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Zu Eurer Information haben wir unseren Terminkalender erweitert. Bilderseiten oder Videos von Umbruch gibt es zu allen Themen mit einem Foto auf der rechten Spalte.
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UMBRUCH - Bildarchiv

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Januar

 
7. Januar | Dessau, 14 Uhr Hauptbahnhof
5.000 Menschen beteiligten sich an der diesjährigen Gedenkdemonstration für Oury Jalloh in Dessau. Am 7. Januar 2005 verbrannte Oury Jalloh an Händen und Füßen gefesselt im Dessauer Polizeigewahrsam. "Oury Jalloh, das war Mord!" Dass nach 13 Jahren die Justiz unter massiven öffentlichem Druck steht, warum sie nicht längst selbst in diese Richtung ermittelt hat, ist der Beharrlichkeit der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh zu verdanken. Am Sonntag waren soviele Menschen wie noch nie in Dessau auf der Straße und zeigten eindrücklich, das der Druck nicht nachlassen wird, bis der Tod von Oury Jalloh restlos aufgeklärt ist. Touch one - touch all! Eine Fotoserie.
Weitere Infos: Initiative in Gedenken an Oury Jalloh und Facebook-Seite
Dezember

31. Dezember | Berlin, 23 Uhr U-Bhf. Turmstraße
"Auch am Ende diesen Jahres wollen wir wieder ein kraftvolles Zeichen der Solidarität setzen: mit den Menschen, welche Gesetze und bürgerliche Normen gebrochen haben, deswegen von der Justiz weggesperrt und in den Betrieben der Knäste unter den prekärsten Bedingungen ausgebeutet werden. Alles im Namen der angeblichen „Wiedereingliederung in die Gesellschaft“ und „Sicherheit der Allgemeinheit“. Doch damit hat Knast tatsächlich wenig zu tun." (Aufruf zur Demo) Silvester zum Knast! Treffpunkt: 23 Uhr Turmstraße.

 
14. Dezember | Berlin, 11 Uhr Abba Hotel Berlin in der Lietzenburger Straße 89
Vor dem zusammenhängenden Eckhaus in der Eisenbahnstraße/Muskauerstraße standen die Mieter*innen und Gewerbetreibende am 25.11.17 auf der Straße, unterstützt von Nachbarn und Freund*innen. Auf den Bannern war zu lesen „Wir sind eine starke Mietergemeinschaft“ „Wir bleiben alle!“ Das Haus soll am 14. Dezember 2017 meistbietend versteigert werden. Die Bewohner*innen, die z.T. schon seit 1970 in den Häusern leben, haben die Sorge, dass die Immobilie zu einem Spekulationsobjekt wird. Sie rufen auf zu ihrer Unterstützung zur Versteigerung zu kommen. Einige Fotos
5. Dezember | bundesweit
Feuer & Flamme & der Protest von zehntausenden Menschen aus aller Welt begleiteten das Gipfeltreffen der mächtigsten Staatsführer*innen am 7. und 8. Juli 2017 in Hamburg. Der G20-Gipfel ist vorbei, doch Monate später legt sich eine vielköpfige Sonderkommission mächtig ins Zeug, um die linksradikale Szene bundesweit aufzumischen und die gewalttätigen Polizeieinsätze während des Gipfels zu legitimieren. Am 5.12.2017 gab es eine Razzia in zwei linken Zentren und 23 Wohnungen in acht Bundesländern. Als Vorwand diente ausgerechnet die Demo am 7. Juli in der Hamburger Rondenbarg-Straße, die von der Polizei brutal angegriffen worden war, nachdem einige Feuerwerkskörper auf das Pflaster geflogen waren. Zurück blieb ein Dutzend z. T. schwer verletzter Aktivist*innen. Der G20-Gipfel beschäftigt bis heute nicht nur die Repressionsorgane, sondern auch die Anwohner*innen und Aktivist*innen, Medienschaffende, Bürgerrechtlicher*innen – all die, die eine andere Politik und Gesellschaft wollen. Am 15. September 2017 trafen sich Hamburger Initiativen mit der bundesweiten G20-Plattform, um die Erlebnisse und Proteste rund um den G20-Gipfel zu diskutieren. Ein guter Schritt, mit etwas Abstand zu der aufgeheizten Berichterstattung während des Gipfels zu schauen, was wirklich während des Gipfelsturms geschah. Wir dokumentieren hier den Aufruf zu dieser Veranstaltung. Dazu ein Rückblick auf die Proteste mit Fotos von Hinrich Schultze, Marily Stroux, Channoh Peepovicz, Jens Volle und Holger Griebner. Fotorückblick: Gipfelsturm in Hamburg

