Protest
gegen NPD am 1. Mai
Auch in diesem Jahr veranstaltete die NPD einen 1. Mai-Aufmarsch in Berlin.
Diesmal zogen ca. 1500 mehr oder weniger Glatzköpfige durch das bürgerliche
Westend zum Olympiastadion. Der Umzug begann mit etwa einer Stunde Verspätung,
da es einigen dutzend AntifaschistInnen gelang, die S-Bahnstrecke zum
Startpunkt der Demonstration durch das Offenhalten von Türen in S-Bahnzügen
lahmzulegen. Ein Grossaufgebot der Polizei hatte die Demoroute weiträumig
abgesperrt, auch kleinste Strassen waren mit Seilen oder Gittern dicht
gemacht worden. Dennoch gelang es einigen AntifaschistInnen von einer
Gegenkundgebung aus, an der etwa 400 Personen teilnahmen, zu den Nazis
durchzukommen. Eine kleine Gruppe von ca. 15 AntifaschistInnen blockierten
ca. 20 Minuten die Demospitze und wurden dabei von einem Heer von "Antikonflikt"teamlern
belabert. Auffällig, wie sehr sich die rechten Kameradschaften bei
linken Parolen bedienten: "Kapitalismus zerschlagen - autonomen Widerstand
organisieren" oder "Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand
zur Pflicht". Die mitgeführte NPD-Gulaschkanone übrigens
trug eine frisch aufgesprühte Parole, die sich sicher nicht auf einem
Nazitransparent wiederfinden wird: "Nazis raus!".
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Fotos:
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