. Eine Bilderseite
31. März, Mexiko
"Werte Freunde, Ich wollte als Schenkung bzw. Stiftung meine Foto-Dokumentation anbieten, die ich von 1987 bis 2003 über Mexiko angelegt habe: Fast 40 Ordner mit jeweils ca. 400 Fotos, alles Farbbilder mit spanischer Beschriftung!" Dieses erstaunliche Angebot bekam Umbruch letztes Jahr vom Fotografen Wolfgang Nieklasen. Rund 17 Jahre lebte der Verdener in Mexiko. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland vermachte er jetzt seine ganze Mexikodokumentation dem Umbruch Bildarchiv. Eine Auswahl seiner Bilder
4. April, Berlin
Aus Solidarität mit den von Repression betroffenen Anti-NATO-AktivistInnen in Bukarest versammelten sich am Freitag, den 4. April 2008 rund 100 AntimilitaristInnen nahe der rumänischen Botschaft in Berlin. Nach einer Auftaktkundgebung mit einem Live-Bericht aus Bukarest zog eine kleine, aber fetzige Kurzdemo weiter zur amerikanischen und französischen Botschaft. Eine Fotoseite.
12. April, Berlin
Am Vorabend der Ankunft des "Zuges der Erinnerung" in Berlin versammelten sich etwa 800 junge und alte Menschen vor dem Brandenburger Tor, um der deportierten Kinder und Jugendlichen zu gedenken. Eine Fotoseite
17. April, Berlin
"Biosprit macht Hunger" - mit einem Riesentransparent, das AktivistInnen an der Brandwand der Shell-Tankstelle Nähe Görlitzer Bahnhof herunterließen, Samba-Musik und Riesenpuppen machten ca. 60 Bewegte trotz Regen ganz schön was her. Diese Aktion, die anschließende Demo und eine symbolische Landbesetzung auf dem Heinrichplatz fanden statt im Rahmen des kleinbäuerlichen Aktionstages von "La Via Campesina", der alljährlich am 17. April begangen wird. Eine Bilderseite
19. April, Berlin
Am Samstag, den 19.4. demonstrierten ca. 1000 Menschen in Berlin gegen das gigantische Privatisierungsprojekt "Media-Spree" und zogen in einem Kiezspaziergang vom Boxhagener Platz zur Köpi in Kreuzberg. Nach den Plänen interessierter Konzerne soll am Spreeufer in Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte und Treptow ein Ensemble kommerzieller Großbauten entstehen: Konzernzentralen, Büroblöcke, Luxuswohnungen und Hotels auf einer fast achtmal so großen Fläche wie die Neubauten am Potsdamer Platz. Mediaspree versenken!" Eine Bilderseite
20. April, Ravensbrück
Am 19. und 20.04.2008 fand der "63. Jahrestag zur Befreiung des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück" statt. Das im November 1938 erbaute Frauen-KZ Ravensbrück befindet sich am Rande der Kleinstadt Fürstenberg. Insgesamt wurden bis zur Befreiung durch die Rote Armee am 30. April 1945 mehr als 100.000 Frauen, Hunderte von Kindern und etwa 20.000 Männer dorthin verschleppt. Nur rund 3.000 von ihnen erlebten die Befreiung. Jedes Jahr wird Ende April der vielen Menschen gedacht, die dort leiden mußten, starben oder irgendwie überlebten. Eine Bilderseite
23. April, Rostock
Am 23.04 fand in den Räumen der Universität Rostock eine von gentechnikkritischen Studenten organisierte Veranstaltung über die Risiken der Forschung und Anwendung der grünen Gentechnik statt. Ein Bildbericht über die Podiumsdiskussion
27. April, Mexiko
Mexiko ist ein Land voller Gegensätze. Besonders die soziale Lage polarisiert sich seit dem Eintritt Mexikos in die nordamerikanische Freihandelszone 1994 beträchtlich. 60% der Bevölkerung gelten als arm. Die Preiserhöhungen für wichtige Lebensmittel auf das Doppelte führten 2007 zu landesweiten Protesten ("Tortilla-Krieg"). Am 27. April fand in der Hauptstadt zum wiederholten Male eine Großdemonstration mit hundertausend TeilnehmerInnen gegen neoliberale Politik und die Privatisierung der staatlichen Ölfirma Pemex statt. Eine Bilderseite
30. April, Berlin
Am Vorabend des diesjährigen 1.Mai 2008 feierten Hunderte eine lang erkämpfte Strassenumbenennung: Nunmehr trifft am Ende der Oranienstrasse in Kreuzberg die Axel-Springer-Strasse auf die neue Rudi-Dutschke Strasse. Rudi hat jedoch Vorfahrt! Eine Bilderseite
1. Mai, Berlin
Unter dem Motto "be.STREIK.berlin - Organisiert das schöne Leben!" zogen am Nachmittag des 1. Mai mit der Mayday-Parade etwa 7000 Menschen vom Boxhagener Platz zum Spreewaldplatz, an der revolutionären 1. Mai-Demo am Abend beteiligten sich mehr als 10.000 TeilnehmerInnen. Eine Fotoseite über den Kreuzberger 1. Mai 2008.
1. Mai, Hamburg
Ein Neonazi-Aufmarsch am 1. Mai durch den Stadtteil Barmbek bescherte Hamburg die heftigsten Krawalle seit Jahren. Etwa 1000 NPD-AnhängerInnen standen bis zu zehntausend AntifaschistInnen gegenüber, ein breites Spektrum aus Anwohnern, Initiativen, Linksradikalen, GewerkschafterInnen bis hin zu Geschäftsleuten und Bezirkspolitikern. Rund um den Sammelplatz der Nazis am S-Bahnhof Alte Wöhr bildeten sich immer wieder Blockaden. Kleingruppen errichteten brennende Barrikaden auf den S-Bahnzufahrten und im Stadtteil, Busse, mit denen die Nazis angereist waren, wurden entglast. Eine Fotoseite
1. Mai, Stuttgart
Auch in Stuttgart gab es in diesem Jahr eine lebhafte revolutionäre 1.-Mai Demonstration, an der deutlich mehr Menschen als im Jahr zuvor teilnahmen. Die Demo richtete sich u.a. gegen staatliche Repression durch § 129-Verfahren, sozialen Kahlschlag und die Beteiligung deutscher Truppen an imperialistischen Kriegen.Eine Fotoseite
1. Mai, Madrid, Spanien
In Madrid gab es in diesem Jahr vier große 1.-Mai Demonstrationen. Olmo Calvo Rodríguez sandte uns Bilder von der Demonstration der CNT und AIT in der spanischen Hauptstadt. Eine Fotoseite
1. Mai, Istanbul, Türkei
Im Gegensatz zum Vorjahr riefen in diesem Jahr alle großen Gewerkschaftverbände, linke Parteien und Organisationen dazu auf, zum Taksim-Platz zu marschieren und dort gemeinsam gegen die "Sozialreformen" der AKP-Regierung zu demonstrieren und an das Blutbad von 1977 zu erinnern. Der Staatsterror hatte damals 36 Menschen das Leben gekostet und seither sind Demonstrationen auf dem Taksim verboten. Unter der Militärdiktatur wurde der 1. Mai ab 1980 als Feiertag aufgehoben. In diesem Jahr sollten bis zu 500.000 Menschen zusammenkommen und erstmals seit 31 Jahren den Taksim mit all seiner Symbolik wieder zum Ort des geeinten Widerstands machen und den 1. Mai als Kampftag zurückerobern. Eine Fotoseite
8. Mai, Berlin
Asma Nitzbon (15 Jahre) aus Dargun in Mecklenburg Vorpommern besuchte das Umbruch-Bildarchiv für drei Wochen während eines Schülerpraktikums - rechtzeitig zum Frühlingsanfang in Kreuzberg. Einige Eindrücke davon hat sie mit ihrer Kamera für Umbruch eingefangen. Eine Bilderseite
11. Mai, Berlin
101 Gruppen und 4.400 Akteuren aus 80 Nationen feierten am Pfingstwochenende den 13. Karneval der Kulturen in Kreuzberg. Rund 850.000 Zuschaueren begleiteten den Umzug zwischen Hermannplatz und Möckernbrücke. Eine Bilderseite
27. Mai, Berlin
Zum Start der Aktionstage für Freiräume vom 27.5.-1.6. in Berlin wurde am Dienstag um 18.00 Uhr ein früher von Ver.di als Zentrale genutzes Haus am Michael-Kirch-Platz 4-5 besetzt, leider nur für kurze Zeit. Bereits gegen 21.15 Uhr begann die 23te Einsatzbereitschaft mit der Räumung. 200 UnterstützerInnen wurden von der Strasse weggedrängt und 19 BesetzerInnen im Haus festgenommen. In der Nacht brannten in verschiedenen Bezirken mehrere Autos und Müllcontainer. Eine Bilderseite.
29. Mai, Berlin
Rund 200 Menschen beteiligten sich am Donnerstag den 29. Mai 2008 an einer demonstrativen und informativen Kiezradelei quer durch das kapitale Investoren(t)raumschiff Media Spree. Die Tour startete am Heinrichplatz in Kreuzberg und ging mit mehreren Zwischenstopps quer "durch ein Stadtgebiet voller versteckter und noch unentdeckter Freiräume, voller Freiräume, die erst noch erkämpft werden wollen." Eine Bilderseite
31. Mai, München
Weit über 2000 Menschen demonstrierten am 31.05.2008 in München ideenreich, lautstark und kämpferisch gegen die geplante Verschärfung des bayerischen Versammlungsrechtes. Mit diesem neuen Gesetz werden Versammlungen noch stärker polizeilicher Kontrolle und Schikane unterworfen und zugleich bisher rechtswidrige Praktiken der Polizei und Behörden gesetzlich verankert. Eine Bilderseite.
5. Juni, Saalfeld/Thüringen
Seit Wochen kämpfen Flüchtlinge des Asyllagers Katzhütte für die Schließung ihres abgelegenen und maroden Barackenlagers und für die Unterbringung in normalen Wohnungen in der Stadt. Das Landratsamt Saalfeld versucht die katastrophalen Bedingungen dort (u.a. von Schwarzschimmel befallene Zimmer, daumenbreite Risse in den Wänden, undichte Dächer) herunterzuspielen und geht repressiv gegen die engagierten Flüchtlinge vor. Katzhütte schließen! Der Kampf der Flüchtlinge in Thüringen gegen Schimmelpilze, "deutsch duschen" und für menschenwürdige Unterbringung. Eine Bilderseite.
6.. Juni, Berlin
In den frühen Morgenstunden des 6. Juni 2008 machten etwa 150 Menschen die Reichelt Filiale in der Berliner Straße 24 in Berlin-Wilmersdorf dicht. Das Bündnis aus Beschäftigten des Einzelhandels, solidarischen Kund_innen, Vertreter_innen der Gewerkschaft ver.di und linker Gruppen bestreikte und blockierte den Laden von 6:00 bis 12:00 Uhr. Ein voller Erfolg für die Streikenden, die sich seit 17 Monaten im Arbeitskampf gegen die Streichung von Lohnzuschlägen bei Spät-, Nacht- und Wochenendarbeit einsetzen. Fotobericht
9. Juni, Berlin
Erfreulich viele Menschen beteiligten sich am Mo, den 9. Juni 2008 an einer spontanen Solidaritäts-Demonstration durch Kreuzberg. Anlaß war ein brutaler homophober Überfall am Wochenende, bei dem mehrere Gäste eines Dragfestivals vor dem SO 36 verletzt worden waren. Eine Fotoseite
24. Juni, Berlin
Rund 2500 SchülerInnen demonstrierten heute mit Unterstützung einiger Eltern vom Halleschen Tor bis zum Abgeordnetenhaus von Berlin. Lautstark forderten sie vom Schulsenator Jürgen Zöllner den Stopp der Kürzungsmaßnahmen, die durch neue Organisationsrichtlinien ab Sommer 2008 in Kraft treten sollen. Geplant ist der Abbau von 69 Lehrerstellen in Friedrichshain-Kreuzberg, Kürzungen der Förderstunden für beeinträchtigte Kinder, eine Vergrößerung der Schulklassen und die Kürzung der Stunden für Deutsch als Zweitsprache. Eine Bilderseite.
28. Juni, Berlin
Transgenialer CSD 2008. Totgesagte leben länger... Trotz der Zersplitterung der linken, queeren Szene und dem beherzten Eingreifen der "23. Hundertschaft" der Berliner Polizei, haben sich wieder einige Verrückte zusammen gerauft, um dem Kuh'damm-CSD eine berechtigte, weil politische Alternative zu bieten. Die Gentrifizierung in den Kiezen gehört genau so wie die auch in den pseudo-queeren Bezirken immer noch aktuelle Diskriminierung von Minderheiten an den Pranger. Am 28. Juni 2008 startete der 11. transgeniale CSD mit einem bunten Umzug am Hermannplatz. Eine Bilderseite.
23. Juni, Berlin
Transgenialer CSD 2007. 10 Jahre für das Dagegensein. "Tragt die Wut mit uns auf die Straße. Lasst uns lieben, lachen, kämpfen für queere Solidarität auf dem Transgenialen CSD und überhaupt!" Eine Bilderseite.
1. Juli, Berlin 1988
Auf den Spuren des Kubat-Dreiecks: ein kurioses Dorf, das 1988 von mehreren hundert aufmüpfigen Westberliner Outlaws fünf Wochen lang besetzt war. Das ursprünglich und auch heute noch als Lenné-Dreieck bezeichnete Gebiet in Berlin lag nach dem Mauerbau zwar auf Westberliner Seite, gehörte aber eigentlich dem Staatsgebiet der DDR an. Am 1. Juli 1988, als die Polizei das Gelände räumte, flüchteten die BesetzerInnen des Kubat-Dreieck mit einem legendären Mauersprung von West nach Ost. Ein Fotorückblick.
5. Juli, Berlin
Vor 25 Jahren starb Cemal Kemal Altun. Er hielt den vernichtenden Prozeß um seinen Asylantrag nicht mehr aus und stürzte sich aus dem Verwaltungsgericht Berlin in den Tod. 10 Jahre später verlieren die meisten Flüchtlinge durch eine Grundgesetzänderung die Chance, überhaupt einen Asylantrag in Deutschland zu stellen. Zum 15. Jahrestag der faktischen Abschaffung des Grundrechts auf Asyl gab es am 5. Juli 2008 eine Demonstration mit rund 3.500 TeilnehmerInnen in Berlin (Bildbericht) und bei Umbruch einen Foto-Rückblick auf die Trauerfeier für Kemal Altun im September 1983
5. Juli, Stuttgart
Am 5. Juli fand in Stuttgart eine Demonstration mit über 400 TeilnehmerInnen gegen die §§129 statt. Aktueller Anlass für die von einem Bündnis linker Parteien, MigrantInnenorganisationen und Antirepressionsinitiativen organisierte Demonstration war der seit dem 17. März laufende Prozess gegen fünf vermeintliche Mitglieder der DHKP-C. Eine Bilderseite.
12. Juli, Berlin
Das Bürgerbegehren "Mediaspree versenken" war erfolgreich. Mit 19,1 Prozent beteiligten sich deutlich mehr als die nötigen 15 Prozent der 183 000 Wahlberechtigten an der gestrigen Abstimmung. 87% (knapp 30.000 Friedrichshainer und Kreuzberger_innen) stimmten für den Antrag der Initiative und damit gegen die Bebauungspläne am Spreeufer mit Glaspalästen, Luxus-Wohnungen und Büros. Bereits am Samstag zogen tausende mit einer Spreeparade im Kiez. Eine Bilderseite
17. Juli, Kathmandu, Nepal
Seit dem Aufstand in Tibet im März 2008 finden regelmässige Protestdemonstrationen der Exil-Tibeter in Kathmandu statt. Viele Tibeter sind seit der Verfolgungswelle von 1959 nach Nepal geflohen, um dort Schutz vor der Repression der Chinesen zu suchen. Sie leben in Flüchtlingslagern und werden von ausländischen Organisationen versorgt. Nepal selbst vertritt durch die Nähe zu China und wegen wirtschaftlicher Beziehungen mit Peking eine Politik der Intoleranz gegen die tibetischen Proteste. Die Exil-Tibeter in Nepal protestieren seit dem Frühjahr 2008 vor der Visaabteilung der chinesischen Botschaft in Kathmandu gegen das brutale Vorgehen der chinesischen Regierung in Tibet und für die Freilassung der inhaftierten Aktivisten. Eine Bilderseite.
