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THEMA: Abschiebungen
ORT: Dortmund
ZEIT: 14. April 2007
 

Regina Kiwanuka droht Abschiebung

Regina Kiwanuka ist eine engagierte Exil-Menschenrechtsaktivistin und politischer Flüchtling in Deutschland. Sie ist Verfasserin von wichtigen Berichten und Artikeln über die Kämpfe von Flüchtlingen und MigrantInnen der Schwarzafrikanischen Gemeinschaft.
Die ugandische Menschenrechtsaktivistin ist außerdem Mitglied der internationalen Delegation zur Beobachtung des Gerichtsverfahrens für Oury Jalloh in Dessau. Das Video-Interview mit ihr, das hier zu sehen ist, wurde am 14. April 2007 von der Gruppe "Plataforma der Flüchtlinge und MigrantInnen" in Dortmund aufgezeichnet. An diesem Tag fand eine Versammlung in Gedenken an Dominique Kouamadio statt, der ein Jahr zuvor dort von weißen deutschen Polizisten erschossen worden ist. (weiter: siehe unten)

Video ansehen
. (14'16 Min., 13,6 Mb für Windows Media Player)

 


Videointerview mit Regina Kiwanuka
(Flash-Version, Englisch 14'16 Min., )

Regina Kiwanuka sagt: "Mein Vater Benedicto Kiwanuka war der erste Premiermister von Uganda und der erste Justizminister Ugandas. Er wurde am 21 September 1972 aus seinen Räumen des obersten Gerichts gezerrt und von Idi Amins Killern brutal ermordet. Er erlitt einen schmerzvollen Tod, da er lebend in Stücke gespalten wurde. Benedicto Kiwanuka starb, weil er für Menschen kämpfte, die wie Oury Jalloh ihrer Stimme beraubt wurden. Ich setze durch dieselbe Rolle und Macht der Aggressoren seinen langsamen qualvollen Tod in Bezug zu dem von Oury Jalloh. Zeige mir einen anderen Planeten ohne die Aggressoren und ich werde mich verabschieden."

Jetzt hat Regina Kiwanuka vom deutschen Staat die Aufforderung bekommen, am 7. Juni 2007 das Land zu verlassen. Nachdem sie Uganda verlassen musste, weil sie dort ihre Stimme erhoben hat, geschieht ihr dasselbe wieder in Deutschland. Ihr Asylverfahren war von Beginn an gegen sie gerichtet, weil sie auch sich hier für ihre Schwestern und Brüder eingesetzt hat. In Deutschland wird kein Schutz vor Verfolgung durch die vom Westen subventionierten Diktatoren gegeben, und noch weniger, wenn Menschen ihre Stimme erheben, die ihnen hier wie dort erstickt und genommen wird.




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