Fuckparade 2010
Bei der diesjährigen
Fuckparade nahmen rund 5.000 Menschen teil, begleitet wurde die Demonstration
von etwa 15 Musik-Fahrzeugen und einem großen Polizeiaufgebot.
Nach anfänglich intensiven polizeilichen Taschenkontrollen am Leipziger
Platz sowie mehreren kämpferischen Wortbeiträgen auf Demoseite
führte die Strecke mittenmang durch Mitte bis zur Revaler Straße
im Friedrichshain. Wie im Vorjahr war das Hauptthema die schleichende
Umstrukturierung und Gentrifizierung der Stadt. Gleichzeitig richtete
sich die Fuckparade ausdrücklich gegen jede Form von Ausgrenzung,
Intoleranz und Faschismus. Mit einer Schweigeminute gedachten die Teilnehmer
der Opfer der Duisburger Loveparade-Katastrophe.
Bonmot am Rande: aus Angst vor "Plünderungen" (da wurde
einfach mal pauschal von einem singulären Ereignis im Vorjahr auf
den Charakter der Fuckparade und ihrer Teilnehmer als solche geschlossen)
hatten sämtliche Supermärkte und Tanken entlang der Demostrecke
wahlweise temporär geschlossen oder wurden per Eingangskontrollen
"gesichert". Schwitzende Menschen, die beispielsweise beim Kaisers
an der Jannowitzbrücke ihren Durst stillen wollten, wurden samt und
sonders abgewiesen - zwei Zivis von innen und eine Wannenladung Polizei
von außen sorgten für klare Verhältnisse. - Andreas
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Fotos:
Andreas/Umbruch Bildarchiv
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