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UMBRUCH - Bildarchiv

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Dezember

 
31. Dezember, 22.45 U-Bhf. Turmstrasse Moabit
Auch in diesem Jahr gibt es die traditionelle Sylvesterdemo zum Knast Alt-Moabit. Los geht es am U-Bhf. Turmstrasse.
18. Dezember, Berlin 14.30 Uhr Marx-Engels-Forum, Spandauer Straße u. Karl-Liebknecht-Straße
Heute werden in vielen Städten Europas Solidaritätskundgebungen abgehalten. In Berlin ruft die „Solidaritätsinitiative Berlin für die Bewegung in Griechenland“ zu einer Demonstration um 14.30 Uhr vom Marx-Engels-Forum auf: Aus ihrem Aufruf: "Der Mord an Alexandros Grigoropoulos ist kein tragischer Einzelfall. Ein Staat, der die Gesellschaft plündert, ist angewiesen auf Polizeigewalt und Repression. Der gesellschaftliche Aufstand in Griechenland wurde durch den allgemeinen Sozialabbau provoziert. Die derzeitige Gewalt auf den griechischen Straßen hat ihre Ursache in der Gewalt die der griechische Staat gegen seine Bevölkerung ausgeübt hat: 22% der griechischen Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Viele arbeiten ohne Sozial- und Krankenversicherung und verdienen 700 oder sogar weniger." Mehr Informationen
16. Dezember, Berlin
Dreieinhalb Jahre nachdem das Hausprojekt Yorck59 am 6.6.2005 mit polizeilichem Großeinsatz geräumt wurde, befand das Berliner Kammergericht am 15.12.2008 die Strafbefehle gegen aus dem Haus geräumte Aktivist_innen für ungültig. Zudem stellte das Gericht fest, dass die Räumung als Ganzes rechtswidrig war, da zu diesem Zeitpunkt keine Räumungstitel gegen die BewohnerInnen des Hauses vorlagen. Presserklärung vom 16.12.
 
13. Dezember
"Free Mumia"-Aktionswoche. Mumia Abu-Jamal, der bekannteste politische Gefangene in den USA, sitzt seit 1981 im Knast. Mit gefälschten Beweisen wurde der afro-amerikanische Journalist und Black Panther Aktivist als vermeintlicher Polizistenmörder zum Tode verurteilt. Eine starke Solidaritätsbewegung verhinderte bis heute die Hinrichtung. Seit vielen Jahren versucht er, mit Hilfe eines neuen Verfahrens frei zu kommen. Am 13.12 fand im Rahmen einer weltweiten Aktionswoche auch in Berlin eine Demo für seine Freilassung und für die Abschaffung der Todesstrafe statt. Eine Bilderseite
12. Dezember, Berlin, 19 Uhr, Kottbusser Tor
Mit der schnellsten Demonstration seit langem demonstrierten am Abend des 12.12.08 mehr als 1.000 Menschen in Kreuzberg für die Einstellung aller in der Bundesrepublik laufenden § 129(a)-Strafverfahren. Die Demo war Auftakt eines für den nächsten Tag geplanten dezentralen Aktionstages aus Solidarität mit Axel, Florian und Oliver. Gegen die drei Aktivisten aus der radikalen Linken findet zur Zeit vor dem Kammergericht Berlin ein Prozess wegen angeblicher Mitgliedschaft in der militanten gruppe (mg) und wg. versuchter Brandstiftung von Bundeswehrfahrzeugen statt. Eine Bilderseite
10. Dezember, Berlin, Pariser Platz, Brandenburger Tor
Kurdisch-syrische Organisationen und Flüchtlingsräte demonstrierten am 10. Dezember '08 am Pariser Platz in Berlin gegen eine Zusammenarbeit Deutschlands mit dem Folterregime in Syrien. Bis zu 7.000 syrischen Flüchtlingen droht die Abschiebung. Die meisten von ihnen sind KurdInnen. Der Grund: Am 14. Juli 2008 unterzeichneten der deutsche Innenminister Dr. Wolfgang Schäuble und der syrische Innenminister Bassam Abdelmajid ein bilaterales Rückübernahmeabkommen. Einige Bilder
8. Dezember, Landgericht Dessau, 12 Uhr Demo
Die beiden angeklagten Polizisten im Prozeß um den Tod Oury Jallohs sind gestern freigesprochen worden. In seiner Urteilsbegründung räumt der Vorsitzende Richter Steinhoff ein, daß die Verhandlung "trotz aller Bemühungen schlicht und ergreifend gescheitert" sei. Angesichts des Schweigens, der Lügen und Vertuschungen der befragten Polizeizeugen habe das Gericht keine Chance gehabt, den Fall aufzuklären. Für Prozeßbeobachter ist dies kein überraschendes Urteil. "Alle wissen, dass Oury umgebracht worden ist", so der Vater Oury Jallohs, doch es läßt sich nicht beweisen. Wie auch, von der Staatsanwaltschaft und vom Gericht wurde nie in Richtung eines möglichen Mordes an Oury Jalloh ermittelt. Während des Prozeßtages demonstrieren etwa 150 Menschen durch Dessau und zur Polizeiwache. Die Polizei macht sich auf der Treppe vor der Wache breit, kesselt die Demo ein und versucht später, Mbolo Yufanyi (The Voice) aus der Demoleitung rauszugreifen. Man spürt bereits das bevorstehende Urteil. Die Initiative Oury Jalloh gibt nicht auf, sie will weiterkämpfen, bis die Wahrheit ans Licht kommt. Für den 7. Januar '09, zum Todestag Oury Jallohs, ist bereits die nächste Demo in Dessau geplant. Eine Fotoseite
6. Dezember, Griechenland
Samstag Nacht wurde im alternativen Stadtteil Exarchia in Athen der 15-Jährige Alexis Grigoropoulos von einem Streifenpolizisten erschossen. (Bericht) Sein Tod hat die Menschen im ganzen Land aufgebracht, Griechenland befindet sich seitdem im Ausnahmezustand. In Athen hatte die Polizei am Montag die Lage nicht mehr unter Kontrolle. Tausende demonstrierten, steckten Geschäfte, Banken und Autohäuser in Brand, mehrere Polizeistationen wurden mit Molotowcocktails angegriffen. Viele Schulen und drei Universitäten sind besetzt, Gewerkschaften der LehrerInnen haben für die nächsten Tage Streiks ausgerufen. Mittwoch soll es einen landesweiten Generalstreik geben. Heute, Dienstag um14 Uhr, findet die Beerdigung von Alexis Grigoropoulos im Rahmen einer großen Kundgebung statt. In vielen Städten gibt es Solidaritätsaktionen, in Berlin wurde am Montag das griechische Konsulat besetzt. Eine Übersicht bei Indymedia.
6. Dezember, Berlin, Gegenkundgebung 9 Uhr | Am Tierpark 125 | Ecke Sewanstraße
Neonazis von NPD und "Kameradschaften" wollen am 6.12., wie schon in den Jahren zuvor, einen Aufmarsch für ein "nationales Jugendzentrum" durchführen. Nachdem im vorigen Jahr die Demonstration durch Treptow-Köpenick vom Protest gestoppt und auf eine Ausweichstrecke gezwungen wurde, führt die Route (Plan) jetzt durch Lichtenberg. Der Nazi-Aufmarsch beginnt ab 11 Uhr vom S-Bahnhof Karlshorst über Treskowallee und Sewanstraße, Weitling-, Einbecker und Kowalke-Straße, Straße am Tierpark bis zum S-Bahnhof Friedrichsfelde Ost. Es wird verschiedene Gegenkundgebungen am Rande der Route geben. Geplant sind ab 9 Uhr Kundgebungen, Infostände, Plakataktionen sowie die Matinee »Ein Kessel Buntes gegen braune Brühe«, die um 10 Uhr im Kulturhaus Karlshorst beginnt. Achtet auf aktuelle Ankündigungen und hier

November

29. November, Berlin, 14 Uhr, U-Bhf. Schlesisches Tor (Kreuzberg)
HOPP HOPP HOPP – MIETEN STOPP! Rund 1.500 Menschen demonstrierten am 29. November in Kreuzberg und Nordneukölln gegen hohe Mieten, Verdrängung, Stadtumstruktuierung, Vertreibung alternativer Projekte und gegen MediaSpree. Eine Bilderseite
22. November, Berlin, 15 Uhr Samariterstrasse
Zur Erinnerung an Silvio Meier, der 1992 von Neonazis getötet wurde, fand auch in diesem Jahr eine Demonstration statt. Unter dem Motto »Aus Trauer wird Wut, gegen Rechtsrock, Naziparteien und Autonome Nationalisten« zogen etwa 1.500 Menschen vom U-Bhf. Samariterstrasse in Friedrichshain in den Lichtenberger Weitlingkiez, einer seit langem als rechte Hochburg bekannten Gegend. Eine Fotoseite
7.-11. November, Gorleben
Massive Proteste haben den elften Castortransport aus dem französischen La Hague ins Zwischenlager Gorleben zum langwierigsten Transport in der Geschichte des Wendlands gemacht. Ein deutliches Zeichen gegen Laufzeitverlängerungen und für einen Atomausstieg, der diesen Namen wirklich verdient. Eine Fotoseite
2. November, Startbahn-West, Rhein-Main-Gebiet
Am 2. November 1981 wurde das erste Hüttendorf auf dem Gelände der geplanten Startbahn 18 West von der Polizei gewaltsam geräumt. Es war der Startschuß für die Startbahnbewegung und für einen jahrelangen Widerstand. Was später die Koalition der ›Grau - und Langhaarigen‹ genannt wurde, bestimmte fortan das Geschehen rund um die Startbahn West. Während der regelmäßigen ›Sonntagspaziergänge‹ wurden hunderte, tausende von Streben aus der Mauer herausgebrochen, manchmal in der Dunkelheit, oft unter Applaus der ›Vorzeigebürger‹.
Als Jahre später, am 2. November 1987 gegen 19 Uhr, einige Hundert StartbahngegnerInnen zum 6. Jahrestag der Hüttendorfräumung vom Sammelpunkt aus losgingen, dachten die aller meisten mehr an eine ›Pflichtübung‹, als an das, was dann passierte: Um 21.01 Uhr wurden aus der Dunkelheit heraus Schüsse auf Polizeibeamte abgegeben, die fliehenden StartbahngegnerInnen nachsetzten. Zwei Polizeibeamte wurden tödlich, mehrere Beamte (schwer) verletzt. Ein Rückblick