27. Juli, Berlin
Die Oberbaumbrücke - seit den 90er Jahren treffen sich einmal im Jahr Friedrichshainer und Kreuzberger an der Grenze zwischen den beiden Bezirken, um sich mit faulem Obst & Gemüse, Mehl und Glibber und sonstigen Küchenabfällen zu bewerfen und mit Wasser zu bespritzen. Ein nicht allzu ernst gemeinter Kampf um den Sieg zwischen Ost und West. Eine Bilderseite.
16.-24. August, Hamburg
Die Blockade des Hamburger Flughafens am Freitag und eine Demonstration zum geplanten Kohlekraftwerk Moorburg am Samstag waren Höhepunkte des ersten Klima- und Anti-Rassismus-Camps 2008 in Hamburg, das am Sonntag zu Ende ging. Neben diesen Großaktionen gab es eine bewegte Woche mit vielen phantasievollen Aktionen, die die Idee eines gemeinsamen, übergreifenden Klima- und Antira-Camps auf den Punkt brachten, zum Beispiel die gelungene Supermarktaktion zu Beginn des Camps. Die Stadt Hamburg wurde vor allem aus zwei Gründen als Campstandort ausgewählt: wegen des Kohlekraftwerk-Neubaus in Moorburg und weil die Hamburger Ausländerbehörde europaweit führend ist bei der Organisation von Sammelabschiebungen. Fotoberichte von den Tagen im Camp.
6. September, Berlin
Mit Spaß, Kreativität, guter Laune und jeder Menge Ausdauer gingen am Sa, den 6.9. 2008 etwa 250 Menschen in Berlin Friedrichshain auf die Straße, um auf lustige Art und Weise ihrem Unmut über Stadtumstrukturierung, Sanierungswahn und Vertreibung Platz zu machen. Nach einem Jahr Pause riefen die Veranstalter endlich wieder zum legendären (fünften). Häuserrennen auf, das wegen ungeklärter Patentrechte diesmal zur Immobilienrally wurde. Eine Bilderseite
10. September, Berlin
Getreu dem Motto "Wir sind alle eingeladen!" zog am Mittwoch, den 10. September '08 eine bunt gemischte Demonstration mit rund 1.200 Menschen vom Kottbusser Tor zur Eröffnungsfeier der O2-World-Arena in Friedrichshain. "Abreißen, Abreißen"-Sprechchöre und Pfiffe vor der Arena, blockierte Zufahrtswege, eine geenterte Spreeradio-Bühne und andere Störungen brachten die Eröffnung der neuen O2-World gehörig durcheinander. Eine Bilderseite.
15. September, Berlin
In Berlin nahmen 10.000 Menschen an einer Demonstration gegen die Verlängerung des Afghanistaneinsatzes der Bundeswehr teil. Diese wurde von 170 Organisationen, Initiativen und Parteien organisiert. Obwohl die Mehrheit der Bevölkerung gegen die Verlängerung des Afghanistaneinsatzes der Bundeswehr ist, will die Bundesregierung sich über diese Meinung hinwegsetzen. Eine Bilderseite.
20. September, Stuttgart - Berlin
Am 20. September 2008 demonstrierten in Stuttgart und Berlin jeweils mehrere tausend Menschen gegen die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan. Im Oktober entscheidet der Bundestag über die weitere Beteiligung der Bundeswehr an der internationalen "Schutztruppe" ISAF, diesmal soll der Beschluss gleich für 14 statt wie bisher für 12 Monate gelten. Bericht und Fotos .
26. September, Berlin
Durch den Verkauf der Linienstrasse 206 an einen Investor hat die Bedrohung der BewohnerInnen und der sich im Haus befindlichen Projekte eine neue Dimension angenommen. Für insgesamt 40.000 Euro, so das Angebot des aktuellen Eigentümers, sollen sie ihren Freiraum aufgeben. In Berlin geht es zur Zeit einigen Projekten an den Kragen. Aus diesem Grund demonstrierten am 26. September etwa 500 Menschen für den Erhalt alternativer Kultur und Freiräume. - eine Bilderseite.
11. Oktober, Berlin
Mehrere zehntausend Menschen zogen am 11. Oktober 2008 in einem lauten und bunten Zug vom Berliner Alexanderplatz zum Brandenburger Tor, um ihrem Unmut über die zunehmende Überwachung sämtlicher Lebensbereiche durch Staat und Privatwirtschaft Ausdruck zu geben. Vorratsdatenspeicherung, Online-Durchsuchung, Einsatz der Bundeswehr im Inneren, Sicherheitsverwahrung, Verbot des kurdischen Fernsehsenders Roj TV: der deutsche Polizeistaat rüstet auf. Zu der Demo unter dem Motto "Freiheit statt Angst - Stoppt den Überwachungswahn“ hatte ein breites Bündnis von Organisationen aufgerufen. - eine Bilderseite.
13.-15. Oktober 1983, Mutlangen, Bremerhaven/Nordenham
Im Herbst 1983 gab es weder Internet noch endlose Globalisierungsdebatten und "G8" war noch "G7". Durch Europa verlief der "Eiserne Vorhang" und er schien für die Ewigkeit errichtet. Die Großmächte auf beiden Seiten rüsteten beispiellos auf. Pershing 2 und SS 20 waren atomar bestückte Raketensysteme, die im Kriegsfall der Menschheit und allem Leben auf der Erde ein Ende hätten setzen können. Mutlangen nahe Schäbisch Gemünd war der Stationierungsort für die US-amerikanischen Pershing 2 Raketen. Daher fand hier Anfang September 1983 eine dreitägige Demonstration der westdeutschen Friedensbewegung statt. Einen Monat später, vom 13.-15.10.1983 mobilisierte der radikalere Teil der Friedens- und Antikriegsbewegung nach Bremerhaven und Nordenham vor die dortigen US-Kasernen und zu den Hafenanlagen. ein Fotorückblick auf die Antikriegs- und Friedensbewegung 1983
2.-29. Oktober, München - Nicaragua
Nicaragua - eine Fotoausstellung. Freihandel trifft auf Sozialismus, Globalisierung auf lateinamerikanische Bündnisse, erstarkende soziale Bewegungen auf wankelmütige Regierungsbündnisse, Armut und Reichtum sind oft nur ein Stadtviertel voneinander entfernt... Nach den von Bürgerkrieg und internationaler Solidarität geprägten 1980er Jahren taucht Nicaragua zwar nur noch selten in den Schlagzeilen auf, die großen sozialen Konflikte und Widersprüchlichkeiten sind allerdings geblieben. Im Rahmen einer Solidaritätsbrigade waren Teresa Treiber und Sandra Eck letztes Jahr in Nicaragua. Eine Foto-Ausstellung, die vom 2.-29. Oktober in München zu sehen ist. Zur Fotoausstellung
29. Oktober, Rio de Janeiro, Brasilien 1968
Eine dreiteilige Fotoserie von Otto Göpfert über Rio de Janeiro aus dem Jahr 1968. Zur Fotoausstellung
31. Oktober, Deutschland
Politische Foto-Collagen von Wolf Wetzel. 26 Fotomontagen als Bildgalerie und als Videoanimation mit Musik.
2. November, Frankfurt am Main
Am 2. November 1981 wurde das erste Hüttendorf auf dem Gelände der geplanten Startbahn 18 West von der Polizei gewaltsam geräumt. Es war der Startschuß für die Startbahn - Bewegung und für einen jahrelangen Widerstand. Ein Rückblick auf die Bewegung gegen die Startbahn West.
7.-11. November, Gorleben
Massive Proteste haben den elften Castortransport aus dem französischen La Hague ins Zwischenlager Gorleben zum langwierigsten Transport in der Geschichte des Wendlands gemacht. Ein deutliches Zeichen gegen Laufzeitverlängerungen und für einen Atomausstieg, der diesen Namen wirklich verdient Eine Fotoseite.
22. November, Berlin
Zur Erinnerung an Silvio Meier, der 1992 von Neonazis getötet wurde, fand auch in diesem Jahr eine Demonstration statt. Unter dem Motto »Aus Trauer wird Wut, gegen Rechtsrock, Naziparteien und Autonome Nationalisten« zogen etwa 1.500 Menschen vom U-Bhf. Samariterstrasse in Friedrichshain in den Lichtenberger Weitlingkiez, einer seit langem als rechte Hochburg bekannten Gegend. Eine Fotoseite.
29. November, Berlin
HOPP HOPP HOPP – MIETEN STOPP! Rund 1.500 Menschen demonstrierten am 29. November in Kreuzberg und Nordneukölln gegen hohe Mieten, Verdrängung, Stadtumstruktuierung, Vertreibung alternativer Projekte und gegen MediaSpree. Eine Fotoseite.
8. Dezember, Landgericht Dessau
Die beiden angeklagten Polizisten im Prozeß um den Tod Oury Jallohs werden freigesprochen . In seiner Urteilsbegründung räumt der Vorsitzende Richter Steinhoff ein, daß die Verhandlung "trotz aller Bemühungen schlicht und ergreifend gescheitert" sei. Während des letzten Prozeßtages demonstrieren etwa 150 Menschen durch Dessau und zur Polizeiwache. Eine Fotoseite.
10. Dezember, Berlin, Pariser Platz, Brandenburger Tor
Kurdisch-syrische Organisationen und Flüchtlingsräte demonstrierten in Berlin gegen eine Zusammenarbeit Deutschlands mit dem Folterregime in Syrien. Bis zu 7.000 syrischen Flüchtlingen droht die Abschiebung. Der Grund: Am 14. Juli 2008 unterzeichneten der deutsche und der syrische ein bilaterales Rückübernahmeabkommen. Eine Fotoseite.
12. Dezember, Berlin
Mit der schnellsten Demonstration seit langem demonstrierten am Abend des 12.12.08 mehr als 1.000 Menschen in Kreuzberg für die Einstellung aller in der Bundesrepublik laufenden § 129(a)-Strafverfahren. Die Demo war Auftakt eines für den nächsten Tag geplanten dezentralen Aktionstages aus Solidarität mit Axel, Florian und Oliver. Gegen die drei Aktivisten aus der radikalen Linken findet zur Zeit vor dem Kammergericht Berlin ein Prozess wegen angeblicher Mitgliedschaft in der militanten gruppe (mg) und wg. versuchter Brandstiftung von Bundeswehrfahrzeugen statt. Eine Fotoseite.
13. Dezember, Berlin
"Free Mumia"-Aktionswoche. Mumia Abu-Jamal, der bekannteste politische Gefangene in den USA, sitzt seit 1981 im Knast. Am 13.12 fand im Rahmen einer weltweiten Aktionswoche auch in Berlin eine Demo für seine Freilassung und für die Abschaffung der Todesstrafe statt.. Eine Fotoseite.
13. Dezember, Berlin
"Free Mumia"-Aktionswoche. Mumia Abu-Jamal, der bekannteste politische Gefangene in den USA, sitzt seit 1981 im Knast. Am 13.12 fand im Rahmen einer weltweiten Aktionswoche auch in Berlin eine Demo für seine Freilassung und für die Abschaffung der Todesstrafe statt.Eine Fotoseite.

2009

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7. Januar, Berlin
Zu einer Kundgebung gegen Israels Militäroffensive im Gazastreifen demonstrierten rund 100 Menschen vor dem Außenministerium in Berlin. Eine Bilderseite
7. Januar, Dessau
Einen Monat nach dem fragwürdigen Freispruch zweier Polizisten im Todesfall Oury Jalloh erinnerten rund 200 Menschen in Dessau erneut daran, das die Todesumstände des damals 21jährigen Flüchtlings aus Sierra Leone nach wie vor ungeklärt sind. Mit einer Demonstration zur Polizeiwache gedachten sie Oury Jalloh, Laye Konde und anderer Opfer rassistischer Polizeigewalt und forderten die Einsetzung einer unabhängigen Kommission. Eine Bilderseite.
10. Januar, Berlin
Hunderttausende Menschen protestierten am 10. Januar 2009 in zahlreichen europäischen Ländern und im Nahen Osten gegen die israelische Militäroffensive im Gazastreifen. Auch in Berlin fand eine Demonstration mit rund 8500 TeilnehmerInnen statt. Eine Bilderseite.
11. Januar, Berlin
Gedenken an die vor 90 Jahren ermordeten Gründer der kommunistischen Partei in Deutschland, Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Rund 8000 Menschen beteiligten sich an der traditionellen Demonstration zum Friedhof in Berlin-Lichterfelde. Eine Bilderseite.
25. Januar, Berlin
Frauendemonstration in Berlin Kreuzberg für die Einhaltung der Menschenrechte im Gazastreifen. Eine Bilderseite.
30. Januar, Bolivien, Bilder von 1968
Eine zweiteilige Fotoserie von Otto Göpfert über La Paz, Bolivien, aus dem Jahr 1968 als Diashow und als Videoanimation
4. Februar, Berlin
1.500 Menschen demonstrierten gegen die jährliche Wintertagung des Deutschen Atomforums in Berlin. Die AtomkraftgegnerInnen zogen von der Hauptstadtzentrale des Energieversorgers Vattenfall vor das Tagungshotel "Maritim" und umschlossen mit beleuchteten Riesen-Ballons, Transparenten und einer Menschenkette das Tagungsgebäude. Eine Bilderseite.
7. Februar, München
"Sie reden von 'Sicherheit', doch ihre Politik bedeutet Krieg, Folter und Militarisierung: Auch im 60. Jahr des Bestehens der Nato treffen sich in München wie jedes Jahr hochrangige MilitärstrategInnen und RegierungsvertreterInnen der EU- und NATO-Staaten mit RüstungslobbyistInnen zur sogenannten "Sicherheitskonferenz". Eine Bilderseite über die Demonstration des Aktionsbündnis: Kein Frieden mit der NATO - Kriegspolitik!.
10. Februar, Berlin
Demo gegen den 12. Europäischen Polizeikongreß. An dem zweitägigen Kongress nahmen 1700 Führungskräfte europäischer Polizei- und Sicherheitsbehörden teil. Es ist die europaweit größte Fachkonferenz zur Inneren Sicherheit. Eine Bilderseite.
23. Februar, Berlin
Demonstration gegen die drohende Abschiebung von 7000 zumeist syrisch - kurdischen Bewohnern Deutschlands nach Syrien. Hintergrund für die Proteste ist das kürzlich abgeschlossene deutsch-syrische Rückübernahmeabkommen, das von Menschenrechtsorganisationen scharf verurteilt wird. Eine Bilderseite.
7. März, Berlin
"Kein Thor Steinar Laden in Friedrichshain oder anderswo". Unter diesem Motto demonstrierten am 07. März 1500 Menschen gegen den gerade eröffneten Thor Steinar Laden „Tromsø“ in der Petersburger Straße 94. Eine Bilderseite.
12. März, Berlin
Seit dem 23. Februar befinden sich zehn syrische Flüchtlinge vor dem Berliner Innenministerium im Hungerstreik. Unter freiem Himmel protestieren sie gegen Abschiebepläne der Bundesregierung. Eine Bilderseite.
14. März, Berlin
„UNITED WE STAY“ - Unter diesem Motto demonstrierten am 14. März Tausende in Berlin für den Erhalt linker Freiräume und gegen eine neoliberale Stadtumstrukturierung. Veranstaltet wurde das Freiraumwochenende von der autonomen „Wir bleiben Alle"-Kampagne und einem Bündnis aus 16 Wohn- und Kulturprojekten. Eine Bilderseite.
