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Anticolonial Africa KonferenceIn Berlin fand vom 11.-15.11.2004 die 'Anticolonial Africa
Conference 2004' in der 'Alten Feuerwache' in Kreuzberg statt. Die Konferenz
wurde seit zwei Jahren von einer Gruppe vorbereitet, an der überwiegend
afrikanische Flüchtlinge und Leute aus Deutschland beteiligt waren.
In den vier Tagen trafen sich täglich etwa 250 Menschen zu Vorträgen, Filmen, Diskussionen, einer Ausstellung und Workshops. Am Donnerstag, den 11.11. gab es eine Gedenkveranstaltung an der Berliner 'Neuen Wache' (Unter den Linden) für die Opfer der deutschen Kolonialkriege. Es wurde die Forderung an die Bundesregierung gestellt, eine weitere Gedenktafel mit folgender Aufschrift anzubringen: "Jeder Kolonialismus ist ein Verbrechen gegen die Menschheit. Die Bundesrepublik Deutschland gedenkt der Menschen in Afrika, Asien und Ozeanien, die durch den deutschen Kolonialismus verletzt, ihrer Würde beraubt, verjagt und ermordet wurden. Sie bittet die Nachfahren um Entschuldigung." (weiter: siehe unten) |
Fotos:
Fadl/Umbruch-Bildarchiv |
| Am
Freitag den 12. November fand nachmittags eine 'Antikoloniale Demonstration'
statt, an der sich etwa 400 Personen beteiligten. Am Samstag wurde auf der
'Antikolonialen City-Tour' Informationen zu verschiedenen "kolonialen
Orten" in Berlin gegeben. Themen der Konferenz waren u.a. - Verbrechen
der Kolonisierung (mit Schwerpunkt Völkermord an Herero und Nama in
Namibia und deren Kampf um Entschuldigung und Entschädigung bis heute)-
'Fortress Europe' (Außen- und Innengrenzen in Europa, Lager in Nordafrika)
- Rassistische Diskriminierungen im Hartz IV - Gesetz - Ausbeutung Afrikas
(Natürliche Ressourcen und Kriege/Konflikte in Afrika - Widerstand
gegen die Kolonisierung. Die Konferenz hielt fest, dass die aktuelle Entwicklungshilfe-
und Migrationspolitik von kolonialen Strukturen durchzogen ist. Die zentrale
Forderung der Konferenz lautet: Entschuldigung und Entschädigung für
die Kolonisation. Forderungen, die auf der Konferenz weiterentwickelt wurden:
1. Beendigung
aller Kriege, kein militärischer Schutz bei der Ausbeutung von Rohstoffen,
kein Export von Waffen nach Afrika, keine Entsendung von Interventionstruppen,
kein Flüchtlingsmanagement durch NGOs |
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