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 Der blutige Fueller  

Videoclip:
"Der blutige Füller"
(1'31 Min., DSL-Flash-Version)

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THEMA: MigrantInnen, Sozialhilfe, Rassismus
ORT: Berlin-Mitte
ZEIT: 22. Juni 2000
BILDMAPPE: Ablage im Bildarchiv / 3423 \
 

"Der blutige Füller"
für das Sozialamt Mitte

Preisverleihung an Sozialamt für "Verdienste" um Flüchtlingsvertreibung
Seit etwa 2 Jahren werden Sozialleistungen für Kriegsflüchtlinge landesweit gestrichen. Im Bezirk Berlin-Mitte entwickeln hierbei einige Sachbearbeiterinnen und Gruppenleiter des Sozialamtes sowie der SPD-Sozialstadtrat Keil bemerkenswerte Energien in der Anwendung des Asylbewerberleistungsgesetzes. Die angewandten Mittel bestehen:
in der Verweigerung jeglichen Bargeldes,
in der Verweigerung von Krankenscheinen und Krankenbehandlung,
in der Umsetzung der Flüchtlinge in menschenunwürdige Sammellager,
im Zwang zur Einnahme von Plastik-Fertigessen anstelle von Selbstverpflegung.
Erreicht werden soll hiermit die sog. freiwillige Ausreise oder die Flucht in die Illegalität. Für ihre besonderen Anstrengungen wurden deshalb einige MitarbeiterInnen im Rahmen einer feierlichen Kundgebung von 80 TeilnehmerInnen mit Preisen ausgezeichnet.

 
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Fotos und Video: Umbruch Bildarchiv
 
Foto: (#1007Y) Der Preis und die Lauditio...(#1007U) Foto: (#1007Z)  Kundgebung vor dem Rathaus Mitte (#1007V)  (#1008A) Der Preis soll nun übergeben werden (#1007R) Die Annahme... (#1007T) ... wird aber verweigert (#1007S)  (#1007W)

Wir zitieren hier aus der Laudatio anläßlich der Preisverleihung:
"Täglich setzen sie die renitenten BittstellerInnen vor die Tür, fordern die im Amt ständig anwesenden polizeilichen Hilfskräfte an, sprechen Hausverbote gegen Klientinnen aus. Zu ihrem Schutz sind sie angewiesen, möglichst wenig Schriftliches auszugeben oder entgegenzunehmen. So weisen sie eingereichte Kranken-Atteste, Anträge, Bitten um schriftliche Bescheide möglichst ab, erst recht, wenn diese außerhalb von den einmal monatlichen Terminen eingereicht werden. Die vorher lange Wartenden sind so schnell wieder draußen, dass sie kaum ihre Wartemarke abgeben können..."


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