26. März, Erfurt
Vor einem Jahr begannen sich Flüchtlinge in Thüringen gegen ihre desolate und isolierte Unterbringung im Flüchtlingslager Katzhütte zu wehren. Anläßlich des Jahrestages der Proteste trafen sie sich vom 26. bis zum 28. März mit "The Voice Refugee Forum Jena" und anderen Flüchtlingen in Erfurt, um ihre Forderung zu unterstreichen: "Wir kämpfen für die Schließung von Katzhütte und aller Isolationslager in Thüringen!". Eine Bilderseite.
28. März, Berlin, 12 Uhr, Rotes Rathaus - Frankfurt, 12 Uhr, Hauptbahnhof & Bockenheimer Warte
"Kein Friede mit dem Kapitalismus!", "24 h Generalstreik!" und "Kapitalismus abwracken!" Es sind deutlich antikapitalistisch geprägte Parolen, mit denen am 28. März Zehntausende in Berlin, Frankfurt und anderen europäischen Großstädten auf die Straße gingen. Anlaß war u.a. der G20-Gipfel, zu dem sich die Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten am 2. April 2009 in London trafen. Eine Bilderseite über die Berliner Demonstration.
2. April, 15.00 Uhr Ausländerbehörde Burg bei Magdeburg
Nico lebt seit 2007 in einer "eingetragenen Lebenspartnerschaft" mit seiner transsexuellen Partnerin Daniela. Seit zwei Jahren wird ihm von der Ausländerbehörde Burg ein Aufenthalttitel und der Umzug zu Daniela nach Berlin verweigert. Mit einer Polonaise durch die Ausländerbehörde demonstrierten am 2. April 80 Menschen in Burg gegen die rassistische, homo- und transphobe Politik der Behörde und einzelner Angestellter. Eine Bilderseite.
3.-4. April, Baden-Baden, Strasbourg
Mit einem "Doppelgipfel" in Kehl und Strasbourg feierte die Nato Anfang April 2009 auf der deutschen und französischen Seite des Rheins ihr 60. Jubiläum. Die Anti-Kriegsbewegung mobilisierte europaweit gegen den NATO-Gipfel und stieß auf einen Ausnahmezustand: weitflächige Abschirmungen und No Go-Areas, Ein- und Ausreisebeschränkungen und -verbote. Bilderseiten vom 3. April und 4. April.
8. April, Berlin
Am 8. April 2009 demonstrierten rund 300 Tamilen vor dem Auswärtigen Amt in Berlin. Sie appellierten an das Deutsche Außenministerium, an die UN und internationale Hilfsorganisationen, sofortige Maßnahmen gegen den Genozid an den Tamilen in Sri Lanka zu ergreifen. Eine Bilderseite.
17. April, Aktionstag "La Via Campesina
Dieses Jahr richteten sich die Proteste vor allem gegen Tierfabriken. In Alt-Tellin in Mecklenburg-Vorpommern besetzten 100 AktivistInnen symbolisch ein Gelände, auf dem die größte Ferkelzuchtanlage Europas entstehen soll. Eine enorme Schweinezuchtanlage mit 6 Hektar überdachter Fläche, in der pro Jahr 250 000 Ferkel von über 10 000 Muttersäuen „produziert“ werden. Fotogalerie Alt-Tellin. Bei Erichem in der holländischen Provinz Gelderland legten 40 AktivistInnen einen Gemüsegarten auf dem Stück Land an, auf dem Straathof seine bereits bestehende Schweinemastanlage erweitern will. Fotos von Erichem
24. April, Berlin
Ein Brandanschlag auf die Botschaft von Sri Lanka am Donnerstag in Berlin, Eierwürfe und Sitzblockaden vor der Chinesischen Botschaft am Freitag – zeitgleich demonstrierten annähernd dreitausend Tamilen nachmittags auf den Straßen Berlins und forderten die Deutsche Bundesregierung auf, sich für eine schnelle Beendigung des drohenden Massakers an der tamilischen Zivilbevölkerung einzusetzen. Sri Lanka - Krieg ohne Zeugen - Ein Fotobericht
1. Mai, Berlin
Einigen Wirbel verursachte die revolutionäre 1. Mai-Demo in diesem Jahr durch ihr offensives Vorgehen und die anschließenden Auseinandersetzungen, die sich bis in die Nacht hineinzogen. Ein Fotobericht
16. Mai, Berlin
"Wenn es nicht mindestens 50.000 Teilnehmer werden, dann wäre das ein Fiasko". So fasste unser Fotografenkollege Jochen Gester die interne Diskussion im DGB im Vorfeld der Großdemonstration am 16. Mai zusammen. Mit den 80.000, die kamen, schlitterte der DGB noch mal am Misserfolg vorbei. Ein Fotobericht
18. Mai, Berlin
Das deutsche Schiff Cap Anamur rettete im Juni 2004 37 Menschen aus Seenot. Dafür stehen Kapitän Stefan Schmidt und Elias Bierdel in Italien vor Gericht. Ihnen droht 4 Jahre Haft und 400.000 Euro Geldstrafe. Im Juni 2009 könnte das Urteil fallen. Auf einer Kundgebung am 18. Mai vor der italienischen Botschaft in Berlin riefen antirassistische und Menschenrechtsgruppen zur Solidarität mit den Lebensrettern der Cap Anamur auf und forderten den sofortigen Freispruch für die Angeklagten im Cap-Anamur-Prozess. Ein Fotobericht
23. Mai, Berlin
Anläßlich des 60. Jahrestages des Grundgesetzes demonstrierten 2000 TeilnehmerInnen vom Rosa-Luxemburg-Platz Richtung Prenzlauer Berg. Zu der antinationalen Parade unter dem Motto «Etwas Besseres als die Nation - Gegen die Herrschaft der falschen Freiheit» hatte bundesweit ein Bündnis aus rund 30 linken Gruppen aufgerufen. Ein Fotobericht
30. Mai, Erfurt
Felix Otto aus Kamerun soll acht Monate absitzen, weil er den ihm zugewiesenen Landkreis verlassen hat. Flüchtlinge aus Thüringen und Sachsen-Anhalt organisierten in Zusammenarbeit mit "The Voice" am 30. Mai ein öffentliches Speak Out in der Erfurter Innenstadt. Ein Fotobericht
31. Mai, Berlin
Glück mit dem Wetter hatte der Karneval der Kulturen, den am letzten Mai-Wochenende wieder Hunderttausende in Berlin feierten. Zwar schüttete es wie aus Gießkannen – jedoch erst am Abend und nicht wenige tanzten einfach in den Pfützen weiter. Bei der großen Straßenparade am Pfingstsonntag zogen 72 Wagen und 98 Gruppen durch Kreuzberg und Neukölln. Parallel gab es rund um das Hallesche Tor ein dreitägiges Fest mit mehreren Musikbühnen und Session im Park. Ein Fotobericht
8. Juni, 17.30 Uhr, Flughafen Schönefeld
Am 8. Juni 2009 wurden 104 Menschen von Berlin-Schönefeld nach Hanoi abgeschoben, organisiert von der Bundespolizei und finanziert durch die europäische Grenzsicherungs-Agentur Frontex und Berlin. 200 Menschen protestierten am Flughafen Schönefeld gegen die Abschiebung, konnten den Abflug aber nicht verhindern. Ein Video
12.-14 Juni, Berlin
Immer im Juni findet seit sechs Jahren das Straßentheater Festival "Berlin lacht!" auf dem Mariannenplatz in Kreuzberg statt. Ein einfallsreiches und witziges Spektakel, umsonst und draußen und mit vielen Straßenkünstlern aus aller Welt. Ein Fotobericht
15. Juni, Berlin
Anläßlich des mutmaßlichen Wahlbetrugs im Iran gibt es Proteste jetzt auch in Berlin und anderen deutschen Städten. Am 15. Juni versammelten sich 1100 Exil-Iraner am Adenauer Platz zu einer Demonstration gegen das Regime von Ahmadinedschad. Aufgerufen hatte unter anderen die iranische Studentengemeinde von Berlin. Die Demonstration richtete sich gegen Wahlbetrug, Medienzensur und Gewalt gegenüber der Opposition. Ein Fotobericht
17. Juni, Berlin
Mehr als 200 000 Schüler und Studenten haben heute in 70 Städten für bessere Bildungsbedingungen protestiert. Allein in Berlin beteiligten sich rund 20.000 Menschen an der Demonstration, die am Roten Rathaus startete. Ein Fotobericht
20. Juni, Berlin
"Have you ever squated an Airport?" Mehr als 5.000 Menschen belagerten am 20.6. den Zaun des Ex-Flughafen Tempelhof und versuchten diesen abzubauen oder zu überwinden. Ein Fotobericht
21. Juni, Berlin
Mit Schweigeminuten an mehreren Plätzen Berlins gedachten während eines Protestmarsches am 21. Juni dreitausend Demonstranten den Opfern der gewalttätigen Auseinandersetzungen im Iran. Ein Fotobericht
11. Juli, Berlin
Am 31.12.2008 wurde Dennis J. in Schönfließ von einem Berliner Zivilfahnder erschossen. Gegen den Schützen wurde zwar Haftbefehl erlassen, er ist aber gegen Auflagen frei. Justiz und Polizei versuchen die Aufklärung der Tat zu verhindern. Zum Gedenken an Dennis J. gab es am Samstag, den 11. Juli eine Demonstration vom Hermannplatz zum Kottbusser Tor: Ein Fotobericht
11. Juli, Berlin
Am Sa., den 11. Juli zogen mehrere tausend Menschen tanzend und feiernd durch Friedrichshain, Kreuzberg und Mitte, um für den Erhalt der Club- und Kiezkultur in der Innenstadt zu demonstrieren. Unter dem Motto "Berlin frisst ihre Kinder" forderten sie, die bedrohten Clubs und Kulturprojekte entlang der Spree zu retten und "Freiräume" zu erhalten. Ein Fotobericht
16. Juli, Berlin
Zwei Autonome waren am 16. Juli '09 in Berlin als Zeuge in Ermittlungsverfahren in Frankreich geladen. Anlaß waren Hakenkrallenanschläge anläßlich des Castors-Transports im Herbst letzten Jahres. Ein Fotobericht über eine Solikundgebung am Brandenburger Tor.
20. Juli, Berlin
Am 20. Juli trat die Bundeswehr zu einem Gelöbnis vor dem Reichstagsgebäude an. Die Rekruten und handverlesenen Gäste des Gelöbnisses versammelten sich im Bendlerblock und fuhren anschließend von dort aus mit Bussen zum Reichstagsgebäude. Trotz "Allgemeinverfügung", Demoverbot und massiven Auflagen kam es zu Protestaktionen, die auch vor dem Reichstagsgebäude zu hören waren. Ein Fotobericht
30. Juli, Möhlau
Am 30.7.09 forderten rund 150 Menschen die Schließung des Lagers Möhlau in Sachsen-Anhalt und das Ende der rassistischen Behandlung der dort lebenden Flüchtlinge. Ein Fotobericht
3. August, Berlin
10 KünstlerInnen aus Deutschland, Kolumbien und Venezuela arbeiteten einen Monat lang zusammen und schufen das mit 600qm wohl größte Wandbild in Berlin. Initiert wurde die Aktion von dem Verein Interbrigadas, der im Rahmen des Projektes "Aufstand der Farben" vier Graffitisprüher aus Kolumbien und Venezuela nach Deutschland einlud. Ein Fotobericht
29. August, Berlin
Im als links-alternativ bekannten Stadtteil Friedrichshain versuchen sich zunehmend Nazi-Modeläden festzusetzen, insbesondere "Tromsø" in der Petersburger Straße, "Doorbreaker" sowie "Jeton" in der Frankfurter Allee und "Horrido" in Alt-Friedrichsfelde, Lichtenberg. Dagegen mobilisierten antifaschistische Gruppen aus Lichtenberg und Friedrichshain mit einer Demo am 29. August zu der rund 800 Menschen kamen. Ein Fotobericht
5. September, Berlin
50.000 Menschen kamen am Sa, den 5.9. zur größten Anti-Atomkraft-Demonstration seit Jahren nach Berlin. Die kilometerlange Demo, die von Treckern der Bäuerlichen Notgemeinschaft angeführt wurde, startete um 13 Uhr am Hauptbahnhof und endete am Brandenburger Tor. Bereits seit einer Woche war ein Konvoi mit zum Schluss über 350 Traktoren aus dem Wendland unterwegs, 30 Jahre nach dem legendären Hannover-Treck im Jahr 1979. Ein Fotobericht
12. September, Berlin
An einer bundesweiten Demonstration unter dem Motto: "Freiheit statt Angst - Stoppt den Überwachungswahn!" beteiligten sich am Sa, den 12. September über 20.000 Menschen. Ein Fotobericht
20. September, Neutrebbin
Vattenfall will in Neutrebbin im Oderbruch klimaschädliches Kohlendioxid in 1600 Metern Tiefe einlagern und dafür mögliche Lager erkunden. Am 20. September trafen sich in Neutrebbin die Bürgerinitiative gegen CO 2 -Verpressung und das Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft. Eine vorsichtige Annäherung recht unterschiedlicher AktivistInnen mit anschließendem Umzug zum inzwischen abgeernteten Versuchsfeld des Gentechnikkonzerns Pioneer. Ein Fotobericht
26. September, 14 Uhr, Berlin-Köpenick
Einen Tag vor den Bundestagswahlen veranstaltete ein Bündnis antifaschistischer Gruppen „Zusammen gegen die NPD“ und die Berliner VVN-BdA ein Konzert und eine Kundgebung auf dem Mandrellaplatz, nahe der NPD-Bundeszentrale. Ein Fotobericht
30. September, Kamerun
Im letzten Jahr hatten schwere Unruhen und brutale Polizei- und Militärgewalt in Kamerun mehr als hundert Tote gefordert, mehr als 1000 Menschen wurden in Schnellverfahren verurteilt und sitzen seitdem im Knast. Die Proteste entstanden infolge der Erhöhung der Lebensmittel- und Benzinpreise im Zuge der weltweiten Krise. Sie weiteten sich schnell zu einer landesweiten Revolte aus. Teresa Treiber war zeitnah in Kamerun. Ein Fotobericht
1. Oktober, Berlin
Mit einer Installation aus Rettungsringen, Schlauchbooten und ca. 50 Ortschildern demonstrierten Menschen aus verschiedenen Bundesländern einen Tag vor dem offiziellen "Tag des Flüchtlings" für die Aufnahme von Flüchtlingen durch die BRD. Ein Fotobericht
2.-4. Oktober, Berlin
Zum Tag des Flüchtlings am 2. Oktober '09 demonstrierten antirassistische und Menschenrechts-AktivistInnen drei Tage lang am Potsdamer Platz gegen geplante Massenabschiebungen von Roma. Anlass ist die Absicht der Länder-Innenminister, bisher wegen unsicherer Sicherheitslage geduldete Romafamilien nun auch in den Kosovo abzuschieben. Ein Fotobericht
17.-20. Oktober, Berlin
Am Sonntag, den 18. Oktober beteiligten sich rund 300 Menschen an einem Straßenfest vor dem Erstaufnahmeheim für Flüchtlinge in der Motardstraße in Spandau. Das Fest war Teil antirassistischer Aktionstage, die vom 17.-20. Oktober in Berlin stattfanden. Ein Fotobericht