Oktober

31. Oktober,
"Was haltet ihr davon eine Rubrik ›politische Collagen‹ einzurichten? Ich denke, bei euch wären sie am Besten aufgehoben... " Mit Vergnügen haben wir diesen Vorschlag von Wolf Wetzel für die Umbruch- Website aufgegriffen und stellen euch hier ein erstes Ergebnis vor. In den Foto-Collagen von Wolf Wetzel sprechen Bild und Text auf komplizenhafte Art miteinander - meist um sich zu hintergehen. "Es geht mir darum, anzuhalten, genau hinzuschauen, nicht in der Flut, im Stakkato der Bilderflut zu ertrinken. Collagen, aber auch Fotos, die eine Aussage über den Moment enthalten, sind eine Möglichkeit zur Entschleunigung, die Augen zu schließen, um wirklich genau hinzuschauen. ›eyes wide shut‹ eben." 26 Fotomontagen als Bildgalerie und als Videoanimation mit Musik.
30. Oktober, Berlin, 22.30 Uhr, Oderstr. Ecke Herrfurthstr.
Am 30. Oktober ist es endlich soweit. Der Flughafen Tempelhof schließt. Damit werden 4 Millionen Quadratmeter mitten in der Stadt frei, mehr als 400 Fußballfelder, Platz für vielfältige Nutzungen wie Skateparks, Spielplätze, interkulturelle Gärten, Sportanlagen usw. Der Senat plant die Bebauung mit teuren Stadtvillen und die Ansiedlung von so genannter Kreativ- und Kulturwirtschaft, d. h. Wohnanlagen für Gutverdiener, aber nichts für Hartz IV-Empfänger. Schon jetzt sind Immobilienhändler und Investoren in Nord-Neukölln unterwegs, um Wohnanlagen und Häuser zu kaufen. Die Folgen für die AnwohnerInnen aus den umliegenden Bezirken sind steigende Mieten, mehr Verkehr und Verdrängung. Deshalb demonstrieren wir für: 1. Bebauungsstop auf dem ehemaligen Flughafengelände für mind. 10 Jahre, um jedem Mensch die Chance zu bieten, in den Entwicklungsprozess Tempelhof eingreifen zu können. 2. Öffnung der Zäune um das Gelände für alle zugänglich zu machen. 3. Keine Verdrängung der ansässigen AnwohnerInnen durch steigende Mieten. Dafür fordern wir eine Mietpreisbindung in den umliegenden Gebieten. 4. Nicht-Kommerzielle Nutzung des Geländes um unkonventionellen Ideen Platz zu bieten. Kommt zur Demo am 30.10. ab 22.30 Uhr. Weitere Infos
29. Oktober, Rio de Janeiro, Fotos aus dem Jahr 1968
Seit 40 Jahren macht der Siebdrucker, Fotograf und Reiseschriftsteller Otto Göpfert (74) in Indien, Südostasien und Lateinamerika beeindruckende und zeitlose Portraits von Menschen in Alltagssituationen. In bisherigen Fotoberichten stellten wir seine Reisen u.a. durch Vietnam, Südchina, Guatemala und durch Südindien vor. Hier nun eine neue dreiteilige Fotoserie über Rio de Janeiro aus dem Jahr 1968. Die Bilder lassen sich anschauen als Diashow oder als animiertes Video mit Musik. Zu den Fotos
29. Oktober, Berlin, 18 Uhr, SO 36 in Kreuzberg
Fünf Jahre lebte der HipHopper Afro Hesse im Untergrund. Er war einer von rund 1,5 Millionen illegalen Migranten in Deutschland. Wegen einer Bagatelle droht ihm jetzt die Abschiebung. Freunde kämpfen für ihn und veranstalten am Mi, den 29. 10 ein Solikonzert: "Wir sind Künstler und Einzelpersonen aus Berlin und dem Bundesgebiet. Als Zeichen der Unterstützung für Afro Hesse und für alle Papierlosen in Deutschland veranstalten wir am 29.10.2008 ein Solidaritätskonzert. Unter dem Motto "Free Afro Hesse" stehen im SO36 ab 18:00 Uhr u.a. Deso Dogg, MC Bogy, Tarek & Massimo sowie Mike Fiction auf der Bühne. Wir fordern die sofortige Freilassung von Afro Hesse. Wir wollen damit ein Zeichen des Protestes gegen die rassistische deutsche Ausländerpolitik setzen. Kein Mensch ist illegal!" Mehr Infos.
24
. Oktober, Berlin, 13.30 Uhr bei der Sozialverwaltung, Oranienstr. 106, Kreuzberg
"Wir tragen unseren Protest zu den Verantwortlichen". Das Lager Motardstraße wird als Ausreisezentrum genutzt, um MigrantInnen mit Isolierung und Schikane zur "freiwilligen Ausreise" oder in die "Illegalität" zu bewegen. Verantwortlich für den Betrieb sind die Sozialsenatorin und einige Bezirke, Arbeiterwohlfahrt und Dussmann profitieren. Der Senat plant die Ausweitung dieser Schikanen! Eine zusätzliche sogenannte Sachleistungs-Einrichtung für Familien soll in Kürze geschaffen werden. Bringt Fahrräder mit zum Fahrradaktionstag "Lager Motardstraße schließen!" Treffpunkt: 13.30 Uhr Sozialverwaltung. Weitere Informationen
2.-29. Oktober, München, EineWeltHaus Schwanthaler Straße 80
Nicaragua - eine Fotoausstellung. Freihandel trifft auf Sozialismus, Globalisierung auf lateinamerikanische Bündnisse, erstarkende soziale Bewegungen auf wankelmütige Regierungsbündnisse, Armut und Reichtum sind oft nur ein Stadtviertel voneinander entfernt... Nach den von Bürgerkrieg und internationaler Solidarität geprägten 1980er Jahren taucht Nicaragua zwar nur noch selten in den Schlagzeilen auf, die großen sozialen Konflikte und Widersprüchlichkeiten sind allerdings geblieben. Im Rahmen einer Solidaritätsbrigade waren Teresa Treiber und Sandra Eck letztes Jahr in Nicaragua. Ihre Eindrücke hier in dieser Foto-Ausstellung, die vom 2.-29. Oktober in München zu sehen ist. Zur Fotoausstellung
13.-15. Oktober 1983, Fotorückblick: Mutlangen und Bremerhaven/Nordenham
Im Herbst 1983 gab es weder Internet noch endlose Globalisierungsdebatten und "G8" war noch "G7". Durch Europa verlief der "Eiserne Vorhang" und er schien für die Ewigkeit errichtet. Die Großmächte auf beiden Seiten rüsteten beispiellos auf. Pershing 2 und SS 20 waren atomar bestückte Raketensysteme, die im Kriegsfall der Menschheit und allem Leben auf der Erde ein Ende hätten setzen können. Mutlangen nahe Schäbisch Gemünd war der Stationierungsort für die US-amerikanischen Pershing 2 Raketen. Daher fand hier Anfang September 1983 eine dreitägige Demonstration der westdeutschen Friedensbewegung statt. Einen Monat später, vom 13.-15.10.1983 mobilisierte der radikalere Teil der Friedens- und Antikriegsbewegung nach Bremerhaven und Nordenham vor die dortigen US-Kasernen und zu den Hafenanlagen. Es ging um die Offenlegung und Behinderung der militärischen Infrastruktur sowie der rüstungsindustriellen "Nachschubwege", für die dieser Hafen eine strategische Bedeutung als internationaler Umschlagplatz hatte. Ein Fotorückblick auf die Antikriegs- und Friedensbewegung 1983
14. Oktober, Vogtlandkreis
Claudia Omoroghomwan aus Nigeria kämpft um ihre Nichten Sonia, Sandra und Sofia. Seit Jahren versorgt Frau Omorohomwan die Kinder, nachdem ihr Bruder mit seiner Frau bei einem Autounfall ums Leben kam. Im Juni ließ das Jugendamt die drei Mädchen aus dem sächsischen Flüchtlingsheim Posseck in ein Kinderheim bringen und trennte sie dafür von ihrer allein erziehenden Tante. Die Kinder türmten aus dem Heim. Sie wollen mit ihrer Tante zusammenleben und zwar weder isoliert im Kinderheim, noch unter den desolaten Zuständen in der Flüchtlingsunterkunft. Sie wünschen sich eine ganz normale Wohnung in der Stadt. Am 21. Oktober verhandelte ein Familiengericht über das Schicksal der Kinder, auf skandalöse Weise, wie eine Delegation der Karawane für die Rechte von Flüchtlingen berichtet. Während der fast siebenstündigen Verhandlung stand latent die Drohung einer erneuten, wenn nötig auch gewaltsamen Trennung der Kinder von Frau Omoroghomwan im Raum. Erst nachdem die Kinder unmissverständlich deutlich machten, das sie eher auf der Straße schlafen würden, als wieder allein zurück ins Heim zu gehen, entschied das Gericht, die Familie vorerst gemeinsam zurück ins Flüchtlingsheim Posseck zu bringen. Mehr Informationen
14. Oktober, 9.00 Uhr Amtsgericht Kreuzberg, Möckernstr. 130,
Saal I/144,
Freunde und Freundinnen der Reiche114 haben am Samstag Abend mit einer großen Kiezdisco das neue "Carloft-Cafe" in der Reichenberger Straße 114 eröffnet um gegen die bevorstehende Versteigerung des Hauses zu protestieren. Die Fabrik in der Reichenberger Str. 114 in Kreuzberg ist von der Sanierung verschont geblieben und noch zu den damaligen Bedingungen der Besetzer vermietet. Das Haus befindet sich wegen Verschuldung des Eigentümers Atze Brauner in Zwangsverwaltung und soll am 14.10. zwangsversteigert werden. Um das zu verhindern gibt es eine Kundgebung um 9 Uhr vor dem Gerichtsgebäude. Mehr Informationen und hier
11. Oktober, 14 Uhr, Alexanderplatz
Mehrere zehntausend Menschen zogen am 11. Oktober 2008 in einem lauten und bunten Zug vom Berliner Alexanderplatz zum Brandenburger Tor, um ihrem Unmut über die zunehmende Überwachung sämtlicher Lebensbereiche durch Staat und Privatwirtschaft Ausdruck zu geben. Vorratsdatenspeicherung, Online-Durchsuchung, Einsatz der Bundeswehr im Inneren, Sicherheitsverwahrung, Verbot des kurdischen Fernsehsenders Roj TV: der deutsche Polizeistaat rüstet auf. Zu der Demo unter dem Motto "Freiheit statt Angst - Stoppt den Überwachungswahn“ hatte ein breites Bündnis von Organisationen aufgerufen. Eine Fotoseite
2.-5. Oktober, Weimar und Jena
Die Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen feiert vom 02. bis zum 05. Oktober 2008 in Weimar/Jena, Thüringen, ihr zehnjähriges Jubiläum. Unter dem Motto "Zehn Jahre lang Widerstand und internationale Soldarität" laden wir alle Interessierten ein, nach Jena zu kommen, um die aktuellen Proteste des Flüchtlingsforums THE VOICE gegen die staatliche Unterdrückung von migrantischen Kämpfen in Thüringen zu unterstützen, um Solidarität zu zeigen und um Erfahrungen auszutauschen und Pläne für die Zukunft zu machen. Am Sa, den 4.10. ab 19.30 Uhr gibt es in der Mensa in Jena ein Konzert mit Jericho Walls, Reggae aus Dortmund, Engin Celik aus Hamburg und Percussion Performance aus Halberstadt. Mehr Informationen und Programm
3. Oktober. 21.00 Uhr Rosa-Luxemburg-Platz (Berlin-Mitte)
Den 3. Oktober, "Tag der Deutschen Einheit", begeht ein antifaschistisches Bündnis dieses Jahr mit einer Nachttanzdemonstration ab 21 Uhr: "Weil uns das nationale Treiben gehörig gegen den Strich geht, werden wir am Abend eine großartige Demonstration durch die Berliner Innenstadt veranstalten, die eine anti-nationale Positionierung auf die Straße tragen soll. Das ganze untermauern wir u.a. mit Live-Acts wie "Holger Burner" (Propagandarap aus HH) und "The toten Crackhuren im Kofferraum". Weitere Informationen