November

27./28. November | Räumung im Hambacher Forst
Am Montag starteten die Räumungsarbeiten im Hambacher Forst. Etwa 200 Umweltaktivist*innen protestierten spontan gegen die Rodungen und versuchten die Baumrodungen zu blockieren. Beim Versuch, die Polizeiketten zu durchfließen wurde eine Gruppe dabei recht wahllos mit Pfefferspray (Video) eingedeckt. Am Dienstag musste RWE die Rodungsarbeiten um 18 Uhr stoppen. Das endschied das OVG Münster auf Antrag des nordrhein-westfälischen Landesverbands des BUND. Der Rodungsstopp ist aber nur eine Zwischenentscheidung. Das Urteil gilt bis über eine Beschwerde gegen einen Beschluss des Verwaltungsgerichts Köln entschieden ist. Dort war der BUND am letzten Freitag mit dem Versuch gescheitert, den Braunkohletagebau Hambach und damit verbundene Rodungen zu stoppen. Ein Fotorückblick über die Baumbesetzungen im Hambacher Forst
24. November | Berlin & bundesweit
Am heutigen Blackfriday kam es zeitgleich zum Streik an den sechs großen Amazon-Standorten Bad Hersfeld (Hessen), Leipzig (Sachsen), Rheinberg (NRW), Werne (NRW), Graben (Bayern) und Koblenz (Rheinland-Pfalz) in Berlin und Leipzig aufgrund von Blockaden zu erheblichen Störungen bei der Auslieferung. Auch in Durham (USA) und Piacenza (Italien) kam es zu Protestaktionen gegen Amazon. Mit dem Verweis auf krank machende und entwürdigende Arbeitsbedingungen blockierten in Berlin 400 Aktivist*innen des Bündnis MakeAmazonPay die Ausfahrt Uhlandstr. beim Prime-Now Auslieferungszentrum im Kudamm-Karree. Eine Fotoseite
27. November | Berlin, 16 Uhr S-Bhf. Südkreuz (Westhalle)
Aktionstag gegen den "Verunsicherungsbahnhof" Südkreuz. Seit dem 1. August läuft im Berliner Bahnhof Südkreuz ein Pilotprojekt zur automatisierten Gesichtserkennung. Versprochen wird mehr Sicherheit, aber ob diese wirklich durch den Einsatz moderner Technologien erzeugt werden kann, oder dies wieder nur eine Symptom Behandlung gesellschaftlicher Probleme ist, bleibt bisher undiskutiert. Dies soll sich ändern und die breite Facette der Kritik an Überwachung und ihrer schädlichen Auswirkung auf eine freiheitliche Gesellschaft Einzug in den Diskurs finden. Dazu lädt das Aktionsbündnis Endstation gemeinsam mit anderen Gruppen zum Aktionstag ein. Mehr Infos
25. November | Berlin, 17 Uhr U-Bhf Samariterstraße
Rund 1300 Menschen beteiligten sich am Samstagabend an der traditionellen Silvio Meier-Demo. Unter dem Motto: "25 Jahre - damals wie heute Antifa heißt Angriff" ging es mit viel Pyrotechnik kreuz und quer durch Friedrichshain bis zum Frankfurter Tor. Eine Fotoseite
24. November | Berlin, 11.30 Uhr vor der Botschaft von Niger, Machnower Str. 24, 14 Uhr Kundgebung vor dem Europäischen Haus, Unter den Linden 78
"Nein zu Flüchtlingslagern der EU in Afrika!" Nach dem Mittelmeer wird auch die Sahara zu einem Massengrab für afrikanische Menschen. Die EU will Haftlager, sogenannte Hotspots im Niger einrichten, so dass Migrant*innen die Sahara oder gar das Mittelmeer nicht mehr erreichen können. In diesen Hotspots werden die Menschen inhaftiert, registriert und zur "freiwilligen Rückkehr" gezwungen. Angesischts der ökonomischen Situation im Niger und des Elends dort, kann diese Operation nur zu einer großen Tragödie führen: zu noch mehr Korruption, Folter und zu einer humanitären Katastrophe großen Ausmaßes. Die korrupten und diktatorischen Regime in Afrika werden nicht mehr wegen ihrer Menschenrechtsverletzungen kritisiert, sondern belohnt, die Wächter der Festung Europa zu sein. Zur Zeit finden die Verhandlungen zwischen Frankreich, Niger und auch dem Tschad statt, um die sogenannten Hotspots einzurichten. Am 24. November 2017 laden wir euch ein mit uns vor der Botschaft von Niger und vor dem Europäischen Haus am Brandenburger Tor gegen die Errichtung dieser Lager zu protestieren.
 
