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THEMA: Häuserkampf
ORT: Berlin
ZEIT: 17. März 2005
BILDMAPPE: Ablage im Bildarchiv/ 6531 \
 

Rathaus Kreuzberg besetzt

Am Do, den 17. März besetzten rund 100 Freunde und BewohnerInnen der Yorckstraße 59 und der Wagenburg "Schwarzer Kanal" das Rathaus Kreuzberg und blieben dort über Nacht. Im Laufe der Besetzung erschienen die Kreuzberger Bezirksbürgermeisterin Reinauer (PDS) und Innensenator Körting (SPD) auf Verlangen der BesetzerInnen im Rathaus. Diese forderten vom Innensenator einen Räumungsstop bis zu einer politischen Lösung. Nach einem einstündigen Gespräch sicherte Körting den BesetzerInnen zu, den Hauseigentümer Marc Walter zu kontaktieren und zur Annahme eines Ersatzobjektes des Liegenschaftsfonds zu drängen.
Am Freitag Mittag brachten UnterstützerInnen der Yorck59 ein 60 qm großes Transparent mit einer Abseilaktion am Bezirksamt Kreuzberg-Friedrichshain an: "Räumung ist keine Privatsache - her mit der politischen Lösung! Yorck59 bleibt!"


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Fotos: Umbruch-Bildarchiv
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(Foto: Umbruch Bildarchiv #1167m) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1166t) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1167e) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1166w) Bezirksbürgermeisterin Reinauer im Gespräch mit BewohnerInnen der Yorck 59 (Foto: Umbruch Bildarchiv #1167n) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1167k) Innensenator Körting verweigert einen Räumungsstop (Foto: Umbruch Bildarchiv #1167j Foto: Umbruch Bildarchiv #1166x) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1166u) Pressekonferenz im Rathaus (Foto: Umbruch Bildarchiv #1166v) Foto: Umbruch Bildarchiv #1166y) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1167i) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1167l) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1167g) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1167o) (Foto: Umbruch Bildarchiv #1167c) Unterstützung durch höhere Instanzen? (Foto: Umbruch Bildarchiv #1167f)

Bezirksbürgermeisterin Cornelia Reinauer teilte am Freitag Nachmittag den BewohnerInnen mit, dass Körting mit Walter gesprochen hätte und es weder einen Tausch noch einen Verkauf der Yorck59 geben würde. Die BewohnerInnen hätten nun 2 - 5 Wochen Zeit, das Haus friedlich zu verlassen.
Die BewohnerInnen halten dagegen, dass die politischen Spielräume des Landes Berlin noch lange nicht ausgeschöpft sind. Diese könnten sich viel klarer gegen das Einzelinteresse des Privatinvestors Marc Walter und seines Hausverwalters Gregor Marweld positionieren, um einen Projekterhalt der Yorck59 zu ermöglichen. Die angebliche Intention der rot-roten Regierung einer "sozialen Stadt Berlin" würde durch diese Haltung ad absurdum geführt.

Trotzdem begrüßen die BewohnerInnen und Initiativen des Hausprojektes Yorck59, dass das Thema ihrer drohenden Verdrängung nun auf höchster politischer Ebene behandelt wird. Sie freuen sich über die breite solidarische Unterstützung aus der linken und linksradikalen Szene und progressiven bürgerlichen Kreisen.
Das Projekt wird das Haus nicht freiwillig und kampflos verlassen. Falls Körting seine Haltung am Montag aufrecht erhält, wird sich die rot-rote Regierung einer schwerwiegenden sozialen Auseinandersetzung im Vorfeld des 1. Mai stellen müssen. Die angedrohte Räumung würde eine Eskalation des Konfliktes nach sich ziehen, die angesichts der katastrophalen sozialen Lage im Bezirk Kreuzberg/Friedrichshain riskante Signale setzen würde.

Am Montag, den 21.3., findet um 12 Uhr im Kreuzberger Rathaus (Yorckstr. 4 - 11) ein Gespräch mit Innensenator Körting, weiteren Bundes- und LandespolitikerInnen und den BewohnerInnen und Initiativen des von Räumung bedrohten Hausprojektes Yorck59 statt. Aufgrund der brisanten politischen Situation haben neben Körting auch Hans-Christian Ströbele (MdB, B90/Grüne), Steffen Zillich (MdA, PDS) und evtl. Harald Wolf (Berliner Bürgermeister, Wirtschaftssenator, PDS) ihr Kommen zum Gespräch zugesagt. (aus der Presseerklärung der BesetzerInnen) Kontakttelefon für weitere Informationen: 0162 5105520


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