September

26. September, 17 Uhr Rosenthaler Platz, Berlin
Durch den Verkauf der Linienstrasse 206 an einen Investor hat die Bedrohung der BewohnerInnen und der sich im Haus befindlichen Projekte eine neue Dimension angenommen. Für insgesamt 40.000 Euro, so das Angebot des aktuellen Eigentümers, sollen sie ihren Freiraum aufgeben. In Berlin geht es zur Zeit einigen Projekten an den Kragen. Aus diesem Grund demonstrierten am 26. September etwa 500 Menschen für den Erhalt alternativer Kultur und Freiräume. Die Demo führte auch am Büro des neuen Eigentümers der Linien 206 am Arkonaplatz vorbei und forderte, den BewohnerInnen das Haus zu einem bezahlbaren Preis zu überlassen. Eine Bilderseite.
25. September, 9.00 Uhr, Kammergericht, Turmstraße 91, Saal 700
Im randvoll gefüllten Saal 700 des Kammergerichts und mit einer lautstarken Solidaritätskundgebung davor begann am 25.9. der Prozess gegen Axel, Florian und Oliver. Ihnen wird von der Bundesanwaltschaft vorgeworfen, als Mitglieder der militanten gruppe (mg) versucht zu haben, Bundeswehrfahrzeuge anzuzünden. Aufgrund aufwendiger Einlassprozeduren an der Sicherheitsschleuse begann die Verhandlung deutlich verspätet. Bericht. Weitere Termine: 1.10., 8.10., 9.10., 15.10., 16.10., 29.10., 30.10., 5.11, 6.11., 12.11, 13.11., 10.12., 11.12., 17.12., 18.12.2008, 7.1.2009, jeweils 9 Uhr (ausgenommen 1.10.: 11 Uhr, 8.10.: 13 Uhr), Kriminalgericht Moabit, Turmstrasse 91, 10559 Berlin, Saal 700.Weitere Informationen und laufende Prozeß-Berichterstattung
21. September, Stadtrundfahrt 14 Uhr ab Rudi-Dutschke-Str. 23
Oldtimer-Busrundfahrt auf den Spuren von 1968. Von Risiken und Nebenwirkungen. Rudi Dutschkes Berliner Jahre 1960 bis 1979 - und was seither daraus entsteht. Ca. vierstündige Stadtrundfahrt im Oldtimerbus. Diesmal mit dem Akzent auf den Ost-68ern. Eintritt: 24 EUR (erm. 18 EUR, bei Vorlage vom September-Stressfaktor 9 EUR). Start: Rudi-Dutschke-Strasse 23, U-Bhf. Kochstrasse.
20. September, Demo in Berlin | 12 Uhr | Brandenburger Tor | Stuttgart: 12 Uhr | Lautenschlagerstr.
Am 20. September 2008 demonstrierten in Stuttgart und Berlin jeweils mehrere tausend Menschen gegen die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan. Im Oktober entscheidet der Bundestag über die weitere Beteiligung der Bundeswehr an der internationalen "Schutztruppe" ISAF, diesmal soll der Beschluss gleich für 14 statt wie bisher für 12 Monate gelten. Bericht und Fotos
10. September
Getreu dem Motto "Wir sind alle eingeladen!" zog am Mittwoch, den 10. September '08 eine bunt gemischte Demonstration mit rund 1.200 Menschen vom Kottbusser Tor zur Eröffnungsfeier der O2-World-Arena in Friedrichshain. "Abreißen, Abreißen"-Sprechchöre und Pfiffe vor der Arena, blockierte Zufahrtswege, eine geenterte Spreeradio-Bühne und andere Störungen brachten die Eröffnung der neuen O2-World gehörig durcheinander. Eine Bilderseite
6. September
Mit Spaß, Kreativität, guter Laune und jeder Menge Ausdauer gingen am Sa, den 6.9. 2008 etwa 250 Menschen in Berlin Friedrichshain auf die Straße, um auf lustige Art und Weise ihrem Unmut über Stadtumstrukturierung, Sanierungswahn und Vertreibung Platz zu machen. Nach einem Jahr Pause riefen die Veranstalter endlich wieder zum legendären (fünften). Häuserrennen auf, das wegen ungeklärter Patentrechte diesmal zur Immobilienrally wurde. Gefragt waren Hausprojekte, Gruppen und auch Einzelpersonen, die sich mit einer trag- oder fahrbaren Hauskonstruktion dem harten Konkurrenzkampf auf dem Immobilienmarkt stellen würden. Eine Bilderseite

August

30. August, Insel Berlin, Alt-Treptow 6, in der Nähe vom S-Bhf. Plänterwald ab 13 Uhr
Auch in diesem Jahr soll wieder das emanzipatorische und kostenlose "Kontrollverluste Festival" stattfinden. Diesmal am 30.8. ab 13.00 Uhr auf der Insel Berlin. Dabei sind: "Francesco" (Punk-Rock), "Stakeout" (Pop-Punk), "Absturtz" (Punk), "F-Three" (Punk), "Muckefucks" (Punk), "Cut My Skin" (HC), "Circle Kit" (Punk), The Incredibles feat. DJ Bela (Hip Shakin Ska, Concious Dancehall Beatz & Punky Reggae). Dazu: Feuershow, Jonglage-Workshop, Cocktails, Infostände, eine Streetart-Ecke (Graffiti-Wände) und vieles mehr. Wie bereits in den Jahren zuvor setzen wir ein Zeichen gegen Rassismus, Homophobie und Neonazismus. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt einmal im Jahr - und darüber hinaus - in Treptow-Köpenick ein kostenloses Festival auf die Beine zu stellen, auf dem sich keine_r um Aussehen, Herkunft oder sozialen Status der Anderen schert. Mehr Informationen
30./31. August
Zum 25. Todestag von Kemal Altun gibt es am 30.8. um 11 Uhr eine Kranzniederlegung am Gedenkstein in der Hardenbergstrasse in Berlin-Charlottenburg. Kemal Altun hielt den vernichtenden Prozeß um seinen Asylantrag nicht mehr aus und stürzte sich aus dem Verwaltungsgericht Berlin in den Tod. Am Sonntag, den 31. August findet um 19 Uhr eine Gedenkveranstaltung in der Heiligen Kreuz Kirche statt, Zossener Str. 65, U-Bhf. Hallesches Tor. Veranstalter ist u.a. "Asyl in der Kirche Berlin". Siehe auch: Fotoreihe zu Kemal Altun.

