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THEMA: Castortransport
ORT: La Hague/Wendland
ZEIT: 7.-11. November 2008
BILDMAPPE: Ablage im Bildarchiv / 614 \

Castortransport 2008

"10, 9, 8...." Ein kleines Feuerwerk begleitet den Countdown per Megaphon am frühen Montagabend in Grippel wenige Kilometer vorm Zwischenlager Gorleben. Schon jetzt ist der diesjährige elfte Castortransport aus dem französischen La Hague der langwierigste in der Geschichte des Wendlandes. Und noch immer ackern die Polizeitechniker an den beiden Betonklötzen der bäuerlichen Notgemeinschaft. Diese bestehen aus einer zweiteiligen Pyramide - außen Beton, innen Stahl - an denen sich acht Menschen angekettet haben. An der Konstruktion dieser "Version 2.0" müssen wohl sämtliche ExpertInnen des Wendlandes mitgewirkt haben.
Nicht nur diese Blockade fällt dieses Jahr aus dem Rahmen. Am Samstag demonstrieren dreimal soviel Menschen wie beim letzten Castortransport in Gorleben. Mit dabei sind 400 Trecker der bäuerlichen Notgemeinschaft, soviele wie lange nicht mehr. Ein Teil von ihnen wird später noch die Nordroute bei Quickborn vollkommen dichtmachen.
Bereits in Frankreich legen drei AktivistInnen - angekettet an den Schienen - einen vor und stoppen den Transport über Stunden. Währenddessen bringen Brandsätze auf Signaleinrichtungen der deutschen Bahn in mehreren Regionen den Zugverkehr durcheinander. Hunderte AktivistInnen von "x-tausendmal quer" beginnen schon am Samstag nach der Großdemonstration mit der Blockade des Zwischenlagers und wieder sind Tausende in den Wäldern und Straßen unterwegs, um mit Sitz- und Materialblockaden den Castortransport auf Schiene und Straße zu stoppen...

Dienstag Morgen gegen 0.25 Uhr kommt der Transport nach fast 80 Stunden Fahrt im Zwischenlager Gorleben an. Mit ihm wohl auch die Botschaft aus dem Wendland: der massive Widerstand in diesem Jahr ist nur ein Vorgeschmack auf das, was kommt, wenn der Wiedereinstieg in die Atomenergie weiter forciert wird.

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Fotos Johannes Neumann/heba/Umbruch Bildarchiv
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