21.-25. Oktober, Berlin
Seit 20 Jahren gibt es den Wagenplatz Schwarzer Kanal in Berlin-Mitte. Schon lange ist er räumungsbedroht durch Klagen von benachbarten Investoren, die in dem Projekt eine Wertminderung ihrer Immobilie sehen. Jetzt will der Besitzer des Geländes "Hochtief" einen weiteren Bürokomplex bauen und hat den Mietvertrag zum 31.12.2009 gekündigt. Auf diese Kampfansage haben die BewohnerInnen des Platzes und zahlreiche Unterstützer mit Aktionstagen und einer Demonstration reagiert. Ein Fotobericht
31. Oktober, Berlin
Der ehemalige Flughafen Tempelhof ist seit einem Jahr geschlossen und die Öffentlichkeit weiterhin ausgeschlossen. Für die sofortige Öffnung - ohne Zaun und ohne Wachschutz - demonstrierten am 31.10.09 rund 500 Menschen durch Neukölln und am Gelände. Ein Fotobericht
9. November, Jahrestag 20 Jahre Mauerfall
Der Fall der Berliner Mauer begann am 9. November vor 20 Jahren im Norden von Berlin am Grenzübergang Bornholmer Strasse (Bösebrücke). Gegen 23.30 Uhr wurden dort die Kontrollen eingestellt. UMBRUCH-Fotograf Wolfgang Sünderhauf war von Anfang an vor Ort und dokumentierte das Geschehen dieser Nacht auf über 200 Bildern. Eine Auswahl seiner Fotos und eine Diashow mit 68 Bild-Impressionen rund um die Mauer aus Umbruch-Sicht (1980 bis 2006) seht ihr hier
11. November, 11,11 Uhr, Berlin
Am 11.11.2009, um 11:11 Uhr fand der erste Berliner Karneval der Galerien statt. Die Idee zu dieser Demonstration entstand vor dem Hintergrund der Gentrifizierung als "Auszug der Kunst aus Altmitte". Künstler helfen die Stadt farbig zu gestalten und können sich die teuer gewordenen Läden am Ende selber nicht mehr leisten. Ein Fotobericht
14. November, Wittenberg
Sie leben abgeschottet von der Gesellschaft in Sammellagern an Stadträndern und in menschenleeren Gebieten. Flüchtlinge in Deutschland werden nicht integriert, sondern ausgeschlossen. Gegen diese Politik und konkret für die Schließung des Flüchtlingslagers Möhlau demonstrierte ein Bündnis aus sechzehn Initiativen in der Lutherstadt Wittenberg. Ein Fotobericht
17. November, Berlin und bundesweit
Am 17. November 2009 startete um 11.00 Uhr vor dem Roten Rathaus die berlinweite Bildungsstreik-Demonstration, an der tausende SchülerInnen, Auszubildende und StudentInnen teilnahmen. In ganz Deutschland, Frankreich, Österreich, Italien und der Schweiz fanden parallel dazu Demonstrationen und Protestaktionen statt. Ein Fotobericht
21. November, Berlin
3000 Menschen kamen zur diesjährigen Gedenkdemo für Silvio Meier. Silvio lebte als Hausbesetzer in Friedrichshain und wurde 1992 von Neonazis erstochen. Seitdem findet in Friedrichshain jedes Jahr eine antifaschistische Demonstration zur Erinnerung an ihn statt. Ein Fotobericht
24. November, Berlin
Am Dienstag, den 24.11., räumte die Polizei mit einem Großaufgebot von 600 Einsatzkräften das besetzte Haus in der Brunnenstraße 183 in Berlin. Als Reaktion auf die Räumung versammelten sich Hunderte Sympatisanten am Rosenthaler Platz, am 25.11 und 26.11 gab es Demos in Kreuzberg, Prenzlauer Berg und Mitte. Fotoberichte
9. Dezember, Berlin
"Free Mumia!" Fahrraddemo zur US-Botschaft. Am 28. Jahrestag seines Haftantritts fanden in vielen Städten Demos und Kundgebungen statt, um auf seine nach wie vor gefährdete Situation aufmerksam zu machen. In Berlin gab es eine Fahrradrallye und eine Kundgebung vor der neuen US-Botschaft am Brandenburger Tor. einige Fotos
11. Dezember, Pagani, Lesvos - Griechenland
Im Sommer machte die griechische Insel Lesvos international Schlagzeilen. Flüchtlingen gelang es mit Unterstützung von aussen, ein selbstgedrehtes Video aus dem zentralen Aufnahmelager zu schmuggeln und auf Youtube zu veröffentlichen. Das erregte weltweit großes Aufsehen. Zur gleichen Zeit fand in Mitilini das NoborderCamp09 statt, um auf die Grenzsituation in der Ägais aufmerksam zu machen. Ein Fotorückblick auf das Lager Pagani und das NoborderCamp09
7.-18. Dezember, Kopenhagen
Parallel zum EU-Gipfel trafen sich In Kopenhagen 100.000 Klimaaktivist_innen aus aller Welt. Jeden Tag gab es kleine und große Aktionen und Demonstrationen, in der ganzen Stadt verteilt eine soziale Infrastruktur mit Volksküchen, Schlafplätzen, Vernetzungstreffen, Bildungsveranstaltungen und Unterhaltung. Während sich der Klimagipfel im Laufe der Woche als extrem schlecht vorbereitet erwies, waren die Proteste gut organisiert Fotoberichte
19. Dezember, Berlin
"We are all Majid Tavakoli. "Zum Flash Mob auf dem Berliner Kudamm rief am 19. Dezember die Organisation united4iran auf. Vor allem Männer sollten in Frauenkleidern erscheinen, unterstützende Frauen mit Bart und im Männeroutfit waren trotzdem erwünscht. In mehreren Städten Deutschlands reagierten Unterstützer mit dieser öffentlichen Verkleidungsaktion auf das Vorgehen der iranischen Behörden gegen den Studenten Majid Tavakoli. Der wurde am vergangenen Montag nach einer Rede an der Amir-Kabir-Universität in Teheran verhaftet. Eine Fotoseite
19. Dezember, Berlin
Am 19. Dezember demonstrierten in Berlin MitschülerInnen, Eltern, LehrerInnen und FreundInnen für Yunus und Rigo, die seit dem 1. Mai 2009 in Untersuchungshaft saßen. Sie sollen nach der 1. Mai Demonstration 2009 in Kreuzberg einen Molotow-Cocktail in Richtung Polizei geworfen haben, ein Vorwurf ohne Beweise. Mittlerweile sind die beiden freigelassen worden. Eine Fotoseite

2010

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15. Januar/Dezember 2009 | Handel-Macht-Klima-Karawane von Genf nach Kopenhagen
Anfang Dezember 2009 trafen sich in Genf die Mitgliedstaaten der Welthandelsorganisation, wenige Tage später fand in Kopenhagen der UN-Klimagipfel statt. 60 Aktivist_innen aus dem globalen Süden nutzten die Woche dazwischen, um in einer Karawane durch Europa zu reisen. Eine Bilderseite über die Klimakarawane 2009
30. Januar | Berlin | 12.00 Uhr Markthalle
Seit Jahren dümpelt die Eisenbahnmarkthalle in Kreuzberg vor sich hin. Jetzt soll sie verkauft werden, möglicherweise an einen Discounter. Eine Initiative von AnwohnerInnen will die Halle stattdessen neu beleben. Am 30. Januar 2010 versammelten sich Hunderte dort zu einer spontanen Info-Kundgebung. Eine Bilderseite
1. Februar | Berlin | 20.00 Uhr | Schnarup-Thumby, Soliparty zum Baskenland
In Frankreich und Spanien gibt es über 700 politische Gefangene, die der ETA oder ihrem Umfeld angehören sollen. Angehörige und Freunde demonstrierten schon oft dafür, das auch den Gefangenen gegenüber die Menschenrechte garantiert werden. Die Haftbedingungen sind schon oft verschärft und Besuche der Gefangenen erschwert worden. Mittlerweile wird selbst das öffentliche Zeigen von Gesichtern Inhaftierter bestraft. Siehe Fotobericht
11. Februar | Berlin | 16.00 Uhr | vor der spanischen Botschaft
Im Rahmen einer Woche der internationalen Solidarität mit dem Baskenland gab es am 11. Februar 2010 auch in Berlin eine Kundgebung vor der spanischen Botschaft. Die Teilnehmer_innen protestierten gegen die verschärften Haftbedingungen der rund 750 baskischen politischen Gefangenen und gegen die Folterpraxis Spaniens. Fotobericht
18. Februar, Seedorf
Am 18. Februar 2010 wurden in der Seedorfer Fallschirmjägerkaserne bei Zeven 1100 Bundeswehr Soldaten in einer aufwändigen Zeremonie mit Musikdarbietungen der Militärkapelle, Vorträgen und Waffenbesichtigungen zu ihrem Einsatz in Afghanistan verabschiedet. Eine Bilderseite
8. März | Berlin | Pankow-Frauenknast
Am 8. März gab es dieses Jahr in Berlin eine Frauen-Lesben-Transgender-Demo zum Frauenknast in Pankow, um den Frauen, Lesben, Transgendern drinnen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind. Eine Bilderseite
15. März, Berlin | Erinnerung an Michael Kipp
Am 17.9.2009 starb Michael Kipp mit 60 Jahren recht einsam an Lungen-Krebs und wurde auf dem Magdalenen-Friedhof beerdigt. Während der 80er Jahre wurde Michael Kipp vor allem durch seine Bild-Dokumentationen der Hausbesetzer_Innenbewegung bekannt. In einem Bildband, den wir in den Beständen entdeckten, hat Michael Kipp einige seiner bekanntesten Bilder selbst ausgewählt und mit erläuterndem Text versehen. Eine Bilderseite
16. März | Berlin | SO36 bleibt!
Eine Soli-Foto- und Videodoku von Salome Duch und Vivien Klingel über das SO36 in Kreuzberg
17. April | 14.00 Uhr Bethaniengärten (Berlin-Kreuzberg)
Am 17. April, dem von La Via Campesina ausgerufenen weltweiten Aktionstag für Ernährungssouveränität und bäuerliche Rechte, feierten auch in Berlin-Kreuzberg 300 Menschen im Gemeinschaftsgarten von “Ton-Steine-Gärten”. Eine Bilderseite
17. April | 15.00 Uhr Heinrichplatz (Berlin-Kreuzberg)
Deutlich mehr Menschen als erwartet kamen am Samstag, den 17. April zu einer Kundgebung am Heinrichplatz unter dem Motto: "Umsonstladen statt Yuppie-Bar - jetzt erst recht! Steigende Mieten stoppen, Polizeigewalt entgegentreten!". Hintergrund war die durch massive Polizeigewalt beendete Eröffnung eines Umsonstladens in den Räumen des ehemaligen Cafe Jenseits. Eine Bilderseite
30. Januar | Berlin | 12.00 Uhr Markthalle
Seit Jahren dümpelt die Eisenbahnmarkthalle in Kreuzberg vor sich hin. Jetzt soll sie verkauft werden, möglicherweise an einen Discounter. Eine Initiative von AnwohnerInnen will die Halle stattdessen neu beleben. Am 30. Januar 2010 versammelten sich Hunderte dort zu einer spontanen Info-Kundgebung. Eine Bilderseite
18. April | Konzentrationslager Ravensbrück
Am 18. April 2010 wurde der Opfer des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück gedacht. Anlass war der 65. Jahrestag der Befreiung durch die Rote Armee. Etwa 1500 Gäste, darunter mehrere hundert Überlebende aus vielen verschiedenen Ländern wie Ukraine, Slowenien, Israel, nahmen an der Gedenkfeier teil. Eine Bilderseite
22. April | Berlin
Am 22.04.2010 protestierten 25 FLT's vor der Julius Leber Kaserne in Berlin gegen den Girls'Day bei der Bundeswehr. Eine Bilderseite
1. Mai | Berlin
Gerade mal 600m schafften die schätzungsweise 600 Neonazis von ihrer am 1. Mai 2010 in Berlin geplanten Demoroute. Die Zeichnen standen von Anfang an nicht gut für einen erfolgreichen Naziaufmarsch durch Berlins Mitte. Bilder der Blockade der Nazi-Demo an der Bösebrücke und von der revolutionären 1. Mai Demo 2010 in Berlin Eine Bilderseite
8. Mai | Berlin
Am 8. Mai 2010 wurde das Tempelhofer Feld unter dem schönen Motto “Bewegungsfreiheit” durch den Berliner Senat eröffnet. Eine Bilderseite
18. Mai | Berlin
Seit Wochen spitzt sich in Thailand der Konflikt zwischen Regimegegner_innen und dem Militär zu. Rund 100 Demonstranten sind in dieser Auseinandersetzung bereits getötet worden, über 1000 Menschen wurden verletzt. Am Dienstag, den 18. Mai 2010 fand deshalb vor der thailändischen Botschaft in Berlin eine Kundgebung statt, unter dem Motto: Sofortiger Rückzug des Militärs - Solidarität mit den Rothemden. Eine Bilderseite
25. Mai, Nepal
Bis heute bleibt Nepal ein Entwicklungsland und eine weit um sich greifende Korruption spaltet die Bevölkerung in arm und reich. Um einen Blick hinter die Berglandschaft Nepals zu werfen und sich mit dem Leben der Menschen dort zu beschäftigen, soll dieser Foto-Bericht von Nicholas Ganz einige Hintergrundinformationen liefern. Eine Bilderseite
29. Mai, Bernau
Eine handfeste Schlappe mußten rund 100 Neonazis einstecken, die am 29. Mai 2010 in Bernau aufmarschieren wollten. Hunderte Gegendemonstranten blockierten den Aufmarsch bereits am Bahnhof. Die Demo war von der neonazistischen Kameradschaft Märkisch Oder Barnim angemeldet worden. Bis zum 10. Juli wollen sie jedes Wochenende in jeweils einer anderen Stadt demonstrieren. Eine Bilderseite
3. Juni | Berlin
Seit Wochen gibt es Gerangel um den sogenannten Ausstieg aus dem Atomausstieg. Am Donnerstag den 3. Juni 2010 trafen sich Bundeskanzlerin und Unionsministerpräsidenten in der thüringischen Landesvertretung in Berlin-Mitte, um über mögliche Laufzeitverlängerungen zu verhandeln. Über 500 Menschen demonstrierten lautstark mit Rasseln, Pfeifen und Trommeln für die sofortige Abschaltung aller AKWs und gegen den atompolitischen Kurswechsel der Regierung. Eine Bilderseite
4.-6. Juni | Gorleben | Republik Freies Wendland
Vor 30 Jahren entstand auf dem Gelände der Tiefbohrstelle 1004 in Gorleben ein Protest-Hüttendorf, die "Republik Freies Wendland". Dort lebten hunderte AtomkraftgegnerInnen 33 Tage ihre Vision einer anderen Welt. Dann wurde das Hüttendorf mit dem bislang größten Polizei-Einsatz der damaligen Bundesrepublik geräumt. Anläßlich des 30. Jahrestages ruft die BI Lüchow-Dannenberg zu Protesttagen vom 4.-6.2010 rund um die Atomanlagen auf. Fotorückblick: 30 Jahre Republik Freies Wendland.
