Mieten
sind so gar nicht Punk-Rock
Rund 6000 Menschen
demonstrierten am Sa, den 3.9.2011 in Berlin gegen steigenden Mieten,
Armut und Verdrängung. Stadtteilgruppen und Kiezinitiativen aus vielen
Bezirken hatten zu der Demonstration aufgerufen unter dem Motto: Steigende
Mieten Stoppen! Damit noch was zum Leben bleibt!
Die Demo startete gegen 15 Uhr am Hermannplatz, entschlossen und kreativ
und mit dutzenden selbstgemalten Schildern und Transparenten. Die etwa
sechs Kilometer lange Route führte an betroffenen Orten und Plätzen
der Stadtumstrukturierung und MieterInnenverdrängung vorbei. Das
viele Menschen von Gentrification und hohen Mieten betroffen sind, kam
durch die bunte Zusammensetzung der Demo zum Ausdruck: Menschen unterschiedlichen
Alters, Familien mit oder ohne Kinder, autonome Gruppen, Kiezinitiativen
mit ihren Schildern aus Kreuzberg, Neukölln, Alt-Treptow, Mitte und
Wedding. Insgesamt beteiligten sich 50 MieterInneninitiativen an der Demonstration
und sorgten für die größte MieterInnen-Demo in Berlin
seit 20 Jahren. Zu hören und zu lesen gab es Slogangs wie Wir
sind nicht eure Altersvorsorge! , Mietspiegel zerdeppern,
Freiräume statt Investorenträume, Hohe Mieten
sind so gar nicht Punkrock. Um eine Instrumentalisierung von Parteien
im aktuellen Wahlkampf zu verhindern, gab es schon bei der Mobilisierung
die klare Ansage, das Parteien und deren Fahnen nichts auf der Demonstration
verloren haben. Die Demo endete am Oranienplatz mit einer Abschlusskundgebung
und offenem Mikrofon für Menschen und Initiativen, die eigene Beiträge
hatten. - daniel -
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Fotos:
Adrienne Gerhäuser/Andreas/Ute Kurzbein/Mike/Lupo Finto/
Manuela D'Amico/Umbruch Bildarchiv
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