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THEMA: Burma, Myanmar
ORT: Südostasien
ZEIT: 2005-2006
BILDMAPPE: Ablage im Bildarchiv 8635 \

Burma

Leben und Widerstand in einem totalitären Regime

Nicht viele werden jemals von dem Land Burma oder Myanmar in Südostasien gehört haben. Jährlich reisen mehrere Millionen Touristen nach Thailand und nur ein paar Hunderttausend besuchen dagegen das Nachbarland Burma. Thailands Militärdiktatur ist gerade ein paar Monate alt, in Burma putschte das Militär bereits 1962 und gilt somit als die weltweit am längsten herrschende Diktatur. Einem Rucksacktouristen, der das Land besucht, eröffnet sich eine einmalige buddhistische Kultur mit freundlich lächelnden Menschen. Aber die Realität des totalitären Regimes bleibt hinter dieser Kulisse versteckt.
Für die Burmesen und die Angehörigen der vielen ethnischen Minderheiten, die in Burma leben, ist der Buddhismus ein Ort der Ruhe in einer bizarren Lebenssituation. In den Grenzregionen Burmas tobt seit mehr als 50 Jahren ein blutiger Bürgerkrieg gegen Rebellen der ethnischen Minderheiten, die für die Anerkennung ihrer Rechte kämpfen. Millionen Zivilisten flüchten vor diesen Gefechten und werden Opfer von Willkür durch burmesische Regierungstruppen. Die Junta hat das Land wirtschaftlich in den Ruin getrieben und die Bürger werden oft als ZwangsarbeiterInnen mißbraucht. Die existierende politische Opposition wird repressiv verfolgt, derzeit befinden sich mehr als 1.000 AktivistInnen unter skandalösen Umständen in Haft und werden in Verhören gefoltert.
In Europa, Amerika und Asien haben sich unzählige Burma Gruppen gebildet, die zusammen mit Exilburmesen für ein Ende der Diktatur kämpfen; die zahlreichen Menschenrechtsverletzungen wurden bereits mehrfach vor der UN verhandelt. Dennoch ist eine politische Veränderung in Burma nicht in Sicht, einer der wenigen Lichtblicke ist, daß der weltweite Druck auf die Junta steigt, ihre Macht endgültig an ein frei gewähltes Parlament abzugeben. Da die tragische Situation Burmas in der allgemeinen Presse kaum Beachtung findet, soll dieser Bericht Hintergrundinformationen und einen Einblick in die Probleme und Hoffnungen der Menschen geben. Eine Fotoreportage von Nicholas Ganz. Zur Bildgalerie



Fotos und Texte von Nicholas Ganz Zur Bildgalerie Weiter

Über den Fotografen

Nicholas Ganz (Internet: www.keinom.com / Email: info@keinom.com) lebt
und arbeitet als Fotograf und Autor. Mitte der 90‘er Jahre bemalte er nachts Wände mit Graffiti. Tagsüber dokumentierte er dann mit der Kamera
seine eigenen Werke und die Graffitis anderer Sprüher.
2004 veröffentlichte Nicholas sein erstes Buch Graffiti World, das sich mit der weltweiten Graffiti Kultur beschäftigt. Zwei Jahre später erschien dann sein
zweites Buch Graffiti Woman, in dem er die Situation der Frauen im Graffiti
und weltweite Künstlerinnen vorstellt. In den letzten Jahren hat Nicholas
die Fotografie als ein künstlerisches Medium entdeckt, mit der er sein Interesse
für das soziale Leben der Menschen und den Widerstand
gegen soziale Ungerechtigkeit darstellen kann.
Die Fotovorlagen, die er früher für seine gemalten und gesprühten Bilder nutzte, photographiert er heute selbst. Dabei sind ihm die Themen, die in der
allgemeinen Darstellung nicht erscheinen und über die wenig gesprochen wird, besonders wichtig. Darum hat er Burma auf vielen Reisen besucht
und die Lebenssituation in der burmesischen Diktatur dokumentiert.
Zusammen mit Elena Jotow hat er gerade ein neues Buch über die Situation
in Burma fertig gestellt, welches im April 2009 unter dem Titel 'Burma - the alternative guide' herauskommen wird.





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