Unter diesem Motto
haben am 28. Januar 2012 mehr als 1.000 TeilnehmerInnen gegen Polizeigewalt,
Repression und Überwachung demonstriert. Der Protest richtete sich
zudem gegen die Militärtagung "International
Urban Operations Conference" (31.1.-2.2.) und den 15. europäischen
Polizeikongress, der am 14. und 15. Februar in Berlin stattfindet.
Die Demonstration war ab 16 Uhr am Herrfurthplatz angemeldet und sollte
ursprünglich durch den Schiller- und den Reuterkiez und Kreuzberg
61 bis zum Polizeipräsidium am Tempelhofer Damm führen. Um
den sonst üblichen Vorkontrollen durch die Polizei zu entgehen,
war bei der Mobilisierung im Vorfeld dazu aufgerufen worden, sich im
Schillerkiez aufzuhalten und nach und nach der Demonstration anzuschließen.
Deshalb begann die von einem großen, aber zunächst im Hintergrund
agierendem Polizeiaufgebot begleitete Demonstration am Herrfurthplatz
mit nur 150 TeilnehmerInnen, wuchs dann aber rasch auf über 1.000
Menschen an. Am Reuterplatz angelangt, wich die Demospitze plötzlich
von der ursprünglichen Route ab und bog in die Reuterstraße
ein, wo sie von der Polizei am Weitergehen gehindert wurde. Daraufhin
beendete der Anmelder die Demonstration offiziell. Direkt im Anschluß
kam es zu mehreren Spontan-Demos kleinerer Gruppen in Neukölln,
Kreuzberg und Friedrichshain. Bei den nun folgenden Auseinandersetzungen
mit der Polizei gab es mehrere Angriffe auf Polizeifahrzeuge und Geschäfte
sowie den Versuch, Straßenbarrikaden zu errichten. Ehemalige DemoteilnehmerInnen
wurden durch Neukölln gejagt oder am Lausitzer Platz und in der
Oranienstraße gekesselt. In der Nacht zu Sonntag stürmte
die Polizei das alternative Hausprojekt in der Rigaer Straße 94
in Friedrichshain, wo eine After-Demo-Party stattfand. Es gab mehrere
Verletzte. Die Polizei nahm insgesamt 70 Personen fest.
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