4.-6. Juni | Jena
"Vereint gegen koloniales Unrecht in Erinnerung an die Toten der Festung Europa". Eine traditionelle westafrikanische Maskenzeremonie stand im Mittelpunkt eines antirassistischen Festivals in Jena, das monatelang von "The Voice Afrika Forum", zahlreichen Karawane- und anderen antirassistischen Gruppen organisiert worden war. Drei Bilderseiten
9. Juni, Berlin
Foto-Manne ist tot. Am 9. Juni ist unser Kollege Manfred Kraft, besser bekannt als Foto-Manne, in Berlin im Krankenhaus Havelhöhe an Krebs gestorben. Seit den Zeiten der Studentenbewegung hat er über 50000 Fotos von wichtigen Ereignissen und Prominenten geschossen und in seinem gewaltigen Bilder-Archiv abgelegt. Ein kleiner Teil seiner Bilder ist auch bei Umbruch veröffentlicht, zum Beispiel diese Bilderseite
9. Juni | Berlin | 12 Uhr Alexanderplatz
Am 9. Juni 2010 zogen tausende Schüler und Studenten vom Roten Rathaus durch die Innenstadt. Sie forderten vom Bildungsgipfel: mehr Geld für die Schulen, außerdem Rücknahme des Abiturs nach 12 Jahren. Eine Bilderseite
12. Juni | Berlin | 16 Uhr Maybachufer und Rigaer Straße
Im Anschluss an den großen Krisenprotest in Berlin-Mitte startete die Freiraumdemonstration "Create Utopia!" in der Rigaer Straße und am Maybach-Ufer. Die Demo für den Erhalt und Aufbau selbstverwalteten öffentlichen Raums, an der einige hundert Menschen teilnahmen, endete mit einer Besetzung leerstehender Atelierräume des Bethanien. Eine Bilderseite
12. Juni | Berlin | Stuttgart
Am 12. Juni 2010 fanden in Berlin und Stuttgart zwei parallele Großdemonstrationen gegen die Krisenpolitik der Bundesregierung statt. "Wir zahlen nicht für eure Krise!" lautete das Motto der Demos, die von einem breiten Bündnis aus Initiativen, Gewerkschaften und Parteien organisiert worden waren. Mehrere zehntausend Menschen beteiligten sich. In Stuttgart störten mehrere Teilnehmer_innen des antikapitalistischen Blocks eine Rede des Fraktionsvorsitzenden der SPD im Landtag, Claus Schmiedel. Es flogen Eier, Tomaten und andere Gegenstände. In Berlin dominierte ein dumpfer Knall die Berichterstattung in den Medien. Eine Bilderseite
26. Juni | Berlin | 14 Uhr Rathaus Neukölln
Doppelt so viele TeilnehmerInnen wie in den Vorjahren - rund 3 000 Menschen - beteiligten sich am transgenialen CSD und zogen bei strahlendem Sonnenschein vom Rathaus Neukölln zum Heinrichplatz. Der tCSD stand dieses Jahr unter dem Motto: "Gewaltige Zeiten - gewaltiger queerer Widerstand". Eine Bilderseite
10. Juli | Berlin
Megaspree-Demo-Parade 2010 - "RETTE DEINE STADT!" 5000 Menschen zogen am 10. Juli 2010 in einem Sternmarsch auf sechs Routen zum Roten Rathaus in Berlin, um gegen die Stadtpolitik von oben zu protestieren. Neben zahlreichen Clubs und Kultureinrichtungen beteiligte sich auch die Initiative "Mediaspree versenken". Eine Bilderseite
12. Juli | Suedindien
Seit über 30 Jahren macht der Siebdrucker, Fotograf und Reiseschriftsteller Otto Göpfert (75) in Indien, Südostasien und Lateinamerika beeindruckende und zeitlose Portraits von Menschen in Alltagssituationen. Wir freuen uns, hier weitere Bilder Otto Göpferts zeigen zu können: Farbimpressionen aus SüdIndien aus den Jahren 1994 und 1995. Sechs Bilderserien
30. Juli | Stuttgart
"Bundeswehr wegtreten!" Am 30. Juli nahmen bis zu 1000 Menschen an den Protesten gegen das Gelöbnis der Bundeswehr in Stuttgart teil. Neben einer Kundgebung, die von dem "GelöbNIX!" Bündnis organisiert wurde, gab es eine Reihe von Versuchen des "Blockadebündnisses", die Anreise der Rekruten und das Gelöbnis selber zu stören. Eine Bilderseite
21. August | Berlin | 14 Uhr | Weisestraße (Neukölln)
"Wir bleiben hier!" Das unabhängige Straßenfest am 21. August in der Weisestraße war ein voller Erfolg. Bei herrlichem Sommerwetter tummelten sich viel mehr BesucherInnen auf dem Fest als erhofft. Viele unterschiedliche Menschen, gute Musik, Redebeiträge zur Entwicklung im Kiez und Aktivitäten in der Stadt, zahlreiche Infostände und interessante Gespäche. Eine Bilderseite
21. August | Berlin | Fuckparade 2010
Bei der diesjährigen Fuckparade nahmen rund 5.000 Menschen teil, begleitet wurde die Demonstration von etwa 15 Musik-Fahrzeugen und einem großen Polizeiaufgebot. Wie im Vorjahr war das Hauptthema die schleichende Umstrukturierung und Gentrifizierung der Stadt. Mit einer Schweigeminute gedachten die Teilnehmer der Opfer der Duisburger Loveparade-Katastrophe. Eine Bilderseite
1. September | Berlin | 16 Uhr | Heinrichplatz
In Kurdistan herrscht Krieg. Geführt wird dieser Krieg auch mit Waffen und finanzieller Unterstützung aus Deutschland. Am 1. September 2010, dem Weltfriedenstag, fanden deshalb in 12 deutschen Städten Aktionen der Kampagne "Tatort Kurdistan" statt, getragen von einem Bündnis aus friedenspolitischen und antifaschistischen Gruppen, Parteien und kurdischen Vereinen. In Berlin wurde im Rahmen eines kostenlosen OpenAir Konzertes mit Kundgebung gegen deutsche Waffenlieferungen in die Türkei protestiert. Eine Bilderseite
11. September | Berlin | 13 Uhr Potsdamer Platz
Rund 7.500 Menschen demonstrierten am 11. September 2010 in Berlin gegen staatliche Überwachung und Datenmissbrauch. Unter dem Motto "Freiheit statt Angst" richtete sich der Protest u.a. gegen die Vorratsdatenspeicherung von Telefon- und Internetdaten, den elektronischen Einkommensnachweis (ELENA), gegen die für 2011 geplante Volkszählung und die elektronische Gesundheitskarte. Eine Bilderseite
18. September | Berlin | Reuterplatz Neukölln
Am 18. September fand auf dem Reuterplatz in Neukölln ein Soli-Rap-Konzert für den von einem Polizisten erschossenen Dennis J. statt. Veranstalter waren Familie und Freunde von Dennis sowie der Solidarkreis “No Justice No Peace”. Eine Bilderseite
18. September | Berlin | 13 Uhr Wiese vor dem Reichstag
Nach der Ankündigung von Schwarz-Gelb, die Laufzeit der Atomkraftwerke um durchschnittlich 12 Jahre zu verlängern, mobilisiert die Anti-Atomkraft-Bewegung Zehntausende nach Berlin, darunter viele, die zuvor noch nie an einer Anti-Atom-Demo teilgenommen haben. Rund 100.000 Menschen fluten am 18. September 2010 das Berliner Regierungsviertel mit dem Ziel, die Pläne der Bundesregierung zu kippen. Für die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen. Eine Bilderseite
29. September | Berlin | 17.30 Uhr Rotes Rathaus
An einer Demonstration gegen das Sparpaket der Regierung und sozialen Kahlschlag beteiligten sich rund 2500 Menschen. Eine Bilderseite
1. Oktober | Stuttgart
Am 1. Oktober 2010 gegen 10:30 wurde der Parkschützer Alarm ausgelöst. Zu diesem Zeitpunkt beteiligten sich bereits 2.000 Schülerinnen und Schüler am Schulstreik gegen Stuttgart 21. Ihre Forderung: Milliarden Steuergelder nicht für unsinnige Prestigeprojekte, sondern für Bildung und Soziales auszugeben. Mit mehreren Hundertschaften beginnt die Polizei im Schlossgarten den Bereich zur Fällung der Bäume und zum Abbruch des Südflügels zu räumen. Die Situation eskaliert - Tag X in Stuttgart. Eine Bilderseite
4. Oktober | Berlin
Am Samstag den 2. Oktober besetzten dutzende AktivistInnen ein leer stehendes Ladengeschäft in der Falckensteinstraße 5 und eröffneten einen Umsonstladen inkl. Kiezkafe und Info-Treffpunkt. Die Besetzung fand regen Zuspruch bei den NachbarInnen, die sich durch das Anbringen von Transparenten solidarisierten. Am Montag, den 4. Oktober gegen 15 Uhr erschien ein größeres Polizeiaufgebot, das die Besetzung abrupt beendete. Eine Bilderseite
28.10. Berlin
Greenpeace-AktivistInnen haben am 28. Oktober 2010 das Dach der Bundeszentrale der CDU in Berlin-Tiergarten besetzt. Sie entrollten ein großes Transparent mit der Aufschrift "CDU - Politik für Atomkonzerne" und hissten eine "CDU-Strahlen-Flagge". Mit der Aktion protestierten sie gegen die umstrittene Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken, die zeitgleich im Bundestag debattiert und eben dort am Nachmittag beschlossen wurde. Eine Bilderseite
30.10. Stuttgart
Die Proteste gegen Stuttgart 21 haben sich in den letzten Wochen enorm weiter entwickelt. Insbesondere die kämpferischen Teile der Bewegung, sich politisierende Jugendliche, linke AktivistInnen, klassenkämpferische GewerkschafterInnen und BürgerInnen die sich nicht länger alles gefallen lassen wollen, zeigen starkes Durchhaltevermögen und haben einen hier in diesem Ausmaß kaum gekannten Widerstandswillen entwickelt. Am 9.10. demonstrierten bis zu 150.000 Menschen und auch am 18.10. und 30.10 gab es große Demos gegen Stuttgart 21. Eine Bilderseite
31.10. Berlin, Buenos Aires, Madrid
Dass Umbruch mittlerweile Fotodokumentationen aus aller Welt auf seiner homepage präsentieren kann, verdanken wir Fotografen wie Olmo aus Madrid, die ihre Arbeit ganz der Dokumentation sozialer Bewegungen widmen. Mit diesem Portrait "best of - obras cumbres de - Olmo Calvo Rodríguez", einer Auswahl seiner Fotos über soziale Bewegungen in Lateinamerika und Spanien, möchten wir uns dafür bedanken. Eine Bilderseite
2. November | Berlin | Kottbusser Tor
Am 2. November 2010 fand in Berlin-Kreuzberg eine Demonstration gegen Repression und Naziterror statt. Hintergrund war u.a. der Brandanschlag – mutmasslich – durch Neonazis auf den linken Kreuzberger Szeneladen M99 am 27.10, die wiederholte Durchsuchung linker Buchläden in Kreuzberg, sowie die Ermordung eines 19jährigen Leipzigers irakischer Herkunft durch Neonazis. Eine Bilderseite
5.-9. November | Gorleben | Wendland
Am Dienstag morgen kurz vor neun Uhr hatten sie es geschafft. Der dauerhafteste und massivste Widerstand gegen einen Atommülltransport vor Ort war überwunden, die Behälter im Zwischenlager. Nicht überwunden, so war es überall sichtbar, ist die politische Kraft der Anti-Atomkraft-Bewegung, die auf die Schiene, auf die Strasse und in die Köpfe und Herzen mobilisiert hatte. Alle waren gekommen. Die Breite und Vielfalt der Bewegung unterstreicht, dass diese Menschen nicht nur schottern und blockieren können, sondern entschlossen sind, politischen Einfluß zu nehmen, Ausstieg sofort und keine Verhandlungen! – das war unübersehbar. Eine Bilderseite
17. November | Berlin
ALTE STÄRKEN: GEW-Kampagne zur Entlastung der Lehrkräfte. Für die Verringerung der Unterrichtsverpflichtung, für Alterermäßigung und Altersteilzeit, für gesündere, altersgerechte Arbeitsbedingungen demonstrierten am Mittwoch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Alexanderplatz in Berlin. Die GEW sieht diese Veranstaltung als erste Etappe einer Kampagne, die zu einem Beamtenstreik führen soll. Eine Bilderseite
20. November | Berlin | 15 Uhr U-Bhf. Samariterstraße
An der diesjährigen Silvio Meier Demonstration beteiligten sich ca. 4000 TeilnehmerInnen – erstmals angeführt von einem Frauenblock. Silvio Meier wurde am 21. November 1992 von Neonazis im U-Bahnhof Samariter-Straße erstochen. Eine Bilderseite
26. November | Berlin
Weiträumig gesichert und belagert von einem Großaufgebot der Polizei hat der Bundestag den Haushalt für 2011 beschlossen. Die Umzingelung des Bundestages gemäß dem Motto "Sparpaket stoppen! Bundestag belagern!" hatte sich eigentlich ein Protestbündnis vorgenommen. Zahlreiche DemonstrantInnen, die vom Brandenburger Tor Richtung Siegessäule starteten, scherten mehrmals aus, kletterten über die Absperrungen und versuchten quer durch den Tiergarten Richtung Bundestag zu gelangen. Eine Bilderseite
9. Dezember | Russland
Der ursprünglich für Dezember 2010 geplante Atommülltransport von Deutschland in die russische Atomfabrik Majak wurde abgesagt. Aus gutem Grund, denn die Zustände rund um diese Atomfabrik sind verheerend. Bei der videowerkstatt autofocus ist jetzt ein Film erschienen, der die Hintergründe beleuchtet. Den Trailer zum Film sehr ihr hier
16. Dezember | Berlin
Am 16. Dezember 2010 wurden im Haus der Kulturen der Welt in Berlin die Siegerfilme des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises 2010 präsentiert. Im Rahmen der Ehrung fand auch die Berliner Premiere des Films "Reise ohne Rückkehr – Endstation Frankfurter Flughafen" von Güclü Yaman statt. Yaman zeichnet das Schicksal des Flüchtlings Aamir Ageeb nach, der 1999 während seiner Abschiebung getötet wurde. Gefesselt und mit Helm wurde der sudanesische Flüchtling im Flugzeug während des Starts von drei BGS-Beamten niedergedrückt bis er erstickte. Die verantwortlichen Beamten kamen mit Bewährungsstrafen davon. Eine Vorschau vom Film und ein Interview mit dem Regisseur Gücla Yaman.

