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Von einem der Beteiligten
erhielten wir den folgenden Ankündigungtext:
"Eindruckvolle
Bilder bleiben in unserer Erinnerung und setzen sich fest. Über tausend
Menschen seit Stunden der Kälte ausgesetzt, mit aberhunderten Polizisten
konfrontiert und von Ihnen malträtiert, von diversen Wasserwerfern
bedroht und eingekesselt auf beschlagnahmten Privatgelände, skandieren
bei der morgendlichen Vorbeifahrt der Castorbehälter :" Wir
kommen wieder! Wir kommen wieder!" Keine Resignation trotz Ohnmachtgefühlen.
Was gab denen diese Kraft. Um das in Ansetzen uns und auch Leuten, die
nicht dabei sein konnten oder wollten, verständlich zu machen, haben
wir diese Broschüre gemacht.
Die Broschüre geht über den reinen Castortransport hinaus, berichtet
exemplarisch über Aktivitäten, die über das ganze Jahr
2003 liefen. Die Beteiligten selbst kommen hier zu Wort. Ideen, Ziele
und deren Umsetzungen vermitteln sich über die Schilderungen des
Erlebten. Viele kommen zu Wort, die wieder zahlreich dieses Jahr zum ersten
Mal dabei waren. Vor allem viele junge Menschen. Gorleben ist immer noch,
auch 27 Jahre nach der Standortbestimmung, ein sozialer Ort. Kreativität
und Phantasie vieler Beteiligter gegen Betonköpfe und ihrer grünen
Garden. Immer wieder gelingt es, trotz des Besatzungszustandes und der
auch hier wieder einmal praktizierten Außerkraftsetzung angeblich
vorhandener, demokratischer Spielregeln, Schnippchen zu schlagen, die
eine oder andere Mut machende Aktion durchzuziehen. Und dies nicht nur
auf das Wendland bezogen, sondern angefangen in Frankreich und während
der ganzen Fahrt des Zuges Richtung Verladekran Dannenberg. Auch nicht
zu vergessen sind die Aktionen an anderen Orten abseits des Transportgeschehens.
Auffrischen wollen wir mit der Broschüre die Erlebnisse all derjenigen
die mit dabei waren. Ermuntern wollen wir diejenigen, die sich noch nicht
trauten sich an dieser Auseinandersetzung zu beteiligen. Aufgerüttelt
werden sollen die tausende von ehemaligen Mitstreiter/innen, die jetzt
abseits standen aus unterschiedlichsten Gründen. An sie die Aufforderung,
sich einzubringen mit ihren Erfahrungen, denn nicht alles muss wiederholt
werden oder neu erfahren werden.
Die Zeiten nicht nur in diesem Land werden immer härter und wir brauchen
uns in den Auseinandersetzungen für unsere Lebensinteressen an jedem
Punkt und an jedem Ort. Deshalb ist es wichtig zusammenzukommen, sich
auszutauschen und auch voneinander zu lernen (auch im Streit). Einer dieser
Orte wird jedes Jahr das Wendland zu den alljährlichen Castortransporten
sein. Auf ein widerständiges Leben bis dann."
Wolfram Taubitz
Castor 2003 - Eine
subjektive Sicht des Widerstandes
92 Seiten davon Umschlag und acht Seiten in Farbe incl. CD Radio Freies
Wendland
Kostet 6 Euro, erscheint am 1. März
Bestelladresse: BI Lüchow-Dannenberg, Drawehner Str. 3, 29439 Lüchow
Tel. 05841/4684 email: bi-luechow@t-online.de
FAX 05841/3197 www.bi-luechow-dannenberg.de
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