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(Foto: Umbruch Bildarchiv #1304e) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1304f) Andrang vorm Gerichtsgebäude. 50 BesucherInnen plus 25 Pressevertreter fanden im Gerichtssaal Platz. Viele weitere mußten draußen warten. (Foto: Umbruch Bildarchiv #1304g) Aufkleber am Eingang zum Gericht: "Wir bieten Schutz bei rassistischen Übergriffen" (Foto: Umbruch Bildarchiv #1304h) Massenandrang von Kamerateams und Fotojournalisten. (Foto: Umbruch Bildarchiv #1304i) Mutter und Bruder Oury Jallohs und Mouctar Bah, Freund der Familie (Foto: Umbruch Bildarchiv #1304j Angeklagter Dienstleiter Andreas S. und sein Anwalt (Foto: Umbruch Bildarchiv #1304k) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1304l) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1304m) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1304n) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1304o) Zwischenbericht aus dem Gerichtssaal (Foto: Umbruch Bildarchiv #1304p) Die Polizei beschlagnahmte ein Transparent mit der Aufschrift: "Oury Jalloh - das war Mord" (Foto: Umbruch Bildarchiv #1304q) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1304r) Gedenkstein für Alberto Adriano, der im Jahr 2000 Opfer rechter Gewalt in Dessau wurde  (Foto: Umbruch Bildarchiv #1304s)

THEMA: Oury Jalloh
ORT: Dessau
ZEIT: 27.3.-30.3.2007
BILDMAPPE: Ablage im Bildarchiv/ 3423 \

Prozeßbeginn in Dessau gegen zwei Polizisten

Oury Jalloh
Tod in der Zelle

Am 27. März wurde am Landgericht Dessau der Prozess gegen die Polizeibeamten Andreas S. und Hans-Ulrich M. eröffnet. Ihnen wird "Körperverletzung mit Todesfolge" bzw. die "fahrlässige Tötung" des Asylbewerbers Oury Jalloh vorgeworfen, der am 7. Januar 2005 an Händen und Füßen gefesselt in einer Polizeizelle verbrannte. (siehe Umbruch-Berichte 1, 2, 3) Die Angeklagten wiesen im ersten Prozeßtag die Vorwürfe im Wesentlichen zurück. Für die “Initiative in Gedenken an Oury Jalloh” bestehen Zweifel, ob es zu einer vollständigen Aufklärung der Todesumstände und zu einem gerechten Urteil kommen wird. Dass das Landgericht die Prozeßeröffnung erst über 2 Jahre nach Oury Jalloh's Tod angesetzt hat, zeugt nicht vom Drang nach Aufklärung. Ein weiterer Grund ist, daß im Prozeß die These der Staatsanwaltschaft unhinterfragt übernommen wurde, daß Oury Jalloh sich selbst angezündet hat. Es geht also nur darum, ob Hans-Ulrich M. das - vielleicht gar nicht Oury Jalloh gehörende - Feuerzeug hätte entdecken können und der Dienstgruppenleiter S. bei sofortigem Eingreifen seinen Tod hätte verhindern können. Nicht nur der Präsident der Internationalen Liga für Menschenrechte, Rolf Gössner, äußert seine Zweifel: Manches spräche für "Mord aus rassistischen Motiven". Der Fall werfe mehr Fragen als Antworten auf. Gössner ist Teil einer internationalen Delegation von Rechtsanwälten, Menschenrechtsaktivisten und Betroffenen von Rassismus, die den Prozessverlauf verfolgen. Der Vorsitzende Richter Steinhoff terminierte am Dienstag weitere Verhandlungstage. Die nächsten Prozeßtage: 28.-30.3. und 19./20. April jeweils ab 9 Uhr im Landgericht Dessau, Willy-Lohmann-Str. 29. Ein Urteil wird Ende Juni erwartet.
Hier erste Fotos vom Tag des Prozeßbeginns. Für Umbruch begleiten VideoaktivistInnen von AK Kraak und Filmarche den Prozeß. Diese Seite wird regelmäßig mit aktuellen Videos aus Dessau aktualisiert.


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Fotos: Umbruch-Bildarchiv
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vom ersten Prozeßtag
27.3.2007
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(9'24 Min., DSL, 25 MB)

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  Video von: AK Kraak, Filmarche  
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vom zweiten Prozeßtag
28.3.2007
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vom dritten Prozeßtag
29.3.2007
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  Video von: AK Kraak, Filmarche  

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