2011

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7. Januar, Berlin
Am 6. Todestag von Oury Jalloh demonstrierten auch in diesem Jahr etwa 150 Menschen durch Dessau. Anläßlich des erneuten Gerichtsverfahren ab dem 12. Januar 2011 in Magdeburg forderten sie eine Anklage gegen die verantwortlichen Polizeibeamten wegen Mordes. Mit mitgetragenen Särgen erinnerten sie an die Namen weiterer Todesopfer rassistischer Gewalt. Eine Fotoseite
22. Januar, Berlin
Wir haben es satt! - Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporten“. Unter diesem Motto versammelten sich am Sa, den 22.1. 2011 rund 20.000 Menschen zu einer der größten Agrardemos in der Geschichte Deutschlands am Hauptbahnhof in Berlin. Zu der Demo hatte ein breites Bündnis von Agrarorganisationen, Umweltgruppen, NGO´s und Tierschutzgruppen landesweit mobilisiert und setzte damit einen Kontrapunkt zur "Grünen Woche", der großen Propaganda-Show der industrialisierten Landwirtschaft. Eine Fotoseite
27. Januar, Berlin, Umbruch Spezial
Auf der Umbruch-Seite zum Mauerfall gibt es neue Bildgalerien zu über 20 Jahren Ost-West-Geschichte. Neu hinzugekommen sind außerdem zwei Interviews mit den beiden Umbruch-Fotografen Wolfgang Sünderhauf und Olaf Ramcke. Für Umbruch hielten sie den 9. November 1989 und die schrittweise Veränderung von Ost- und West-Berlin in den folgenden Jahren in zahlreichen Bildern fest. Eine Fotoseite
28. Januar, Berlin
Unter dem Motto "In offener Feindschaft: Still not loving police" demonstrierten am 28. Januar 2011 in Berlin rund 500 Menschen gegen den 14. Europäischen Polizeikongress, der vom 15. bis 16. Februar 2011 im Berliner Congress Center tagt und gegen die Räumung der Liebig 14. Eine Fotoseite
29. Januar, Berlin
„Expect Resistance – Hausprojekte statt Luxuslofts“ ! Wochenlang wurde europaweit gegen die Räumung des alternativen Wohnprojekts Liebigstraße 14 am 2. Februar mobilisiert. Am Samstag vor der angesagten Zwangsräumung demonstrierten 3000 Menschen durch Kreuzberg zur Liebig 14 in Berlin-Friedrichshain. Eine Fotoseite
2. Februar, Berlin
Ein Großaufgebot der Polizei hat am Mittwoch, den 2. Februar 2011 das linksalternative Wohnprojekt in der Liebigstraße 14 in Berlin-Friedrichshain geräumt. Rund 1500 Unterstützer_innen der Bewohner_innen protestierten in den umliegenden Straßen. Aus Solidarität fanden im gesamten Stadtgebiet vielfältige Aktionen statt. Eine Bilderseite und ein Video über die Räumung und die Proteste
5. Februar, München
Ein Bündnis von 80 Organisationen hatte auch in diesem Jahr wieder zu Protesten gegen die NATO-Sicherheitskonferenz. mobilisiert. Mehr als 5000 Kriegsgegnerinnen und Kriegsgegner beteiligten sich am 5. Februar 2011 an der zentralen Demonstration gegen die im Bayerischen Hof tagende NATO-Kriegstagung. Eine Fotoseite
19. Februar, Dresden
Auch in diesem Jahr mobilisierten Neonaziorganisationen für den 19.2. europaweit zu einem Aufmarsch "Recht auf Gedenken - Der Wahrheit eine Gasse!" nach Dresden. Die Nazis bauen auf dem noch immer lebendigen Mythos von Dresden als friedfertiger Stadt auf, die ungerechter Weise der Bombardierung der Alliierten zum Opfer fiel. Über 15.000 Menschen aus der ganzen Bundesrepublik haben den Naziaufmarsch verhindert. Dabei waren die Bedingungen für die Blockierer in diesem Jahr ungleich schwerer als in 2010, als die Neonazis erstmalig gestoppt wurden. Eine Fotoseite
20. Februar, Berlin
Im Rahmen der Woche der internationalen Solidarität mit dem Baskenland fanden vom 7. - 20. Februar 2011 auch in Berlin eine ganze Reihe von Veranstaltungen und Aktionen statt. Auf einer Kundgebung vor dem Renaissance Theater Berlin protestierten ca. 25 Personen gegen den ehemaligen spanischen Sonderrichter Baltasar Garzón. Garzón – im Baskenland bekannt als "Terror-Richter" – referiert in Berlin über Menschenrechte, tritt jedoch selbst in führender Position die Menschenrechte der baskischen Bevölkerung mit Füßen. Eine Fotoseite
21. Februar, Berlin
Am 21.2. standen sich in Berlin`s Luxus Bezirk Dahlem ca. einhundert Protestierende und eine Handvoll Botschaftsangehörige auf Sicht- Ruf- und Steinwurfweite gegenüber. Auf mehreren Transparenten wurde an das Massaker im Juni 1996 erinnert, an dem 1200 politische Gefangene im Abu Salim Gefängnis in Tripolis unter Befehlsgewalt von Muammar al-Gaddafi getötet wurden. Eine Fotoseite
26. Februar, Berlin
In weiser Vorahnung verabschiedete sich das Volk bereits am Samstag mit einer Parade vom Doktor der Herzen Karl-Theodor zu Guttenberg. Mit Schildern: "den Ministerposten – und wir betonen – vorübergebend aufgeben" und "Ich gebe meinen Münchhausen zurück!" zogen rund 500 schuhbewaffnete Guttenberg-AnhängerInnen am 26.2. am Potsdamer Platz vorbei zum Bundesverteidigungsministerium in der Stauffenbergstraße. Am Montag, den 1. März 2011 um 11.15 Uhr folgte der Herr Minister dem Rat des Volkes mit seinem Rücktritt. Herr Karl-Theodor zu Guttenberg – Ade. Eine Fotoseite
26. Februar, Berlin
Mit einer Umzugsdemo und dem gesamten Inventar protestierten am Samstag, den 26.2. rund 400 Demonstranten gegen die bevorstehende Räumung des Erdgeschosses in der Scharnweberstraße 29. Die Räumung ist für den 3. März um 10.30 Uhr angesetzt. Der Schenkladen bezog am Samstag seine neuen Räume in der Jessnerstraße im Supamolly. Eine Fotoseite
3. März, Berlin
Nur 300 Einsatzkräfte benötigte die Berliner Polizei am 3. März für die Beschlagnahmung zweier Räume in der Scharnweber Straße 29 als Amtshilfe für einen Gerichtsvollzieher. Angesichts hunderter Luftballons, durch die sich die Beamten mühsam ihren Weg bahnen mußten, ein gewagtes Einsatzkonzept. Eine Fotoseite
8. März, Potsdam
Am 8. März 2011 – zum 100. Jahrestag des Internationalen Frauentags – demonstrierten in Potsdam 500 Frauen gegen Frauenunterdrückung, Sexismus und ungleiche Arbeitsbedingungen. Die Demo richtete sich insbesondere gegen die unerträglichen Lebensbedingungen der Flüchtlingsfrauen in den Lagern in Brandenburg und gegen die Residenzpflicht – für Bewegungsfreiheit und Wohnungen für alle! Eine Fotoseite
12. März, Japan - Berlin
Atomkatastrophe in Japan. Am 12. März überschlugen sich die Ereignisse, eine regelrechte Kaskade von Katastrophen überzog Japan und sorgte weltweit für Mitgefühl, Entsetzen aber auch Wut. Die hier dargestellten Bilder entstanden auf einer spontanen Demonstration am 12.3. vom Alexanderplatz zum Kanzleramt und auf einer Mahnwache am 14.3. in Berlin, bei der Anti-Atom-AktivistenInnen ihre Trauer und Solidarität mit der japanischen Bevölkerung ausdrückten. Abschalten! Sofort und endgültig! Eine Fotoseite
18. März, Berlin
Anti-Atom-Demonstration in Berlin. Etwa 300 antikapitalistische AKW-Gegner_innen wollten sich nicht für Wahlkampfzwecke missbrauchen lassen und machten in Berlin ihre eigene Demo. "Keinen Wischiwaschi Ausstieg á la Rot/Grün und keinen sonst wie Grünen Kapitalismus" forderten sie in ihrer Erklärung. Eine Fotoseite
26. März, Berlin, Hamburg, Köln
"Fukushima mahnt: Alle AKWs abschalten!" Unter diesem Motto demonstrierten am Samstag, den 26. März 2011 eine viertel Million Menschen zeitgleich in Hamburg, Köln, München und Berlin für die sofortige Stillegung aller Atomanlagen weltweit. Allein in Berlin gingen mehr als 100.000 Menschen auf die Straße. Eine Fotoseite
9. April, Berlin
Am 9. April 2011 fand erstmals in Berlin und auch bundesweit die Korrika zur Unterstützung der baskischen Sprache und Kultur statt. Der Gernika-Deutsch-Baskischer-Kulturverein-Euskal Etxea Berlin veranstaltete den Staffellauf, an dem rund 150 Menschen teilnahmen. Eine Fotoseite
17. April, Berlin
Zum internationalen Aktionstag von `La Via Campesina´ fand auch in diesem Jahr ein Fest im Kreuzberger Gemeinschaftsgarten "Ton, Steine, Gärten" statt – Höhepunkt einer Veranstaltungsreihe der Gruppe "Frisch serviert vom Krisenherd" über Agrarpolitik von oben und Widerstand von unten. Eine Fotoseite
30. April, Berlin
"Wir bleiben alle! Wohnraum in Mieter_Innenhand statt Ausverkauf der Stadt". Rund 2000 Menschen demonstrierten am 30. April 2011durch den ehemaligen Hausbesetzer und heutigen Yuppie-Kiez Prenzlauer Berg. Sie protestierten gegen steigende Mieten, soziale Verdrängung und die Räumung alternativer Wohn- und Kulturprojekte. Eine Fotoseite
1. Mai, Berlin
"Yalla, Yalla" hallt es zur Zeit durch zahlreiche arabische Länder, wie Tunesien, Ägypten, Syrien und Libyen. "Vorwärts" oder "Los, los!" meint hier das Aufbegehren der Bevölkerung gegen jahrzehntelang herrschende Unrechtsregime. "Yalla, Yalla" wurde am 1. Mai 2011 auch in Berlin bei der revolutionären 18 Uhr-Demo aufgenommen, die mit rund 15.000 Teilnehmer_Innen von Kreuzberg aus durch Neukölln zog. Eine Fotoseite
8. Mai, Demmin
Es ist ein erneuter Rückschlag für die Naziszene in Mecklenburg Vorpommern (MV). Nach einem erfolgreich blockierten Aufmarsch am 1. Mai in Greifswald regt sich nun auch in der "Provinz" Widerstand gegen braune Umtriebe. Nach der Intensivierung der Zusammenarbeit antifaschistischer Gruppierungen und der Zivilgesellschaft gelang es erstmals den in Demmin schon traditionellen Naziaufmarsch am 8. Mai massiv zu stören. Eine Fotoseite
14. Mai, Berlin
Am Samstag, den 14. Mai 2011 versammelten sich 120 Neonazis vor dem Finanzamt am Mehringdamm um durch Berlin-Kreuzberg zu marschieren. Hunderte GegendemonstrantInnen stoppten jedoch den Aufmarsch mit Blockaden, bevor er starten konnte. Der NPD-Funktionär Sebastian Schmidtke hatte die Demonstration unter dem Motto „Wahrheit macht frei“ angemeldet. Treffpunkt und Route der Demonstration war von der Polizei bis zum Schluss geheim gehalten worden. Eine Fotoseite
19. Mai, Berlin - Madrid
"No es una crisis - es un robo!" Erst trat sie in der arabischen Welt und in Nordafrika auf. Dann war Spanien an der Reihe. Und jetzt erreicht die Protestwelle für Demokratie scheinbar auch die Bundesrepublik Deutschland. Fotos von der Bewegung in Madrid und von einer Solidaritätskundgebung am 19. 5. vor der spanischen Botschaft im Berliner Tiergarten. Eine Fotoseite
28. Mai, Berlin und bundesweit
Am 28. Mai demonstrierten 160.000 Menschen in 21 Städten für ein sofortiges und endgültiges Aus aller Atomanlagen. In der Hauptstadt zogen 25000 Atomkraftgegner_innen vor die CDU-Zentrale. Eine Fotoseite
30. Mai, Berlin
Am Montag, den 30. Mai wurde am Nachmittag ein Haus der GSW in der Schlesischen Str. 25 in Kreuzberg besetzt. Es gibt keine preiswerten Wohnungen mehr in Berlin und gleichzeitig entmietet die GSW die Häuser, um sie teuer verkaufen zu können. Die GSW wollte den zunächst gestellten Strafantrag zurücknehmen, wurde jedoch vom Einsatzleiter zur Rücknahme der Rücknahme gedrängt, um das Haus räumen zu können. Fotos und ein Video
11. Juni, Berlin
Zum Abschluss der "Abolish-Kampagne" gegen rassistische Sondergesetze für Flüchtlinge demonstrierten am 11. Juni 2011 rund 600 Menschen gegen die Residenzpflicht und das Asylbewerberleistungsgesetz. Eine Fotoseite
17. Juni, Berlin
Am geschichtsträchtigen 17. Juni haben knapp 60 Neonazis eine Kundgebung in unmittelbarer Nähe des Karl-Liebknecht-Hauses abgehalten. Wie bei der versuchten Nazi-Demonstration am 14. Mai 2011 in Kreuzberg hielt die Polizei die Veranstaltung bis zuletzt geheim. Mehreren hundert Gegendemonstranten gelang es dennoch, die unter starkem Polizeischutz abgehaltene NDP-Kundgebung massiv zu stören. Eine Fotoseite
28. Juni, Berlin
Mehr als 2000 Menschen beteiligten sich am 28. Juni 2011 an einer kurzfristig mobilisierten Antifa-Demonstration durch Kreuzberg. Sie stand unter dem Motto: »Gegen Naziterror - Linke Strukturen verteidigen!« und führte vom Heinrichplatz zum Tommy Weißbecker Haus. Anlass war eine Serie von Brandanschlägen gegen linke Wohn-, Info-, und Kulturprojekte in der Nacht vom 26 auf den 27.Juni 2011. Eine Fotoseite
30. Juni, Berlin
Mit Blockaden und einem Fest haben am 30. Juni 2011 mehrere hundert Menschen eine Veranstaltung der rechtspopulistischen Partei "Pro Deutschland" in Berlin verhindert. Sie versammelten sich am frühen Abend mit Unterstützung des Kreuzberger Bezirksbürgermeisters Franz Schulz (Grüne) vor und im Bezirksamt in der Yorckstraße. 14 von der Polizei abgeschirmte Anhänger von Pro Deutschland kamen in einem heftigen Gerangel nicht bis zum Eingang. Eine Fotoseite
30. Juni, Alt-Tellin, Mecklenburg-Vorpommern
„Agrarindustrie abrüsten“ und „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“. Mit diesen Forderungen demonstrierten am 30. Juni 2011 etwa 60 Menschen in Alt-Tellin gegen eine geplante Schweinezuchtanlage und sehen erste Erfolge des öffentlichen Drucks. Eine Fotoseite
13. August, Berlin
Am 13. August 2011 demonstrierten in Berlin 4000 Frauen, Männer und Transgender für sexuelle Selbstbestimmung und gegen sexualisierte Gewalt. Die Demonstration in Berlin ist Teil einer Slutwalk-Bewegung. Eine Fotoseite
21. August, Berlin
Acampada. Camp der Empörten. Am Samstag, den 21. August 2011 haben dutzende AktivistInnen auf dem Berliner Alexanderplatz in Anlehnung an entsprechende Camps in Spanien und Israel das aCAMPadaBerlin, das "Camp der Empörten" eröffnet. Eine Fotoseite
26. August, Berlin
Am 26. August 2011 demonstrierten mehrere hundert TeilnehmerInnen gegen rechtspopulistische Parteien und insbesondere gegen die vom ehemaligen CDU-Rechsabweichler Stankewitz gegründete Partei "Die Freiheit". Die Demonstration war Auftakt einer Aktionswoche gegen Rechtspopulismus (Motto »Zusammen handeln – gegen rassistische Hetze und soziale Ausgrenzung«) und richtete sich zudem gegen einen bevorstehenden Anti-Islamisierungs-Kongress in Berlin. Eine Fotoseite
28. August, Berlin
Am 28. August 2011 fand nach mehrjähriger Unterbrechung erstmals wieder die traditionelle Wasserschlacht zwischen Kreuzberg und Friedrichshain statt. Die Veranstaltung war zwar wenige Tage zuvor offiziell abgesagt worden - aber trotzdem erschienen ca. 500 TeilnehmerInnen im Umfeld der Oberbaumbrücke. Eine Fotoseite