Antirassismus- und Klimacamp in Hamburg vom 16.-24.08.08
Die Blockade des Hamburger Flughafens am Freitag und eine Demonstration zum geplanten Kohlekraftwerk Moorburg am Samstag waren Höhepunkte des ersten Klima- und Anti-Rassismus-Camps 2008 in Hamburg, das am Sonntag zu Ende ging. Neben diesen Großaktionen gab es eine bewegte Woche mit vielen phantasievollen Aktionen, die die Idee eines gemeinsamen, übergreifenden Klima- und Antira-Camps auf den Punkt brachten, zum Beispiel die gelungene Supermarktaktion zu Beginn des Camps. Die Stadt Hamburg wurde vor allem aus zwei Gründen als Campstandort ausgewählt: wegen des Kohlekraftwerk-Neubaus in Moorburg und weil die Hamburger Ausländerbehörde europaweit führend ist bei der Organisation von Sammelabschiebungen. weiter zu den Fotoberichten
10.08.08, Berlin, 15 Uhr Helene-Weigel-Platz (S-Bhf. Springpfuhl)

Am 6. August 2008 ermordete der Deutsche Tino W. (35) in der Marchwitza Straße in Marzahn den Illegalisierten „Cha Dong N.“ (dieser Name ist den ersten Presseberichten entnommen). Gegen 10.15 Uhr griff der Mörder den Zigarettenhändler vor einem Supermarkt an, informierte die Polizei, dass er einen „vietnamesischen Zigarettenhändler“(1) festhalte und fragte laut Berliner Morgenpost: „Regelt ihr das oder muss ich das selbst erledigen?“. Nach Zeugenaussagen hatte er den Händler zuvor beraubt, woraufhin sich dieser zur Wehr setzte. Noch bevor der gerufene Streifenwagen eintraf, stach W. mit einem Messer auf den zwanzigjährigen „Cha Dong N.“ ein, welcher wenige Stunden später seinen Verletzungen während der Notoperation in einer Berliner Klinik erlag.Nehmt Teil an der Mahnwache am 10. August!
9. August, Berlin, 14 Uhr an der Michaelkirchbrücke in Mitte
Die Fuckparade im elften Jahr. Für den Schwarzen Kanal, die Köpi, das New Yorck und Bethanien. Gegen Polizeiwillkür, Drogenhysterie, Gentrifizierung und vor allem gegen Media Spree! Mach mit, mach’s nach, mach’s besser!
 
2. August, Dessau, 13 Uhr Hauptbahnhof
"Raus aus dem Gerichtssaal - Heraus auf die Straße!" Bundesweite Demonstration am 2. August 2008 in Dessau. Der Prozess gegen die beiden Polizeibeamten in Dessau, die wegen Körperverletzung mit Todesfolge bzw. fahrlässiger Tötung von Oury Jalloh angeklagt sind, kommt langsam zum Ende. Die "Initiative in Gedenken an Oury Jalloh" hat den Gerichtsaal verlassen (Begründung hier) und ruft dazu auf, verstärkt außerhalb des Gerichtssaals Druck zu machen. Auch Mumia Abu Jamal, der wohl bekannteste politische Gefangene im US-Todestrakt, äußert sich zum Fall Oury Jalloh im gerade erschienenen Mobilisierungsvideo für die Demonstration. Zum Video

Juli

27. Juli, Berlin
Die Oberbaumbrücke - seit den 90er Jahren treffen sich einmal im Jahr Friedrichshainer und Kreuzberger an der Grenze zwischen den beiden Bezirken, um sich mit faulem Obst & Gemüse, Mehl und Glibber und sonstigen Küchenabfällen zu bewerfen und mit Wasser zu bespritzen. Ein nicht allzu ernst gemeinter Kampf um den Sieg zwischen Ost und West, bzw. wohl eher Nord- oder Süd-Kiez des Stadtbezirkes.
Die Mitglieder der Wasserarmee Friedrichshain (WAF) und des Freien Kreuzberger Heimatschutzes trafen mit Schild, Mehl und Schaumstoffschläger in sehr erfindungsreichen "Schutz- und Kampfmonturen" aufeinander.
Während die Kreuzberger von der Schlesischen Straße aus versuchten, mit einem fahrbaren Gerüst die Brücke zu erobern, waren die Friedrichshainer den Kreuzbergern doch zahlenmäßig eindeutig überlegen, und jagten diese auf ihre Seite zurück. Damit ging der Punktsieg wohl an Friedrichshain, aber Spaß an der Schlacht hatten alle...(Hier einige Bilder)
20. Juli, Berlin
Nach einigem hin und her darf das Bundeswehr-Gelöbnis 2008 auf dem Rasen vor dem Reichstag stattfinden. Das "öffentliche Gelöbnis" wird aber, wie in Jahren zuvor, nicht wirklich öffentlich sein. Es sind weite Absperrungen des Gebietes geplant. Antimilitaristische Proteste in den vergangenen Jahren hatten die Militär-Zeremonie hinter die Zäune des Bendlerblocks zurückgedrängt, wo die Soldaten weit ab der Öffentlichkeit ihren Eid ablegten. Unter dem Motto "Stopp den Kriegseinsätzen! – Gegen die Militarisierung des Alltags" mobilisiert das Bündnis "Gelöbnix 2008" für 17 Uhr zum Brandenburger Tor. Anschließend soll es Richtung Reichstag zum Denkmal für die vom NS-Regime ermordeten Reichstagsabgeordneten gehen. (Quelle: Stressfaktor; geloebnix.so36.net)
 
17. Juli, Kathmandu, Nepal
Seit dem Aufstand in Tibet im März 2008 finden regelmässige Protestdemonstrationen der Exil-Tibeter in Kathmandu statt. Viele Tibeter sind seit der Verfolgungswelle von 1959 nach Nepal geflohen, um dort Schutz vor der Repression der Chinesen zu suchen. Sie leben in Flüchtlingslagern und werden von ausländischen Organisationen versorgt. Nepal selbst vertritt durch die Nähe zu China und wegen wirtschaftlicher Beziehungen mit Peking eine Politik der Intoleranz gegen die tibetischen Proteste. Die Exil-Tibeter in Nepal protestieren seit dem Frühjahr 2008 vor der Visaabteilung der chinesischen Botschaft in Kathmandu gegen das brutale Vorgehen der chinesischen Regierung in Tibet und für die Freilassung der inhaftierten Aktivisten. Ein Bildbericht von Nicholas Ganz
12./13. Juli, Berlin, Mediaspree versenken!
Das Bürgerbegehren "Mediaspree versenken" war erfolgreich. Mit 19,1 Prozent beteiligten sich deutlich mehr als die nötigen 15 Prozent der 183 000 Wahlberechtigten an der gestrigen Abstimmung. 87% (knapp 30.000 Friedrichshainer und Kreuzberger_innen) stimmten für den Antrag der Initiative und damit gegen die Bebauungspläne am Spreeufer mit Glaspalästen, Luxus-Wohnungen und Büros. Bereits am Samstag zogen tausende mit einer Spreeparade im Kiez. Einige Bilder
11. Juli - 22. Juli, Berlin, Galerie Zeitzone, Adalbertstraße 82
Wander-Fotoausstellung: "Aufbruch, Hoffnung, Realität. Linke Regierungspolitik und soziale Bewegungen in Uruguay". Vernissage und Veranstaltung am 11. Juli um 20 Uhr in der Galerie. Anschliessend Party. Mehr Informationen beim Autor Santiago Flores Castro
4.-6. Juli, Berlin; Mehringhof, Gneisenaustraße 2a

Am Wochenende vom 4. bis zum 6. Juli finden zum sechsten Mal die "Linken Buchtage Berlin" statt. Wie in den vergangenen Jahren suchen AutorInnen und Verlage im Mehringhof in Kreuzberg den Kontakt zum politisch interessierten Publikum und gestalten die drei Tage mit einem abwechslungsreichen Angebot an Lesungen, Filmen, Diskussionen und Informationen. Weitere Infos
5. Juli, Stuttgart
Am 5. Juli fand in Stuttgart eine Demonstration mit über 400 TeilnehmerInnen gegen die §§129 statt. Aktueller Anlass für die von einem Bündnis linker Parteien, MigrantInnenorganisationen und Antirepressionsinitiativen organisierte Demonstration war der seit dem 17. März laufende Prozess gegen fünf vermeintliche Mitglieder der DHKP-C. Ein Fotobericht
5. Juli, Berlin, 14 Uhr Schlossplatz
Vor 25 Jahren starb Cemal Kemal Altun. Er hielt den vernichtenden Prozeß um seinen Asylantrag nicht mehr aus und stürzte sich aus dem Verwaltungsgericht Berlin in den Tod. 10 Jahre später verlieren die meisten Flüchtlinge durch eine Grundgesetzänderung die Chance, überhaupt einen Asylantrag in Deutschland zu stellen. Zum 15. Jahrestag der faktischen Abschaffung des Grundrechts auf Asyl gab es am 5. Juli 2008 eine Demonstration mit rund 3.500 TeilnehmerInnen in Berlin. Bildbericht hier. In ihrem Aufruf schreiben die OrganisatorInnen: "Wir leben im Herzen der Festung Europa und es reicht längst nicht mehr, das deutsche Grundrecht auf Asyl zurückzufordern. Alle Menschen müssen die Möglichkeit haben, vor Verfolgung und Armut zu fliehen" ... um "dort zu leben, wo sie es möchten und wie sie möchten." Der Tod von Kemal Altun vor 25 Jahren steht für das Ausrufezeichen hinter dieser Forderung. Ein Foto-Rückblick auf die Trauerfeier für Kemal Altun im September 1983 und ein Hintergrundbericht über die heutige Situation für Flüchtlinge. Zur Bildgalerie
4. Juli, Dessau, 9 Uhr Kundgebung vor dem Landgericht Dessau
"Vertuschungen und verschwundene Beweismittel". Ein neues Gutachten im Prozess um den Tod des Flüchtlings Oury Jalloh soll Erkenntnisse über die Fahrlässigkeit eines der Polizeibeamten liefern. Die "Initiative in Gedenken an Oury Jalloh" hat jedoch den Gerichtsaal verlassen. Ein Telepolis-Artikel von Annette Schal. Zu ihren Gründen sagt Amadou Diallo von der Initiative Oury Jalloh: "Wir wollen eine unabhängige Kommission zur Untersuchung der ungeklärten Todesfälle von Migranten ins Leben rufen. Oury Jallohs Fall ist nicht der erste Todesfall eines Migranten in Polizeigewahrsam, wenngleich es das erste Mal war, dass dies vor Gericht verhandelt wurde. Auch Dominique Kouamadio in Dortmund, Amir Ageeb in Frankfurt, Laye Konde in Bremen und weitere Flüchtlinge kamen in den vergangenen Jahren unter ungeklärten Umständen ums Leben. Vor dem Landgericht Dessau werden wir weiter für Aufklärung im Fall Jalloh demonstrieren - am 4. und 31. Juli, jeweils um neun Uhr. Außerdem rufen wir zu einer Großdemonstration in Dessau am Hauptbahnhof am 2. August auf." Mehr Informationen

