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THEMA: Rechte Parteien
ORT: Köln
ZEIT: 22. April 2017
BILDMAPPE: Ablage im Bildarchiv / 3213 \

Proteste gegen den AfD-Bundesparteitag in Köln

Bis zu 40 000 Menschen demonstrierten am 22. und 23. April 2017 in Köln bei diversen Kundgebungen und Protestzügen gegen den Bundesparteitag der AfD.
Große Bündnisse, wie "Köln stellt sich quer", „Solidarität statt Hetze“ bis hin zum Festkomitee des Kölner Karnevals hatten zu den Protestaktionen gegen den Parteitag aufgerufen: "Die AfD „ist rassistisch, frauenfeindlich, LSBTI*-feindlich und autoritär. Sie steht für völkischen Nationalismus, neoliberale Wirtschafts- und Sozialpolitik, sie will einen reaktionären Wandel in der Kultur- und Bildungspolitik, leugnet den Klimawandel und will Atomkraft begünstigen. Antisemitische oder auch Holocaust-relativierende Äußerungen sind keine Einzelfälle… Deswegen ist es wichtig, dagegen klar, öffentlich und massenhaft Position zu beziehen.“

Im Rahmen der Kampagne „Solidarität statt Hetze“ hatten bundesweit antirassistische, antifaschistische Gruppen, LSBTIQ*-Initiativen, Schüler*innen, Auszubildende und Student*innen, Parteien, Jugendverbände und weitere Initiativen dazu aufgerufen, den Bundesparteitag der AfD zu blockieren. Der Tag begann so auch mit den Blockaden, die den AfD Parteitag erheblich verzögern konnten. Bei dem Blockadeversuch kam es zu kleineren Rangeleien zwischen Protestlern, AfD-Delegierten und Polizei, als diese ersuchte, den Delegierten den Zutritt zum Maritim-Hotel zu ermöglichen oder vor Konfetti-Attacken zu schützen.
Anschließend war Treffpunkt am Heumarkt, um wie geplant durch die Stadt zu demonstrieren. Auf dem Weg sammelte die Demo die übrig gebliebenen Blockaden ein, wodurch sie kontinuierlich anwuchs. Auf der Demonstration des Bündnisses „Solidarität statt Hetze“, befanden sich zum Schluss rund 15.000 Menschen.
Auch wenn es Kritik am völlig überzogenen Polizeigroßaufgebot und unverhältnismässigen Maßnahmen gab, die Polizei hatte über 4000 Einsatzkräfte aus dem gesamten Bundesgebiet im Einsatz, zog Jan Sperling von Solidarität statt Hetze im Anschluss eine insgesamt positive Bilanz des Wochenendes: „Wir haben ein eindrucksvolles Zeichen gegen rechte Hetze und Menschenverachtung gesetzt und gezeigt: in unserer Gesellschaft ist hierfür kein Platz. Dagegen haben wir, mit verschiedenen Protestformen, ein deutliches Zeichen gesetzt.“


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Fotos: Oliver Feldhaus
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