3. September, Berlin
Rund 6000 Menschen demonstrierten am Sa, den 3.9.2011 in Berlin gegen steigenden Mieten, Armut und Verdrängung. Stadtteilgruppen und Kiezinitiativen aus vielen Bezirken hatten zu der Demonstration aufgerufen unter dem Motto: „Steigende Mieten Stoppen! Damit noch was zum Leben bleibt!“. Eine Fotoseite
4. September, Berlin
Am So, den 4. September 2011 gegen 14.30 Uhr wurde die Schlesische Str. 25 in Berlin-Kreuzberg als Nachklang zur Mieten-Stoppen-Demo erneut kurzzeitig besetzt und von innen verbarrikadiert. Schnell versammelten sich zahlreiche Sympathisanten vor dem Haus, es gab Vokü und Informationen für die AnwohnerInnen. Eine Fotoseite
9.-18. September, Berlin
30 Jahre Häuser und Bewegung. Unter dem Motto: "Geschichte wird gemacht!" findet vom 9.-18.09.2011 in Berlin eine Veranstaltungswoche zu 30 Jahren Mietkampf und Hausbesetzerbewegung statt. In Zusammenarbeit mit dem ABZ e.V., BewohnerInnen der ehemals besetzten Häuser im Block 89 und zahlreichen FotografInnen beteiligt sich Umbruch mit zwei Fotoausstellungen über die Besetzerbewegung der 70er und 80er Jahre. Eine Fotoseite
10. September, Berlin
Am 10. 9. 2011 demonstrierten 5000 Menschen in Berlin unter dem Motto "'Freiheit statt Angst" gegen staatliche Überwachung, Vorratsdatenspeicherung und Abbau von Rechten. Parallel zur Berliner Demo begann in Wien, Dresden und Luxemburg eine Aktionswoche 'Freedom not fear', die am 17./18.9. mit einem Aktionswochenende in Brüssel endet. Eine Fotoseite
18. September, Berlin
Zum Wahltag fand in Berlin ein Aktionstag "Berlin von unten!" statt. Das Aktionsbündnis protestierte gegen steigende Mieten, den Mangel an bezahlbaren Wohnraum sowie die zunehmende Gentrifizierung in den Kiezen. Das Spektrum der durchgeführten Aktionen war vielfältig. Es reichte von der kurzfristigen Hausbesetzung eines geplanten Hostels in der Adalbertstraße 91 über eine Straßenblockade vor der schon zweimal besetzten Schlesischen Straße 25 bis hin zur "Jubelaktion" auf der desaströsen FPD-Wahlparty. Um 14 Uhr fand außerdem die "Berlin von unten!"-Demonstration mit mehreren hundert TeilnehmerInnen statt. Eine Fotoseite
22. September, Berlin
"Keine Macht den Dogmen!" Unter diesem Motto protestierten am 22. September 2011 über 10.000 Menschen gegen den Papstbesuch in Berlin. Ein breites Aktionsbündnis von 70 Organisationen hatte zur Demonstration aufgerufen, u.a. der Lesben- und Schwulenverband und das "Not welcome!"-Bündnis. Eine Fotoseite
8. Oktober, Berlin
Truppen abziehen – sofort und bedingungslos forderte die Antikriegs- und Friedensbewegung am 8. Oktober 2011 in einem Protestmarsch vom Potsdamer Platz und mit einer symbolischen Umzingelung des Kanzleramtes mit etwa 500 Menschen. Eine Fotoseite
15. Oktober, Berlin
Unzufriedene aus 82 Ländern und 952 Orten beteiligten sich am 15. Oktober 2011 an einem globalen Aktionstag unter dem Motto "United for Global Change". Auf allen fünf Kontinenten schlossen sich Menschen der Bewegung an und gingen auf die Strassen und Plätze, um gegen die Abwälzung der gegenwärtigen kapitalistischen Krise auf die Bevölkerungen in Süd und Nord zu protestieren. Eine Fotoseite über die Demonstration in Berlin
22. Oktober, Erfurt
"Alle Flüchtlingslager schließen – Residenzpflicht Abschaffen!" Mit dem Ziel, die Isolation der Flüchtlinge durch selbstorganisierte Strukturen zu durchbrechen, veranstaltete The VOICE Refugee Forum Jena und das Break Isolation! - Bündnis Thüringen am 22. Oktober 2011 einen Aktionstag in Erfurt. Eine Fotoseite
12. November, Berlin - Frankfurt
Beinahe jeden Samstag finden Demonstrationen der Occupy-Bewegung statt. Am 12. November 2011 protestierten Tausende unter dem Motto "Banken in die Schranken" und umzingelten das Berliner Regierungsviertel und das Bankenzentrum in Frankfurt am Main. Eine Fotoseite sowie eine Einschätzung samt einiger drängender Fragen an die Occupy-Bewegung
17. November, Berlin
"Das Bildungssystem in Bewegung bringen!" In über 30 Städten gingen SchülerInnen, StudentInnen und Auszubildende im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks auf die Straße. Eine Fotoseite
18. November, Berlin
Am 28. Oktober 2011 eröffnete in Berlin-Weißensee ein Tønsberg-Laden, der die bei Neonazis beliebte Marke "Thor Steinar" vertreibt. Nach einer ersten Protestkundgebung am Eröffnungstag selbst fand am Abend des 18. November eine kurzfristig mobilisierte Demonstration gegen den Laden statt. Mehrere Hundert Antifaschistinnen und Antifaschisten zogen vom Startpunkt S-Bahnhof Greifwalder Straße durch den Weißenseer Kiez. Eine Fotoseite
19. November, Berlin
Gegen die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und der gesundheitlichen Versorgung regt sich Widerstand in der Charité und der outgesourcten Tocher Campus Facility Management (CFM). Solidaritätsaktionen für die Streikenden bei CFM - einige Bilder
19. November, Berlin
Etwa 4.000 Menschen demonstrierten am 19. November auf der traditionellen „Silvio-Meier- Demo“ durch Friedrichshain und Lichtenberg. Die Demonstration begann am U-Bahnhof Samariterstraße, in dem Silvio Meier vor 19 Jahren von Neonazis erstochen wurde. Sie führte vorbei an der geräumten „Liebig 14“ nach Lichtenberg zu einem Ladengeschäft in der Lückstraße, in dem Berliner Neonazis seit kurzem einen konspirativen Versammlungstreff betreiben. Eine Fotoseite
24.-29. November, Gorleben - Wendland
126 Stunden brauchte der dreizehnte und vorerst letzte Castor-Transport aus La Hague ins Zwischenlager Gorleben. Der bisher längste, teuerste und der am stärksten strahlende Transport stieß wieder auf vielfältigen und energischen Widerstand: Sitzblockaden, Sabotage, Schottern und vieles andere. Eine Fotoseite
26. November, Berlin
Bei einer gemeinsamen Demonstration von antifaschistischen und kurdischen Gruppen kam es am 26. November 2011 zu heftigen Zusammenstößen zwischen DemonstrantInnen und der Polizei. Einsatzkräfte der Polizei griffen immer wieder den Demozug an und wurden daraufhin mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern beworfen. Eine Fotoseite
10. Dezember, Berlin
Neben dem Abschiebeknast Berlin-Grünau soll im Transitbereich des neuen Flughafens Berlin-Brandenburg-International (BBI) in Schönefeld eine weitere Haftanstalt gebaut werden. Gegen das System der Abschiebehaft und gegen den Neubau auf dem BBI demonstrierten am 10. Dezember rund 500 Menschen zum Abschiebegefängnis Grünau. Eine Fotoseite
10. Dezember, Hannover
Zum 63. Jahrestag der Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen organisierten FlüchtlingsaktivistInnen aus Niedersachsen und unterstützende Gruppen eine Kundgebung vor dem Hannoveraner Hauptbahnhof. Eine Fotoseite
17. Dezember, Biesenthal
Am 17.12. hatte die NPD zu einer Sonnenwendfeier auf das Biesenthaler Nazigelände im Erich-Mühsam-Weg geladen. Doch Biesenthal bleibt für die Nazis ein schwieriges Pflaster. 150 AntifaschistInnen aus Biesenthal und Umgebung mit Unterstützung aus Berlin, Strausberg und Frankfurt/Oder fanden sich zu einer Kundgebung auf dem Zufahrtsweg zum Nazigelände ein. Durch die Kundgebung war die Zufahrt zum Nazigelände blockiert. Eine Fotoseite

2012

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7. Januar, Dessau
Die Gedenk-Demonstration für Oury Jalloh, der am 7. Januar 2005 im Polizeigewahrsam in Dessau verbrannte, wurde von der Polizei massiv angegriffen. Dabei wurden mehrere DemonstrantInnen verletzt. Der Eskalation der Polizei vorausgegangen war die Entscheidung des neuen Dessauer Polizeipräsidenten Kurt Schnieber, den seit Jahren auf Transparenten und in Sprechchören ausgedrückten Slogan "Oury Jalloh, das war Mord" als Straftat zu werten. Eine Bilderseite
13. Januar, Berlin
Am 8. Januar 2012 wurde an der Kreuzung Eberswalder Straße/Schönhauser Allee in Prenzlauer Berg der 23jährige Asylbewerber Hamid-Tahar A. von drei Neonazis zunächst rassistisch beschimpft und – als er sich wehren wollte – so übel zusammengeschlagen, dass er einen Genickwirbelriss erlitt. Die Täter entkamen unerkannt. Aus Anlass dieser Gewalttat fand am Abend des 13. Januar eine antifaschistische Demonstration mit mehreren hundert TeilnehmerInnen statt. Eine Bilderseite
21. Januar, Berlin
"Wir haben es satt! – Bauernhöfe statt Agrarindustrie!" Unter diesem Motto mobilisierte auch in diesem Jahr ein breites Bündnis von Organisationen und Initiativen zu einer bundesweiten Demonstration anlässlich des Internationalen Agrarministergipfels während der Grünen Woche in Berlin. Eine Bilderseite
28. Januar bis 3. März, Berlin
Wer in der U-Bahn-Linie 1 den Görlitzer Bahnhof in Richtung Kottbusser Tor passiert, kennt die legendäre Brandmauer an der Oranien-/Ecke Manteuffelstraße. Seit 20 Jahren hängen dort weithin sichtbar Wandbilder zu aktuellen Highlights linker Bewegungsgeschichte. Nun feiert das Plakatief-Kollektiv ihr 11-jähriges Jubiläum mit einer Ausstellung und zeigt eine Auswahl der besten Plakate der letzten Jahre. Eine Bilderseite
28. Januar, Berlin
"Fight capitalist war – Fight capitalist peace!" Unter diesem Motto haben am 28. Januar 2012 mehr als 1.000 TeilnehmerInnen gegen Polizeigewalt, Repression und Überwachung demonstriert. Der Protest richtete sich zudem gegen die Militärtagung "International Urban Operations Conference" (31.1.-2.2.) und den 15. europäischen Polizeikongress, der am 14. und 15. Februar in Berlin stattfand. Eine Bilderseite
2. Februar, Berlin
Mit einer Mahnwache, Musik und einer fahrbaren Krachmaschine erinnerten ehemalige Bewohner und Sympathisanten an die gewaltsame Räumung der Liebigstraße 14 vor genau einem Jahr. Eine Bilderseite
4. Februar, Berlin
"Liebig 14 - Return of the living dead! "Kein Ende mit Schrecken, sondern Schrecken ohne Ende!" Mehr als 1.500 Menschen zogen am 4. Februar 2012 mit einer Zombieparade quer durch Friedrichshain und protestierten gegen die Räumung der Liebigstrasse 14 vor einem Jahr. Eine Bilderseite
4. Februar, München
Vom 3. bis 5. Februar 2012 tagten im Münchner Luxushotel "Bayrischer Hof" hochrangige Vertreter aus EU- und NATO-Staaten zusammen mit Kriegstreibern aus Industrie, Wirtschaft und Militär über sogenannte "sicherheitspolitische Herausforderungen". Unter dem Motto «Kein Frieden mit der NATO - Kein Frieden mit dem Kriegsgeschäft» demonstrierten in diesem Jahr mehr als 2000 Menschen gegen die Sicherheitskonferenz (Siko) in München. Eine Bilderseite
11. Februar, Berlin und europaweit
Europaweit protestieren am 11. Februar 2012 Zehntausende Menschen gegen das umstrittene Anti-Piraterie-Abkommen Acta (Anti-Counterfeiting Trade Agreement). Bei eisigem Wetter versammelten sich am Samstag allein in Berlin rund 10 000 Menschen am Alexanderplatz, um gegen verschärfte Überwachung, Zensur und das Ende jeglicher freier Nutzung des Internets zu demonstrieren Eine Bilderseite
13. Februar, Dresden
Protest gegen Naziaufmarsch in Dresden. Um sechs Uhr abends schlängelt sich eine Reihe von 13.000 Menschen um die Innenstadt von Dresden, von Altstadt- zu Neustadtseite. Die Stadt wird sinnbildlich vor dem Terror des Krieges und der bis heute anhaltenden Idiotie Rassismus und Diskriminierung geschützt. Eine Bilderseite
14. Februar, Berlin
Rund 50 FreundInnen des Schokoladens hielten in den Abendstunden des 14. Februar 2012 auf der Berlinale eine Trauerstunde ab. Gedacht wurde den ehemaligen Projekten in Berlin-Mitte wie dem Linienhof, der Brunnenstr. 183, sowie unkommerzieller und alternativer Kultur im Allgemeinen. Außerdem wurde auf die angedrohte Räumung des Schokoladens hingewiesen, der mittlerweile seit 22 Jahren besteht. Eine Bilderseite
18. Februar, Dresden
Nachdem die Nazis ihren geplanten Aufmarsch für den 18. Februar abgesagt hatten, wurde vom Bündnis "Dresden Nazifrei" Plan B ausgerufen, eine große Demonstration gegen sächsische Verhältnisse. Zu kritisieren gab es viel, insbesondere die Kriminalisierung von Antifaschist_innen. Weit über 10.000 Antifaschist_innen bildeten eine Demonstration, deren laufender Zug an sich länger war als die komplette Naziroute am 13. Februar. Eine Bilderseite
22. Februar, Potsdam
Gegen den Neubau eines Asylknastes auf dem neuen Flughafen Schönefeld demonstrierten am 22. Februar 2012 rund 200 Menschen vom Potsdamer Hauptbahnhof zum Brandenburger Landtag. Eine Bilderseite
23. Februar, Pforzheim
Mehr als 500 Menschen demonstrieren gegen das jährliche Opfergedenken auf dem Wartberg, für Pforzheimer Verhältnisse ein ungewöhnlich breites antifaschistisches Bündnis. Eine Bilderseite
25. Februar, Berlin
Gegen das 3jährige Bestehen des Thor Steinar-Ladens in der Petersburger Straße 94 in Friedrichshain demonstrierten am 25. Februar 2012 etwa 150 Antifaschist_innen. Thor Steinar ist eine beliebte Marke bei Rassisten, Rechtsradikalen und Neonazis. Eine Bilderseite
2. März, Berlin
Mehr als 650 Menschen beteiligten sich am 2. März 2012 an einer Demonstration gegen rechte Szenetreffpunkte in Berlin-Schöneweide. Eine Bilderseite
3. März, Berlin
Stop HZB. Atomreaktor Wannsee dichtmachen! Mit diesem Aufruf mobilisierte das Anti-Atom-Bündnis Berlin-Potsdam am 3. März 2012 zu gemeinsamen Kundgebungen vor dem Rathaus Babelsberg und auf dem Mexikoplatz. Die Kundgebungsorte markierten die Evakuierungszone bei einer möglichen Kernschmelze des Forschungsreaktors am Wannsee. Eine Bilderseite
11. März, bundesweit
Am ersten Jahrestag der Fukushima-Katastrophe gingen zehntausende Atomkraft-Gegner_innen in vielen Teilen Deutschlands auf die Straße. Unter dem Motto «Fukushima mahnt - Atomanlagen jetzt abschalten» gab es Demonstrationen in Gundremmingen, Neckarwestheim, Gronau, Hannover und in Brokdorf. Eine Bilderseite über eine 80 km lange Lichterkette im Braunschweiger Land.
