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Wo waren die Aufbrüche der 68er-Generation? Diese Tour folgt den Spuren Rudi Dutschkes in Berlin von 1960 bis 1968. Er blieb Berlin auch in den siebziger Jahren - nach dem überstandenen Attentat - verbunden. Startpunkt ist bei der "taz", dann geht es zu den wichtigsten Plätzen der "Außerparlamentarischen Opposition (APO) " rund um die Technische Universität in Charlottenburg. Anschließend in den Ortsteil Dahlem zur Freien Universität, in deren Nähe Dutschke auch beerdigt ist. Auf der Rückfahrt besuchen wir einige Orte der "Alternativen Szene" im Stadtbezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Nächste Tour: 20. Juli 2008
Preis: 24,00 Euro, ermäßigt 18,00 Euro. Mehr Informationen und Buchung: Taxiwallfahrten.de

Geschichte erfahren
Von Risiken und Nebenwirkungen
Dutschkes Berliner Jahre 1960 - 1979
THEMA: 68er-Bewegung, Dutschke, Springer
ORT: Berlin
ZEIT: 30. April 2008
BILDMAPPE: Ablage im Bildarchiv/ 476\

Vorfahrt für Rudi Dutschke

Am Vorabend des diesjährigen 1.Mai 2008 feierten Hunderte eine lang erkämpfte Strassenumbenennung: Nunmehr trifft am Ende der Oranienstrasse in Kreuzberg die Axel-Springer-Strasse auf die neue Rudi-Dutschke Strasse. Rudi hat jedoch Vorfahrt! Das Ereignis wurde am 30. April gebührend gefeiert. Mehrere hundert Menschen zogen, nach einer kurzen Kundgebung, bei der die neuen Strassenschilder enthüllt wurden, mit einer Demonstration durch die neue Rudi-Dutschke-Strasse. Mit dabei waren unter anderem die in Würde gealterte Brassband "IG Blech" und die Familienmitglieder des Dutschke-Clans (seine Kinder Marek, Polly-Nicole, Hosea-Che, nebst Dutschke-Brüdern sowie seine Ehefrau Gretchen Klotz-Dutschke und auch einige ihrer Enkelkinder). (Weiter im Überblick siehe unten)

 


Fotos: Umbruch-Bildarchiv
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Bereits 2004 hatte die taz gemeinsam mit einer Kreuzberger Bürgerinitiative vorgeschlagen die Kochstrasse in die Rudi-Dutschke Strasse umzubenennen und war damit gerichtlich erfolgreich.
Der Axel-Springer-Verlag sowie eine Gruppe von Bürgerinnen versuchten daraufhin das Urteil zu kippen. Sowohl das Berliner Verwaltungsgericht als auch das Oberverwaltungsgericht wiesen die Klage ab mit der Begründung, dass die Umbenennung der Strasse die Situation vor 40 Jahren aufzeigt, an der Dutschke, wie auch der Axel-Springer-Verlag beteiligt waren. Wie das Ganze interpretiert werden könne, unterliege der Meinungsfreiheit. Nun denn Rudi hat Vorfahrt und wir meinen zu Recht!

Zur Geschichte:
Vor 40 Jahren (im April 1968) kam es entlang der neuen Rudi-Dutschke-Str. zu schweren Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Anhängern der ApO (außerparlamentarische Opposition), als versucht wurde die Auslieferung der Tageszeitungen des Axel-Springer-Verlages zu verhindern. Von Berlin aus griffen die als "Osterunruhen" bekannten Ereignisse international auf andere Orte über.

Am Nachmittag des 11.April 1968 wurde Rudi Dutschke durch Schüsse eines Rechtsradikalen auf dem Berliner Ku´Damm schwer verletzt. Viele sahen in dem Verleger Axel Springer den "eigentlichen Schützen auf Dutschke", da die Springerzeitung zuvor eine breit angelegte, jahrelange Hetzkampagne gegen die ApO durchgeführt hatte. Konsequent wurde als Reaktion nach dem Attentat auch die "Enteignet Springer"-Kampagne forciert. Rudi Dutschke starb am 24. Dezember 1979 an den Spätfolgen des Attentats.

Einen weiteren Beitrag um dem vergessen der 68er-Bewegung entgegenzusteuern, liefert der Umbruch-Mitarbeiter Leh. Er bietet bereits seit 2 Jahren eine dreistündige Rudi-Dutschke-Tour per Taxi an. Weitere Informationen dazu unter www.taxi-wall-fahrten.de
vgl. auch Bericht in der Zeitschrift Contraste September 2007



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