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THEMA: Abschiebungen Akubuo Chukwudi
ORT: Berlin
ZEIT: 12. November 2004
 

Akubuo Chukwudi erneut von Abschiebung bedroht

Akubuo A. Chukwudi aus Nigeria, langjähriger Aktivist von "The Voice Forum" und der "Karawane für die Rechte von Flüchtlingen und Migrantinnen" droht erneut die Abschiebung. Seit über 10 Jahren kämpft Akubuo kontinuierlich und kompromisslos für die Menschenrechte für Flüchtlinge jeglicher Herkunftsländer. 1993 stellte er seinen Asylantrag in Deutschland, seitdem versuchten die Behörden bereits dreimal den unbequemen Aktivisten abzuschieben. Zuletzt wehrte er sich im Sommer 2000 gegen die plötzliche Aufhebung seines Abschiebeschutzes mit einem 26-tägigen Hungerstreik, der ihm fast das Leben kostete. Damals organisierten Karawanegruppen tägliche Solidaritätsaktionen in Schwerin und anderen Städten. Mit Unterstützung von zahlreichen Persönlichkeiten aus Politik und Kultur, wie z.B. dem Team der TV Serie "Die Lindenstraße", konnte seine Freilassung durchgesetzt werden.
Wir trafen Akubuo am Rande der Demonstration im Rahmen des Anti-Kolonial-Afrika-Kongresses, der vom 11.-15. November in Berlin stattfand. Videointerview. Akubuo wirkte angestrengt und erschöpft. Am 22. Oktober wurde er in Parchim in einer Diskothek von 10 Neonazis zusammengeschlagen, was ihn neben dem Druck der Behörden zusätzlich belastet. Er ist nicht der einzige, der in Mecklenburg-Vorpommern zur Zeit von Abschiebung bedroht ist. Mehrere Aktivisten im Landkreis Parchim, die während der diesjährigen Anti-Lager-Tour aktiv waren, berichten von plötzlich beschleunigten Asylverfahren.
Die Geschichte Akubuos, der immense Druck der jetzt wieder nach seinem mit Not überstandenem Hungerstreik auf ihn ausgeübt wird und die Aussicht, daß nicht einmal dieser engagierte und kompromisslose Menschenrechtsaktivist ein dauerhaftes Bleiberecht erhalten soll, zeigt das das "Recht auf politisches Asyl" in Deutschland nicht mehr das Papier wert ist, auf dem es geschrieben wurde.
 

Videointerview mit Akubuo Chukwudi.
(3'10 Min., 2,5 Mb)
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  Demonstration für dauerhaftes Bleiberecht für Akubuo und andere von Abschiebung bedrohte Flüchtlinge in Mecklenburg Vorpommern am
Samstag, 20. November in Schwerin, Beginn: 13 Uhr Hauptbahnhof

Faxkampagne für Akubuo
Die zuständige Ausländerbehörde sitzt in Parchim: Telefon: 03871/7220 ( Leiter: Herr Lorenz). Fax: 03871/722664
Politisch verantwortlich ist das Innenministerium in Schwerin Telefon: 0385/588-0 oder 0385/588-2003 (Pressesprecher, heißt ebenfalls Lorenz). Fax: 0385/5882972 oder 5882974
Wenn Ihr Faxe schickt, bitte auch eine Kopie an den Flüchtlingsrat Bielefeld schicken; Dort werden die Faxe gesammelt, um einen Überblick geben zu können: Fax-Nr. 0521/5215860


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