18. März, Stuttgart
Zum internationalen Tag der politischen Gefangenen gab es in Stuttgart am 17. März und 18. März 2012 eine Demonstration und mehrere kleinere Kundgebungen. Eine Bilderseite
21. März, Berlin
"Handeln. Jetzt. Es ist fünf vor zwölf." So lautete das Motto einer bundesweiten Protestaktion am 21. März 2012 zum internationalen Tag gegen Rassismus. Eine Bilderseite
25. März, Berlin
Am Nachmittag des 25. März 2012 haben mehrere dutzend AktivistInnen ein nahezu leer stehendes Haus in Berlin-Kreuzberg besetzt. Bis auf vier Mietparteien stand das Haus, das der Entwicklungsgesellschaft Bevern gehört, leer - offensichtlich in der Absicht, es komplett zu entmieten und anschließend per "Luxussanierung" zu "veredeln". Eine Bilderseite
29. März, Berlin
Am 29. März 2012 fand eine Kundgebung vor dem Kundenzentrum von Vattenfall in Berlin statt. Anlass war die diesjährige Bilanzpressekonferenz des Atomkonzerns. Unter der Parole "Vattenfall in die Tonne" beteiligten sich 30 Personen und forderten die Zerschlagung, Vergesellschaftung und Enteignung des Konzerns. Einige Fotos
30. März, Berlin
Gegen innereuropäische Abschiebungen richtete sich ein Aktionstag, der am 30. März 2012 an den Flughäfen Berlin-Tegel, München, Düsseldorf, Frankfurt/Main und Hamburg stattfand. Fotos von der Berliner Kundgebung
31. März, Frankfurt/Main
GM31 - Capitalism is the crisis. Auf einer bundesweiten Demonstration am 31. März 2012 im Rahmen des antikapitalistischen Aktionstages "M31" haben über 5000 Menschen gegen die neoliberale und autoritäre Krisenpolitik der EU demonstriert. Zeitgleich fanden in über dreißig europäischen Städten Demonstrationen und Besetzungen statt, u. a. in Madrid, Athen, Mailand, Zagreb, Wien, Uetrecht, Moskau und Kiew. Fotos und Einschätzung zur Frankfurter Demonstration
7. April, Berlin
400 Menschen haben in Berlin am 7.4.2012 beim traditionellen Ostermarsch für Frieden und gegen das internationale Rüstungsgeschäft demonstriert. Eine Fotoseite
13. April, Berlin
Ein deutliches Zeichen gegen Neonazis und rassistische Gewalt setzen etwa 900 Antifaschist_innen am 13. April 2012 im Süden von Neukölln. Die Demonstration, die vom U-Bahnhof Lipschitzallee zum U-Bahnhof Rudow zog, stand unter dem Motto „Zeit zu Handeln! Keine „ Homezone“ für Nazis und Rassist_innen!“. Eine Fotoseite
19. April, Berlin
Am 19. April 2012 demonstrierte eine Gruppe Antirassisten in Berlin gegen Behördenrassismus, sowie für Bewegungsfreiheit für Flüchtlinge und Einwanderer. Im Mittelpunkt der Demonstration stand dabei die tragische Geschichte des 28-jährigen Banga (Bamkali Konateh). Eine Fotoseite
21. April, Berlin
250 Menschen beteiligten sich am 21. April 2012 in Berlin an einer Demonstration für die Freiheit Mumia Abu Jamals und aller politischen Gefangenen weltweit. Seit drei Jahrzehnten steht der Kampf für das Leben und die Freilassung des afroamerikanischen Journalisten stellvertretend für den Widerstand gegen politische Repression, institutionellen Rassismus und die barbarische Praxis der Todesstrafe in den USA. Eine Fotoseite
22. April, Berlin
Anlässlich des internationalen Aktionstages von "La Via Campesina" fand am 22. April 2012 ein Fest im Kreuzberger Gemeinschaftsgarten „Ton, Steine, Gärten“ statt. In bewährter Kooperation brachten die Gärtner_innen und die Gruppe „Frisch serviert vom Krisenherd“ die lokalen Initiativen für den selbstorganisierten Anbau von Obst und Gemüse mit globalen Themen zusammen. Eine Fotoseite
27. April, Berlin
Mehrere hundert Menschen beteiligten sich am Freitag den 27. April 2012 an einer Demonstration durch Prenzlauer Berg und Mitte gegen Kulturkahlschlag und den Erhalt alternativer Projekte in Berlin. Eine Fotoseite
28. April, Berlin
Mehrere hundert Menschen beteiligten sich am 28. April an einer Demonstration gegen das EU-Grenzregime und einen Asylknast auf dem Flughafen Schönefeld. Am neuen Flughafen BER sollen AsylbewerberInnen aus „sicheren Herkunftsländern“ an der Einreise gehindert und ihnen ein ordentliches Asylverfahren verweigert werden. Eine Fotoseite
28. April, Berlin
Am frühen Abend des 28. April 2012 haben mehrere AktivistInnen ein seit 10 Jahren zu Spekulationszwecken leer stehendes Haus in der Neuköllner Weisestraße 47 kurzzeitig besetzt. Eine Fotoseite
29. April, Berlin
Am späten Nachmittag des 29. April 2012 fand die Scheinbesetzung eines leer stehenden Schulgebäudes in der Görlitzer Straße 51 in Berlin-Kreuzberg statt. Hierzu hatten sich ca. 200 AktivistInnen versammelt, um gegen steigende Mieten und Gentrifizierung zu protestieren. Eine Fotoseite
30. April, Berlin
Die Antikapitalistische Walpurgisnacht zieht in den Wedding. "Nimm, was dir zusteht!" Unter diesem Motto fand am 30. April 2012 in Berlin eine große Demonstration gegen steigende Mieten, soziale Ausgrenzung, Gentrifizierung und Rassismus statt. Eine Fotoseite
1. Mai, Berlin
"Der Druck steigt! Für die soziale Revolution" Mit über 20.000 Teilnehmenden war die diesjährige revolutionäre 1. Mai-Demonstration eine der best besuchtesten der letzten Jahre. Eine Fotoseite
1. Mai, Istanbul
Die wohl größten Maikundgebungen Europas finden in Istanbul statt. Kamen im letzten Jahr nach unterschiedlichen Angaben bis zu einer Million Menschen auf dem Taksim Platz zusammen, wurde diese Zahl in diesem Jahr wohl noch übertroffen. Eine Fotoseite
5. Mai, Berlin
Am 5. Mai 2012 versammelten sich mehrere hundert Israelis und IranerInnen in Berlin, um gemeinsam gegen Krieg zu demonstrieren. Eine Fotoseite
9.-11.. Mai, Berlin
Die Botschaften von Nigeria und Guinea stehen wegen korrupter Praktiken und fragwürdiger Identitätsfeststellungen bei der Ausstellung von Reisedokumenten für Abschiebungen im Fokus des Protests. Demonstration am 10. Mai vor der nigerianischen Botschaft in der Neue Jakob Str. 4. Eine Fotoseite
12. Mai, Berlin
Am 12. Mai 2012, dem Jahrestag der "Indignados", sind weltweit wieder Hunderttausende Menschen auf Straßen und Plätzen zusammengekommen. Die meisten waren es in Spanien, wo die "spanische Revolution" am 15. Mai letzten Jahres geboren wurde. In Berlin gab es einen Solidaritäts-Sternmarsch mit Start an fünf verschiedenen Treffpunkten. Eine Fotoseite
16.-19. Mai, Frankfurt/Main
Blockupy Bankfurt - Ausnahmezustand in Frankfurt am Main. Mit rund 30.000 Menschen beteiligten sich weitaus mehr an der Abschluss-Demonstration von "Blockupy Frankfurt", als nach den Vortagen zu erwarten gewesen wäre. Eine Fotoseite über die Aktionstage in Frankfurt und die Großdemonstration
20. Mai, Berlin
Unter dem Motto „Tempelhof für alle, statt Luxusbebauung, steigende Mieten und Bezahlpark!“ haben am 20. Mai 2012 rund 500 Menschen in Neukölln mit einer Lärmdemo gegen die Senatspläne für das Tempelhofer Feld demonstriert. Eine Fotoseite
seit 26. Mai, Berlin
Seit Samstag, dem 26. Mai, halten MieterInnen aus den anliegenden Wohnanlagen den südlichen Teil des Kotti besetzt. Mit ihrer Platzbesetzung protestieren sie gegen die steigenden Mieten in den ehemaligen Sozialwohnungen am Kotti. Eine Fotoseite
27. Mai, Berlin
4.800 Akteure und 700.000 ZuschauerInnen feierten den Karneval der Kulturen 2012. Der Höhepunkt des viertägigen Festes war wie jedes Jahr der farbenfrohe Umzug, der am Sonntag durch Berlin-Kreuzberg zog. Eine Fotoseite
4. Juli 1992, Berlin
"Oberbaumbrücke bleibt Stadtringlücke". So lautete die Ansage, mit der vor 20 Jahren, am 4. Juli 1992, die Oberbaumbrücke besetzt wurde. Initiatorin der Besetzung war die "Brückenini", die die Schließung des Innenstadtringes verhindern wollte. Ein Fotobericht und ein Rückblick der "Brückenini"
4.-8. Juli, Köln
Am 4.-8.Juli 1992 trafen sich Regierungschefs und Finanzminister der sieben wichtigsten Industriestaaten der Welt zum Weltwirtschaftsgipfel in München. Die Proteste zehntausende Gipfelgegner_innen in der bayrischen Metropole stießen auf brachiale Gewalt von Sonderkommandos bestehend aus USK und SEK. Diese drängten die Menge hinter den Marktplatz, wo es zum berühmten "Münchner Kessel" kam. Ein Foto-Rückblick auf die Proteste und den Amoklauf der Staatsgewalt im Law-And-Order-Freistaat Bayern.
12.-23. Juli 1992, Berlin
Die ersten Grenzcamps fanden Ende der 90er Jahre an der Ostgrenze der BRD statt, um die rassistische Gewalt des europäischen Grenzregimes zu markieren. In diesem Jahr fand das No Border Camp in Köln/Düsseldorf statt, da der Flughafen Düsseldorf zu einem wichtigen Drehkreuz im europäischen Abschiebesystem geworden ist. Während der Camptage gab es zahlreiche Aktionen, die sich u.a. gegen die Abschiebepraxis von Behörden und Deportation-Airlines auf dem Großflughafen richteten. Ein Fotobericht
14. Juli, Berlin
Vier Jahre Bürgerentscheid – Spreeufer für alle“. Unter diesem Motto zogen am 14. juli 2012 rund 1000 Menschen durch Kreuzberg und Friedrichshain. Eine Fotoseite
24. Juli, Berlin
Am Spreeufer im Herzen des Wrangelkiezes liegt mitten im sogenannten „MediaSpree“-Gebiet eine seit langem unbebaute Brachfläche. Irgendwann im Mai kamen einige Anwohner_Innen der Cuvry-Brache/Ecke Schlesische Straße auf die Idee, den bevorstehenden Sommer im mit einem Zeltcamp an der Spree zu begrüßen. Eine Fotoseite
4. August, Berlin
Unter dem Motto "Die Miete ist zu hoch - wir bleiben Innenstadt!" zogen auch am 4. August 2012 wieder einige hundert Menschen vom Dauerprotestcamp am Kottbusser Tor rund durch Kreuzberg. Eine Fotoseite
18. August, Berlin
"Pro Deutschland die Tour vermasseln!" Unter diesem Motto standen die umfangreichen Protestaktionen am Wochenende 18.-19. August gegen die Kundgebungsreihe der rechtspopulistischen Splitterpartei "Pro Deutschland" in Berlin. Eine Fotoseite
25. August, Rostock-Lichtenhagen
Tausende Menschen gingen am 25. August in Rostock-Lichtenhagen auf die Straße, um den Pogromen von 1992 zu gedenken und rassistische Zustände im Hier und Jetzt anzuklagen. Eine Fotoseite
23. August - 2. September, Erfurt
Vom 23. August bis 2. September 2012 fand in Erfurt ein Sommercamp von Flüchtlings- und anderen Aktivist_innen aus antirassistischen Gruppen statt. Neben dem Austausch von Erfahrungen und praktischen Workshops diente das Camp auch dazu, Aktionen und künftige Kampagnen, wie den bevorstehenden Flüchtlingsmarsch von Würzburg nach Berlin, vorzubereiten. Eine Fotoseite
4. September, Berlin
Mit der Übergabe des Hausschlüssels an den Gerichtsvollzieher durch den Vorsitzenden des insolventen Tacheles-Vereins, ging am Morgen des 4. September 2012 vergleichsweise leise eine Ära zu Ende. Am 1. September gab es eine letzte Kundgebung vor dem Tacheles. Ein Video
22. September, Berlin
Mehr als eintausend Menschen nahmen am 22. September an der “Krachdemo” gegen Mietsteigerung und Verdrängung teil, zu der über 30 Initiativen und soziale Einrichtungen aufgerufen hatten. Eine Fotoseite
22. September, Berlin
Zum sogenannten "Marsch für das Leben" versammelten sich bis zu 3.000 christliche Fundamentalisten vor dem Kanzleramt in Berlin-Tiergarten, um für ihre reaktionäre Weltsicht und gegen Abtreibung zu demonstrieren. Zahlreiche feministische und antifaschistische Gruppen hatten zu Protesten gegen die Veranstaltung aufgerufen. Eine Fotoseite
23. September, Berlin
Unter dem Motto "Hände weg vom Wiesenmeer" demonstrierten rund 1000 Menschen quer über das Tempelhofer Feld - als Auftakt für ein Volksbegehren. Eine Fotoseite
29. September, Berlin
Unmfairteilen und Kapitalismus fairsenken. Im Rahmen des Aktionstages "Umfairteilen" fanden in mehr als 40 Städten Demonstrationen statt. In Berlin beteiligten sich rund 3.000 TeilnehmerInnen. Eine Fotoseite
5. Oktober, Würzburg - Berlin
Im September startete ein Dutzend Menschen zum REFUGEE PROTEST MARCH von Würzburg nach Berlin. 600 km Fußmarsch als Protest gegen die miserablen Lebensbedingungen von Flüchtlingen. Der Marsch erreichte die Hauptstadt am 5. Oktober 2012, wo er von einer Demonstration mit über 600 Menschen über die Stadtgrenze von Brandenburg nach Berlin begleitet wurde. Eine Fotoseite
13. Oktober, Berlin
"Abschiebestopp, Abschaffung der Residenzpflicht, Abschaffung der Flüchtlingslager!" Mehr als 5.000 Menschen gehen in Berlin gegen die deutsche Asylpolitik und für die Rechte von Flüchtlingen auf die Straße – eine der größten antirassistischen Demonstrationen der letzten Jahre. Eine Fotoseite
15. Oktober, Berlin
15 Menschen besetzten in Berlin kurzzeitig die nigerianische Botschaft, um gegen die Abschiebung von Flüchtlingen zu demonstrieren. »Wir sind hier, weil die Botschaft am effektivsten mit dem deutschen Staat zusammenarbeitet und die meisten Abschiebungen nach Afrika hier abgewickelt werden«. Eine Fotoseite
11. November, Berlin
Am 11.11. 2012 fand in Berlin eine große Solidaritäts-Demo zum Hungerstreik kurdischer Gefangener in der Türkei statt. Eine Fotoseite
14. November, Berlin
Über 1000 Menschen aus antifaschistischen und antikapitalistischen Organisationen beteiligten sich an einer Solidaritätskundgebung zum europaweiten Streiktag vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Eine Fotoseite
17. November, Berlin
200 Menschen versammeln sich spontan gegen eine Kundgebung der rechtsextremen NPD am Brandenburger Tor. Eine Fotoseite
24. November, Berlin
Mehr als 5000 Menschen beteiligten sich an der diesjährigen Gedenkdemonstration für Silvio-Meier. Silvio war am 21. November 1992 im U-Bahnhof Samariterstraße von einem Neonazi niedergestochen worden. Der Schwerpunkt der Demonstration war die Mordserie des „NSU“ und die Strukturen der Berliner Naziszene in Berlin-Lichtenberg. Eine Fotoseite
24. November, Berlin
Rund 70 Anhänger der NPD versammeln sich in Rudow, um gegen "Asylmissbrauch" und die geplante Errichtung eines "Asylantenheims" im Neuköllner Stadtteil zu demonstrieren. Der Aufmarsch konnte nach wenigen hundert Metern durch eine Sitzblockade gestoppt werden, die Neonazis mussten umdrehen und lösten ihre Demo vorzeitig auf. Eine Fotoseite
8. Dezember, Berlin
Fotorückblick: Refugee Strike am Brandenburger Tor. Zwei Mal sind Flüchtlinge am Brandenburger Tor über Wochen in den Hungerstreik getreten, um auf ihre perspektivlose Situation öffentlich hinzuweisen und direkte Gespräche mit Vertreter_innen der Bundesregierung zu erzwingen. Eine Fotoseite

Für die Realisierung weiterer Chronik-Seiten suchen wir laufend die Zusammenarbeit mit ambitionierten und engagierten Fotografinnen und Fotografen, die regelmäßig oder bei einzelnen Anlässen fotografieren und an einer Archivierung und Verbreitung ihres Bildmaterials über unser Bildarchiv interessiert sind. Weitere anstehende Fototermine sind unserem aktuellen Terminkalender zu entnehmen; Aufzuarbeitendes Archivmaterial ist in großer Fülle dem chronolischen Gesamt-Index des Bildarchivs zu entnehmen. Über Hinweise und Kooperationsangebote freuen wir uns sehr. Schreibt uns oder besucht das Archiv!
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