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  Anläßlich der bevorstehenden Ankunft des Zuges gab es eine Gedenkveranstaltung für die Opfer der Deportationen am Brandenburger Tor
einige Fotos
THEMA: Antisemitismus - Zug der Erinnerung
ORT: quer durch Deutschland - Berlin
ZEIT: 13. April 2008
BILDMAPPE: Ablage im Bildarchiv/ 4731 \

Zug der Erinnerung in Berlin

Tausende Berliner kamen am Nachmittag des 13. April, es war ein Sonntag, den Zug der Erinnerung auf dem Berliner Ostbahnhof zu begrüßen. Geduldig, bis zu drei Stunden, warteten Kinder, Jugendliche, ältere Menschen und Familien auf Einlass in die Ausstellung, gedachten der ermordeten Kinder und Jugendliche, schmückten die Wagen und die Dampflokomotive mit Blumen, hinterließen Briefe für die deportierten Kinder.
In drei Waggons dokumentieren Einzelschicksale die Deportation: den Bescheid, das Verlassen der Wohnungen und den Weg zu den Sammellagern. Am helllichten Tag wurden Menschen, Nachbarn durch die Dörfer und Städte zu den wartenden Zügen getrieben. Und die Täter werden vorgestellt: Vom Reichsverkehrsministerium über die SS bis hin zu den Logistikplanern der Reichsbahn, die für den Transport der todgeweihten Kinder und Jugendlichen in die Vernichtungslager sorgten. Mehrere dieser "Spezialisten" setzten ihre Bahnkarrieren in der Nachkriegszeit fort.
Um 23 Uhr verließen die letzten Besucher am 13. April den Zug. Auch an den nächsten Tagen kamen Tausende Menschen zum Ostbahnhof, den Bahnhöfen Lichtenberg, Schöneweide, Westhafen und Grunewald. Keiner versteht, warum die Deutsche Bahn, unbeeindruckt von allen Appellen, keine Bereitschaft zeigt, den Zug der Erinnerung zu unterstützen. Im Gegenteil jeden Tag muss der Verein und die Berliner Initiative für den Aufenthalt auf den Bahnhöfen und pro Kilometer eine Gebühr für die Streckennutzung bezahlt werden. Viele fragen: Wann stellt sich die Bahn endlich ihrer Verantwortung für die Aufarbeitung ihrer eigenen Geschichte? - Hans Coppi -

 

Fotos: Umbruch-Bildarchiv
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