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1. Mai 2004 in BerlinAufmarsch von Neonazis
über Stunden blockiert
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Zunächst
zog gegen 10 Uhr 30 eine von der VVN-Bund der AntifaschistInnen Berlin
angemeldete Demonstration aus Friedrichshain Richtung Bahnhof Lichtenberg.
Diese Demonstration mit ca. 2000 TeilnehmerInnen löste sich nach
dem Versuch eine Polizeiabsperrung zu durchbrechen am Boxhagener Platz
auf. Die DemonstrantInnen versuchten unter Umgehung weiterer Polizeisperren
zur Bahnhofsbrücke zu gelangen. Auf der Brücke und kurz davor
hatten sich jeweils etwa 500 Antifas versammelt und blockierten die sechsspurige
Frankfurter Allee. Gegen 14 Uhr 30 kam die Aufforderung "Machen Sie
die Straße frei" von der Polizei. Mit soften Ansagen, aber
massivem Gedränge und Faustschlägen wurden die BlockierInnen
von der Straße gedrängt und von Polizeieinheiten nahe einer
Tankstelle eingekesselt. Mehr als 10 AntifaschistInnen wurden dabei von
der Polizei verhaftet.
Nun begann auch die Räumung der Bahnhofsbrücke mit Polizeiformationen und Stoßtrupps. Es dauerte fast eine Stunde bis die Polizei, die Antifas die Frankfurter Allee Richtung Ringcenter vertrieben hatte. An zahlreichen Stellen auf der Frankfurter Allee hatten AntifaschistInnen Barrikaden errichtet und angezündet. Hinter der S-Bahnunterführung brannte ein Auto, die Straße war weiterhin mit hunderten von Antifas, zwar immer nur kurzzeitig, blockiert. Erst gegen 15 Uhr 30, fast 5 Stunden später als geplant, konnten sich die Nazis in Bewegung setzen. Die Demoroute wurde von der Polizei erheblich eingeschränkt, weil angeblich "Gefahr für Leib und Leben der Demonstranten und der Polizeikräfte" bestand. Den Faschisten blieb nicht mehr viel Raum und Zeit zu demonstrieren. Vor dem Ringcenter mußten sie umkehren, und wie BeobachterInnen schilderten, in reichlich gedrückter Stimmung wieder zum Bahnhof Lichtenberg zurücktrotten. Zum ersten Mal seit Jahren gelang es AntifaschistInnen in Berlin den Naziaufmarsch am 1. Mai erheblich zu stören, ein deutlicher Sieg nach Punkten. |
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