1. Juli 1988, Berlin, Lenné alias Kubat-Dreieck
Auf den Spuren des Kubat-Dreiecks: ein kurioses Dorf, das 1988 von mehreren hundert aufmüpfigen Westberliner Outlaws fünf Wochen lang besetzt war. Das ursprünglich und auch heute noch als Lenné-Dreieck bezeichnete Gebiet in Berlin lag nach dem Mauerbau zwar auf Westberliner Seite, gehörte aber eigentlich dem Staatsgebiet der DDR an. Am 1. Juli 1988, als die Polizei das Gelände räumte, flüchteten die BesetzerInnen des Kubat-Dreieck mit einem legendären Mauersprung von West nach Ost. Ein Fotorückblick.

Juni

28. Juni, Berlin, 14.00 Uhr Treffpunkt Hermannplatz
Transgenialer CSD 2008. Totgesagte leben länger... Trotz der Zersplitterung der linken, queeren Szene und dem beherzten Eingreifen der "23. Hundertschaft" der Berliner Polizei, haben sich wieder einige Verrückte zusammen gerauft, um dem Kuh'damm-CSD eine berechtigte, weil politische Alternative zu bieten. Die Gentrifizierung in den Kiezen gehört genau so wie die auch in den pseudo-queeren Bezirken immer noch aktuelle Diskriminierung von Minderheiten an den Pranger. Am 28. Juni 2008 startete der 11. transgeniale CSD mit einem bunten Umzug am Hermannplatz. Eine Bilderseite
24. Juni, Berlin, 10 Uhr Hallesches Tor
Rund 2500 SchülerInnen demonstrierten heute mit Unterstützung einiger Eltern vom Halleschen Tor bis zum Abgeordnetenhaus von Berlin. Lautstark forderten sie vom Schulsenator Jürgen Zöllner den Stopp der Kürzungsmaßnahmen, die durch neue Organisationsrichtlinien ab Sommer 2008 in Kraft treten sollen. Geplant ist der Abbau von 69 Lehrerstellen in Friedrichshain-Kreuzberg, Kürzungen der Förderstunden für beeinträchtigte Kinder, eine Vergrößerung der Schulklassen und die Kürzung der Stunden für Deutsch als Zweitsprache. Eine Fotoseite
17. Juni, Berlin, 19.30 Uhr Linienstraße 206
"Bandengespräche - Mein Raum, Dein Raum, Freiraum - Eigentum ist Diebstahl!" Organisationsformen selbstverwalteten Wohnens auf dem Prüfstand. Veranstaltung im Rahmen der Reihe: "PIMP - für die sofortige Rückführung alternativer Kultur nach Prenzlauer Berg und Mitte" vom 7. Mai - 17. Juni. Aktuelle Infos findet ihr unter pimp.so36.net
12. Juni, Berlin, 20 Uhr im Bethanien, Mariannenplatz 2, Südflügel
Film: "en el corazon de la fabrica" und Diskussion mit Gabriel Reyes Caballero zur aktuellen Situation der besetzten Kachelfabrik Zanon in Argentinien
9. Juni, Berlin, 19 Uhr Mariannenplatz
Erfreulich viele Menschen beteiligten sich am Mo, den 9. Juni 2008 an einer spontanen Solidaritäts-Demonstration durch Kreuzberg. Anlaß war ein brutaler homophober Überfall am Wochenende, bei dem mehrere Gäste eines Dragfestivals vor dem SO 36 verletzt worden waren. Über 1000 Menschen starteten gegen 19.45 Uhr am Mariannenplatz. Der Demozug, der unterwegs deutlich anstieg (Schätzungen sprechen von bis zu 3000 TeilnehmerInnen) endete auf dem Heinrichplatz mit Musik und Redebeiträgen in deutsch, türkisch und hebräisch. Eine Bilderseite
6. Juni, Berlin, 21 Uhr RAW Tempel, Revaler Str. 99
Soliparty für die Antirassistische Initiative Berlin mit Livebands und anschließender Disko im RAW-Tempel.
6. Juni, Berlin, 21 Uhr, Köpi, Köpenicker Straße 137
20 Jahre interim - Geburtstagsparty. Es gratulieren Yok, Dj funky diva und andere & Filme & Vöku. Happy Birthday, auf die nächsten 20 Jahre...
6. Juni, Berlin, Reichelt-Filiale, Berliner Straße 24
In den frühen Morgenstunden des 6. Juni 2008 machten etwa 150 Menschen die Reichelt Filiale in der Berliner Straße 24 in Berlin-Wilmersdorf dicht. Das Bündnis aus Beschäftigten des Einzelhandels, solidarischen Kund_innen, Vertreter_innen der Gewerkschaft ver.di und linker Gruppen bestreikte und blockierte den Laden von 6:00 bis 12:00 Uhr. In ausgelassener Stimmung gab es moves und Aktionstheater. Hunderte von Flyer wurden verteilt und die meisten Kund_innen konnten zum Umkehren bewegt werden. Ein voller Erfolg für die Streikenden, die sich seit 17 Monaten im Arbeitskampf gegen die Streichung von Lohnzuschlägen bei Spät-, Nacht- und Wochenendarbeit einsetzen. Eine Fotoseite
5. Juni, Saalfeld/Thüringen. 16 Uhr Demonstration
Seit Wochen kämpfen Flüchtlinge des Asyllagers Katzhütte für die Schließung ihres abgelegenen und maroden Barackenlagers und für die Unterbringung in normalen Wohnungen in der Stadt. Das Landratsamt Saalfeld versucht die katastrophalen Bedingungen dort (u.a. von Schwarzschimmel befallene Zimmer, daumenbreite Risse in den Wänden, undichte Dächer) herunterzuspielen und geht repressiv gegen die engagierten Flüchtlinge vor. Katzhütte schließen! Der Kampf der Flüchtlinge in Thüringen gegen Schimmelpilze, "deutsch duschen" und für menschenwürdige Unterbringung. Ein Fotorückblick

