Europäisches
Sozialforum in Florenz
Das
Programm während des ESF
Im alten Fort "Fortezza da Basso" im Stadtzentrum fanden die meisten
Veranstaltungen statt, an denen zwischen 10 und 5000 Menschen teilnahmen.
Im Hauptgebäude war auf mehreren Etagen eine Messe der linken Strömungen
zu finden, mit Info- und Verkaufsständen aller nur vorstellbaren Projekte
und Gruppen. Es gab ein Medienzentrum, Infopulte, mehrere Bars und Kantinen.
Jeden Tag drängten sich zehntausende durch die schmalen Eingänge, bedrängt
von Flugblatt- und Fahnenschwenkenden Splittergruppen (bei denen besonders
englischsprachige trotzkistische Gruppen die Geduld strapazierten). Von
den mehreren zehntausend Menschen, die am ESF teilnahmen, waren die allermeisten
aus Italien. Viele kamen aus Frankreich, Griechenland und England. Aus
Deutschland waren vermutlich um die tausend Leute gekommen, die sich gutgelaunt
in der Menge verloren. Radikale undogmatische Linke fanden sich entweder
im "autonomen HUB" an der Piazza della Libertà, einen unabhängig vom ESF
organisierter Anlaufpunkt für ein paar hundert Leute aus ganz Europa,
die sich von den sozialreformerischen und institutionalisierenden Tendenzen
im ESF abgrenzen wollten. Oder sie nahmen mit den "Disobbedienti" am ESF
teil und trafen sich im "Ippodromo" (der Pferderennbahn), wo einige tausend
übernachteten und feierten, während andere gleichzeitig "Global Radio"
und "Global TV" produzierten.
- Tomas Lecorte -
zurück zur Übersicht
|
Fotos:
Tomas Lecorte/Umbruch-Bildarchiv (weitere: wähle mit der Maus ein
Dia)
|