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THEMA: Krieg im Gazastreifen
ORT: Berlin
ZEIT: 25. Januar 2009
BILDMAPPE: Ablage im Bildarchiv/ 8451 \

Frauendemo gegen
Krieg
in Gaza

25. Jan. Berlin - Mehrere Hundert Frauen demonstrierten in Berlin Kreuzberg für die Einhaltung der Menschenrechte im Gazastreifen. Auf der einen Seite stehe für die Frauen der Kampf gegen Krieg und Besatzung, auf der anderen Seite die Konfrontation mit einer männlich dominierten Gesellschaft, so die Veranstalterinnen in ihrem Aufruf. Während der Demonstration betonte die Sprecherin einer Migranten-Gruppierung den zeitlichen Zusammenhang zwischen der politischen Selbständigkeit der Palästinenser und dem Einsatz massiver Gewalt von Seiten Israels. Eine Rednerin aus Kamerun forderte in ihrer Ansprache zur Wachsamkeit auf: "Wir müssen die Augen offen halten", sagte sie, "denn bevor eine kriegerische Auseinandersetzung beginnt, ist bereits ein wirtschaftlich ziviler Krieg beobachtbar." Die Armee komme danach immer nur, um diese wirtschaftlichen Interessen mit Gewalt durchzusetzen. Von ihrer langjährigen palästinensischen Freundin Leila berichtete eine weitere Rednerin. Leila lebte mit ihrer Familie 17 Jahre lang im Exil in Saudi Arabien. Als der "sogenannte" Friedensprozess begann, kehrten sie zurück nach Gaza. Zusammen mit vielen hochqualifizierten Rückkehrern wollten sie in ihrem Land in Freiheit leben und sich eine Existenz aufbauen. Das sei von Anfang nicht möglich gewesen. "Ihr Haus wurde beschossen. Familienmitglieder zeigten uns die Einschusslöcher in den Wänden. Meine Freundin Leila verdeckte die mit Kunstblumen. Da ihr Vater ein linker Aktivist ist, versagte man ihr eine höhere Schulbildung und damit die Möglichkeit zu studieren." Schon seit langem verfolge Israel jede politische Betätigung, nicht nur die der Hamas. "Ob kommunistisch, nationalistisch, sozialdemokratisch oder sonst wie ausgerichtet...das ist egal". Nur unter sehr großen Opfern sei es überhaupt möglich in Palästina politisch zu handeln. "Ganze Familien werden dafür kollektiv bestraft" - Was die Menschen im Gazastreifen aber vor allem brauchen, sind genau diese vielfältigen politischen Betätigungsfelder und Rechte, um ein funktionierendes demokratisches Gefüge aufzubauen und zu festigen. - MvH -

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Fotos: Matthias von Hoff
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Weitere Fotos und Informationen:

  • Presserklärung der Veranstalterinnen
  • Kundgebung gegen den Krieg in Gaza am 7.1.09 vor dem Außenministerium in Berlin
  • Demonstration gegen den Krieg in Gaza am 10.1.09 in Berlin

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