Was wird aus
der Eisenbahnmarkthalle?
Eine Initiative von AnwohnerInnen will die Eisenbahnmarkthalle
in Kreuzberg neu beleben. Am 30. Januar 2010 versammelten sich Hunderte
dort zu einer spontanen Kundgebung. Mit 400 Postkarten an den regierenden
Bürgermeister Wowereit (SPD) forderten sie: "Wir wollen eine
kleinteilige Markt- und Kultur-Halle und keine Filialhalle!"
Seit Jahren dümpelt die Eisenbahnmarkthalle vor sich hin. Neben
Aldi, Kik und Drospa herrscht Leerstand auf den übrig gebliebenen
Flächen, weil niemand auf Dauer die hohen Standmieten zu zahlen
bereit ist. In den nächsten Wochen will die Stadt Berlin die Markthalle
verkaufen. Die Auswahl spitzt sich zu auf eine neue Kaiser-Filiale oder
"ein Team jüngerer Investoren, Gastronomen und Kuratoren,
die das Innere der 2850 Quadratmeter großen Halle langfristig
in eine Art kleine Idealstadt, eine Kultur-Landschaft des einundzwanzigsten
Jahrhunderts, eine Sozialmaschine verwandeln wollen."
(mehr dazu in einem lesenswerten FAZ-Bericht
vom 20.1.10)
Update: Erster Erfolg der Proteste: Die Halle geht nicht an Hollmann
und Kaisers. Der Verkauf der Eisenbahnmarkthalle wurde am 12.2. durch
den Aufsichtsrat der Berliner Großmarkt Gmbh gestoppt. Das Verfahren
wurde ohne Vergabe beendet, verkündete die BGM in einer Pressemitteilung.
Jetzt solle es ein neues Verfahren geben, bei dem die Kriterien kleinteiliger
Einzelhandel und stadtentwicklungspolitische Ziele eine wichtigere Rolle
spielen.
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Am 27. März 2010 gab es in der
Eisenbahn-Markthalle einen Nachbarschaftstag mit Musik, Ständen und neuesten
Infos. Unter anderen mit dabei der Kreuzberger Frauenchor "Judith's
Krise" (Bild).
Anwohner_Innen fangen schon mal an, die Markthalle selbst zu gestalten. Für eine lebendige Halle, subito!
Fotogalerie
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Fotos: heba/Umbruch
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