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THEMA: christlicher Fundamentalismus
ORT: Berlin
ZEIT: 22. September 2012
BILDMAPPE: Ablage im Bildarchiv/ 372 \

"Pro Life" is a lie - you don't care if women die"

Marsch für das Leben

Zum sogenannten "Marsch für das Leben" versammelten sich am 22. September bis zu 3.000 christliche Fundamentalisten vor dem Kanzleramt in Berlin-Tiergarten, um für ihre reaktionäre Weltsicht und gegen Abtreibung zu demonstrieren. Zahlreiche feministische und antifaschistische Gruppen hatten zu Protesten gegen die Veranstaltung aufgerufen – schließlich gibt es virulente Verbindungen der selbst ernannten Super-Christen zu rechtspopulistischen Vereinigungen wie "Die Freiheit" oder "Pax Europa".
Die Polizei war stets bemüht, jeglichen Protest abseits der offiziell angemeldeten Gegenkundgebung bereits im Keim zu ersticken. Personen, die nach oberflächlicher Inaugenscheinnahme nicht christlich genug aussahen, erhielten kurzerhand einen Platzverweis. Zudem wurden sie – eher unchristlich – von TeilnehmerInnen des Marsches als "Kommunistenschweine" beschimpft und hier und da auch mal körperlich angegangen.
Nichtsdestoweniger hatten sich mehrere Dutzend Protestler unter die Kundgebung sowie unter die vom Kanzleramt zur Hedwigkathedrale ziehende Demonstration gemischt und machten ihrem Unmut immer wieder mit lautstarken Parolen Luft. Die Polizei hatte dem wenig entgegen zu setzen; mehrmalige Versuche, die "Störenfriede" mittels Spalier oder Trichtern aus der Demonstration zu entfernen, scheiterten dadurch, dass die unerwünschten Personen sich kurzerhand innerhalb der Demo verteilten und kurz darauf wieder zu Kleingruppen zusammenfanden.
Insofern blieb der als "Schweigemarsch" deklarierte "Marsch für das Leben" nicht ohne kritische Begleitung. Die einen Marschierer nahmen es relativ gelassen, andere sangen und beteten mit Inbrunst. Wieder andere wurden handgreiflich. Dem Beobachter drängte sich der Eindruck auf, dass christliche Werte wieder einmal von Fundamentalisten mißbraucht wurden, um ein reaktionäres Weltbild auf die Straße zu tragen. Amen. - AS -




Fotos: Andreas Schmitz/Umbruch-Bildarchiv
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