Georg-von-Rauch-Haus
Selbstorganisation in
besetzten Häusern - Wie alles anfing
Nach einem Teach-in und einem Konzert mit Ton Steine Scherben am 8. Dezember
1971 in der Technischen Universität Berlin zum Tode Georg von Rauchs
machten sich die TeilnehmerInnen auf den Weg Richtung Kreuzberg und besetzten
das seit 1970 leerstehende Schwesternwohnheim des Bethanien-Krankenhauses.
Die alarmierte Polizei zog ein Großaufgebot zusammen, um die Versammlung
von etwa 300 zum großen Teil Jugendlicher am nebenliegenden Mariannenplatz
durch Schlagstock- und Tränengaseinsatz aufzulösen. Dies gelang
nicht. Nach Verhandlungen stellte der Berliner Senat den BesetzerInnen das
Gelände und Haus zur Verfügung. Eine neue Ära - Leben in
selbstorganisierten Häusern - hatte mit dem Georg von Rauchhaus ihren
Anfang gefunden.
Die ehemaligen Besetzer und Besetzerinnen sind längst ausgezogen, doch
das Georg von Rauchhaus
gibt es auch heute noch als alternatives Wohnprojekt. Greta Mields und Salome
Duch (17 Jahre), Freunde der heutigen BewohnerInnen, trafen im Rahmen eines
Praktikums bei Umbruch Bildarchiv Kat, einen der ehemaligen Erstbesetzer.
Daraus folgte ein spannender Austausch über die Bewegung der 70er Jahre
und die Entwicklung des Georg von Rauchhauses. In dieser Bildgalerie
seht ihr bisher unveröffentlichte Fotos aus der damaligen Zeit.
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