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THEMA: Neonazis
ORT: Berlin-Kreuzberg
ZEIT: 14. Mai 2011
BILDMAPPE: Ablage im Bildarchiv / 4142 \

Aufmarsch von Neonazis in Kreuzberg verhindert

Am Samstag, den 14. Mai 2011 versammelten sich 120 Neonazis vor dem Finanzamt am Mehringdamm, um durch Berlin-Kreuzberg zu marschieren. Hunderte GegendemonstrantInnen stoppten jedoch den Aufmarsch mit Blockaden, bevor er starten konnte. Der NPD-Funktionär Sebastian Schmidtke hatte die Demonstration unter dem Motto „Wahrheit macht frei“ angemeldet. Treffpunkt und Route der Demonstration war von der Polizei bis zum Schluss geheim gehalten worden. Die Polizei setzte Pfefferspray auf Gegendemonstranten ein und ermöglichte so den Nazischlägern ein Vorrücken auf sie.
Etwa 50 Nazis gelang es, durch den U-Bahnhof die Polizeisperre zwischen Demo und Gegendemo zu durchbrechen und zwischen die Nazigegner zu gelangen. Dort griff eine große Gruppe Neonazis vier auf dem Boden sitzende Gegendemonstranten an. Diese vier Jugendlichen wurden offenbar gezielt ausgewählt, da sie deutlich in der Unterzahl waren und aufgrund ihrer sitzenden Position keine Gegenwehr zu erwarten war. Die anwesende Polizei war scheinbar nicht gewillt, den Angriff zu stoppen oder die beteiligten Angreifer festzunehmen. Während der Neonazi-Mob auf die vier am Boden liegenden Jugendlichen eintrat, wurden Antifaschist_innen durch massive Polizeigewalt an einem Eingreifen gehindert. Die Antifa-Recherche-Gruppe Berlin-Brandenburg hat den Angriff der Neonazis mittlerweile dokumentiert und die Schläger identifiziert (Fotos hier)
Einsatzführung und die Geheimhaltungstaktik der Polizei stieß auf Kritik auch innerhalb der rot-roten Koalition. Künftig sollen Aufmärsche von Rechtsradikalen einen Tag vorher der Presse bekannt gegeben werden, verkündet Innensenator Körting in der rbb-Abendschau am 16. Mai.

 



Fotos: as/np/Umbruch Bildarchiv
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