Mai

31. Mai, München, 14 Uhr Geschwister-Scholl-Platz
Weit über 2000 Menschen demonstrierten am 31.05.2008 in München ideenreich, lautstark und kämpferisch gegen die geplante Verschärfung des bayerischen Versammlungsrechtes. Mit diesem neuen Gesetz werden Versammlungen noch stärker polizeilicher Kontrolle und Schikane unterworfen und zugleich bisher rechtswidrige Praktiken der Polizei und Behörden gesetzlich verankert. Ein Fotobericht
29. Mai, Berlin, 16 Uhr Heinrichplatz, Kreuzberg
Rund 200 Menschen beteiligten sich am Donnerstag den 29. Mai 2008 an einer demonstrativen und informativen Kiezradelei quer durch das kapitale Investoren(t)raumschiff Media Spree. Die Tour startete am Heinrichplatz in Kreuzberg und ging mit mehreren Zwischenstopps quer "durch ein Stadtgebiet voller versteckter und noch unentdeckter Freiräume, voller Freiräume, die erst noch erkämpft werden wollen." Einige Bilder
27. Mai, Berlin
Zum Start der Aktionstage für Freiräume vom 27.5.-1.6. in Berlin wurde am Dienstag um 18.00 Uhr ein früher von Ver.di als Zentrale genutzes Haus am Michael-Kirch-Platz 4-5 besetzt, leider nur für kurze Zeit. Bereits gegen 21.15 Uhr begann die 23te Einsatzbereitschaft mit der Räumung. 200 UnterstützerInnen wurden von der Strasse weggedrängt und 19 BesetzerInnen im Haus festgenommen. In der Nacht brannten in verschiedenen Bezirken mehrere Autos und Müllcontainer. Einige Bilder von der Besetzung.
22. Mai, Berlin, 16 Uhr Warschauer Straße
Seitdem das Räumungsurteil gegen Teile des autonomen Wohn- und Kulturprojektes Rigaer Straße 94 Ende Januar diesen Jahres ausgesprochen wurde, ist die Zukunft der Rigaer94 ungewiss. Die Räumung könnte schon in naher Zukunft vollzogen werden, bis jetzt haben die BewohnerInnen jedoch keinen konkreten Termin vom Gerichtsvollzieher erhalten. Am Donnerstag, den 22.5.2008 veranstaltet die "UnterstützerInnen-Gruppe94“ aus Protest gegen die anstehende Räumung der Rigaer94 eine Demonstration in Friedrichshain. Mehr Informationen.
11. Mai, Berlin,
101 Gruppen und 4.400 Akteuren aus 80 Nationen feierten am Pfingstwochenende den 13. Karneval der Kulturen in Kreuzberg. Rund 850.000 Zuschaueren begleiteten den Umzug zwischen Hermannplatz und Möckernbrücke. Eine Fotoseite.
9. Mai, Berlin, Babylon, Rosa-Luxemburg-Str. 30, U2, Rosa-Luxemburg-Platz
"Es lebe die Prager Kommune!" Von den Leerstellen der Geschichte_n um 68/Ost, Eine Ausstellung von Susann Bartsch, Ulrike Hamann und Anna Straube im Kino Babylon vom 9.-16. Mai. "Ist 68 im Osten etwa ausgefallen? Oder fällt 68/Ost vor allem heraus aus der offiziellen Geschichtsschreibung? Die Ausstellung will ein unvollständiges Bild dessen zeichnen, was eine 1968er Zeit des Umbruchs, der Hoffnung oder der Enttäuschung in der DDR gewesen sein könnte, wobei die Grenzen zwischen Dokumentation und Projektion fließend bleiben. Wenn die Leerstellen in den Archiven und Erinnerungen sichtbar werden, produzieren sie Fragen und eine Vielzahl von Geschichte_n voller Widersprüche." Ausstellungseröffnung ist am 9. Mai um 18 Uhr.
8. Mai, Berlin
Asma Nitzbon (15 Jahre) aus Dargun in Mecklenburg Vorpommern besuchte das Umbruch-Bildarchiv für drei Wochen während eines Schülerpraktikums - rechtzeitig zum Frühlingsanfang in Kreuzberg. Einige Eindrücke davon hat sie mit ihrer Kamera für Umbruch eingefangen. Hier ihre Bilder: "Gesichter von Kreuzberg"
8. Mai, Berlin, Frauenknast Pankow, Borkumstr./Arkonastr, U- und S-Bhf. Pankow
Geburtstags-Knastkundgebung für die Antifaschistin Andrea mit musikalischer Unterstützung durch "Guts Pie Earshot" (Breakbeatpunk aus Münster/Berlin) und "Schlagzeiln" (Pgasuz Basement, HipHop aus Berlin) zum Tag der Befreiung. Freiheit für alle Gefangenen!
1. Mai, Istanbul, Türkei
Im Gegensatz zum Vorjahr riefen in diesem Jahr alle großen Gewerkschaftverbände, linke Parteien und Organisationen dazu auf, zum Taksim-Platz zu marschieren und dort gemeinsam gegen die "Sozialreformen" der AKP-Regierung zu demonstrieren und an das Blutbad von 1977 zu erinnern. Der Staatsterror hatte damals 36 Menschen das Leben gekostet und seither sind Demonstrationen auf dem Taksim verboten. Unter der Militärdiktatur wurde der 1. Mai ab 1980 als Feiertag aufgehoben. In diesem Jahr sollten bis zu 500.000 Menschen zusammenkommen und erstmals seit 31 Jahren den Taksim mit all seiner Symbolik wieder zum Ort des geeinten Widerstands machen und den 1. Mai als Kampftag zurückerobern. Eine Fotoseite
1. Mai, Madrid, Spanien
In Madrid gab es in diesem Jahr vier große 1.-Mai Demonstrationen. Olmo Calvo Rodríguez sandte uns Bilder von der Demonstration der CNT und AIT in der spanischen Hauptstadt. Eine Fotoseite
1. Mai, Stuttgart
Auch in Stuttgart gab es in diesem Jahr eine lebhafte revolutionäre 1.-Mai Demonstration, an der deutlich mehr Menschen als im Jahr zuvor teilnahmen. Die Demo richtete sich u.a. gegen staatliche Repression durch § 129-Verfahren, sozialen Kahlschlag und die Beteiligung deutscher Truppen an imperialistischen Kriegen. Eine Fotoseite

1. Mai, Hamburg
Ein Neonazi-Aufmarsch am 1. Mai durch den Stadtteil Barmbek bescherte Hamburg die heftigsten Krawalle seit Jahren. Etwa 1000 NPD-AnhängerInnen standen bis zu zehntausend AntifaschistInnen gegenüber, ein breites Spektrum aus Anwohnern, Initiativen, Linksradikalen, GewerkschafterInnen bis hin zu Geschäftsleuten und Bezirkspolitikern. Rund um den Sammelplatz der Nazis am S-Bahnhof Alte Wöhr bildeten sich immer wieder Blockaden. Kleingruppen errichteten brennende Barrikaden auf den S-Bahnzufahrten und im Stadtteil, Busse, mit denen die Nazis angereist waren, wurden entglast. Eine Fotoseite

1. Mai, Berlin
Unter dem Motto "be.STREIK.berlin - Organisiert das schöne Leben!" zogen am Nachmittag des 1. Mai mit der Mayday-Parade etwa 7000 Menschen vom Boxhagener Platz zum Spreewaldplatz, an der revolutionären 1. Mai-Demo am Abend beteiligten sich mehr als 10.000 TeilnehmerInnen. Eine Fotoseite.
Fotos und Videos von den letzten Jahren: 2007 - 2006 - 2005 - 2004 - NPD-Aufmarsch und Proteste 2004 - 2003 - 2002 - 2001 - 1987-1992

April

30. April, Berlin
Am Vorabend des diesjährigen 1.Mai 2008 feierten Hunderte eine lang erkämpfte Strassenumbenennung: Nunmehr trifft am Ende der Oranienstrasse in Kreuzberg die Axel-Springer-Strasse auf die neue Rudi-Dutschke Strasse. Rudi hat jedoch Vorfahrt! Eine Bilderseite

27. April, Mexiko
Mexiko ist ein Land voller Gegensätze. Besonders die soziale Lage polarisiert sich seit dem Eintritt Mexikos in die nordamerikanische Freihandelszone 1994 beträchtlich. 60% der Bevölkerung gelten als arm. Die Preiserhöhungen für wichtige Lebensmittel auf das Doppelte führten 2007 zu landesweiten Protesten ("Tortilla-Krieg").
Am 27. April fand in der Hauptstadt zum wiederholten Male eine Großdemonstration mit hundertausend TeilnehmerInnen gegen neoliberale Politik und die Privatisierung der staatlichen Ölfirma Pemex statt. Der Kampf um die Verfügungsgewalt über das Öl hat in Mexiko eine lange Tradition. Im Bewußtsein vieler MexikanerInnen geht es um "unser" Öl und bei einer Privatisierung von Pemex gingen dem mexikanischen Staat etwa 50% der Staatseinkünfte aus dem Ölgeschäft flöten. Ein Bildbericht

23. April, Rostock
Am 23.04 fand in den Räumen der Universität Rostock eine von gentechnikkritischen Studenten organisierte Veranstaltung über die Risiken der Forschung und Anwendung der grünen Gentechnik statt. Ein Bildbericht über die Podiumsdiskussion.

20. April, Ravensbrück
Am 19. und 20.04.2008 fand der "63. Jahrestag zur Befreiung des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück" statt. Das im November 1938 erbaute Frauen-KZ Ravensbrück befindet sich am Rande der Kleinstadt Fürstenberg. Insgesamt wurden bis zur Befreiung durch die Rote Armee am 30. April 1945 mehr als 100.000 Frauen, Hunderte von Kindern und etwa 20.000 Männer dorthin verschleppt. Nur rund 3.000 von ihnen erlebten die Befreiung.
Jedes Jahr wird Ende April der vielen Menschen gedacht, die dort leiden mußten, starben oder irgendwie überlebten." - Eine Bilderseite

19. April, Berlin, 14.00 Uhr - Boxhagener Platz
Am Samstag, den 19.4. demonstrierten rund 1000 Menschen in Berlin gegen das gigantische Privatisierungsprojekt "Media-Spree" und zogen in einem Kiezspaziergang vom Boxhagener Platz zur Köpi in Kreuzberg. Nach den Plänen interessierter Konzerne soll am Spreeufer in Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte und Treptow ein Ensemble kommerzieller Großbauten entstehen: Konzernzentralen, Büroblöcke, Luxuswohnungen und Hotels auf einer fast achtmal so großen Fläche wie die Neubauten am Potsdamer Platz. Innerhalb von wenigen Monaten sammelte die Initiative "Mediaspree versenken" 16.000 Unterschriften gegen diese Pläne und auch auf der Demo war die Stimmung eindeutig: "Spreeufer für alle! - Mediaspree versenken!" - Eine Bilderseite
19. April, Berlin, ab 16 Uhr, Köpenicker Straße 137
KØPI-Hoffest mit Revolte Springen (Kleinkunstpunk), Konny (linkspolitische Wandergitarre), div. Performances und Vokü; abends janz viele DJs in Keller und KOMA F, ab 22:00 im AGH: Punk mit: Konzert mit The Lobotomies (Belfastpunk) & Droppin`Bombs (Dublin, Skapunk) & Keizer (D-geballa)
17. April Weltweiter "La Via Campesina"-Aktionstag, Aktionen in Berlin
"Biosprit macht Hunger" - mit einem Riesentransparent, das AktivistInnen an der Brandwand der Shell-Tankstelle Nähe Görlitzer Bahnhof herunterließen, Samba-Musik und Riesenpuppen machten ca. 60 Bewegte trotz Regen ganz schön was her. Diese Aktion, die anschließende Demo und eine symbolische Landbesetzung auf dem Heinrichplatz fanden statt im Rahmen des kleinbäuerlichen Aktionstages von "La Via Campesina", der alljährlich am 17. April begangen wird. Eine Fotoseite.

