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THEMA: Antifaschismus
ORT: Berlin
ZEIT: 23. Februar 2008
BILDMAPPE: Ablage im Bildarchiv/ 4141 \

Keine Träne für Horst Wessel

Vor 78 Jahren wurde der Antisemit, Faschist und Führer des SA-Sturmes 5 von dem Rotfrontkämpfer Albrecht "Ali" Höhler während eines Streits angeschossen, woran Wessel später starb, da er die Behandlung durch einen jüdischen Arzt verweigerte. Das nutzen Nazis, alt und jung, um sich an einen Opfermythos zu laben und Wessel als "Märtyrer" zu stilisieren. Jedes Jahr versuchen Nazis Gedenkveranstaltungen für Horst Wessel durchzuführen. In Berlin spielten sich die neonazistischen Aktivitäten meist rund um Wessels Grabstätte, den Friedhof der St. Nicolai-Gemeinde (Mitte/Prenzlauer Berg) ab oder am Krankenhaus Friedrichshain (Landsberger Allee 49), in dem er verstarb. Durch das antifaschistische Engagement der letzten Jahre konnte das Gedenken so gestört oder verhindert werden, das sich Neonazis meist nur noch klammheimlich zum Kranzabwurf versammeln konnten. So war auch dieses Jahr kein Platz für Neonazis am Friedhof St.-Nicolai, weil sich 100-150 Antifaschisten dort zu einer Kundgebung trafen.

 

Fotos: Sepa/Umbruch-Bildarchiv
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