16. November | Berlin
Über 1000 Menschen haben sich am am 16.11.2017 zur Demo »Monstermässiger Laternenumzug gegen die Verdrängung von Sozialen Einrichtungen und Orten der Bildung« zusammengefunden und damit ein starkes Zeichen gesetzt. "Wir – alle gemeinsam – wir sind der MonsterKrake, der die Stadt zusammenhält. Wir sind die vielen Saugnäpfe an den langen Armen, die das soziale Netz zwischen den Menschen bilden. Wir verbinden uns mit allen, die sich für den Erhalt der Kieze mit ihrer sozialen Mischung einsetzen, damit eigenwillige Lebensformen Platz haben, sich zu entfalten. Und wir sammeln uns zusammen, um zu zeigen, dass wir uns nicht verdrängen lassen. Nicht von den Miethaien, die unsere Stadt als Jagdrevier ansehen." Eine Fotoseite

16. November | Monitor-Bericht
Der 2005 in einer Dessauer Polizeizelle verbrannte Asylbewerber Oury Jalloh wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit getötet. Das geht aus Ermittlungsakten zu dem Fall hervor, die dem ARD-Magazin MONITOR vorliegen. Die Staatsanwaltschaft Halle will die Ermittlungen dennoch einstellen. Mehrere Sachverständige aus den Bereichen Brandschutz, Medizin und Chemie kommen laut der Unterlagen mehrheitlich zu dem Schluss, dass ein Tod durch Fremdeinwirkung wahrscheinlicher sei als die lange von den Ermittlungsbehörden verfolgte These einer Selbstanzündung durch den Mann aus Sierra Leone. Das sind die Ergebnisse der jüngsten Gutachten und Brandversuche, die sich detailliert mit der Frage nach dem Ausbruch des Feuers in der Arrestzelle beschäftigen. Sogar der langjährige Ermittler der Staatsanwaltschaft Dessau, der leitende Oberstaatsanwalt Folker Bittmann, bislang ein Verfechter der Selbsttötungs-Theorie, geht in einem Schreiben vom April dieses Jahres daher von einem begründeten Mordverdacht aus. Er hält es demnach für wahrscheinlich, dass Oury Jalloh bereits vor Ausbruch des Feuers mindestens handlungsunfähig oder sogar schon tot war und mit Brandbeschleuniger besprüht und angezündet worden sei. Oberstaatsanwalt Bittmann benennt in dem Brief sogar konkrete Verdächtige aus den Reihen der Dessauer Polizeibeamten. (Pressemeldung vom 16.11.2017) Weitere Informationen auf der website der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh. Mehr als 87.000 Menschen protestieren in einer Online Petition gegen die Einstellung des Ermittlungsverfahrens.

13. November | libysche Küste
Dieses Video von der libyschen Küste zeigt das, was alle wissen, aber was niemand sehen will. Es zeigt, was mit Menschen geschehen kann, die sich auf den Weg gemacht haben, weil sie in ihrem Land keine Perspektive mehr gefunden haben. Die sich auf die Suche nach einem besseren Leben gemacht haben. Sie hatten Hoffnungen. Allein in diesem Jahr sind etwa 3.000 Menschen im Mittelmeer ertrunken, auf dem Weg nach Europa. Ein Flüchtling hat das Video mit dem Handy an der Küste Libyens aufgenommen. Bruno Watara schildert seine Gedanken dazu. Zum Video

 



Mehr aktuelle Termine für Berlin und Umgebung findet ihr im Stressfaktor. Einen Terminkalender aus dem gewerkschaftlichen Bereich bietet das labour.net. Eine Übersicht jährlich wiederkehrender Tage könnt ihr unserem Jahreskalender entnehmen.

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