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THEMA: Urban Art:
Streetart und Graffiti
ORT: Berlin und Bremen
ZEIT: 2003 bis 2013
BILDMAPPE: Ablage im Bildarchiv 786 \

Reclaim your City - Kunst- und Stadtaktivismus

„Reclaim your City“ ist keine Gruppe sondern ein Aufruf. Ein Aufruf mitzumischen in der Stadt, sich gestalterisch in das Stadtbild einzubringen. Die gleichnamige Website dokumentiert mit tausenden Fotos aus Berlin, einigen Städte-Specials, Tutorials und Interviews die Entwicklung der Streetart seit dem ersten großen Frühling 2003. Es entwickelte sich ein lokales Netzwerk aus MalerInnen und StreetartaktivistInnen, dass sich zu verschiedenen Ausstellungen ( Neurotitan, Toilette, Gängeviertel) und anderen urbanen Interventionen zusammen findet. Doch der Aktionsradius hat sich in den letzten Jahren ausgehend von den klassischen Streetartpraxen wie Dose, Pinsel, Schablonen und Posterkleben erweitert. Heute gehören dem Netzwerk auch GuerillagärtnerInnen, mobile Soundsysteme und StadtteilaktivistInnen an. Reclaim Your City - Wir sind die Stadt!

Die folgenden Fotospecials dokumentieren einen Ausschnitt der Aktivitäten der letzten Jahre. Viel Spaß beim anschauen.
Viele weitere Fotos und Infos findet ihr unter: reclaimyourcity.net



Odyssee durchs Geld - ein Fest auf der MSStubnitz
Fotos von: reclaimyourcity.net


Politik und Party
Illegale Parties in temporär angeeigneten Räumen, oder auch im Freien, haben eine lange Tradition in subkulturellen Bewegungen. Ob es dabei eine Reclaim the Streets Party mit offiziell politischem Anliegen ist - weil sie etwa auf die Kommerzialisierung von Kultur hinweist - oder Mensch auf einschlägigen Websites Ankündigungen zu illegalen Veranstaltungen findet - der Sinn bleibt der gleiche: Wir feiern wo es uns gefällt. Meist ist die Anreise das abenteuerlichste. Über Schleusungspunkte gelangt mensch an einen Ort, an dem sie/er nie zuvor gewesen ist. Das Bier ist billig, die Leute nett, wenn die B. kommen, wird verhandelt, die Anlage beschlagnahmt oder zuvor hektisch abgebaut und durch den Hinterausgang abgehauen. Kein Gott, kein Staat, keine Schanklizenz!
"Die Räuber" sind ein Kollektiv, dass seit mehreren Jahren solche Parties im öffentlichen Raum zwischen Bremen und Berlin organisiert: in alten Industriebrachen an der Spree, auf der MS Stubnitz oder in leerstehenden Möbelhäusern. Eine Party gab es im letzten Jahr in Berlin Rummelsburg in einer leerstehenden ehemaligen Veranstaltungshalle. In Bremen drehte sich 2011 alles ums Thema Geld. Banner im Hafen, falsche Geldscheine, ich brauch mehr Geld für Berlin. Kein Eintritt, keine Polizei!


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Kein Eintritt, keine Polizei
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Kunst & Wohnen in Italien
Fotos von: reclaimyourcity.net
In italienischen Squats geht Kunst & Wohnen eine viele engere Verbindung ein, als wir es aus Deutschland kennen. Nachdem ein Haus besetzt wurde, werden oft KünstlerInnen eingeladen, die Fassade und Innenräume zu gestalten.
Im Juni 2010 wurde mit der via Savona 18 nach Jahren wieder ein Haus in Mailand erfolgreich besetzt und als Soziales Zentrum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Es beherbergte zwischenzeitlich ca. 50 Menschen, ein paar Hunde, eine kollektive Küche, Ateliers für KünstlerInnen, eine Reparatur-Werkstatt, eine Umsonst-Bibliothek, ein Web-Radio, ein Kino, ein Büro und eine Bar.
Für die künstlerische Gestaltung der Wände kam Unterstützung von MalerInnen aus Berlin.


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Eine Ausstellung im Untergrund
mit Fotos von: reclaimyourcity.net


Im Oktober 2011 knackte das RYC-Netzwerk eine leerstehende Untergrundtoilette am Mehringdamm auf der größten Kreuzung in Kreuzberg 61. In den folgenden Wochen wurden die Räumlichkeiten geputzt und gestaltet um sich schließlich anlässlich der jährlichen RYC-Ausstellung an einem Abend dem zahlreich anwesendem Publikum zu zeigen. Wer an diesem Abend nicht kam, war die Polizei. So wurde die reizvolle Location auch die nächsten beiden Wochenenden bespielt. Nach einer spektakulären Räumung ist das Örtchen mittlerweile massiv zugebrettert und wartet auf eine Neueröffnung.

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1up liebt Kreuzberg
Fotos von: 1up


Die Kreuzberger Maler-Familie 1UP ist seit 2003 aktiv und hat seitdem nicht nur Berlin, sondern mittlerweile auch vielen anderen Städten auf der ganzen Welt ihren markanten Stempel aufgedrückt. 1UP steht für One United Power. Die AktivistInnen verzichten – anders als sonst im Graffiti üblich – auf Einzelnamen, alle ziehen an einem Strang.


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Fassadenbilder
mit Fotos von: reclaimyourcity.net

Am haltbarsten ist das legale Bemalen von Fassaden. Dabei ist es nicht unbedingt unkomplizierter. Gibt es ein Gerüst zur Gestaltung, oder müssen wir uns aus den Fenstern lehnen? Hat das zu gestaltende Projekt Kohle für Farben oder vielleicht auch bestimmte Vorstellungen von dem Motiv? Schließlich müssen die beteiligten KünstlerInnen in einem gemeinsamen Prozess eine Skizze entwickeln, die allen gefällt. Die Kunst ist das Kollektiv! Oder Das Kollektiv ist die Kunst!
Hier seht ihr einige Bilder von der Entstehungsgeschichte von vier Fassadenbildern an Ex-besetzten Häusern in Berlin, Brunnenstraße 183 (Mitte) die Liebigstraße 34 in Friedrichshain, die Grünberger Straße 73 (Friedrichshain) und die Mansteinstraße 2/2a (Schöneberg).


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Politische Stencils
mit Fotos von: Toni, Pepe, Felix, Paul, lilunumlock, just, etepetete


Die Kultur der Wandmalerei wird auch in Berlin schon lange praktiziert. Es sind die Leute, die keine Kohle haben, um eine Fläche zu kaufen oder zu mieten um ihre Message rauszubringen. Das unerlaubte anbringen von Farbe ist stets ein Angriff auf die Herrschaftsverhältnisse im öffentlichen Raum, da die Aktion die Eigentumsverhältnisse ignoriert. Der Inhalt reicht von politischer Artikulation, zu (skurillen) Dada, hin zu Icons der Streetart oder dem Name-writing der Graffitibewegung. Zum Einsatz kommen Dosen, Pinsel, Farbroller, Teleskobstangen und Feuerlöscher. Für plakative und zügig angebrachte Botschaften eignen sich besonders vorbereitete Schablonen, die Stencils. Dazu hier eine Reihe sehenswerte Beispiele aus Berlin.

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