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THEMA: Arbeitskämpfe
ORT: Berlin
ZEIT: 19. Dezember 2003
BILDMAPPE: Ablage im Bildarchiv/ 140 \
 

...wir haben noch eine Rechnung offen

Fortgesetzter Lohnbetrug auf der WBM-Baustelle"Rathauspassagen" am Alexanderplatz

AktivistInnen der Flüchtlingsinitiative Brandenburg (FIB), der antirassistischen Gruppe Elexir-A und vom Lohnbetrug Betroffene besuchten am Freitag, den 19. Dezember 2003 die Zentrale der Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) in der Dircksenstraße. Zum Jahresabschluss wurde die WBM als Generalübernehmerin erneut an ihre Verantwortung für den systematischen Lohnbetrug ihrer Subunternehmer erinnert. Die Delegation wurde von einem Vertreter des Öffentlichkeitsreferats der WBM im Foyer des WBM Gebäudes empfangen. Die Gruppe übergab ihm symbolisch eine offene Rechnung über 16.505 € und kündigte weitere Aktionen an. Der Vertreter der WBM sagte zu, sich für die Lohnauszahlung bei den Subunternehmen einzusetzen und will sich nach Rücksprache mit den Verantwortlichen am kommenden Montag bei der Gruppe melden..
Mit dem Besuch wollen die AktivistInnen für die noch ausstehenden Lohnzahlungen der Firma MBG Mega Bau & und Gebäudereinigung GmbH - eines weiteren Sub-Sub-Unternehmens der WBM - sorgen. Dieses weigert sich trotz des Drucks der antirassistischen Initiativen, die geleisteten Arbeiten anzuerkennen und zu entlohnen. (weiter siehe unten)



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Fotos: Umbruch-Bildarchiv
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(Foto: Amine/Umbruch Bildarchiv #1125n) (Foto: Amine/Umbruch Bildarchiv #1125i) die offene Rechnung wird einem Vertreter der WBM übergeben (Foto: Amine/Umbruch Bildarchiv #1125j (Foto: Amine/Umbruch Bildarchiv #1125k) (Foto: Amine/Umbruch Bildarchiv #1125l) Nachbereitung vor der WBM-Zentrale (Foto: Amine/Umbruch Bildarchiv #1125m) Nachbereitung vor der WBM-Zentrale (Foto: Amine/Umbruch Bildarchiv #1125o) (Foto: Amine/Umbruch Bildarchiv #1125h)


Bei der vierten und bisher letzten Gruppe von sieben Arbeitenden, die sich an die Flüchtlingsinitiative Brandenburg und Elexir-A gewandt haben und im Rahmen der Kampagne gegen Lohnbetrug unterstützt werden, beträgt die ausstehende Lohnsumme insgesamt 16.505 €. Seit August diesen Jahres ist die WBM über diesen und weitere Fälle von Lohnbetrug informiert. Bei einem gemeinsamen Treffen der Arbeiter, den genannten Initiativen und der WBM am 21. Oktober 2003 wurde der genaue Vorgang des Lohnbetrugs, die ausstehende Lohnsumme und die beteiligten Unternehmen der WBM bekannt gegeben. Die WBM versprach, ihre direkten Subunternehmen zu einer Lösung zu drängen. Die WBM behauptet zwar, die "entsprechenden Arbeiter im Bemühen, an das Ihnen zustehende Arbeitsentgelt zu gelangen" zu unterstützen. Aber an der Ernsthaftigkeit der Bemühungen der WBM bestehen berechtigte Zweifel. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass die WBM sich hinter den Subunternehmern verstecken will. Zahlungen selbst zu übernehmen, verweigert die WBM bisher. Damit entzieht sie sich ihrer Verantwortung für eine Lohnauszahlung an die Arbeitenden.
Die Dimension des Lohnbetrugs an Asylbewerbern begann sich erstmalig im Juni 2003 aufzuzeigen, als 19 Arbeiter erfolgreich ihren ausstehenden Lohn in Höhe von 13.500 € eingefordert haben. Es stellte sich heraus, dass auf der Baustelle "Rathauspassagen" über einen Zeitraum von mehr als einem halben Jahr systematisch an verschiedenen Gruppen von Arbeitern Lohnbetrug betrieben worden war. Wie im Baugewerbe üblich, wird die Verantwortung in einem undurchsichtigen Geflecht von Subunternehmen und Firmeninsolvenzen hin und her geschoben. Zusätzlich wurden die Fälle von 23 Arbeitern bekannt, die um über 30.000 € betrogen wurden. Für sie konnten bisher knapp 12.000 € erfolgreich erstritten werden. Elixir-A

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