"Nicht
in unserem Namen"
Zehntausende
demonstrierten gegen den Krieg
Eine große Koalition der bundesdeutschen Parteien setzt immer noch auf Polizei und militärische Lösungen,
wie aktuell im US-Natokrieg gegen Afghanistan sichtbar. Diesmal werden
die Bombardierungen zynischerweise noch mit Brotabwürfen kaschiert, die allerdings
nur zu Irritationen führen.
Demonstrationen überall in Europa am Wochenende des 13./14. Oktober 2001 sagten zu dieser Politik "nein!". Allein
in Berlin demonstrierten am Samstag mehr als 30000 Menschen, überwiegend aus dem
Spektrum der Friedensbewegung unter dem Motto: "gegen Krieg, gegen Rassismus und
gegen Repression nach innen". Keine Schnitte machten in der Demo, entgegen den
vorherigen Befürchtungen die Faschisten. Auffällig wenig Migrantinnen und Flüchtlinge
beteiligten sich an der Demo, obwohl die Aktion ausdrücklich die aktuelle Innenpolitik
unter Schily in den Blick nehmen wollte.
Das "Bündnis gegen den Krieg", als Veranstalter, rief dazu auf, in den kommenden
Wochen weitere außerparlamentarische Aktionen durchzuführen. Vorbild waren die
SchülerInnen, die am 8. Oktober zu Kriegsbeginn spontan die Schulen verlassen
hatten, um ihre Stimmen gegen den Krieg auf die Strasse zu tragen.
Siehe auch:
Kurzvideo zur SchülerInnendemo und Bilderseite zur bundesweiten
Demonstration gegen den Schilyentwurf eines Zuwanderungsgesetzes.
|
Fotos: Fadl/Umbruch-Bildarchiv Weitere Bilder: wähle mit der Maus ein Dia aus |