Protest im Sozialsenat
Flüchtlinge gegen "erpresste Unterschriften"
Flüchtlinge aus dem DRK-Heim Buchholzer Straße protestieren gegen wachsenden Druck von
Berliner Sozialämtern und der Ausländerpolizei, sie zur Rückkehr nach
Ex-Jugoslawien zu bewegen. "...unsere Unterschrift bei der Ausländerpolizei ("Rückkehrberatung"),
dass wir in den nächsten Wochen die Bundesrepublik "freiwillig" verlassen, ist
uns abgepresst worden. Uns wurde gesagt, dass wir sofort das Heim verlassen müssen,
in dem wir jetzt leben, dass wir weder Essen noch Trinken noch irgendeine Krankenversorgung
erhalten, wenn wir nicht unterschreiben." (aus der von 362 Flüchtlingen unterzeichneten
Erklärung)
Die Unterschriftenliste wurde von der Chefsekretärin entgegengenommen.
die einen späteren Gesprächstermin mit der nicht anwesenden Sozialsenatorin Schöttler
zusagte.
Mit einem Hungerstreik wiesen die Flüchtlinge
zuvor auf unzumutbare Zustände im DRK-Heim Buchholzer Straße
hin.
Zum 1. April 2000 hat die Bundesregierung Kriegsflüchtlingen aus Ex-Jugoslawien die Abschiebung angedroht.
Bundesweit betrifft dies 160.000 KosovarInnen und 50.000 BosnierInnen, Roma, Deserteure
aus Serbien und Flüchtlinge aus anderen Ländern.
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