13. April, Berlin, Ostbahnhof
Tausende Berliner kamen am Nachmittag des 13. April, es war ein Sonntag, den "Zug der Erinnerung" auf dem Berliner Ostbahnhof zu begrüßen. Geduldig, bis zu drei Stunden, warteten Kinder, Jugendliche, ältere Menschen und Familien auf Einlass in die Ausstellung, gedachten der ermordeten Kinder und Jugendliche, schmückten die Wagen und die Dampflokomotive mit Blumen, hinterließen Briefe für die deportierten Kinder. Eine Fotoseite

12. April, Berlin, Berlin, Brandenburger Tor
Am Vorabend der Ankunft des "Zuges der Erinnerung" in Berlin versammelten sich etwa 800 junge und alte Menschen vor dem Brandenburger Tor, um der deportierten Kinder und Jugendlichen zu gedenken. Mehrere RednerInnen, darunter Esther Bejarano (Überlebende der Konzentrationslager Auschwitz und Ravensbrück), Romani Rose (Zentralrat Deutscher Sinti und Roma), und Michael Joachim (Jüdische Gemeinde zu Berlin) berichteten über Deportationsschicksale, mahnten und kritisierten die Rolle der Deutschen Bahn und ihre Behinderung des Gedenkens. Eine Fotoseite.
12. April, Berlin, 13 Uhr, US-Botschaft, Unter Den Linden, Ecke Neustädtische Kirchstr.
Das 3. Bundesbezirksgericht der USA hat vor kurzem entschieden, dass Mumia lebenslang im Knast verschwinden soll. (siehe auch unter 28. März) Gleichzeitig ist sein Leben immer noch bedroht. Freiheit für Mumia Abu-Jamal! Für die Abschaffung der Todesstrafe weltweit! 13 Uhr Demo in Berlin, Treffpunkt: US-Botschaft. Mehr Informationen beim Berliner Mumia Bündnis
11./12. April, Berlin
Am 11. und 12. April 2008 soll es Demonstrationen, direkte Aktionen, Info-Arbeit, Straßenfeste, Hausbesetzungen und mehr geben, um Freiräume und antikapitalistische Kultur zu verteidigen. "Diese zwei Tage sollen dazu genutzt werden, die europäische/globale politische Bewegung um autonome Räume und besetzte Häuser ins Blickfeld zu rücken. Es sollen Verknüpfungen und Solidarität zwischen verschiedenen Freiräumen geschaffen werden.", heißt es im Aufruf. Mehr dazu hier.
4. April, Berlin
Aus Solidarität mit den von Repression betroffenen Anti-NATO-AktivistInnen in Bukarest versammelten sich am Freitag, den 4. April 2008 rund 100 AntimilitaristInnen nahe der rumänischen Botschaft in Berlin. Nach einer Auftaktkundgebung mit einem Live-Bericht aus Bukarest zog eine kleine, aber fetzige Kurzdemo weiter zur amerikanischen und französischen Botschaft. Eine Bilderseite

März

31. März, Mexiko
"Werte Freunde, Ich wollte als Schenkung bzw. Stiftung meine Foto-Dokumentation anbieten, die ich von 1987 bis 2003 über Mexiko angelegt habe: Fast 40 Ordner mit jeweils ca. 400 Fotos, alles Farbbilder mit spanischer Beschriftung!" Dieses erstaunliche Angebot bekam Umbruch letztes Jahr von dem uns bis dahin unbekannten Fotografen Wolfgang Nieklasen. Rund 17 Jahre lebte der Verdener in Mexiko. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland vermachte er jetzt seine ganze Mexikodokumentation dem Umbruch Bildarchiv. Hier eine Auswahl seiner Bilder
28. März, 18 Uhr, Nähe US-Botschaft (Unter den Linden, Ecke Neustädtische Kirchstr.)
20 Uhr Clash, Mehringhof, Gneisenaustraße 2
Mumia Abu-Jamal, einer der bekanntesten Gefangenen Amerikas, wird nicht hingerichtet. Das entschied gestern ein US-Berufungsgericht, dass das Todesurteil gegen den US-Journalisten aufhob. Diese scheinbar positive Meldung hat allerdings einen dicken Pferdefuß: Seine Verurteilung wegen Mordes an einem Polizisten wurde aufrecht erhalten, Mumia bekommt keinen neuen Prozess. Damit gibt es für ihn nur noch sehr wenige gerichtliche Möglichkeiten. Für Mumia Abu-Jamal und seine internationale Unterstützer_innenbewegung stellt das eine riesige Entäuschung dar. Nicht allein die Tatsache, dass sich kein Gericht der USA mit den rassistischen, finanziellen und politischen Manipulationen in Mumias erstem Verfahren befassen will. Er soll dafür auch noch bis zum Ende seines Lebens in einem SUPERMAX Gefängnis sitzen, obwohl er bereits seit 26 Jahren im Todestrakt von Pennsylvenia eingesperrt war. Für den seit lange angekündigen "The Day after" sind In New York City, Philadelphia und San Francisco Demonstrationen angemeldet. In Berlin gibt es heute eine Kundgebung/Demo um 18 Uhr Nähe der US-Botschaft. Zur Vorbereitung von weiteren Protest- und Solidaritätsaktionen veranstaltet das Berliner Mumia-Bündnis um 20.00 Uhr im „CLASH“ einen Informationsabend. Mehr Informationen
27. März, Dessau
Am 27. März 2007 begann in Dessau der Prozess gegen zwei Polizeibeamte im Todesfall Oury Jalloh. Der 21jährige Jalloh war am 7.1.2005 gefesselt in einer Zelle des Dessauer Polizeireviers verbrannt. Ein Urteil ist nicht absehbar. Die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh resümiert den bisherigen Prozessverlauf: "...ein langer Prozess bedeutet weder, dass eine grundlegende Verhandlung stattfindet, noch, dass mehr Wahrheit ans Licht gebracht wird. Im Gegenteil: an über 40 Prozesstagen haben wir weiterhin nichts als Vertuschung und Verschleppung erlebt; abgesehen von einer einzigen Ausnahme." Ihre Stellungnahme im Wortlaut
15. März, Berlin
Rund 250 Menschen demonstrierten am Samstag, den 15. März 2008 überwiegend durch Kreuzberg, um ein Zeichen der Solidarität zum Internationalen Tag der politischen Gefangenen zu setzen. Trotz der verhältnismäßig geringen Teilnehmerzahl war es eine recht lautstarke und energische Demo. Eine Bilderseite
9. März, Berlin
Überraschende Neuigkeiten von der Köpi: Der Eigentümer hat pünklich zum 18. Köpi-Geburtstag die Mietverträge zu den bestehenden Konditionen für alle im Erdgeschoß liegenden Wohn- und Veranstaltungsräume um 30 Jahre verlängert. Die zum 31. Mai ausgesprochenen Kündigungen der Wohnmietverträge wurden zurückgenommen. Für den Wagenplatz neben dem Köpi-Gelände gibt es eine Duldungserklärung des Eigentümers, allerdings ist die Zukunft noch ungeklärt. "Diese Mietverträge erlauben uns einen Fortbestand der Köpi auf absehbare Zeit, ohne dass wir an unserem Konzept, bezahlbaren Wohn- und Kulturraum zu bieten, Abstriche machen mussten. Thanks For All The Support – We Will Never Forget It !" dankt die Köpi allen UnterstützerInnen auf ihrer Website
8. März, Berlin, 14.00 Uhr - U-Bhf. Eberswalderstraße
Seit dem 1. Dezember 2007 sitzt die Antifaschistin Andrea im Knast. Sie hatte den Haftantritt für eine mehrmonatige Haftstrafe verweigert, weshalb LKA-Beamte sie am 1. Dezember während der Proteste gegen einen Naziaufmarsch in Berlin-Rudow verhafteten. An diesem 8. März gab es deshalb eine gemischte Demo zum Internationalen Frauentag. Aus Solidarität mit Andrea und mit allen politischen und sozialen Gefangenen ging es zum Frauenknast Pankow. Einige Bilder
1. März, Berlin, 19 Uhr U-Bhf. Uhlandstrasse
Demo gegen die Verbandstagung der Deutschen Burschenschaft, die vom 29. Februar bis 2. März in Berlin stattfindet. Weitere Infos.

Februar

27. Februar, Berlin, 16 Uhr Kottbusser Tor
"Stoppt den Krieg in Kurdistan!" Demonstration gegen den Einmarsch der türkischen Armee in den Nordirak. Auftakt: Kottbusser Tor. Abschluss: Türkische Botschaft (nähe U-Bhf. Heinrich-Heine-Straße). Veranstaltet von: Kurdistan Komitee Berlin.
23. Februar, Berlin, 18 Uhr Statthaus Böcklerpark (U-Bhf. Prinzenstr.)
Veranstaltung "Kriegsgerät interessiert uns brennend!" Antimilitaristische Blockade- und Sabotageaktionen in Europa. Eingeladen sind AktivistInnen aus verschiedenen europäischen Ländern, die über Sabotage- und Blockadeaktionen gegen Kriegsgerät berichten. (Quelle: Stressfaktor)
Im Abgeordnetenhaus wird bereits rege über die Veranstaltung diskutiert. Siehe: "Aufruf einer unbekannten Gruppe zu einer Veranstaltung "Kriegsgerät interessiert uns brennend!" Mündliche Anfrage vom CDU-Abgeordneten Henkel an Innensenator Körting. Sitzung vom 14.2. Videoausschnitt: ab 5'40 Min.

