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THEMA: Abschiebung
ORT: Schönfeld
ZEIT: 5. März 2001
BILDMAPPE: Ablage im Bildarchiv / 3423 \
 

„Eine Rauchbombe“

Die Geschichte einer Abschiebung

Am 5. März 2001 wurde Ysela Ximena Eraso ( 26 Jahre), Diego Bolivar (36 Jahre) und ihre drei Kinder Felipe Bolivar (3 Jahre), Valeria Bolivar (6 Jahre) und Christian Bonilla (9 Jahre) nach Kolumbien abgeschoben. (Umbruch berichtete). Kurz zuvor gab Ximena Eraso ein Videointerview, welches jetzt fertig wurde und hier als Streaming-Video zu sehen ist. Darin beschreibt sie die Geschichte ihres Aufenthaltes in Deutschland. Seit dem 20. Juni 2000 war die Familie in Deutschland und forderte politisches Asyl. Rechtsradikale hatten in der Nacht vom 19. 08. 2000 eine Rauchbombe in das Zimmer der Familie im Heim in Eisenhüttenstadt geworfen. Sie wurde daraufhin in das Übergangswohnheim Schönfeld im Landkreis Barnim verlegt. Am 2. Februar bekam Familie Bolivar Eraso den Abschiebebescheid. Bezeichnend für die Unsensibilität deutscher Behörden, daß als einzig sichtbare Konsequenz dieses rassistischen Anschlags die Abschiebung der Familie angeordnet wurde. Trotz Protest durch den Flüchtlingsrat Brandenburg, der antirassistischen Initiative Berlin und anderer Initiativen blieb es bei dem Ausweisungsbeschluß.
Am Montag, den 5. März um 4 Uhr in der Frühe wurde die Familie Bolivar Eraso zur Abschiebung aus Schönfeld mit einem großen Polizeiaufgebot abgeholt.

 

Video: Mylene Teixeira, Angela Greis

Klicke auf das obenstehende Bild und siehe ein Flash-Video. (6'03 Min.)
(auf Spanisch)


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