23. Februar, Berlin
Jedes Jahr versuchen Nazis Gedenkveranstaltungen für Horst Wessel durchzuführen. In Berlin spielten sich die neonazistischen Aktivitäten meist rund um Wessels Grabstätte, den Friedhof der St. Nicolai-Gemeinde (Mitte/Prenzlauer Berg) ab oder am Krankenhaus Friedrichshain (Landsberger Allee 49), in dem er verstarb. Durch das antifaschistische Engagement der letzten Jahre konnte das Gedenken so gestört oder verhindert werden, das sich Neonazis meist nur noch klammheimlich zum Kranzabwurf versammeln konnten. So war auch dieses Jahr kein Platz für Neonazis am Friedhof St.-Nicolai, weil sich 100-150 Antifaschisten dort zu einer Kundgebung trafen. Einige Bilder.
22. Februar, Berlin, 17 Uhr, S-Bhf. Oranienburger Tor
In Berlin organisiert sich Widerstand gegen einen rechten Szeneladen der bei Neonazis beliebten Marke „Thor Steinar“. Nachdem er bereits viermal mit Farbeiern bedacht und auch entglast wurde, zog am 22. 2. eine Demonstration mit rund 500 TeilnehmerInnen in Richtung des Ladens in der Rosa-Luxemburg-Straße 18. Die Kleidung von „Thor Steinar“ ermöglicht es Rechtsextremisten, ihre Gesinnung zu offenbaren ohne auf den ersten Blick als Neonazis enttarnt zu werden. Ein Logo der Marke war zeitweise verboten, weil es NS-Symbolen zum verwechseln ähnlich sah. Der Laden mit der Bezeichnung „Tønsberg“ hatte Anfang Februar 2008 geöffnet. Aufgrund des öffentlichen Drucks hat der Vermieter – die Hamburger Impala GmbH – jetzt den Mietvertrag gekündigt. Eine Bilderseite von der Demonstration.
21. Februar, Berlin, 20 Uhr Bethanien Hauptgebäude
Bethanien. Alles? Nichts? Oder? Die Initiative Zukunft Bethanien informiert über die aktuelle Entwicklung und die bevorstehende Entscheidung der PolitikerInnen zum Bethanien (BVV am Mittwoch den 27.02.08). Wird das Bethanien ein soziales, politisches, kulturelles und künstlerisches Zentrum? Information und Diskussion über BürgerInnenbegehren, die Runden Tische bis zur derzeitigen Beschlussvorlage. Weitere Infos.
18. Februar, quer durch Deutschland
Ein Zug fährt durch Deutschland zur Erinnerung an das Schicksal abertausender Menschen, die zwischen 1942 und 1945 in Konzentrationslager deportiert wurden. Die Ausstellung in diesem "Zug der Erinnerung" basiert auf einer Wanderausstellung über ca. 11.000 aus Frankreich deportierte Kinder, die in Frankreich an zahlreichen Bahnhöfen gezeigt wurde. Die Deutsche Bahn AG weigerte sich hartnäckig, die Ausstellung auch an deutschen Bahnhöfen zu zeigen. Deshalb riefen Initiativen in zahlreichen deutschen Städten das Projekt „Zug der Erinnerung“ ins Leben, um über diesen Umweg ein würdiges Gedenken an die deportierten Menschen, besonders die Kinder und Jugendlichen, zu ermöglichen. Seit dem 8. November ist der Zug nun in Deutschland unterwegs und fährt mit Stopps in über 30 Städten die Deportationsroute in Richtung Auschwitz in Polen entlang.Von Thomas Trueten erhielten wir Fotos von der Station in Esslingen (Baden-Württemberg). Zur Zeit ist der Zug der Erinnerung im Ruhrgebiet unterwegs. Im April kommt er nach Berlin. Ein Fotobericht
15. Februar, Berlin, 17 Uhr, Mexikanische Botschaft Klingelhöferstr. 3, Nähe U-Bhf. Nollendorfplatz.
Kundgebung gegen Repression in Chiapas im Rahmen eines Internationalen Aktionstages für Chiapas am gleichen Tag. "Schluss mit der Repression in Chiapas in Mexiko! Solidarität mit den Zapatistas! Für die Respektierung der indigenen Autonomie!" Mehr Infos
12. Februar, Berlin-Neukölln, 17 Uhr vor dem Haus Innstraße 24 (Ecke Donaustr.)
Zur Erinnerung an Olga Benario verlegte der Bildhauer Gunter Demnik vor dem Haus Innstraße 24 am 10. Dezember 2007 einen Stolperstein.
Anlässlich des 100. Geburtstages von Olga Benario wird am 12. Februar 2008 um 17.00 Uhr gemeinsam mit Olgas Tochter Anita Prestes, die aus Brasilien anreist, der Stolperstein mit einer Kundgebung eingeweiht. Es sprechen: Anita Prestes (Tochter von Olga Benario, Rio de Janeiro), Hans Coppi (Berliner VVN-BdA) und Vertreterinnen der Galerie Olga Benario. Mehr Infos.
11. Februar, Karlsruhe
4800 Euro für Demoanmeldung in Karlsruhe. Am 19. Mai 2007 demonstrierten rund 800 Menschen in Karlsruhe gegen die mittlerweile vom Bundesgerichtshof als rechtswidrig eingestuften 129a-Ermittlungen und den daraus folgenden Razzien der Bundesanwaltschaft gegen Globalisierungskritiker im Vorfeld des G8 -Gipfels in Heiligendamm (1| 2 | 3 | 4 | Video). Der Anmelder der Demonstration hat jetzt einen Strafbefehl von 160 Tagessätzen zu je 30 Euro zugestellt bekommen. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe wirft ihm vor, gegen das Versammlungsgesetz verstoßen zu haben, weil einzelne TeilnehmerInnen die Auflagen nicht ausreichend beachtet hätten. Einspruch ist eingelegt. Repression und G8 entgegentreten - Kampagne 19. Mai
7. Februar, Berlin, 15.00 Uhr (Vattenfall-Zentrale)
Das "Deutsche Atomforum e.V.", der Lobbyverein der Atomwirtschaft, hält am 7. Februar im Hotel Maritim an der Friedrichstraße in Berlin seine alljährliche Wintertagung ab. VertreterInnen aus Atomindustrie und Politik kungeln hier gemeinsam für eine atomare Zukunft. Es reicht: Tausende Tote im Uranabbau, der niemals sichere Betrieb der Atomkraftwerke, ewig strahlender, hochradioaktiver Müll und das militärische Morden mittels depleted-uranium-Munition, Mininukes und Atombomben. Demo Do, 7.2. um 15.00 Uhr Route: Vattenfall-Zentrale (Chausseestr./Ecke Zinnowitzer Str., Nähe S Nordbahnhof), vorbei an der EnBW-Vertretung, Zwischenstopp Maritim-Hotel (Friedrichstraße), Abschluss Unter den Linden/Ecke Friedrichstraße. Weitere Infos unter www.nixatom.de

Januar

29. Januar, Berlin, Demonstration 15.30 Uhr Friedrichstr. Ecke Unter den Linden
Am Dienstag, den 29.01.08 trafen sich im Berliner Congreß Center am Alexanderplatz 1600 Politiker, Polizeichefs und Sicherheitsexperten aus über 60 Ländern. Beim 11. Europäischen Polizeikongress tagten sie über neue Technologien zur Datenübermittlung, biometrische Systeme zur Personenerkennung und vielerlei andere Schweinereien. Rund 400 TeilnehmerInnen einer Protestdemonstration mussten sich stellenweise dreifachen Vorkontrollen unterziehen, um zu ihrem Treffpunkt auf dem Boulevard Unter den Linden in Höhe der Friedrichstraße zu gelangen. Eine Auftaktveranstaltung vor dem Kulturkaufhaus Dussmann verbot die Versammlungsbehörde aus Sicherheitsgründen. Eine Fotoseite
26. Januar, Berlin
Unter dem Motto: "Stoppt den Krieg in Kurdistan" zogen am Samstag, den 26.1.08 rund 300 DemonstrantInnen durch Neukölln und Kreuzberg. Anlass waren die fortgesetzten Angriffe der türkischen Armee und Luftwaffe auf Dörfer und Stellungen von PKK-Kämpfern im kurdisch dominierten Nordirak. Mit Transparenten protestierten die TeilnehmerInnen gegen das "Kriegsbündnis Türkei-USA".
Einige Bilder
14. Januar, Kundgebung 13.30 Uhr - Brunnen- Ecke Invalidenstraße
Am Montag den 14.1. um 14.00 Uhr sollen Andrej Holm sowie alle anderen Beschuldigten im mg-Verfahren nach §129 StGB nach einem Beschluss des Ermittlungsrichters am BGH in Berlin eine DNA-Probe abgeben. Deshalb gibt es am Montag um 13.30 Uhr Brunnen/Ecke Invalidenstraße eine Kundgebung gegen den ungebrochenen Ermittlungseifer der Bundesstaatsanwaltschaft; Motto: "Da bleibt mir glatt die Spucke weg...". Weitere Infos: annalist und indymedia
13. Januar, Berlin, 10.00 Uhr Frankfurter Tor (Friedrichshain) - Berlin-Friedrichsfelde
Auch in diesem Jahr gedachten wieder Zehntausende Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, die 1919 von reaktionären Freikorps-Soldaten mit Billigung der SPD-Führung ermordet wurden. Eine Fotoseite
7. Januar, Dessau
Auch am 3. Jahrestag des Todes von Oury Jalloh gab es eine Gedenkdemonstration in Dessau. Oury Jalloh, ehemaliger Flüchtling aus Sierra Leone, verbrannte am 7.1.2005, gefesselt an Händen und Füßen in einer Zelle des Dessauer Polizeireviers. Die genauen Umstände seines Todes im Polizeirevier in der Wolfgangstraße sind bis heute ungeklärt, ein Ende des Gerichtsverfahrens gegen zwei Polizisten ist nicht in Sicht. Eine Fotoseite
5. Januar, 14 Uhr, S-Bhf. Köpenick
Am Samstag, den 5. Januar 2008 zogen trotz Glatteis rund 200 Menschen durch Berlin-Köpenick zum Abschiebegefängnis in der Grünauer Straße. Anlass war der Tod eines 28-jährigen Gefangenen aus Tunesien, der am Neujahrsmorgen nach offiziellen Angaben an den Folgen eines Suizidversuchs verstarb. Es war, soweit bekannt, der erste Selbstmord im Köpenicker Abschiebeknast, aber nicht der erste Versuch. Eine Fotoseite



Mehr aktuelle Termine für Berlin und Umgebung findet ihr im Stressfaktor. Einen Terminkalender aus dem gewerkschaftlichen Bereich bietet das labour.net. Eine Übersicht jährlich wiederkehrender Tage könnt ihr unserem Jahreskalender entnehmen.
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